Berichtsvorlage - M/16/3465-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Sozialbericht 2017 – Einführung von Sozialindices für die Oberhausener Sozialquartiere
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Soziales
- Bearbeitung:
- Dorothea Albrecht
- Verantwortung:
- Herr Bohnes
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Sozialausschuss
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Kenntnisnahme
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11.04.2018
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Erledigt
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Kulturausschuss
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Kenntnisnahme
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17.04.2018
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Erledigt
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Bezirksvertretung Osterfeld
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Kenntnisnahme
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17.04.2018
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Erledigt
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Schulausschuss
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Kenntnisnahme
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18.04.2018
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Erledigt
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Bezirksvertretung Alt-Oberhausen
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Kenntnisnahme
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18.04.2018
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Erledigt
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Bezirksvertretung Sterkrade
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Kenntnisnahme
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19.04.2018
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Erledigt
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Planungsausschuss
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Kenntnisnahme
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24.04.2018
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Geplant
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Integrationsrat
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Kenntnisnahme
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24.04.2018
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Erledigt
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Gleichstellungsausschuss
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Kenntnisnahme
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25.04.2018
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Kenntnisnahme
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02.05.2018
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Kenntnisnahme
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09.05.2018
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Erledigt
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Sportausschuss
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Kenntnisnahme
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05.06.2018
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Im Jahr 2015 hat das Land NRW unter der Maxime „NRW hält zusammen… für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“ einen Förderaufruf veröffentlicht. Der Fokus liegt auf der Verbesserung der Teilhabechancen von benachteiligten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in benachteiligten Quartieren. Anträge konnten von Städten, Gemeinden und Kreisen aber auch von Vereinen und Trägern gestellt werden. Die Stadt Oberhausen ist diesem Aufruf gefolgt und hat im Rahmen des Förderprojektes in der Zeit vom 01.05.2017 bis zum 28.02.2018 eine geförderte Stelle zur integrierten Sozialplanung eingerichtet.
Um bestehende Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen und neu entstehende Armutsverhältnisse frühzeitig zu verhindern, hat das Land NRW ein präventives Handlungskonzept erarbeitet. Dieses nimmt zwei Handlungsfelder besonders in den Blick: Den Sozialraum, in dem betroffene Menschen leben und die Lebenslage, in der sie sich befinden. So sollen die Menschen dort erreicht werden, wo sie wohnen, um ihnen vor Ort ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und ihre soziale Teilhabe zu fördern. Dazu müssen vor Ort entsprechende Bedingungen geschaffen werden. Das Handlungskonzept baut auf eine effiziente Ressourcenbündelung und transparente vorausschauende Planung auf.
Zahlreiche Institutionen, Organisation und Einrichtungen engagieren sich seit vielen Jahren für die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften und viele andere Institutionen sind meist Experten für Quartiere mit besonderem Unterstützungsbedarf und Träger von Projekten, Fördermaßnahmen oder Hilfseinrichtungen vor Ort. Diese bestehenden Strukturen können und sollten genutzt und auf ihnen aufgebaut werden.
Um ein passendes Angebot mit vorhandenen Ressourcen anbieten zu können, ist einerseits nötig, die Bedarfslagen in den entsprechenden Quartieren transparent zu machen und andererseits, bestehende Maßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen, damit sie sich ergänzen können. Hierzu ist ein regelmäßiger Dialog zwischen Planung, Politik, den Trägern und letztlich den Bürger/-innen vor Ort vonnöten.
Der vorliegende Bericht verfolgt dabei, ebenso wie das Handlungskonzept des Landes NRW, den Grundsatz der transparenten, vorausschauenden Planung zur effizienten Ressourcenbündelung und orientiert sich an der Lebenslage der Einwohner/-innen und dem Sozialraum, in dem sie wohnen.
Der Sozialbericht soll durch die Einführung von Sozialindices als dauerhaftes Analyseinstrument für die Beobachtung der Bedarfslagen in den Sozialquartieren dienen und alle zwei Jahre aktualisiert werden.
Sozialindices als Analyseinstrument
Nach dem Prinzip „Ungleiches ungleich behandeln“ sollen knappe Ressourcen dort investiert werden, wo sie am nötigsten gebraucht werden. Um festzustellen, wo welche Förderung nötig ist, bietet sich die Berechnung von Sozialindices auf Basis von Kernindikatoren an. Diese Kernindikatoren sind: der Anteil an Einwohner/-innen mit Migrationshintergrund, der Anteil an SGB-II-Empfänger/-innen, der Anteil an SGB-II-Empfänger/-innen unter 15 Jahren, der Anteil an Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren, der Anteil an Empfänger/-innen von Grundsicherung im Alter (SGB XII), der Anteil an Haushalten von Alleinerziehenden und der Anteil an Haushalten mit mehr als zwei Kindern. Der Unterstützungsbedarf eines Sozialquartiers wird an der Differenz zum Stadtdurchschnitt gemessen.
Das Verfahren eignet sich dazu, Planungen zu vereinfachen und komplexe Bedarfslagen zu übersichtlichen Kennzahlen und Karten zusammenzufassen. So können zum einen Sozialquartiere mit kumulierten Unterstützungsbedarfen und zum anderen Sozialquartiere, die einen unauffälligen Status Quo aufweisen, in denen die Bedarfe in den letzten Jahren aber überdurchschnittlich stark zugenommen haben, aufgedeckt werden. Gleichzeitig eignet sich das Verfahren zur Ermittlung von Sozialquartieren, die sich im Vergleich zu anderen positiv entwickelt haben und deren Maßnahmen ggf. als Vorbild für andere Sozialquartiere dienen können.
Für eine integrierte Zusammenarbeit mit allen Fachbereichen wurden das Berechnungsverfahren, die Auswahl der Kernindikatoren und auch die Darstellung der Ergebnisse in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 4-5 Statistik erarbeitet und mit der Planergruppe abgestimmt.
Ergebnisse
Als Fokusgebiete, mit einer erhöhten Konzentration an Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf, haben sich die Sozialquartiere Innenstadt, Lirich-Süd, Marienviertel-Ost, Marienviertel-West, Brücktorviertel und Osterfeld-Mitte/Vonderort herauskristallisiert. Weiterhin liegen in Sterkrade-Mitte und Tackenberg-Ost einzelne isolierte Mittelblocke mit auffälligen Werten. Für diese Fokusquartiere wurden die Sozialstruktur und die sich daraus ergebende Bedarfslage genauer untersucht
Zu jedem Sozialquartier werden zudem einige ortsansässige Einrichtungen aufgezählt, die als Träger von Maßnahmen fungieren (können), und einige exemplarische Handlungsempfehlungen aufgezeigt. Diese sind nicht als ausschließlich oder vollständig zu betrachten. Einige der Empfehlungen können ebenso für andere Sozialquartiere mit ähnlichen Zielgruppen gelten.
Weiteres Verfahren
Die Sozialplanung soll künftig eine aktive Rolle in den vorhandenen Sozialraumgremien übernehmen und sie mit Informationen über die Sozialstruktur der Sozialräume versorgen. Da nicht in allen Sozialräumen ähnlich aufgebaute Sozialraumgremien aktiv sind, sollen Sozialraumkonferenzen einberufen werden, um die Ergebnisse des Sozialberichtes in allen Sozialräumen in gleicher Weise rück zu koppeln und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort konkrete Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.
Darüber hinaus sollen Möglichkeiten der Evaluation sozialer Maßnahmen sowie der weiteren integrierten Berichterstattung untersucht werden, bspw. durch die Verschneidung des Schulindex mit dem Sozialindex.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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4,4 MB
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