Beschlussvorlage - B/16/4448-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt Oberhausen beschließt den Neubau einer Radabstellanlage an der Halte­stelle Bahnhof Osterfeld Süd

 

Mittel in Höhe von 34.000 EUR stehen bei der

 

Finanzstelle 560012010600300 – Radabstellanlagen VRR,

Finanzposition 785200 – AiB Tiefbaumaßnahmen

 

zur Verfügung.

Reduzieren

Konsequenzen

Bezug

 

-       B/16/2313-01 Nahverkehrsplan

-       B/16/4197-01 Masterplan Saubere Luft

 

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [ ]

 

    ja   [X ]

 

b) Sonstige

Reduzieren

Sachverhalt

Begründung

 

Beschreibung des Vorhabens

Aktuell bewirbt sich die Stadt Oberhausen um eine Förderung beim VRR, mit dessen Mitteln eine Radabstellanlage am Bahnhof Osterfeld Süd errichtet werden soll. Diese Anlage soll aus zwölf Radboxen mit elektronischem Schließsystem bestehen.

 

C:\Users\dawid\Desktop\Unbenannt.png

 

Die Buchung und die Bezahlung sollen über das System „DeinRadschloss“ erfolgen. Die erste Anlage des DeinRadschloss Systems wurde bereits am 12.04.2018 in Oberhausen Sterkrade am Bahnhof eröffnet.

 

Voraussetzung für die Förderung nach Nr. 2 ist, dass das Vorhaben Belange mobilitäts- oder sensorisch eingeschränkter Personen im Sinne der Barrierefreiheit nach Artikel 9 des Übereinkommens der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (BGBl. 2008 II S. 1420; UN-Behindertenrechtskonvention), nach dem Bundesbehindertengleichstellungsgesetz und nach dem Behindertengleichstellungsgesetz NRW berücksichtigt. Bei der Vorhabenplanung sind die zuständigen Behindertenbeauftragten oder Behindertenbeiräte anzuhören. Dies wurde bereits seitens der Stadtverwaltung durch einen mündlichen Bericht am 20.02.2019 dem Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Oberhausen vorgetragen und zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

Verkehrliche Bedeutung

Der Nahverkehrsplan der Stadt Oberhausen hat die Verknüpfung zwischen den Verkehrs­trägern Rad und öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) / Schienenpersonennahverkehr (SPNV) analysiert. Es ist das Ziel, alle Bahnhöfe mit B+R-Anlagen auszustatten. Die anderen Bahnhöfe in Oberhausen verfügen bereits über B+R-Anlagen, sodass der Fokus auf den Bahnhof Osterfeld Süd liegt. Dort kann der SPNV und die Buslinie SB91 erreicht werden, die im 10-Min-Takt bis Bottrop verkehrt. Jede zweite Fahrt fährt weiter nach Gladbeck und Gel­senkirchen Buer (Nahverkehrsplan Oberhausen S. 69).

 

Anlass für eine zügige Umsetzung ist die Einführung des S-Bahn-Taktkonzeptes zum Fahr­planwechsel im Dezember 2019, die für den Bahnhof Osterfeld Süd ein attraktiveres Zug­angebot vorsieht. Aktuell verkehrt die Linie RB44 von Oberhausen Hbf. über OB-Osterfeld und von Bottrop nach Dorsten. Ab Dezember 2019 verkehrt die Linie RB33 von Bottrop über OB-Osterfeld und Oberhausen Hbf. nach Duisburg, Krefeld, Mönchengladbach und Aachen. Besonders die Einbindung in den Knoten Duisburg Hbf. und der bahnsteiggleiche Umstieg am Hauptbahnhof Oberhausen zur neuen RE-Linie 49 nach Essen und Wuppertal werten die neue Fahrtmöglichkeit ab Osterfeld erheblich auf. Daher ist von einer steigenden Fahrgast­nachfrage für den Bahnhof Osterfeld Süd auszugehen.

 

Neben der Vorgabe des städtischen Nahverkehrsplanes, ist der Bau der Radabstellanlage am Bahnhof Osterfeld Süd auch als kurzfristige Maßnahme im Masterplan Saubere Luft vor­gesehen.

 

Verkehrliches Potential

Nördlich des Bahnhofes liegt das Osterfelder Stadtzentrum mit dichterer Wohnbebauung. Im südlichen Teil des Bahnhofes liegt eine kleinere Wohnsiedlung. Der statistische Bezirk Osterfeld Mitte/Vonderort weist eine Bevölkerungszahl von insgesamt 10.575 Einwohnern auf.

 

Für SPNV-Fahrgäste aus Rothebusch und Klosterhardt wird die Radabstellanlage besonders relevant, weil sie künftig den Bahnhof Osterfeld Süd mit dem Fahrrad ansteuern können.

 

Bauvorbereitung

Als Grundstück für die Errichtung der Fahrradabstellanlage ist der Bahnhofsvorplatz vorge­sehen. Die geplante Fahrradabstellanlage befindet sich in der Nähe des Eingangs zum Bahnhof. Dort befindet sich schon eine Metropolrad Ruhr Fahrradverleihstation.

 

 

 

Die Beschaffung der zwölf Radboxen sowie die notwendigen Tiefbauarbeiten werden aus­geschrieben. Wegen der Entscheidung, das System „DeinRadschloss“ zu nutzen, muss zur technischen Unterstützung die Firma Kienzler beauftragt werden, die das System vertreibt. Zum Vor-Ort-Service werden Verhandlungen mit der Stadtwerke Oberhausen GmbH geführt, die schon an der Sterkrader DeinRadschloss-Anlage diesen Service anbieten.

 

Kostenschätzung

 

Für die Beschaffung und Errichtung (inkl. Stromanschluss) der Fahrradboxen sind ca. 35.000 € erforderlich. Pro Fahrradbox (inkl. Zugangsarbeiten) kann ein maximaler Festpreis von 2.200 € gefördert werden sowie zusätzlich 3 % für Planungsausgaben (= 27.192 €). Der Eigenanteil der Stadt Oberhausen beträgt 5 % des zuwendungsfähigen Anteils. Hinzu kommen die nichtförderfähigen Kosten in Höhe von 7.808,00 €, so dass sich ein Gesamtanteil von 9.167,00 € ergibt.

 

Mit einer Bewilligung des Vorhabens wird im zweiten Quartal 2019 gerechnet. Danach können die Ausschreibungen eingeleitet sowie die im vorherigen Absatz beschriebenen Umsetzungsarbeiten beginnen.

 

Loading...