Beschlussvorlage - B/16/3021-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt beschließt das vorliegende Nahmobilitätskonzept Sterkrade, beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung 4 Ad-hoc-Maßnahmen sowie der weiteren Ausarbeitung der 23 Maßnahmen und 8 Querschnittsaufgaben.

 

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Konsequenzen

Bezug

 

 

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine[ ]

 

    ja[ ]

 

b) Sonstige

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Sachverhalt

Begründung

 

Im Rahmen des im Rat am 16.11.2015 beschlossen integrierten Handlungskonzeptes Sterkrade (IHK) (Vorlage - B/16/1159-01) wurde durch das Büro StadtVerkehr ein Konzept zur Stärkung der Nahmobilität und Barrierefreiheit in Oberhausen-Sterkrade (Nahmobilitäts­konzept) erarbeitet. Durch das Nahmobilitätskonzept wurde in einem partizipativen Ansatz eine Grundlagenplanung für Sterkrade entwickelt, durch die die Erreichbarkeiten innerhalb des Untersuchungsraums, die Aufenthalts-, Wohn- und Lebensqualität innerhalb des Gebie­tes, sowie die Verbindung zu den übrigen Stadtteilen und auch zu den Nachbarstädten ver­bessert wird. Dabei sollen neben den klimaschutzrelevanten Themen den Aspekten „Ge­sundheitsförderung“, „Nahmobilitätsförderung“ und „Berücksichtigung der Folgen des demo­grafischen Wandels“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das Untersuchungsge­biet entspricht dem Gebiet des IHK Sterkrade, vgl. Abb. 1.

 

Abbildung 1: Untersuchungsgebiet

 

Das Nahmobilitätskonzept für den Stadtbezirk Sterkrade basiert auf den Zielen des IHK Sterkrade. Es hat unter anderem zum Ziel, die Multifunktionalität zu erhalten, zu stärken und eine lebendige Innenstadt zu entwickeln. Die Innenstadt von Sterkrade soll zukünftig und dauerhaft durch urbanes Leben in den Bereichen Handel und Gewerbe, Soziales, Gesund­heit, Bildung, Freizeit sowie Wohnen gekennzeichnet sein.

 

Das Nahmobilitätskonzept stellt eine Grundlage für den Gestaltungswettbewerb, welcher im Rahmen des IHK Sterkrade durchgeführt wird, dar. Die Ausschreibungsunterlagen für den Gestaltungswettbewerb werden derzeit vorbereitet.

 

Bestandsaufnahme und -analyse

Eine Bestandsaufnahme und -analyse der städtebaulichen und verkehrlichen Situation sowie die umfassende Erhebung des Zustands von Verkehrsanlagen, Zustand und Ausstattung des öffentlichen Raums, Wegebeziehungen, der Barrierefreiheit und Nutzungsansprüchen bilden die Grundlage für die Maßnahmenkonzeption. Auf der Grundlage der Bestandsanaly­sen wurden planerische Grundsätze und Leitlinien aufgestellt, die das Handeln der Stadt Oberhausen bezüglich der Nahmobilität in Sterkrade bestimmen sollen.

 

Auf nachfolgende Themen wurde bei der Bestandsaufnahme ein besonderer Schwerpunkt gelegt:

  • Flächennutzung (incl. Kirmes)
  • Verkehrswege und Straßenraum
  • Parkraum
  • ÖPNV
  • Fußwege und Querungsstellen
  • Radverkehr
  • Unfallschwerpunkte

 

Beteiligungsverfahren

Begleitet durch das Planungsbüro STADTKINDER wurden verschiedene Kommunikations­plattformen eingerichtet, um die Bürger und Kinder / Jugendlichen vor Ort in den Planungs- und Umsetzungsprozess einbinden zu können und um Hinweise, Eindrücke sowie konkrete Maßnahmenvorschläge von ihnen zu bekommen. Hierzu gehörten:

 

  • Planungsspaziergänge und Streifzüge
  • Online-Beteiligung
  • Dialog der Generationen
  • JugendBarCamp
  • Beirat IHK

 

Ziel war es auch Mängel, Handlungsbedarfe und Problembereiche sowie mögliche unsichere Stellen in der Sterkrader Innenstadt mitzuteilen und sie kartographisch festzuhalten. Das Beteiligungsverfahren diente der Unterstützung der Analysephase. Die Angaben sind als ein bedeutender Bestandteil in die Bestandsanalyse des vorliegenden Nahmobilitätskonzeptes eingeflossen. Maßnahmen wurden hieraus entwickelt.

 

Das Nahmobilitätskonzept wurde am 18.05. und 22.05.2017 im Beirat des integrierten Handlungskonzeptes Sterkrade vorgestellt und abgestimmt. Die Anmerkungen des Beirates und deren Berücksichtigung im Konzept sind in der Anlage tabellarisch dargestellt. Die Ta­belle wurde dem Beirat am 31.08. vorgestellt.

 

Maßnahmen

Das vorgeschlagene Maßnahmenbündel sieht vor, für die Innenstadt von Sterkrade durch die Förderung eines sicheren und gesundheitsfördernden Fuß- und Radverkehrs Aufent­halts-, Wohn- und Lebensqualität für Bewohner und Besucher zurückzugewinnen. Das Nah­mobilitätskonzept ist das Ergebnis des Planungsprozesses unter Beteiligung der Arbeits­gruppe in der Verwaltung, des Beirats zum IHK Sterkrade sowie der öffentlichen Beteili­gungsformate. Auf Basis der Bestands- und Mängelanalyse sowie der Defizite und Potenzi­ale wurden Handlungsoptionen erörtert und bewertet.

Im Ergebnis werden vorgeschlagen:

 

  • 4 Ad-hoc-Maßnahmen (Umsetzungszeitraum 2017-2018)
  • 23 Maßnahmen verteilt auf sechs räumliche Schwerpunktbereiche
  • 8 Querschnittsaufgaben

 

Die Projekte sind in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zu unterteilen und werden in dem Gestaltungswettbewerb, der im Herbst 2017 beginnt, einfließen. Die kurzfristig umzu­setzenden Ad-hoc-Maßnahmen haben trotz ihres geringen Aufwandes einen hohen Wir­kungsgrad. Hier ist zu überlegen, ob diese vorgezogen werden können, da sie den Beginn des Umbaus signalisieren und die versteckten Potenziale des Raumes aufzeigen und neu­gierig auf die zukünftigen Projekte machen.

 

Nachfolgende Maßnahmen sollten als Ad-hoc-Maßnahmen umgesetzt werden:

 

  • Versetzen einer Werbetafel am Großen Markt
  • Reparaturen an der Rampe zur HOAG-Trasse (Neumühler Straße)
  • Führen des Radverkehrs an der Steinbrinkstraße auf der Straße
  • Entschärfen einer konfliktträchtigen Grundstückszufahrt zur MAN GHH Immobilie (Steinbrinkstraße)

 

In Tabelle 1 sind die vorgestellten Maßnahmen inkl. einer Kostenschätzung und eines Um­setzungszeitraums aufgeführt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Kostenschätzung und Festle­gung des Umsetzungszeitraums nicht für alle Maßnahmen möglich, da diese erst im nach­gelagerten Gestaltungswettbewerb konkretisiert werden. Die Maßnahmen sind im Bericht (siehe Anlage in Allris) zum Nahmobilitätskonzept Sterkrade beschrieben.

 

Tabelle 1: Maßnahmen inkl. Kostenschätzung und Umsetzungszeitraum

 

 

Kurzfassung

 

Im Rahmen des integrierten Handlungskonzeptes Sterkrade wurde durch das Büro Stadt­Verkehr ein Konzept zur Stärkung der Nahmobilität und Barrierefreiheit in Oberhausen-Sterkrade (Nahmobilitätskonzept) erarbeitet. Auf der Basis einer Bestands- und Mängelana­lyse wurden Handlungsoptionen und Maßnahmen zur Verbesserung der Nahmobilität erar­beitet.

 

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