Berichtsvorlage - M/16/1975-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Die Stadt Oberhausen hat nach 2015 in diesem Jahr zum zweiten Mal an der vom Klimabündnis organisierten Aktion „Stadtradeln“ teilgenommen. Ziel ist es, sich in Teams zusammenzuschließen und innerhalb eines dreiwöchigen Aktionszeitraums möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Dadurch soll der Radverkehrsanteil in den Städten erhöht und unnötiges CO2 eingespart werden.

Vor allem vor dem Hintergrund der kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Oberhausener Mobilitätsbefragung, in der deutlich wurde, dass 57 % aller Wege mit dem PKW zurückgelegt werden und nur 6,4 % mit dem Fahrrad, kommt einer solchen Aktion aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes eine hohe Bedeutung zu.

 

Wie im letzten Jahr haben sich in der Metropole Ruhr insgesamt 14 Kommunen unter dem Dach des Regionalverbands Ruhr zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Durchführungszeitraum für die Aktion (21.05. bis 10.06.) abgestimmt. Die durch den RVR ausgehandelte ermäßigte Teilnahmegebühr von 1.000,00 Euro wurde wie im letzten Jahr aus Mitteln des Bereichs Umweltschutz finanziert.

 

In Oberhausen haben sich insgesamt 411 aktive Radler/-innen in 48 Teams zusammengeschlossen und dabei zusammen rund 113.500 Kilometer zurückgelegt (Platz 5 im Vergleich der RVR-Kommunen). Dies entspricht im Durchschnitt 276 Kilometer pro Teilnehmer/-in und einer CO2-Einsparung von 16.105 kg. Damit konnte die im letzten Jahr erreichte Kilometermarke trotz des teilweise sehr schlechten Wetters nochmal um knapp 6.000 km verbessert werden. Die aktivsten Teams „Naturkost Keimblatt“ und der „Biking Club Oberhausen 2005 e. V.“ legten über den gesamten Aktionszeitraum jeweils über 10.000 km zurück.

 

Die Ergebnisse der anderen Metropole Ruhr-Städte sind in der folgenden Tabelle (sortiert nach km pro Einwohner) dargestellt:

 

Radtouren

Über gemeinsame Radtouren, die unter anderem von der Stadt oder dem ADFC organisiert wurden, konnten den Teilnehmer/-innen attraktive Radwege im Stadtgebiet und den angrenzenden Nachbarstädten nahe gebracht werden. Zur Eröffnung der diesjährigen Aktion fand in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Städten Essen, Duisburg und Mülheim an der Ruhr eine Sternfahrt zum Ringlokschuppen (MüGa-Gelände) statt. Mit allein über 50 Oberhausener Teilnehmer-/innen war die Aktion vor allem bezogen auf die öffentlichkeitswirksame Bekanntmachung des Stadtradelns ein voller Erfolg. Eine zweite Tour zum Raderlebnistag nach Essen verlief über das Hexbachtal und den Radschnellweg 1 (RS 1). Der auf der 2002 stillgelegten Trasse der Rheinischen Bahn verlaufende RS 1 ist dabei für alle Radler-/innen immer wieder aufs Neue ein Highlight, da er auf seiner bisher fertiggestellten, rund 10 km langen Strecke vom Essener Univiertel bis zum Mülheimer Hbf. nahezu kreuzungs- und autofrei zu befahren ist.

 

 

Internetplattform RADar

Außerdem konnten die Teilnehmer/-innen erstmalig mit Hilfe des Internettools „RADar“ Gefahren- bzw. Schwachstellen im Oberhausener Radwegenetz melden. Dabei hatten alle registrierten Stadtradler/innen die Möglichkeit, im Internet Markierungen auf eine Straßenkarte zu setzen, die dann an die Stadtverwaltung weitergeleitet wurden. Dort prüft man aktuell die gemeldeten Problemstellen und versucht diese schnellstmöglich zu beheben, um so das Radwegenetz in Oberhausen noch attraktiver und sicherer gestalten zu können.

 

 

Verlosung

Ein weiterer Anreiz war die unter allen aktiven Teilnehmern/-innen durchgeführte Verlosung von gesponserten Sachpreisen, wie bspw. Gutscheinen von der Radstation oder Eintrittskarten fürs Theater Oberhausen oder den Aquapark. Außerdem wurde zur weiteren Akquirierung junger Leute zusammen mit dem Kreisverband Oberhausen/Mülheim des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC) erstmalig der Stadtradeln-Sonderpreis für Kinder- und Jugendgruppen verliehen, der vorher z. B. auch im Jugendparlament vorgestellt wurde.

 

 

Siegerehrung

Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung mit den Teamkapitänen/innen der erfolgreichsten Teams in der Stadtteilbibliothek Sterkrade wurden von Frau Lauxen, Beigeordnete des Dezernates 4, die Gewinner in den Kategorien „Team mit den meisten Radkilometern insgesamt“, „Die besten drei Radler/-innen mit den meisten Radkilometern“ und „Team mit den meisten Radkilometern pro Kopf in den Größen „S“ (2-5 Radler/-innen), „M“ (6 bis 25 Radler/-innen) und „L“ (mehr als 25 Radler/-innen) mit Urkunden geehrt. Außerdem wurde in einer anschließenden Feedbackrunde über organisatorische Verbesserungen im nächsten Jahr diskutiert.

 

 

Ausblick

Nach den überaus erfolgreichen ersten beiden Teilnahmen plant die Stadt Oberhausen auch 2017 wieder an der Aktion Stadtradeln teilzunehmen. Dabei sollen die Erfahrungen und das Feedback aus den letzten Jahren in die Vorbereitungen einfließen und dazu beitragen, dass im nächsten Jahr noch mehr Bürger/-innen durch die Aktion von einer regelmäßigen Nutzung des Fahrrades überzeugt werden können.

 

 

 

Kurzfassung

 

Der Bericht informiert über die Ergebnisse des Oberhausener Stadtradelns 2016. Insgesamt wurden im dreiwöchigen Aktionszeitraum rund 113.500 km geradelt und dadurch 16.105 kg CO2 eingespart. Nach den positiven Erfahrungen aus den ersten beiden Jahren möchte die Stadt Oberhausen auch 2017 wieder an der deutschlandweiten Aktion des Klimabündnisses teilnehmen.             

 

Loading...