Berichtsvorlage - M/16/3788-01
Grunddaten
- Betreff:
-
GFG-Förderprojekt: „Stadtentwicklung und Strukturwandel in Oberhausen in historischer Perspektive“
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kunst
- Bearbeitung:
- Cigdem Aksoy
- Verantwortung:
- Vogt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Kulturausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
12.09.2018
|
Sachverhalt
Sachdarstellung
Projektbeschreibung:
Ziel des Projektes „Stadtentwicklung und Strukturwandel in Oberhausen in historischer Perspektive“ ist es den Strukturwandel in Oberhausen aufzuarbeiten und für die Oberhausener Bürgerschaft in Form einer Ausstellung im „Kleinen Schloss“ der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen zu präsentieren. Besonders herausgearbeitet werden der „Strukturwandel 1.0“ im Stadtzentrum zwischen Bahnhof, Marktplatz und Rathaus (1901 bis 1934), sowie der „Strukturwandel 2.0“ mit der Bildung der Neuen Mitte Oberhausen (1992 und 2005), Ausgehend von den Forschungsbereichen Nutzung, Städtebau und Freiflächentwicklung sollen langfristige Trends und strukturelle Brüche der global angelegten ökonomischen Tertiärisierung beispielhaft anhand der o. g. Flächen stadthistorisch aufgeschlüsselt und ihre Bedeutung als essentielles Merkmal der Oberhausener Stadtentwicklung herausgearbeitet werden. Zum Verständnis des Wandels werden auch prägnante Blicke in die Zeit der Stadtgründung von 1846 bis 1873, des Wiederaufbaus von 1945 bis 1962 und des Strukturwandels von 1962 bis 1992 geworfen.
Grundlage für das Projekt bilden die Erschließung und Nutzbarmachung bisher unerschlossener relevanter Bestände im Stadtarchiv Oberhausen. Das Projekt ist zur „Regionalen Kulturförderung“ des LVR im April 2017 angemeldet worden. Die Projektmittel sind in einer Höhe von jeweils 50.000 € für das Jahr 2018 im Dezember 2017 bewilligt und für das Jahr 2019 in Aussicht gestellt worden.
Sachstand Projektplanung:
Im Verlauf der Fördermittelbewilligung kam es zu Verzögerungen im Projektablauf. Der Projektzeitraum wurde dauraufhin angepasst und auf den Juni 2018 bis Dezember 2020 verschoben. Die Aktualisierung des Projektzeitraums ist mit Verzögerungen bei der Schaffung der arbeitsorganisatorischen Grundlagen für die Erschließung (Software, Arbeitsplätze, Schaffung Projektstelle) und der daraus resultierenden Verschiebung des Ausstellungstermins (ab September 2020) zu begründen. Der Eigenanteil wurde im Zuge der Aktualisierung des Projektplans erhöht. Dies resultiert aus der Anforderung des Fördermittelgebers eine befristete Projektstelle einzurichten. Die Besetzung der Stelle ist zum 15. Juni 2018 erfolgt. Die Verschiebung des Projektzeitraums wurde beim Fördermittelgeber beantragt und genehmigt, ebenso die Übertragung der aktuellen Fördermittel in das Jahr 2019. Ein Antrag für die Förderung des zweiten Projektzeitraums wurde gestellt und wird gegen Ende des Jahres entschieden.
Aufgrund der diversen Verzögerungen musste eine Aktualisierung des Projektplans vorgenommen werden. Der neue Projektplan sieht folgende zeitliche Prozesse vor:
In der Aufbereitungsphase (II.2018-IV.2019) sind die für die Ausstellung relevanten Akten-, Karten- und Fotobestände zu erschließen und konservatorisch zu bearbeiten. Aufgrund des hohen Informationswertes des Plan- und Kartenbestandes ist ein Teil des Bestandes im Rahmen des Projektes zu digitalisieren. Die digital vorliegenden Karten und Pläne ermöglichen den Kunden des Stadtarchivs auch nach der Ausstellung einen direkten Zugang, bspw. über archive.nrw.de. Außerdem sind der Fotobestand der Oberhausener Pressefotografin Ruth Gläser sowie der allgemeine Fotobestand des Stadtarchivs im Rahmen des Projektes fortschreitend zu erschließen und ggf. zu digitalisieren.
Die Beständes des Stadtarchivs werden im Zuge der Aufbereitung historisch Interessierten sowie wissenschaftlichen Einrichtungen, wie Museen und geschichtswissenschaftlichen Instituten umliegender Hochschulen, zur Konzeption von Kooperationsprojekten angeboten. Dazu hat das Stadtarchiv relevante Fragestellungen an das zu erschließende Material und die Oberhausener Stadtgeschichte entwickelt (siehe Projektkonzeption zum Download unter www.oberhausen.de/stadtarchiv Rubrik Stadtgeschichte).
Anhand des aufbereiteten Archivguts erfolgt die Konzeption der Ausstellung (Konzeptions- und Aufbauphase I.-III.2020). Hierzu gehören die Auswahl der Exponate unter sozioökonomischen, historischen, muesealen und museumspädagogischen Gesichtspunkten, das Verfassen der Ausstellungstexte sowie die räumliche Planung und der Aufbau der Ausstellung. Bei der praktischen Konzeption der Ausstellung arbeitet das Stadtarchiv eng mit der Ludwiggalerie zusammen, die auch den Ausstellungsraum und die Präsentationsmaterialien (Vitrinen, Bilderrahmen, Technik) zur Verfügung stellt. Der ausgewählte Ausstellungsort, das "Kleine Schloss", ist bereits als Ort zur Präsentation in der Oberhausener Bürgerschaft etabliert. Aufgrund der zentralen Lage (ÖPNV-Anschluss) sowie des kostenfreien und barrierefreien Zugangs bildet es den idealen Ausstellungsort für das Stadtarchiv. Die Auswahl der Exponate sowie das Verfassen der Ausstellungstexte und des entsprechenden Begleitmaterials erfolgen in Eigenregie durch die Mitarbeitenden des Stadtarchivs. Das Projekt gipfelt in der Ausstellungseröffnung im September 2020 (bis Dez. 2020).
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
476,1 kB
|
