Berichtsvorlage - M/16/3783-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Konzipierung und Erprobung einer historischen Schüler/innen/führung (Sek I) durch die Innenstadt von Alt-Oberhausen zum Thema: „Industrialisierung und Städtebildung am lokalen Beispiel“
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kunst
- Bearbeitung:
- Dr. Magnus Dellwig
- Verantwortung:
- Vogt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Kulturausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
12.09.2018
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Schulausschuss
|
Kenntnisnahme
|
|
|
|
20.09.2018
|
Sachverhalt
Sachdarstellung
Das Stadtarchiv Oberhausen, das LVR Industriemuseum mit den Standorten Zinkfabrik Altenberg und Antonyhütte sowie die Agentur ConTour in Kooperation mit zwei weiteren erfahrenen professionellen Gästeführern entwickeln in einem Kooperationsprojekt, gefördert im Rahmen der Sozialen Stadt, Innenstadt Alt-Oberhausen, eine historische Führung für Schüler/innen aller Schulformen der Sekundarstufe I zum Thema „Industrialisierung und Städtebildung am lokalen Beispiel“. Träger und Antragsteller der Fördermaßnahme ist die Agentur ConTour. Initiator des Projektes ist das Stadtarchiv.
Das Thema Industrialisierung ist Bestandteil des Lehrplans für das Fach Geschichte an Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen sowie für das Fach Gesellschaftslehre an Gesamtschulen. Es besteht die Möglichkeit der Behandlung am lokalen Beispiel. Mit der zu konzipierenden stadthistorischen Führung wird ein adressatengerechtes Angebot für die Oberhausener Schulen der Sekundarstufe I in der Innenstadt entwickelt und in der Praxis mit diesen Schulen erprobt. Gemäß dem Fördergebiet Soziale Stadt „Innenstadt Alt-Oberhausen“ sind dies die Anne-Frank-Realschule, das Elsa-Brandström-Gymnasium und die Fasia-Jansen-Gesamtschule. Nach Abschluss der Fördermaßnahme wird ab 2019 sämtlichen Oberhausener Schulen der Sek. I eine Teilnahme an der Führung angeboten.
Die Stadt Oberhausen bietet sich in herausragender Weise als Beispiel für die Industrialisierung in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert an. Sie zählt zu wenigen Industriestädten, die ohne die Voraussetzung einer vorindustriellen Siedlung entstanden. Dadurch sind die Zusammenhänge zwischen der Industrialisierung vor Ort und der Städtebildung besonders anschaulich und unmittelbar vorhanden und darstellbar.
Mit der Führung wird der innerstädtische Raum zwischen den drei funktionalen Zentren Bahnhof (Verkehr und Industrie) – Altmarkt (Geschäftszentrum) – Rathaus (Verwaltungszentrum) erschlossen. Es wird vermittelt, dass die Entwicklung städtischer Infrastruktur sowohl Folge der ersten Industrieansiedlungen war als auch die Voraussetzung für die weitere Entwicklung und das Wachstum der Industriestadt bildete. Technische, administrative, soziale und Bildungs-Infrastruktur kommen in den Blick. Industrie, vorindustrielle Grundeigentümer, öffentliche Verwaltung und kommunale Interessenbildung werden als wichtige Einflüsse offen gelegt. Damit besteht die Möglichkeit zur interdisziplinären Beschäftigung mit den Themen Industrialisierung und Urbanisierung als Gegenstände der Geschichtswissenschaft, der Geografie und der Sozialwissenschaften.
Das Projekt verfolgt das Ziel eines starken Adressatenbezuges auf die Lebenswelt der jugendlichen Schüler/innen. So wird ein didaktisch-pädagogisches Konzept erstellt, dass insbesondere die Elemente der Interaktivität, des spielerischen Lernens und des Einbezugs neuer Medien bis hin zur Recherche mit dem Smartphone einschließt. Ebenfalls wird die Dauer der Führung auf 90 Minuten begrenzt. Zur Vorbereitung auf die Führung findet eine bis zu 90 Minuten umfassende Unterrichtseinheit mit dem durchführenden Gästeführer / der Gästeführerin statt.
Nach der Konzeptphase erfolgt eine Erprobung mit Schüler/innen/gruppen. Mit Hilfe der Evaluation dieser Erprobung wird die Führung optimiert und es werden die in das didaktische Konzept integrierten Medien erstellt (z.B. großformatige Puzzleteile, Fotos, Kartenausschnitte). Im Anschluss an die Einführung an den genannten Schulen der Innenstadt Alt-Oberhausen wird das Angebot aus Unterrichtseinheit zur Vorbereitung und Führung sämtlichen Schulen der Sekundarstufe I in Oberhausen ab 2019 unterbreitet.
Führungen sollen nach Beendigung des Förderzeitraumes (2018) aus den Sachmitteln des Fachbereiches 0-8-40 / Stadtarchiv finanziert werden. Kofinanzierungen aus Fördermitteln oder Sponsoring werden angestrebt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
8,4 kB
|
