Beschlussvorlage - B/16/5364-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Herstellen eines öffentlichen Schul- und Gemeinschaftsgartens im Königshütter Park Oberhausen auf der Wiese westlich der Villa Concordia
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Umwelt
- Bearbeitung:
- Brigitte Netterdon
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Alt-Oberhausen
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Beschlussfassung
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05.02.2020
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Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Begründung
Der Leiter der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH beantragt in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium Oberhausen und anderen Kooperationspartnern (Garten- und Landschaftsbau Unternehmer, Caritasverband Frankfurt e.V., eine Gärtnerei, BUND-Kreisgruppe Oberhausen) die Herstellung eines öffentlichen Schul- und Gemeinschaftsgartens im Königshütter Park Oberhausen auf der Wiese westlich der Villa Concordia.
Ziel des Projekts ist es anhand des naturnah zu gestaltenden, öffentlichen Schul- und Gemeinschaftsgartens die Probleme des Klimawandels zu vermitteln und aufzuzeigen, wie man diese bewältigen bzw. ihnen begegnen kann. Da es sich im Gegensatz zu anderen Schulgärten um ein öffentlich zugängliches Projekt handelt, trägt dies zur Vermittlung des Vorhabens gegenüber den Parknutzenden und Parkanwohnern bei, konfrontiert aber umgekehrt auch Schülerinnen und Schüler mit Reaktionen und gegebenenfalls mit Vandalismus.
Gemeinschaftsgärten sind ein Ort der Wissensvermittlung und stellen vielfältige Bildungsangebote (kostenlos) zur Verfügung (Anbaumethoden, Lebensmittelproduktion, Ökosystem). Sie sind Ausgangspunkt für zivilgesellschaftliches Engagement in der partizipativen Gestaltung und Pflege des öffentlichen Raumes und leisten einen wichtigen Beitrag als Forum der Begegnung für die Nachbarschaft, jenseits des alltäglichen Nebeneinanders. Hier entstehen interkulturelle und generationsübergreifende Lern- und Wirkungsgemeinschaften, die einen entscheidenden Beitrag für den gesellschaftlichen Austausch und die lokale Solidarität sowie Identität leisten.
Das Projekt soll auf einem Blog oder/und Instagram und Facebook fortlaufend dokumentiert und diskutiert werden, etwa nach dem Vorbild „Der grüne Daumen“: http://der-gruene-daumen.over-blog.de/. Überdies wird das Projekt in Zusammenarbeit mit einer Kulturinstitution, den Kurzfilmtagen, und Terre des Hommes durchgeführt, die sich um die Integration und die interkulturelle Zusammenarbeit bemühen. Als Kooperationspartner wird sich das Heinrich-Heine-Gymnasium in Form der bereits existenten AG „Schulgarten“ (Ganztag) und mit weiteren interessierten Schülerinnen und Schülern und deren Ideen einbringen.
Die in Rede stehende Fläche soll mit einem Staketenzaun eingefasst werden, der eine symbolische Schwelle darstellt. Der Garten lädt also zur freien Nutzung ein, plädiert aber umgekehrt an die soziale Verantwortung und die Achtung von Natur und Umwelt. Die Bepflanzung zielt auf einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt ab, d. h., es handelt sich größtenteils um mehrjährige und vor allem regionale und insektenfreundliche Pflanzenarten die möglichst lange Blühperioden aufweisen. Überdies sind Beerensträucher und Obstbäume sowie ein Kompostbereich geplant. Die einzelnen thematischen Parzellen sollen nach derzeitigem Stand durch Hochbeete abgegrenzt werden in denen auch Nutzpflanzen wie Kräuter, Obst und Gemüse im Sinne des Urban Gardenings angebaut werden können.
Die Beratung erfolgt durch externe Experten bei pflanzenkundlichen, gartenbaulichen und gartentechnischen Fragen mit den Informationsschwerpunkten: Stauden, insektenfreundliche Sommerblumen; Bodenpflege und Bodenverbesserung; Pflanzenkrankheiten, Pflanzenschutz; Pflanzen für verschiedene Standortansprüche im Garten (z. B. sonniger oder schattiger, trockener oder feuchter Standort); Technik im Garten; Kleingewächshäuser usw.
Die BUND-Kreisgruppe Oberhausen unterstützt das Projekt durch Informationen zum naturnahen Garten und Aktionen zum Insektenschutz, z. B. Anfertigung von Wildbienennisthilfen, Vogelnistkästen oder Kästen für Fledermäuse. Planung und Realisierung erfolgen in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem „Grünen Daumen“ in Frankfurt am Main, einer Gärtnerei sowie einem Garten- und Landschaftsbauer und dem BUND in Oberhausen. Zugang zu Wasser und Bewässerung sind durch die Kurzfilmtage gesichert. Der Projektzeitraum umfasst überdies einen Projekttag mit externen Experten zum Erfahrungsaustausch sowie ein Einweihungsfest für die Anwohner und alle Beteiligten. Mittelfristig ist eine Mitgliedschaft in der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e.V. geplant.
Das Projekt verfolgt nachfolgende Kriterien des Verfügungsfonds:
- Bürgerschaftliches Engagement, Erhöhung der sozialen Kompetenz
- Beförderung der Kommunikation in der Innenstadt
- Ansprache und Partizipation der Anwohner
- Beteiligung benachteiligter Bevölkerungsgruppen
- Nachhaltige und integrative Wirkung für den gesamten Stadtteil
- Beförderung der Integration bzw. interkulturellen Zusammenarbeit
- Verbesserung des Wohnumfelds
- Imageverbesserung der Innenstadt Alt-Oberhausen
Für die Stadt Oberhausen fallen keine Kosten an. Das Projekt soll anteilig über den Verfügungsfonds Innenstadt Alt-Oberhausen im Rahmen des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt und Spenden finanziert werden. Die Pflegekosten für die Stadt Oberhausen reduzieren sich um den Bereich des geplanten öffentlichen Schulgartens.
Kurzfassung
Im Königshütter Park soll auf der Wiese westlich der Villa Concordia ein öffentlicher Schul- und Gemeinschaftsgarten entstehen. Initiatoren sind der Leiter der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen gGmbH in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium Oberhausen und anderen Kooperationspartnern.
Anlagen
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1
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öffentlich
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533,9 kB
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