Beschlussvorlage - B/17/1533-02

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt beschließt, vorbehaltlich des entsprechenden Zuwendungsbescheids, die Umsetzung des Projekts „Creative City“ im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Er beschließt darüber hinaus die Leistung von außerplanmäßigen Mittel für das Haushaltsjahr 2022 wie nachfolgend dargestellt. Die Mittel für den Eigenanteil der Jahre 2023-2025 werden in die Haushalte 2023-2025 aufgenommen.

 

 

Auftrag

Bezeichnung

Kostenart

Bezeichnung

Betrag (EUR)

 

860004070300

 

Kulturbüro

 

543132

 

Sonstige Geschäftsaufwendungen

 

113.500 €

 

 

 

 

 

 

Deckungsvorschlag:

 

Verschlechterung des Ergebnisses der laufenden Verwaltungstätigkeit.

 

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Konsequenzen

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [ ]

 

    ja   [x]

 

 

Die Projektdauer beträgt drei Jahre (voraussichtlich 04.2022 bis 03.2025). Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich nach der Interessenbekundung auf 3.180.000 EUR. Die Fördersumme beträgt 2.862.000 EUR. Da sich die Stadt Oberhausen in einer Haushaltsnotlage befindet, muss lediglich ein Eigenanteil in Höhe von 10 % (318.000 EUR) erbracht werden. Dieser wird auf die Projektdauer voraussichtlich wie folgt aufgeteilt:

 

2022:  113.500 EUR

2023: 106.722 EUR

2024:   58.889 EUR

2025:  38.889 EUR

 

Für die Jahre 2023 - 2025 werden die Mittel im Rahmen der jährlichen Haushaltsplanung angemeldet. Für das Jahr 2022 müssen die Mittel außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

 

 

b) Sonstige

 

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Sachverhalt

Begründung

 

Im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Städte und Gemeinden dazu aufgerufen, Projektvorschläge für das Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ einzureichen (Fristende 17.09.2021). Für das Bundesprogramm stehen insgesamt 250 Mio. Euro für Programmbegleitung und Vorhaben bis 2025 zur Verfügung.

Ziel des Programms ist es, Städte und Gemeinden bei der Bewältigung akuter und struktureller Problemlagen in den Innenstädten zu unterstützen, indem diese als Identifikationsorte der Kommune zu multifunktionalen, resilienten und kooperativen Orten (weiter)entwickelt werden.

 

Das Dezernat 1, Finanzen und Kultur, hat mit Unterstützung durch das Dezernat 0, Strategische Planung und Stadtentwicklung, und das Institut Fraunhofer Umsicht am 17.09.2021 eine Interessensbekundung für die Umsetzung des Projekts „Creative City“ im Rahmen des o.g. Bundesprogramms eingereicht.  Das BBSR hat am 30.11.2021 mitgeteilt, dass die eingereichte Projektskizze positiv bewertet wurde und das BMI entschieden hat, das Vorhaben für das sich anschließende formale Zuwendungsverfahren vorzusehen. Im Rahmen dessen ist ein Nachweis eines Beschlusses über den Finanzierungsanteil der Kommune zu erbringen.

 

Das beantragte Projekt „Creative City“ (in der Anlage Projektskizze „Creative City“) baut auf dem anerkannten Kreativquartier Oberhausen.Mitte auf. Dieses umfasst den Stadtraum vom Theater und Ebertbad über den Bahnhofsturm bis zum Zentrum Altenberg über das soziokulturelle Zentrum Druckluft bis zum Gdanska von dort über das K14 zur oberen Marktstraße und zurück zum Theater. Die Potentiale von Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft, die in diesem Stadtteil eine besondere Konzentration erfahren, sollen genutzt werden, um die Innenstadt von Alt-Oberhausen als Stadtraum mit neuen Impulsen zu versehen, lebenswerter zu gestalten und die Attraktivität zu steigern. Für den Antrag wurden dazu acht Teilprojekte entwickelt, die die vorhandenen Potentiale des Stadtteils Alt-Oberhausen einbeziehen, bereits bestehende Konzepte ergänzen und neue Impulse schaffen. Darüber hinaus werden auch zwei geringfügig bauliche Maßnahmen durchgeführt.

 

Die Umsetzung folgender Teilprojekte ist vorgesehen:

 

Teilprojekt 1: Konzept „Stadt als kreative Bühne“

In einem partizipativen Prozess sollen potentielle Funktionen von prägenden Orten (Altmarkt, Saporoshje-Platz etc.) herausgearbeitet und konkretisiert werden. Der öffentliche Raum soll kreative Bühne für künstlerische Stadtteilprojekte und kreative Projektionen werden. Darauf aufbauend werden Schritte zur Attraktivierung, Steigerung der Aufenthaltsqualität und Belebung erarbeitet.

 

Teilprojekt 2: Konzept „Besucher-Journey“

Es soll untersucht werden, was die Besucher*innen in der Innenstadt interessiert, wo sie wie die Innenstadt nutzen und welche potentielle Nutzung möglich ist. So können Barrieren, fehlende Angebote, aber auch funktionierende Orte erkennbar gemacht werden und aus Sicht der Nutzer*innen bewertet werden. Auf dieser Grundlage können der öffentliche Raum und die bestehenden Angebote weiterentwickelt und ergänzt werden.

 

Teilprojekt 3: Digitales Ansiedlungsmanagement

Zum Ansiedlungsmanagement zählt die Erfassung der Gewerbeleerstände, die dann anhand bestimmter Kriterien (z.B. Fläche, Preis, Erreichbarkeit) katalogisiert werden, um so ein individuelles Vermarktungsprofil erstellen zu können. In der anschließenden Profilbildung wird eine Analyse der Branchenstruktur und des Kaufkraftpotenzials durchgeführt, um so ein Standortprofil zu erarbeiten. Die Schaffung von Vermarktungsinstrumenten in Form von Zusatzleistungen soll den Standort von anderen Standorten abheben.

 

Teilprojekt 4: Machbarkeitsstudie Paketpost

Mithilfe einer Machbarkeitsstudie, die auf einer umfassenden Bürgerbeteiligung aufsetzt, sollen Nutzungsmöglichkeiten für die Paketpost eruiert werden. Vorstellbar sind u.a. Veranstaltungen, Feiern, Firmenseminare, Gastronomieideen, urbane Produktion, Kreativwerkstätten, Co-Working-Spaces oder Wohnprojekte.

 

Teilprojekt 5: Planung Supermarkt der Ideen als kreativen Ort und Reallabor

Der Supermarkt der Ideen wird bereits für Vorstellungen, Ausstellungen, Tanzvorführungen, Vorträge etc. genutzt, allerdings fehlt es an einem schlüssigen Konzept zur dauerhaften Nutzung. Daher soll, unter Berücksichtigung einer flexiblen Raumgestaltung, ein multifunktionales Gestaltungskonzept erarbeitet werden.

 

Teilprojekt 6: Kreativquartiersmanagement

Das Kreativquartiersmanagement soll die Aktivitäten der kreativen Quartiersentwicklung in der Innenstadt Oberhausens koordinieren und steuern. Es soll Kooperationsstrukturen entwickeln und ausbauen, die dazu geeignet sind, die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure weiterzuentwickeln und dadurch neue Produktionsformen und Angebote zu ermöglichen. Zu dem Kreativquartiersmanagement zählt auch die Entwicklung und Umsetzung eines Marketing-Konzeptes für das Kreativquartier.

 

Teilprojekt 7: Künstlertreff mit Artothek und Literaturhaus

Künstlern und Kreativen soll Fläche und Raum für Ateliers und Werkstätten zur Verfügung gestellt werden, ebenso für Proben- und Aufführungsbühnen. Zu dem Konzept zählt außerdem der Umzug der Artothek in die Innenstadt. Auch das Literaturhaus soll mit einbezogen werden.

 

Teilprojekt 8: Image-Kampagne: Neue Alte Mitte

Bei Umfragen wird die Innenstadt als eins der größten Probleme der Stadt Oberhausen benannt. Vor diesem Hintergrund gilt es, ein neues Narrativ zu entwickeln und der negativen Wahrnehmung etwas entgegenzusetzen, um die positiven Impulse und Entwicklungen deutlich zu machen. Dafür wird eine gezielte, multimediale Marketing-Kampagne entwickelt, die den Aufbruch der „kreativen Alten Mitte“ deutlich macht.

  

 

Geringfügig baulich-investive Maßnahmen:

 

Instandsetzung des Supermarkts der Ideen als kreativen Ort

Der Leerstand soll saniert und instandgesetzt werden. Es soll sowohl die technische Infrastruktur als auch die logistische Infrastruktur für den kreativen Ort bereitgestellt werden.

 

Ausstattung Künstlertreff mit Artothek und Literaturhaus

Der Künstlertreff erhält eine Grundausstattung an Mobiliar. Der Bedarf wird zuvor mit potentiellen Nutzerinnen und Nutzern ermittelt.

 

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Anlagen

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