Berichtsvorlage - M/18/0695
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstand über den Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur für Elektromobilität im Stadtgebiet
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Umwelt
- Bearbeitung:
- Markus Werntgen-Orman
- Verantwortung:
- Herr Werntgen-Orman, Herr Dr. Palotz, Herr Berg
- Konsequenzen:
- Keine Angabe zu finanziellen Konsequenzen (Berichte od. Anträge); Keine Angabe zu klimatischen Konsequenzen (Berichte od. Anträge)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtplanungs- und Umweltausschuss
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Kenntnisnahme
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06.05.2026
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Bezug
A/17/1220-01 Antrag der SPD-Fraktion gemäß § 2 der Geschäftsordnung des Rates: Erstellung eines Konzeptes für die Ladeinfrastruktur in Oberhausen (Ratssitzung 15.11.2021)
M/16/3598-01 Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Oberhausen
M/17/2353-01 Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur für Elektromobilität im Stadtgebiet
M/17/3286-01 Berichtsstand über den Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur für Elektromobilität im Stadtgebiet
M/17/5190 Sachstand für die Genehmigung von Elektroladesäulen im Stadtgebiet Oberhausen
M/17/5901 Sachstand über den Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur für Elektromobilität im Stadtgebiet
Sachverhalt
Elektrische Antriebe werden sich im kommenden Jahrzehnt sukzessive zur dominierenden Antriebsart für PKW entwickeln. Die aktuelle Situation rund um steigende Benzinpreise und möglichem Treibstoffmangel untermauern die Notwendigkeit der Transformation hin zur Elektromobilität. Die Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge stellt einen Einflussfaktor für den Ausbau des elektrischen motorisierten Individualverkehrs (MIV) dar, da der Markthochlauf sowie die Verbreitung von Elektrofahrzeugen maßgeblich von den bestehenden Rahmenbedingungen abhängen. Die Stadt Oberhausen beabsichtigt den Bürger*innen über den Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im (halb-)öffentlichen Raum entsprechende Anreize für den Umstieg auf Elektromobilität zu geben. Die zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe ist wichtig, um neben den Stickoxidemissionen auch die CO2-Emissionen zu reduzieren und somit den Klimaschutzzielen auf kommunaler wie auch auf Bundesebene näher zu kommen. Auch für den Wirtschaftsstandort Oberhausen ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur ein wichtiger Meilenstein.
Der Ausbau erfolgt nicht durch die Stadt Oberhausen selbst, sondern durch externe Unternehmen, wie aktuell z.B. HochTief, Wirelane oder die EVO, welche die Ladesäulen bauen und betreiben. Die Verwaltung tritt dabei als Genehmigungsbehörde und Koordinierungsstelle auf. Dabei bringt sie die unterschiedlichen fachlichen Belange, wie u.a. Verkehrssicherheit und Baumschutz zusammen, um die notwendigen Anträge zur Aufstellung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum zu prüfen. Eine Grundlage zur Verteilung der Ladesäulen bietet die Analyse des Ladesäuleninfrastrukturkonzepts, in der auf Ebene der Verkehrszellen zukünftige Ladepunktbedarfe bis 2030 identifiziert worden sind. Zudem erfolgt gegenüber den Anbietern eine örtliche Empfehlung bezogen auf die Verkehrszellen, in denen die prognostizierte Nachfrage noch nicht gedeckt ist. Ziel hierbei ist es, insbesondere die Bereiche mit Ladeinfrastruktur zu versorgen, in denen die Anwohner aufgrund geringer privater Stellflächen auf öffentliche Ladeplätze angewiesen sind.
Ladesäulen
Zur Abstimmung weiterer Standorte werden daher von der Stadtverwaltung Oberhausen mit verschiedenen externen Anbietern fortlaufend Gespräche geführt. Mit dem Stand vom 12.03.2026 sind durch Ladesäulenbetreiber in den letzten 4 Jahren rund 347 Anträge gestellt worden, wovon 188 genehmigt, 74 abgelehnt, 30 zurückgezogen/nicht aufgestellt und sich noch 55 in der Prüfung befinden. Hierbei sind gezielt Standorte ausgewählt worden, die sich im innerstädtischen Bereich befinden oder einen hohen Durchgangsverkehr aufweisen. Genauso wurden auch Standorte in den Blick genommen, die in Wohngebieten liegen und durch Mietwohnungen geprägt sind. Gerade dort verfügt nicht jeder PKW über einen privaten Stellplatz, sodass private Lademöglichkeiten zumeist nicht umgesetzt werden können. Gründe, die zu einer Ablehnung eines Antrags geführt haben, können im Baumbereich, der verbleibenden Restgehwegbreite oder eines bereits nah gelegenen genehmigten Standortes liegen. Geplant von den Betreibern ist, dass an den neuen Standorten Standardladesäulen installiert werden. Dabei wird es sich voraussichtlich um innovative und benutzerfreundliche AC-Ladesäulen handeln, die bis zu 22kW pro Ladepunkt liefern können. Das genaue Modell wird in der weiteren Planung festgelegt. Die Anzahl an Anträgen ist im Vergleich zum letzten Jahr leicht gestiegen, was nicht zuletzt mit der Neueinsetzung der Förderung des Landes bei der Umsetzung von Ladeinfrastruktur zusammenhängt.
Abb.: Beispiel einer AC-Ladesäule an der Ecke Oranienstraße/Dudelerstraße
Neben der Normalladesäulen wird an verschiedenen Stellen innerhalb des Stadtgebiets das Schnellladenetz (DC) erweitert. Beispielsweise wurden im Bereich der Danziger Straße im letzten Jahr seitens der EVO zusätzlich drei Schnellladesäulen mit jeweils 300 kW umgesetzt. Im Bereich Holten sind an der Erlenstraße acht weitere 300 kW-Ladesäulen durch die Firma Electra Germany GmbH entstanden.
Darüber hinaus befindet sich im Oberhausener Stadtgebiet ein Regionallos (Regionallos West Suchraum-ID 63776) des Deutschlandnetzes, wofür die Firma Allego GmbH den Zuschlag bekommen hat. Im Suchraum um und südlich des Autobahnkreuz Oberhausens plant das Unternehmen acht weitere Schnellladesäulen zu installieren. Aktuell plant die Firma diese Standorte auf zwei Flächen aufzuteilen und ist dafür bereits in Gesprächen mit den EigentümerInnen.
Nach Angaben der Betreiber befinden sich die Nutzungszahlen der Ladeinfrastruktur insgesamt im Durchschnitt, genaue Ladedaten liegen der Verwaltung nicht vor. Im Rahmen der Alternative Fuels Infrastructure Regulation der Europäischen Union und Novellierung der Ladesäulenverordnung (in Kraft seit dem 01.01.2026) auf Bundesebene werden Echtzeitdaten zur Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur (<50 kW) von den Anbietern an die mobilithek des Bundesministeriums für Verkehr weitergeleitet. Die Verwaltung erarbeitet gerade Möglichkeiten, diese Daten auf kommunaler Ebene auszulesen.
Eine Übersicht über die aktuelle Standortverteilung (Stand 12.03.2026) ist in den Anhängen zu finden, sowie in der Mobilitätskarte Oberhausen (https://geoportal.oberhausen.de/mapapps/resources/apps/mobilitaet/index.html?lang=de).
Zurzeit gibt es rund 379 Normal- und Schnellladesäulen im öffentlichen und halböffentlichen Raum im gesamten Stadtgebiet. Im landesweiten Vergleich des Verbands der Automobilindustrie 2025 erreichte die Stadt Oberhausen beim so genannten T-Wert Platz 1 und beim S-Wert Platz 3. Diese beiden Kategorien bewerten, wie viele normale (T-Wert) und Schnellladepunkte (S-Wert) auf ein gemeldetes Elektrofahrzeug im Stadtgebiet fallen.
Laternenladepunkte
Um das Projekt Laternenladen voranzutreiben, arbeitet die Stadt Oberhausen mit der EVO zusammen, um das Laden von E-Autos an Laternen zu ermöglichen. Geplant war es, an Straßenlaternen Ladeinfrastruktur zu installieren, die jeweils zwei Ladepunkte bietet, an denen bis zu 22 kW geladen werden kann. Zur Standortfindung wurden einerseits bereits vorhandene Ladesäulen und die noch offenen Bedarfe der prognostizierten Bedarfsanalyse als Grundlage genutzt. Andererseits sollte im Zuge des Pilotprojekts in jedem der Stadtteile Sterkrade, Osterfeld und Alt-Oberhausen gleichermaßen Standorte gefunden werden. Grundlegend war bei der Suche auch, dass das Parken nahe bei den Laternen möglich und erlaubt ist, ohne dass die Nutzung des Gehweges eingeschränkt wird sowie das Vorhandensein des entsprechenden Leitungsnetzes, um den Anschluss zu gewährleisten. So konnten in einem ersten Schritt sechs benötigte Laternenstandorte für ein Pilotprojekt identifiziert werden (Laternen nahe der Adressen Kloppstockstraße 19, Hochstraße 29c, Hartmannsweilerstraße 28, Hausmannsfeld 9, Weierstraße 50 und Flugstraße 40). Die wesentlichen technischen Anforderungen wurden von der EVO und der Oberhausener Netzgesellschaft geklärt. Die Installation der Laternenladeinfrastruktur erfolgte dann von November 2024 bis März 2025.
Abb.: Laternenladeinfrastruktur an der Flugstraße 40 (links) und an der Weierstraße 50 (rechts)
Die sechs verschiedenen Standorte befinden sich aktuell noch in der Testphase. Dabei werden sie unterschiedlich stark frequentiert, liegen aber im Durchschnitt noch unter der Nachfrage an einer herkömmlichen Ladesäule.
Diese Ausbauoffensive aus Kombination von AC-, DC- und Laternenladeinfrastruktur sorgt insgesamt für eine Verbesserung bei der Versorgung der Bürger*Innen mit Ladesäuleninfrastruktur im öffentlichen Raum und schafft so Anreize für eine CO2-ärmere Mobilität.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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4,8 MB
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2
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(wie Dokument)
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5 MB
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3
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(wie Dokument)
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3,4 MB
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4
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(wie Dokument)
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4,8 MB
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