Beschlussvorlage - B/16/4802-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

  1. Der Rat der Stadt Oberhausen beschließt das vorliegende Nahmobilitätskonzept inklusive Beleuchtungskonzept Osterfeld unter Berücksichtigung der Änderungen aus der Synopse des Beteiligungsverfahrens.
  2. Der Rat der Stadt Oberhausen beauftragt die Verwaltung, die Handlungsschwerpunkte des Nahmobilitätskonzepts Osterfeld weiter auszuarbeiten. Die weitergehenden Planungen sind in der Bezirksvertretung Osterfeld und im Planungsausschuss vorzustellen und ggf. zu beschließen.

 

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Konsequenzen

Bezug

 

Beschluss des integrierten Handlungskonzepts Osterfeld durch den Rat der Stadt Oberhausen (Vorlage - B/16/1145-01).

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [X]

 

    ja   [ ]

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung

 

Für den Stadtteil Osterfeld wurde ein integriertes Handlungskonzept (IHK) erarbeitet, welches am 16.11.2015 durch den Rat der Stadt Oberhausen (Vorlage - B/16/1145-01) beschlossen wurde. Im Rahmen des IHK wurde das Nahmobilitätskonzept inkl. Beleuchtungskonzept entwickelt, um die Grundlage für spätere handlungsorientierter Maßnahmen zu bilden. In einem partizipativen und integrativen Ansatz wurde eine Grundlagenplanung für das Untersuchungsgebiet Osterfeld entwickelt, durch welche die Erreichbarkeiten innerhalb des Untersuchungsraums, die Aufenthalts-, Wohn- und Lebensqualität innerhalb des Gebietes, sowie die Verbindung zu den übrigen Stadtteilen und auch zu den Nachbarstädten verbessert werden. Dabei wurden neben den Themen „Aufwertung der Stadteingänge“ und „Beleuchtung“ auch klimaschutzrelevante Themen, sowie Themenfeldern der „Gesundheitsförderung“ und „Reduzierung von Barrieren“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Hierzu gehörten auch die Betrachtung multimodaler Wegeketten und die Erreichbarkeit durch den ÖPNV. Mit der Entwicklung des Beleuchtungskonzeptes soll die Beleuchtungssituation der Verkehrsräume verbessert, die Stadtteileingänge aufgewertet und Dunkel- bzw. Angsträume vermieden werden. Die Belange der Kinder und Jugendlichen wurden bei der Konzepterstellung besonders berücksichtigt.

 

Mit der Erstellung des Nahmobilitätskonzeptes inkl. Beleuchtungskonzept wurde das Ingenieurbüro IKS beauftragt. Als Unterauftragnehmer waren die Planungsbüros Stadtkinder (Kinder- und Jugendbeteiligung) und LDE Kober (Beleuchtungskonzept) an der Bearbeitung des Projektes beteiligt.

 

Das Untersuchungsgebiet wurde aus dem Programmgebiet des integrierten Handlungskonzeptes

abgeleitet, vgl. Abb. 1.

 

Abbildung 1: Untersuchungsgebiet

 

Bestandsaufnahme und -analyse

Eine Bestandsaufnahme und -analyse der städtebaulichen und verkehrlichen Situation sowie die umfassende Erhebung des Zustands von Verkehrsanlagen, des Zustands und der Ausstattung des öffentlichen Raums, der Wegebeziehungen, der Barrierefreiheit und der Nutzungsansprüche bilden die Grundlage für die Konzeption der Handlungsschwerpunkte. Auf der Grundlage der Bestandsanalysen wurden planerische Grundsätze und Leitlinien aufgestellt, die das Handeln der Stadt Oberhausen bezüglich der Nahmobilität in Osterfeld bestimmen sollen.

 

Auf nachfolgende Themen wurde bei der Bestandsaufnahme ein besonderer Schwerpunkt gelegt:

-          Strukturanalyse Nahmobilität

-          Unfallauswertung

-          Geschwindigkeiten Kfz-Verkehr

-          Quell- und Zielorte

-          Fußverkehr

-          Radverkehr

-          Haltestellen (Bus)

-          Sharing Angebote

-          Beleuchtung

Beteiligungsverfahren

Parallel zur Bestandserhebung wurde das Beteiligungsverfahren durch das Büro Stadtkinder durchgeführt. Hierzu wurden nachfolgende Beteiligungsveranstaltungen durchgeführt:

 

-          6 Streifzüge (Planungsspaziergänge)

-          2 Workshops mit interessierten Bürgern, Institutionen und Verwaltung

-          Ideenworkshop mit Jugendlichen zur Umgestaltung der Westfälischen Straße im Schulumfeld

 

Das Beteiligungsverfahren diente der Unterstützung der Analysephase. Die Ergebnisse sind als ein bedeutender Bestandteil in die Bestandsanalyse des vorliegenden Nahmobilitätskonzeptes eingeflossen. Handlungsschwerpunkte wurden hieraus entwickelt.

 

Das Nahmobilitätskonzept wurde am 23.11.2017, 22.11.2018, 03.04.2019 und 05.06.2019 im Beirat des integrierten Handlungskonzeptes Osterfeld vorgestellt und diskutiert.

 

Die Anmerkungen aus dem Beteiligungsverfahren und deren Berücksichtigung im weiteren Bearbeitungsprozess wurden in einer Synopse zusammengefasst (siehe Anlage).  

 

Ziele und Leitvorstellungen

Für die Weiterentwicklung des Stadtteil Osterfeld wurden Leitvorstellungen und Zielsetzungen definiert.

 

Die Leitvorstellungen orientieren sich an den städtebaulichen Grundsätzen wie Sicherung einer hohen Aufenthaltsqualität im Quartier, Erhalt des urbanen Lebens und der sozialen Gerechtigkeit sowie Schaffung einer Mobilitätskultur.

 

Zudem wurden die nachfolgenden Ziele für die Entwicklung der Mobilität definiert. Die Ziele werden nicht separat für einen Stadtteil angestrebt, sondern im Gesamtkontext in Verbindung mit dem in Aufstellung befindlichen kommunalen Mobilitätskonzeptes für Oberhausen gesehen.

 

-          Steigerung des Verkehrsmittelanteils des Umweltverbundes am Modal Split

-          Angebot barrierefreier Netze für den Fuß- und Radverkehr

-          Aufwertung der Infrastruktur (z.B. Angebot Sitzgelegenheiten und Toiletten)

-          Förderung des Radverkehrs nicht zu Lasten des Fußverkehrs

-          Erhöhung der Verkehrssicherheit (z.B. Schulwegsicherheit)

-          Sensibilisierung der Bevölkerung für Belange von Fußgängern und Radfahrern

-          Mobilitätsmanagement

 

Konzept / Handlungsschwerpunkte

 

Aus den Leitvorstellungen und der Zielsetzung leiten sich im Rahmen des Nahmobilitätskonzeptes folgende Handlungsfelder ab.

 

-          Förderung des Fußverkehrs

-          Förderung des Radverkehrs

-          Stärkung multimodaler Wegeketten

-          Öffentlichkeitsarbeit

-          Daueraufgaben: Partizipation, Rahmenbedingungen und Qualitätssicherung

 

Auf Grundlage der Bestandserhebung, der Analyse und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Beteiligungsverfahren, stellen sich Handlungsschwerpunkte heraus. Die Handlungsschwerpunkte sind in Abbildung 2 räumlich dargestellt. In Tabelle 1 sind die Handlungsschwerpunkte und zugehörigen Zielgruppen benannt.

 

Abbildung 2: Handlungsschwerpunkte

 

Tabelle 1: Übersicht der Handlungsschwerpunkte

Nummer

Verortung

Kurzbeschreibung

Zielgruppe

HS1

 

Heinestraße, Bergstraße, Henselstraße

Einrichtung verkehrsberuhigter Bereich

Fuß

HS2

 

Bergstraße

Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren

Fuß

HS3

 

Winkelstraße

Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren

Fuß

HS4

 

Rothebuschstraße

Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren

Fuß

HS5

 

Fahnhorststraße

Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren

Fuß

HS6

 

Eisenheimer Straße

Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren

Fuß

HS7

 

Kampstraße

Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren

Fuß

HS8

 

Westfälische Straße

Gehwegparken zu Gunsten der Gehwegbreiten reduzieren

Fuß

HS9

 

Osterfelder Straße/ Cherusker Straße

Zebrastreifen prüfen

Fuß

HS10

 

Mergelstraße

Zebrastreifen prüfen

Fuß

HS11

 

Ziegelstraße

Zebrastreifen prüfen

Fuß

HS12

 

Rothebuschstraße

Zebrastreifen prüfen

Fuß

HS13

 

Overbergschule

Elterntaxisituation verbessern

Fuß

HS14

 

Gesamtgebiet

Tempo 30 prüfen

Fuß + Rad

HS15

 

Gesamtgebiet

Öffnung der Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung

Rad

HS16

 

Westfälische Straße

Umgestaltung Straßenraum vor Gesamtschule Osterfeld

Fuß

HS17

 

Rothebuschstraße

Ausbau Gehwegnasen

Fuß

HS18

 

Ziegelstraße/ Mergelstraße/ Rübekampstraße

Ausbau Gehwegnasen

Fuß

HS19

 

Stadtzentrum

Beleuchtungsaufwertung

Fuß

 

HS20

 

Bottroper Straße

Umgestaltung Straßenquerschnitt

Fuß + Rad

HS21

 

Vestische Straße

Umgestaltung Straßenquerschnitt

Fuß + Rad

HS22

 

Vestische Straße (Bereich Zentrum)

Fahrradstraße/ Gestaltung Platzfläche

Fuß + Rad

HS23

 

Teutoburger Straße

Umgestaltung Straßenquerschnitt

Fuß + Rad

HS24

 

Richard-Wagner- Allee/ Jacobitrasse

Fahrbahnübergänge

Fuß + Rad

HS25

 

Stadttor Vestische Straße

Eingangssituation aufwerten

Fuß + Rad

HS26

 

Stadttor Kampstraße

Eingangssituation aufwerten

Fuß + Rad

HS27

 

Stadttor Bergstaße

Eingangssituation aufwerten

Fuß + Rad

HS28

 

Stadttor Bottroper Straße/ Westfälische Straße

Eingangssituation aufwerten

Fuß + Rad

HS29

 

Stadttor Osterfelder Straße

Eingangssituation aufwerten

Fuß + Rad

HS30

 

Stadttor Tunnel Bahnhof

Eingangssituation aufwerten

Fuß + Rad

HS31

 

Stadttor Bottroper Straße

Eingangssituation aufwerten

Fuß + Rad

HS32

 

Gesamtgebiet

Radabstellanlagen schaffen

Rad

HS33

 

Gesamtgebiet

Aufhebung Benutzungspflicht der Radwege im Seitenraum

Rad

HS34

 

Flachglasstrecke

Ausbau Radwegenetz

Fuß + Rad

HS35

 

Flachglasstrecke

Zugänge zum Radwegenetz

Fuß + Rad

HS36

 

Trassen/ Gesamtgebiet

Beleuchtung des Radwegenetz

Fuß + Rad

 

In Tabelle 2 sind zusätzliche Daueraufgaben dargestellt. Daueraufgaben sollen grundsätzlich und kontinuierlich von der Planung und im Rahmen der weiteren Maßnahmenumsetzung berücksichtigt und verfolgt werden.

 

Tabelle 2: Übersicht der Daueraufgaben

Nummer

Verortung

Kurzbeschreibung

Zielgruppe

D1

Gesamtgebiet

Barrierefreiheit herstellen

Fußverkehr

D2

Gesamtgebiet

Zugänglichkeit der ÖPNV-Haltestellen verbessern

Fußverkehr

D3

Gesamtgebiet

Ausstattung der Bushaltestellen

Fußverkehr

D4

Gesamtgebiet

Rahmenkonzept Gehweggestaltung

Fußverkehr

D5

Gesamtgebiet

Sichere und kontinuierliche Führung anbieten

Radverkehr

D6

Gesamtgebiet

Beleuchtungssituation verbessern

Fußverkehr + Radverkehr

D7

Gesamtgebiet

Qualitätssicherung

Fußverkehr + Radverkehr

D8

Fußgängerzonen

Freigabe für den Radverkehr

Fußverkehr + Radverkehr

D9

Gesamtgebiet

Förderung der Mobilitätskultur

Fußverkehr + Radverkehr

 

Das gesamte Konzept inklusive der Handlungsschwerpunkte und Daueraufgaben ist im Bericht des Nahmobilitätskonzepts inklusive Beleuchtungskonzept Osterfeld detailliert beschrieben (siehe Anlage 1).

 

Weiteres Vorgehen

 

Die Handlungsschwerpunkte des Nahmobilitätskonzeptes werden in den nächsten Jahren weiter ausgearbeitet und falls erforderlich, Detailplanungen erstellt. Die ausgearbeiteten Handlungsschwerpunkte bzw. Planungen werden vor der Umsetzung der Bezirksvertretung Osterfeld und dem Planungsausschuss zum Beschluss vorgestellt.

 

 

Kurzfassung

 

Im Rahmen des integrierten Handlungskonzepts Osterfeld wurde durch das Büro IKS - Ingenieurbüro für Stadt- und Mobilitätsplanung UG ein Konzept zur Stärkung der Nahmobilität und Barrierefreiheit in Oberhausen-Osterfeld erstellt. Auf der Basis einer Bestands- und Mängelanalyse wurden Handlungsschwerpunkte zur Verbesserung der Nahmobilität erarbeitet.

 

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Anlagen

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