Beschlussvorlage - B/17/3333-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt Oberhausen stimmt der vorliegenden Mobilitätsstrategie „mobilhausen – mehr erfahren!“ als Arbeitsgrundlage für die Verwaltung zur Vorbereitung und Umsetzung von Maßnahmen zu.

 

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Konsequenzen

Bezug

 

Vorlage – B/16/1656-01 – Aufstellung eines Kommunalen Mobilitätskonzeptes

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [X]

 

    ja   [ ]

 

b) Sonstige

 

    Auswirkungen auf das Klima

 

    ja   [X] (siehe Anlage Klimacheck)

 

    nein   [ ] Begründung:

 

 

 

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Sachverhalt

Begründung

 

Die Stadt Oberhausen möchte im Rahmen einer Mobilitätsstrategie Leitbilder und Visionen der zukünftigen Mobilitätsentwicklung für die Stadt Oberhausen vorgeben, um aktuellen sowie zukünftigen Mobilitätstrends gerecht zu werden. Im Vordergrund stehen hierbei besonders die Stärkung des Umweltverbundes (Fuß-, Radverkehr und ÖPNV), damit eine zukunftsfähige Verkehrs- und Stadtplanung nachhaltig vorangetrieben werden kann.

 

Der Auftrag zur Erstellung eines Mobilitätskonzeptes wurde am 14.02.2017 an das Büro StadtVerkehr vergeben, welches für das gesamte Stadtgebiet eine Bestandsanalyse inkl. Bürgerbeteiligung durchgeführt hat. Aufgrund einer neuen Zielausrichtung wurden nach Abschluss der Bestandsanalyse die weitere Erstellung des Mobilitätskonzeptes durch das Büro StadtVerkehr eingestellt. Ein neuer Auftrag wurde zur Erstellung einer Mobilitätsstrategie, welche die Form einer hochwertigen Broschüre zur Strategie der Verkehrsentwicklung in Oberhausen hat, ausgeschrieben. Am 07.10.2021 wurde der Auftrag für die Erstellung der Mobilitätsstrategie auf Grundlage der durchgeführten Bestandsanalyse an das Büro SHP Ingenieure GbR vergeben.

 

Durch die Mobilitätsstrategie soll ein Werkzeug für die strategische Orientierung neuartiger Mobilität weiterentwickelt werden. Dabei rücken zielorientierte Szenarien, Vorstellungen und Maßnahmen innovativer Mobilität in den Mittelpunkt moderner sowie integrierter Verkehrsplanung. Der Modal-Split Anteil soll zugunsten des Fuß- und Radverkehrs sowie des ÖPNV gesteigert und der Umweltverbund als Ganzes gestärkt werden.

 

Herzstück der Mobilitätsstrategie ist das umfassende Leitbild, das die Werteziele (Klimaschutz, Mobilitätsgerechtigkeit, Sicherheit, Lebensqualität) definiert. Ziel ist es, die Sicherung der Alltagsmobilität für die Stadtgesellschaft durch neuartige Angebotserweiterungen und die Reduktion verkehrsbedingter Belastungen voranzutreiben. Dabei soll neue urbane Lebensqualität in (neuen sowie bestehenden) Quartieren hergestellt werden. Des Weiteren geht es um den Aufbau eines hocheffizienten Verkehrs- und Infrastrukturnetzes sowie einer Technologieoffenheit in zukünftigen Planungen, wie etwa in den dargestellten Leuchtturmprojekten.

 

Die Mobilitätsstrategie ist im Kontext mit den parallel angeordneten bzw. nachgelagerten Planwerken zu verstehen. Bereits entwickelte Maßnahmen sind durch die Mobilitätsstrategie zu prüfen und an aktuellen Mobilitätstrends anzupassen.

 

Neben der Ausrichtung der zukünftigen Verkehrsentwicklungsziele der Stadtverwaltung stellt die Mobilitätsstrategie auch eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Politik dar. Zudem soll sie auch weitere Zielgruppen zur Verfügung gestellt werden. Hierzu gehören insbesondere Dritte, denen die Mobilitätsstrategie als wichtige Planungsgrundlage in Oberhausen dient und Bürger/innen als Informationsquelle zur Mobilitätsentwicklung ihrer Stadt.

 

Die Mobilitätsstrategie ist in folgenden Kapiteln unterteilt:

 

  • Zweck und Ausgangslage
  • Rahmenbedingungen
  • Einbindung Entwicklungsplanwerke
  • Visionen 2030 / 2040
  • Leitbild und Handlungsziele
  • Leuchtturmprojekte (Wohnquartier Zeche Sterkrade, Masterplan Neue Mitte 4.0, Radschnellwegverbindung, Smart City Oberhausen)
  • Handlungsprämissen der Mobilitätsplanung
  • Ausblick

 

Als Einleitung wird der Zweck der Mobilitätsstrategie sowie die Ausgangslage erläutert. Vor allem die Dringlichkeit einer umweltfreundlichen Verkehrsplanung für alle Verkehrsmittel wird hervorgehoben (vgl. Zweck und Ausgangslage). Die prozentualen Modal-Split Anteile von 2014 sollen verdeutlichen, dass ein Verkehrsmittelwahlverhalten zugunsten des Umweltverbundes in Zukunft angestrebt werden muss, damit die Mobilitätswende erfolgreich weitergestaltet wird (vgl. Rahmenbedingungen). Die Mobilitätsstrategie der Stadt Oberhausen orientiert sich an eine Vielzahl an Entwicklungsplanwerken. Untergeordnet ist sie dem regionalen Flächennutzungsplan sowie dem Stadtentwicklungskonzept. Außerdem sieht die Mobilitätsstrategie eine Orientierung für die sektoralen (kommunalen und regionalen) Fachplanungskonzepte vor. Einzelmaßnahmen können im Lichte der übergeordneten Strategie erarbeitet, weiterentwickelt und ausgestaltet werden (vgl. Einbindung Entwicklungsplanwerke).

 

Mit den aufgestellten Visionen/Zukunftsbildern 2030/2040 werden die angestrebten (mittel und langfristigen) Szenarien der zukünftigen Mobilitätsqualität für Oberhausen aufgezeigt. Dabei soll sich bis 2040 in der Stadt Oberhausen eine Vorbildfunktion mobilitätsgerechter Mobilität etablieren, in der sich u.a. der Modal-Split maßgeblich zugunsten des Umweltverbundes entwickelt hat und technologische sowie digitale Neuerungen im Alltagsverkehr feste Bestandteile darstellen (vgl. Visionen 2030 / 2040). Das entwickelte Leitbild steht unter der Prämisse, die Mobilitätswende in Oberhausen auszugestalten und eine Vorreiterrolle für eine mobilitätsgerechte und lebenswerte Stadt einzunehmen (vgl. Leitbild und Handlungsziele). Die insgesamt vier aufgeführten Oberhausener Leuchtturmprojekte (Wohnquartier Zeche Sterkrade, Masterplan Neue Mitte 4.0, Radschnellweg-Studie, Smart-City Oberhausen) sollen ins Zentrum der zukünftigen Verkehrsplanung rücken und innovative Verkehrsplanungen umsetzen. Die Tragweite der Projekte ermöglicht, dass durch eine erfolgreiche Ausgestaltung weitere Adaptionen in andere Stadtgebiete ausgeweitet werden können (vgl. Leuchtturmprojekte). Mit Hilfe der Handlungsprämissen Oberhausener Verkehrsplanung wird ermöglicht, dass Ziele mit einer höheren Zufriedenheit aller Beteiligten erreicht und Vorhaben zielstrebiger umgesetzt werden (vgl. Handlungsprämissen der Mobilitätsplanung).

 

Als Anlage zur Mobilitätsstrategie wurde eine Auflistung mit wichtigen Handlungsfeldern für die einzelnen Verkehrsarten erstellt. Die Auflistung dient zur Darstellung, welche Handlungsfelder in Oberhausen bereits in Bearbeitung sind und in Zukunft noch in die Bearbeitung aufgenommen werden müssen. Die aufgestellten Handlungsfelder sind nicht abschließend und werden ausschließlich im internen Rahmen der Verkehrsplanung genutzt und sind nicht Teil der veröffentlichten Mobilitätsstrategie.

 

Die Geschwindigkeit hinsichtlich der Umsetzung für die in den Handlungsfeldern beschriebenen Maßnahmen und Aufgaben richtet sich aus sukzessive nach den dafür bereitgestellten Ressourcen (Haushaltsmittel, Personal).

 

Mobilitätsstrategie im Broschüren-Design

Die erarbeitete Mobilitätsstrategie befindet sich als Anlage in der Beschlussvorlage. Nach Beschluss der Mobilitätsstrategie durch den Rat der Stadt Oberhausen soll hieraus eine hochwertig gestaltete Broschüre erstellt werden, welche die Strategie zur Verkehrsentwicklung in Oberhausen für eine breite Zielgruppe visuell und textlich entsprechend darstellt. Die Broschüre soll dabei Interesse wecken und dazu einladen, sich mit der Zukunft der Mobilität in Oberhausen auseinander zu setzen. Hierzu wird der Text von einer entsprechend geeigneten Agentur gelayoutet und eigene Visualisierungen bzw. Bilder für die Oberhausener Mobilitätsstrategie erstellt. Insbesondere die Vision bzw. das angestrebte Zukunftsbild soll durch geeignete Visualisierungen dargestellt werden.

 

Die Mobilitätsstrategie wird zudem mit der Wort-Bild-Marke (Mobilitätslogo) „mobilhausen – mehr erfahren!“ betitelt, um hier einen Wiedererkennungswert zu generieren (vgl. Abbildung 1). Das Mobilitätslogo kann im Rahmen zukünftiger Mobilitätsprojekte für Oberhausen genutzt werden. Sie wurden in Anlehnung an das Oberhausener Tourismuslogo „oberhausen – mehr erleben!“ durch die OWT – Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung GmbH erarbeitet.

Abbildung 1: Mobilitätslogo - mobilhausen – mehr erfahren!

 

Die Mobilitätsbroschüre soll im Internet auf der Seite der Stadt Oberhausen abrufbar sein und als Druckexemplar an interessierte Bürger oder Projektpartner verteilt werden.

 

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Anlagen

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