Berichtsvorlage - M/17/1596-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

In seiner Sitzung am 28. Juni 2021 befasste sich der Rat der Stadt auf Basis eines politischen Antrags mit dem Thema Outdoor-Fitness. Die Verwaltung wurde mit der Erarbeitung eines Plans für Outdoor-Fitness-Plätze in der Stadt Oberhausen beauftragt. Unter Federführung der Sportverwaltung wurde in Konsequenz eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gebildet, welche sich zum einen mit den verschiedenen Anbietern von Outdoor-Fitness-Geräten und zum anderen mit der Identifizierung möglicher Standorte in Oberhausen befasst hat.

 

Mit dem Ziel, das Thema Outdoor-Fitness für alle anfassbar zu machen, wurde auf Initiative der Sportverwaltung die sogenannte „Roadshow“ -eine Wanderpräsentation von ausgesuchten Outdoor-Fitnessgeräten- eines Sportgeräteanbieters in der Zeit vom 14.09. - 05.10.2021 auch nach Oberhausen, auf das Gelände des Stadion Sterkrade geholt. Bürgerinnen und Bürgern wurde hier Gelegenheit der sportlichen Betätigung an unterschiedlichen Kraftsportinstallationen gegeben.

 

Erklärtes Ziel dieser Pilotphase war es, im Allgemeinen Erkenntnisse über die Akzeptanz der Verankerung des Themas „Outdoor-Fitness“ im öffentlichen Raum zu erhalten und im Besonderen die Nachfrage nach klassischen Sportgeräten aus dem Fitnessstudio -als Ergänzung zu bereits vorhandenen und hinsichtlich des Nutzungsverhaltens bereits etablierten Calisthenicsanlagen- zu eruieren.

 

Die Bewertung der Geräte seitens der ortsansässigen Vereine, Schulen und der Bürgerinnen und Bürger war vor Ort und in den sozialen Medien durchweg außerordentlich positiv.

 

Am 13.12.2021 wurde die Fachverwaltung vom Rat der Stadt konkret mit der Errichtung von mindestens zwei Outdoor-Fitness-Plätzen in Oberhausen beauftragt. Für das Haushaltsjahr 2022 wurden hierfür investive Mittel in Höhe von 150.000 € bereitgestellt.

 

Mit dem Fokus auf Aspekte wie Qualität, Nachhaltigkeit und Trainingsvariabilität, unter Hinweis auf aktuell stetig steigende Preise für Sportgeräte und Kunststoffarbeiten, empfiehlt die Sportverwaltung (zunächst) zwei Standorte für Outdoor-Fitness-Plätze ins Zentrum der Planungen zu stellen.

 

Unter sorgsamer Berücksichtigung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse, der Daten des Oberhausener Sozialstrukturatlas´ und Erfahrungswerten aus der Pilotphase, hat die Sportverwaltung die Standorte „Stadion Sterkrade“ und „Bonmannpark“ als potenziell geeignete Standorte identifiziert.

 

Stadion Sterkrade

 

Die vorübergehende Installation von sechs Fitnessgeräten im Stadion Sterkrade hat eindrucksvoll bewiesen, wie groß das Interesse der vor Ort agierenden Akteure und der Bürgerinnen und Bürger an Outdoor-Trainingsmöglichkeiten ist. Nach Aussage von Verantwortlichen der ortsansässigen Vereine wurden die Geräte von verschiedenen Abteilungen getestet und durchweg positiv bewertet. Darüber hinaus wurde der Standort im Rahmen des Sportunterrichts benachbarter Schulen genutzt. Vertreterinnen und Vertreter des Sportausschusses konnten sich bei einem Ortstermin am 21.09.2021 ebenfalls ein Bild machen und kamen vor Ort mit Nutzerinnen und Nutzern ins Gespräch.

 

Bemerkenswert war auch das Feedback der Bürgerinnen und Bürger in den sozialen Medien. Die Outdoor-Fitnessgeräte wurden als „intuitiv in der Handhabung“ und als „optimale Ergänzung“ zu dem bereits bestehenden Sportangebot durchweg positiv bewertet.

 

Für die Sportverwaltung ist insbesondere die Integration in bereits bestehende Angebote ein entscheidender Faktor, um die Nachhaltigkeit von Investitionen gewährleisten zu können. Neben den ortsansässigen Vereinen sind auch die benachbarten Schulen und zahlreiche nicht in Vereinen organisierte Bürgerinnen und Bürger in der Freizeit auf der Sportanlage aktiv. Die Installation von Outdoor-Fitness-Geräten erweitert das bestehende Sportangebot und ermöglicht allen Nutzergruppen der Anlage ein ganzheitliches Training.  

 

Bonmannpark

 

Unter Berücksichtigung bereits geplanter und umgesetzter Outdoor-Fitness-Plätze wird deutlich, dass Alt-Oberhausen mit entsprechenden Angeboten bislang unterversorgt ist. Aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Grünflächen, hat die Sportverwaltung eine Teilfläche des Bonmannparks (neben der Sportanlage am Heinrich-Jochem-Platz), zwischen dem Sportplatz und dem Kinderspielplatz, als weiteren potenziellen Standort identifiziert.

 

Wie im Stadion Sterkrade ist auch hier die Nähe zu bereits bestehender Sportinfrastruktur ein wichtiger Faktor, um Kriterien wie Nachhaltigkeit in der Nutzung, Vielfalt und Teilhabe sowie soziale Kontrolle zu gewährleisten.

 

Aufgrund der vergleichsweise großen Fläche, die für die Nutzung zur Verfügung stünde, empfiehlt die Sportverwaltung hier eine Kombination aus Calisthenics und klassischen Outdoor-Fitness-Geräten. Eine solche Kombination wurde bereits im Sportpark Styrum in Mülheim an der Ruhr umgesetzt und erfreut sich dort großer Beliebtheit.

 

Calisthenics ist besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr beliebt. Durch die Kombination mit klassischen Geräten aus dem Kraftsport/Fitnessbereich können unterschiedliche Nutzergruppen angesprochen werden, vor Ort miteinander trainieren und voneinander lernen. Das fördert die für den Sozialraum wichtige soziale Integration und stärkt die Identifikation mit dem Wohnort. Zusätzlich kann ein abwechslungsreiches Angebot für den Sportverein im Rahmen der Trainingseinheiten einen Mehrwert bieten.

 

Fazit

 

Auf Basis vorliegenden Berichts beabsichtigt die Sportverwaltung mit den oben genannten Standorten die weiteren Planungen voranzutreiben. Über den Fortgang der Planungen soll in den folgenden Sitzungen des Sportausschusses -bis hin zur Finalisierung der Planungen durch Beschlussfassung- berichtet werden.

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