Antragsvorlage - A/17/1392-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, die Anschaffung von Trinkwasserspendern an Schulen zu prüfen. Hierzu soll ein Finanzierungs- und Kostenplan erstellt werden. Bei der Konzepterstellung sollen auch alle zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten durch Land, Bund und EU in Betracht gezogen werden. Auch mögliche Unterstützungsleistung von privaten Anbietern und Vereinen sind mit einzubeziehen. Bei der Planung soll eine möglichst berührungsfreie Abnahme von gekühltem, ungekühltem Wasser mit und ohne Kohlensäurezusatz geprüft werden. Die Spender sollen direkt an eine Trinkwasserleitung angeschlossen werden und über einen entsprechenden Wasserfilter verfügen. Die Abnahme soll an den Schulen stets hygienisch und kostenfrei möglich sein. Die Ergebnisse der Prüfung sollen im nächsten Beratungsgang den Gremien zur Beschlussfassung vorgestellt werden. 

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Bezug

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Sachverhalt

Begründung

 

Nach herrschender Meinung benötigen Kinder und Jugendliche zwischen ein bis zwei Litern täglich an Flüssigkeitsaufnahme. Dies kann je nach Umstand allerdings variieren. Gerade das genaue Alter, die körperliche Verfassung und auch die Jahreszeit haben enormen Einfluss hierauf. Eine solche Menge an Flüssigkeit können Schülerinnen und Schülern schwer neben ihren Unterrichtsmaterialien mitführen.

 

Bereits im Jahr 2008 stellte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in ihrem Ernährungsbericht 2008 fest, dass etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendliche weniger als empfohlen trinken (48% Jungen, 59% Mädchen). Die Gründe sind hierfür sehr verschieden, oft wird zuhause nichts in die Tasche gepackt oder man vergisst es dort einfach. Dieses Problem ist ebenfalls bei Erwachsenen zu finden. 

 

Eine im Jahr 2008 erstellte Studie von Rebecca Muckelbauer (Promotion and Provision of Drinking Water in Schools for Overweight Prevention: Randomized Controlled Cluster Trial („Trinkfit-Studie“), in: Pediatrics No. 123, Number 4, April 2009) zeigte, dass Schülerinnen und Schüler ihr Trinkverhalten deutlich gebessert haben, wenn Trinkwasserspender aufgestellt wurden.

 

Der Vorteil von Wasserspendern an Schulen besteht im Wesentlichen darin, dass eine nachhaltige Versorgung mit frischem und gesundem Trinkwasser garantiert werden kann.

 

Eine US-amerikanische Studie veröffentliche ihre Ergebnisse in dem Fachjournal “IAMA Pediatrics”, hierbei wurde wissenschaftlich belegt, dass mehr Wasserkonsum einen positiven Einfluss auf den BMI (Body Mass Index) der Kinder hat. Durch die Benutzung von kostenlosen Wasserspendern veränderte sich das Konsumverhalten von Kindern distanzierend zu Limonaden und anderen zuckerhaltigen Getränken, wie auch Schokoladenmixgetränke, hin zu Wasser.

 

Man kann also sagen, dass Wasserspender verschiedene Vorteile haben:

 

a)      Die Lebensqualität an den Schulen wird erhöht

b)      Kinder müssen keine schweren befüllten Flaschen mit sich führen

c)      Durch die Präsenz von kostenlosen Spendern wird der Konsum von zuckerhaltigen Getränken eingedämmt und hilft sogar aktiv, Adipositas und andere gesundheitliche Probleme zu vermeiden

d)      Kinder müssen nicht für notwendige Getränke bezahlen

e)      Eine hygienische Abgabe von Trinkwasser wird gewährleistet

f)        Die Qualität des Trinkwassers für Schülerinnen und Schüler ist garantiert

 

Nach der Anschaffung und initialer Inbetriebnahme ist der Aufwand für Schulen im laufenden Betrieb überschaubar. Für Wasserspender müssen regelmäßig Kohlensäureflaschen bestellt und gewechselt werden. Durchschnittlich reicht eine 10 kg Kohlensäureflasche bei normaler Nutzung für ca. 1.500-2.000 Liter Wasser. Weiterhin muss der eingebaute Wasserfilter von Zeit zu Zeit erneuert werden.

 

Befüllt werden können selbst mitgebrachte Behälter oder auch zentral beschaffte Trinkflaschen, die auf Wunsch gegen einen geringen Betrag abgegeben werden könnten.

 

Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Oberhausen besitzt bereits einen Trinkwasserspender für die Schülerinnen und Schüler. Dieser wurde vor einigen Jahren vom Förderverein angeschafft und erfreut sich guter Resonanz. Hier kann ggf. auf vorhandene Erfahrungen zurückgegriffen werden.

 

 

 

Weitere Begründung erfolgt ggf. mündlich.

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