Beschlussvorlage - B/16/4802-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Beschluss des Nahmobilitätskonzeptes inklusive Beleuchtungskonzept Osterfeld
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Verkehrsplanung und Tiefbau
- Bearbeitung:
- Martina Schleuter
- Verantwortung:
- Janclas
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Osterfeld
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Vorberatung
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25.06.2019
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Erledigt
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Planungsausschuss
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Vorberatung
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02.07.2019
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●
Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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08.07.2019
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
- Der Rat der Stadt Oberhausen beschließt das vorliegende Nahmobilitätskonzept inklusive Beleuchtungskonzept Osterfeld unter Berücksichtigung der Änderungen aus der Synopse des Beteiligungsverfahrens.
- Der Rat der Stadt Oberhausen beauftragt die Verwaltung, die Handlungsschwerpunkte des Nahmobilitätskonzepts Osterfeld weiter auszuarbeiten. Die weitergehenden Planungen sind in der Bezirksvertretung Osterfeld und im Planungsausschuss vorzustellen und ggf. zu beschließen.
Sachverhalt
Begründung
Für den Stadtteil Osterfeld wurde ein integriertes Handlungskonzept (IHK) erarbeitet, welches am 16.11.2015 durch den Rat der Stadt Oberhausen (Vorlage - B/16/1145-01) beschlossen wurde. Im Rahmen des IHK wurde das Nahmobilitätskonzept inkl. Beleuchtungskonzept entwickelt, um die Grundlage für spätere handlungsorientierter Maßnahmen zu bilden. In einem partizipativen und integrativen Ansatz wurde eine Grundlagenplanung für das Untersuchungsgebiet Osterfeld entwickelt, durch welche die Erreichbarkeiten innerhalb des Untersuchungsraums, die Aufenthalts-, Wohn- und Lebensqualität innerhalb des Gebietes, sowie die Verbindung zu den übrigen Stadtteilen und auch zu den Nachbarstädten verbessert werden. Dabei wurden neben den Themen „Aufwertung der Stadteingänge“ und „Beleuchtung“ auch klimaschutzrelevante Themen, sowie Themenfeldern der „Gesundheitsförderung“ und „Reduzierung von Barrieren“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Hierzu gehörten auch die Betrachtung multimodaler Wegeketten und die Erreichbarkeit durch den ÖPNV. Mit der Entwicklung des Beleuchtungskonzeptes soll die Beleuchtungssituation der Verkehrsräume verbessert, die Stadtteileingänge aufgewertet und Dunkel- bzw. Angsträume vermieden werden. Die Belange der Kinder und Jugendlichen wurden bei der Konzepterstellung besonders berücksichtigt.
Mit der Erstellung des Nahmobilitätskonzeptes inkl. Beleuchtungskonzept wurde das Ingenieurbüro IKS beauftragt. Als Unterauftragnehmer waren die Planungsbüros Stadtkinder (Kinder- und Jugendbeteiligung) und LDE Kober (Beleuchtungskonzept) an der Bearbeitung des Projektes beteiligt.
Das Untersuchungsgebiet wurde aus dem Programmgebiet des integrierten Handlungskonzeptes
abgeleitet, vgl. Abb. 1.

Abbildung 1: Untersuchungsgebiet
Bestandsaufnahme und -analyse
Eine Bestandsaufnahme und -analyse der städtebaulichen und verkehrlichen Situation sowie die umfassende Erhebung des Zustands von Verkehrsanlagen, des Zustands und der Ausstattung des öffentlichen Raums, der Wegebeziehungen, der Barrierefreiheit und der Nutzungsansprüche bilden die Grundlage für die Konzeption der Handlungsschwerpunkte. Auf der Grundlage der Bestandsanalysen wurden planerische Grundsätze und Leitlinien aufgestellt, die das Handeln der Stadt Oberhausen bezüglich der Nahmobilität in Osterfeld bestimmen sollen.
Auf nachfolgende Themen wurde bei der Bestandsaufnahme ein besonderer Schwerpunkt gelegt:
- Strukturanalyse Nahmobilität
- Unfallauswertung
- Geschwindigkeiten Kfz-Verkehr
- Quell- und Zielorte
- Fußverkehr
- Radverkehr
- Haltestellen (Bus)
- Sharing Angebote
- Beleuchtung
Beteiligungsverfahren
Parallel zur Bestandserhebung wurde das Beteiligungsverfahren durch das Büro Stadtkinder durchgeführt. Hierzu wurden nachfolgende Beteiligungsveranstaltungen durchgeführt:
- 6 Streifzüge (Planungsspaziergänge)
- 2 Workshops mit interessierten Bürgern, Institutionen und Verwaltung
- Ideenworkshop mit Jugendlichen zur Umgestaltung der Westfälischen Straße im Schulumfeld
Das Beteiligungsverfahren diente der Unterstützung der Analysephase. Die Ergebnisse sind als ein bedeutender Bestandteil in die Bestandsanalyse des vorliegenden Nahmobilitätskonzeptes eingeflossen. Handlungsschwerpunkte wurden hieraus entwickelt.
Das Nahmobilitätskonzept wurde am 23.11.2017, 22.11.2018, 03.04.2019 und 05.06.2019 im Beirat des integrierten Handlungskonzeptes Osterfeld vorgestellt und diskutiert.
Die Anmerkungen aus dem Beteiligungsverfahren und deren Berücksichtigung im weiteren Bearbeitungsprozess wurden in einer Synopse zusammengefasst (siehe Anlage).
Ziele und Leitvorstellungen
Für die Weiterentwicklung des Stadtteil Osterfeld wurden Leitvorstellungen und Zielsetzungen definiert.
Die Leitvorstellungen orientieren sich an den städtebaulichen Grundsätzen wie Sicherung einer hohen Aufenthaltsqualität im Quartier, Erhalt des urbanen Lebens und der sozialen Gerechtigkeit sowie Schaffung einer Mobilitätskultur.
Zudem wurden die nachfolgenden Ziele für die Entwicklung der Mobilität definiert. Die Ziele werden nicht separat für einen Stadtteil angestrebt, sondern im Gesamtkontext in Verbindung mit dem in Aufstellung befindlichen kommunalen Mobilitätskonzeptes für Oberhausen gesehen.
- Steigerung des Verkehrsmittelanteils des Umweltverbundes am Modal Split
- Angebot barrierefreier Netze für den Fuß- und Radverkehr
- Aufwertung der Infrastruktur (z.B. Angebot Sitzgelegenheiten und Toiletten)
- Förderung des Radverkehrs nicht zu Lasten des Fußverkehrs
- Erhöhung der Verkehrssicherheit (z.B. Schulwegsicherheit)
- Sensibilisierung der Bevölkerung für Belange von Fußgängern und Radfahrern
- Mobilitätsmanagement
Konzept / Handlungsschwerpunkte
Aus den Leitvorstellungen und der Zielsetzung leiten sich im Rahmen des Nahmobilitätskonzeptes folgende Handlungsfelder ab.
- Förderung des Fußverkehrs
- Förderung des Radverkehrs
- Stärkung multimodaler Wegeketten
- Öffentlichkeitsarbeit
- Daueraufgaben: Partizipation, Rahmenbedingungen und Qualitätssicherung
Auf Grundlage der Bestandserhebung, der Analyse und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Beteiligungsverfahren, stellen sich Handlungsschwerpunkte heraus. Die Handlungsschwerpunkte sind in Abbildung 2 räumlich dargestellt. In Tabelle 1 sind die Handlungsschwerpunkte und zugehörigen Zielgruppen benannt.

Abbildung 2: Handlungsschwerpunkte
Tabelle 1: Übersicht der Handlungsschwerpunkte
Nummer | Verortung | Kurzbeschreibung | Zielgruppe |
HS1
| Heinestraße, Bergstraße, Henselstraße | Einrichtung verkehrsberuhigter Bereich | Fuß |
HS2
| Bergstraße | Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren | Fuß |
HS3
| Winkelstraße | Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren | Fuß |
HS4
| Rothebuschstraße | Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren | Fuß |
HS5
| Fahnhorststraße | Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren | Fuß |
HS6
| Eisenheimer Straße | Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren | Fuß |
HS7
| Kampstraße | Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren | Fuß |
HS8
| Westfälische Straße | Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren | Fuß |
HS9
| Osterfelder Straße/ Cherusker Straße | Zebrastreifen prüfen | Fuß |
HS10
| Mergelstraße | Zebrastreifen prüfen | Fuß |
HS11
| Ziegelstraße | Zebrastreifen prüfen | Fuß |
HS12
| Rothebuschstraße | Zebrastreifen prüfen | Fuß |
HS13
| Overbergschule | Elterntaxisituation verbessern | Fuß |
HS14
| Gesamtgebiet | Tempo 30 prüfen | Fuß + Rad |
HS15
| Gesamtgebiet | Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung | Rad |
HS16
| Westfälische Straße | Umgestaltung Straßenraum vor Gesamtschule Osterfeld | Fuß |
HS17
| Rothebuschstraße | Ausbau Gehwegnasen | Fuß |
HS18
| Ziegelstraße/ Mergelstraße/ Rübekampstraße | Ausbau Gehwegnasen | Fuß |
HS19
| Stadtzentrum | Beleuchtungsaufwertung | Fuß |
HS20
| Bottroper Straße | Umgestaltung Straßenquerschnitt | Fuß + Rad |
HS21
| Vestische Straße | Umgestaltung Straßenquerschnitt | Fuß + Rad |
HS22
| Vestische Straße (Bereich Zentrum) | Fahrradstraße/ Gestaltung Platzfläche | Fuß + Rad |
HS23
| Teutoburger Straße | Umgestaltung Straßenquerschnitt | Fuß + Rad |
HS24
| Richard-Wagner- Allee/ Jacobitrasse | Fahrbahnübergänge | Fuß + Rad |
HS25
| Stadttor Vestische Straße | Eingangssituation aufwerten | Fuß + Rad |
HS26
| Stadttor Kampstraße | Eingangssituation aufwerten | Fuß + Rad |
HS27
| Stadttor Bergstaße | Eingangssituation aufwerten | Fuß + Rad |
HS28
| Stadttor Bottroper Straße/ Westfälische Straße | Eingangssituation aufwerten | Fuß + Rad |
HS29
| Stadttor Osterfelder Straße | Eingangssituation aufwerten | Fuß + Rad |
HS30
| Stadttor Tunnel Bahnhof | Eingangssituation aufwerten | Fuß + Rad |
HS31
| Stadttor Bottroper Straße | Eingangssituation aufwerten | Fuß + Rad |
HS32
| Gesamtgebiet | Radabstellanlagen schaffen | Rad |
HS33
| Gesamtgebiet | Aufhebung Benutzungspflicht der Radwege im Seitenraum | Rad |
HS34
| Flachglasstrecke | Ausbau Radwegenetz | Fuß + Rad |
HS35
| Flachglasstrecke | Zugänge zum Radwegenetz | Fuß + Rad |
HS36
| Trassen/ Gesamtgebiet | Beleuchtung des Radwegenetz | Fuß + Rad |
In Tabelle 2 sind zusätzliche Daueraufgaben dargestellt. Daueraufgaben sollen grundsätzlich und kontinuierlich von der Planung und im Rahmen der weiteren Maßnahmenumsetzung berücksichtigt und verfolgt werden.
Tabelle 2: Übersicht der Daueraufgaben
Nummer | Verortung | Kurzbeschreibung | Zielgruppe |
D1 | Gesamtgebiet | Barrierefreiheit herstellen | Fußverkehr |
D2 | Gesamtgebiet | Zugänglichkeit der ÖPNV-Haltestellen verbessern | Fußverkehr |
D3 | Gesamtgebiet | Ausstattung der Bushaltestellen | Fußverkehr |
D4 | Gesamtgebiet | Rahmenkonzept Gehweggestaltung | Fußverkehr |
D5 | Gesamtgebiet | Sichere und kontinuierliche Führung anbieten | Radverkehr |
D6 | Gesamtgebiet | Beleuchtungssituation verbessern | Fußverkehr + Radverkehr |
D7 | Gesamtgebiet | Qualitätssicherung | Fußverkehr + Radverkehr |
D8 | Fußgängerzonen | Freigabe für den Radverkehr | Fußverkehr + Radverkehr |
D9 | Gesamtgebiet | Förderung der Mobilitätskultur | Fußverkehr + Radverkehr |
Das gesamte Konzept inklusive der Handlungsschwerpunkte und Daueraufgaben ist im Bericht des Nahmobilitätskonzepts inklusive Beleuchtungskonzept Osterfeld detailliert beschrieben (siehe Anlage 1).
Weiteres Vorgehen
Die Handlungsschwerpunkte des Nahmobilitätskonzeptes werden in den nächsten Jahren weiter ausgearbeitet und falls erforderlich, Detailplanungen erstellt. Die ausgearbeiteten Handlungsschwerpunkte bzw. Planungen werden vor der Umsetzung der Bezirksvertretung Osterfeld und dem Planungsausschuss zum Beschluss vorgestellt.
Kurzfassung
Im Rahmen des integrierten Handlungskonzepts Osterfeld wurde durch das Büro IKS - Ingenieurbüro für Stadt- und Mobilitätsplanung UG ein Konzept zur Stärkung der Nahmobilität und Barrierefreiheit in Oberhausen-Osterfeld erstellt. Auf der Basis einer Bestands- und Mängelanalyse wurden Handlungsschwerpunkte zur Verbesserung der Nahmobilität erarbeitet.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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14,6 MB
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2
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(wie Dokument)
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350,3 kB
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