Beschlussvorlage - B/17/1084-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat verzichtet hinsichtlich dieser Drucksache gemäß § 1 Absatz 7 Satz 3 der Zuständigkeitsordnung für die Ausschüsse des Rates und für die Oberbürgermeisterin / den Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen auf die Vorberatung durch den Haupt- und Finanzausschuss.

 

Der Rat der Stadt stimmt der Leistung von überplanmäßigen Auszahlungen für das Haushaltsjahr 2021 im Produktbereich 15, Wirtschaft und Tourismus wie folgt zu:

 

Finanzstelle     Bezeichnung   Finanzposition   Bezeichnung….  Betrag (EUR)

 

PN1504           Anteile an              7300.00           Transfer-                  1.497.666,--

                        Unternehmen                                auszahlungen

 

 

Deckungsvorschlag:

Verschlechterung des Saldos aus laufender Verwaltungstätigkeit (Finanzplan) sowie Verschlechterung des Ergebnisplans 2021 in gleicher Höhe

 

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Konsequenzen

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [ ]

 

    ja   [ x ] siehe Begründung

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung

 

Bei der Beschlussfassung des Rates (B/17/0709-01) am 28.06.2021 zur Bereitstellung der Mittel für den 2. Bauabschnitt für die Instandhaltungsmaßnahmen „Bühne und Brandschutz“ lag eine Kostenberechnung vor, die einen Finanzierungsbedarf in Höhe von 8.401.433 EUR vorsah. Außerdem wurde zum Zeitpunkt der Ratssitzung von einem geplanten Abschluss des 2. Bauabschnitts zum 30.09.2021 ausgegangen.

 

Im Zuge von Bauabschnitt II, der seit Anfang Juni 2021 in der Umsetzung ist, kam es zu unvorhergesehenen zeitlichen Verzögerungen sowie ungeplanten Kostensteigerungen im Rahmen der Durchführung der Baumaßnahmen.

 

  • Zeit: Eine Übergabe der Spielstätte „Großes Haus“ für eine technische Wiedereinrichtung durch das Theater für einen Spielbetrieb mit Publikum ist derzeit zum 01.12.2021 vorgesehen; geplant war eine Übergabe per 06.09.2021. Ab Januar 2022 soll wieder Theater mit Publikum im Großen Haus gezeigt werden. In gewissem Umfang werden im Herbst 2021 Stücke in Außenspielstätten gezeigt (Gasometer, Druckluft, weitere Spielorte in Prüfung); das Familienstück ‚Peter Pan‘ wird auf 2022 verschoben.

 

  • Kosten: Für das Theater Oberhausen stellt sich bei der vertieften Gegenüberstellung des verfügbaren Zahlenwerks der SBO heraus, dass die Kostenangaben gemäß Zahlungsplan vom 22.04.2021, die dem Rat vorgelegt wurden, signifikant von den aktuell prognostizierten Gesamtkosten abweichen; sowohl in der Höhe als auch in der Struktur für die Teilprojekte „Bühnentechnik“ und „Brandschutz“ (vgl. Anlage). Stand 02.09.2021 liegen dem Theater folgende Kostenprognosen vor:

 

Prognose Bühne (Baumaßnahmen, Technik):  3.888.948 EUR

Prognose Brandschutz:       6.010.131 EUR

Prognose Gesamtkosten:       9.899.079 EUR

 

In Bauabschnitt II ergaben sich nach Darstellung der ausführenden Firmen Mehrkosten fast ausschließlich im Bereich des Brandschutzes. Diese sind in den prognostizierten Gesamtkosten enthalten. 

Gegenüber Zahlungsplan in der Ratsvorlage vom 28.06.2021 ergibt sich rechnerisch ein überplanmäßiger Zahlungsbedarf auf Basis aktueller Projektunterlagen von 1.497.666 EUR (brutto).

 

Gründe für die zeitliche Verzögerung in Bauabschnitt II um rd. 3 Monate sind:

  • Aufwändigere Schadstoffsanierung Decke Zuschauerraum, Dach
  • Ungeplante Aufwände für Prüfung, Rückbau und Reorganisation von Bestands-Elektroinstallationen, aufwändige Koordination mit anderen Gewerken (Daten, Lüftung/Klima); aufwändigere bühnenbezogene Sanierung der Elektrotechnik
  • Unvorhergesehene, erschwerte Randbedingungen für Ausführung einer Sprühnebelanlage als Brandschutz für Decke Zuschauerraum (F30 Anforderung); Fundamente, Leitungsführung
  • Erweiterte statische Prüfungen, z.B. Zugangstreppe zu Bühnen-Galerien, Verstärkung Dachunterkonstruktion für Auflage Bühnentechnik Obermaschinerie sowie Beleuchtungslager über Spielstätte „Pool“
  • Notwendige örtliche Überprüfung der Einbausituation von Brandschutztüren; Ertüchtigung von Wänden und weiterer Türen
  • Zusätzliche Vor-/Ertüchtigungsarbeiten im Gebäude für Brandschutz und Bühnentechnik (Rückbau, Abbruch, bauliche Ertüchtigungen, Reorganisation Leitungen, etc.)
  • Unvorhergesehene Koordinations- und Abstimmungsanforderungen aller Gewerke v.a. an neuralgischen Punkten im Gebäude (Unterbühnenbereich, Trassenführungen)
  • Lieferschwierigkeiten für Material / Kabel

 

Gründe für die Kostensteigerungen im Gesamtvorhaben stehen v.a. im Zusammenhang mit erforderlichen Brandschutzmaßnahmen:

 

Kostensteigerung Bühnentechnik:

  • Nachträge für Bühnentechnik v.a. im Bereich der Installation (Versatzkästen, Kabel, Unterverteilung, Dimmerschränke) (rd. 77 TEUR netto)

 

Kostensteigerung Brandschutz, v.a.:

  • Mehraufwand für Gerüstarbeiten und Raupenarbeitsbühnen, v.a für Lüftung, in Schächten, Dachholraum über Bühne (rd. 46 TEU netto)
  •  Nachträge für Einbau von Brandschutztüren, Stahlträgerverstärkungen, Einhausungen, Treppen (rd. 165 TEUR netto)
  •  Erneuerung Lüftungsanlage zur Erfüllung der Anforderungen für Versammlungsstätten zzgl. Montageleistungen (rd. 130 TEUR netto)
  •  Nachträglich erforderliche Baumaßnahmen zur Ertüchtigung Brandschutz (z.B. Bodenplatte Sprinklertank), Unterkonstruktion Lüftung auf Dachflächen, etc. (rd. 186 TEUR netto)
  •  Erweiterte Dachdeckerarbeiten, u.a. zur Einbringung Stahlkonstruktion für Bühnentechnik im Dachraum, Entsorgung Schadstoff Dach, Einbau Dämmung Dachholraum (rd. 35 TEUR netto)
  • Mehrkosten im Bereich Bauwerk / technische Anlagen, v.a.  Wärmeversorgungsanlagen (50 TEUR)
  • Elektrotechnischen Anlagen (rd. 20 TEUR netto)
  •  Nachträge für Gebäudeautomation im Zusammenhang mit Lüftung sowie notwendiger Umbau NSHV Niederspannungshauptverteilung (rd. 160 TEUR netto)
  •  Sonstiges

 

Nach Aussage der SBO (bis 2021 OGM als Generalübernehmer für die zwei Maßnahmen „Bühnentechnik“ und „Brandschutz“) war es auf Grund des sehr schlechten Bauzustands des Theaters und über Jahren nicht hinreichend durchgeführter substanzerhaltender Modernisierungen im technischen Bereich (Elektro, Lüftung usw.) in keiner Weise möglich, den vorgegebenen Kostenrahmen einzuhalten. Insbesondere war die Brandschutzmaßnahme nicht planbar, da mit den Arbeiten nach Mängelfeststellung unmittelbar begonnen werden musste. Mit der Bauordnung und der Feuerwehr war ein dreijähriger Umsetzungsplan verabredet worden.

 

Die noch laufende brandschutztechnische Ertüchtigung des Theater Oberhausen wird auf Basis einer Schwachstellenanalyse 2019 im Rahmen einer baubegleitenden rollierenden Maßnahmenplanung laufend an neue Erkenntnisse im Bestandsbau angepasst. Der Umsetzungsfortschritt im Brandschutz wird in regelmäßigen Begehungen mit dem Brandschutzgutachter im Bauprozess überprüft und notwendige Maßnahmen begleitend eingeleitet.

 

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Anlagen

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