Beschlussvorlage - B/16/1554-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Teilnahme an der Kampagne ALTBAUNEU®- Serviceplattform Altbausanierung
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Umweltschutz
- Bearbeitung:
- Barbara Neu
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Umweltausschuss
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Beschlussfassung
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14.04.2016
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Sachverhalt
Begründung
Seit Dezember 2015/Januar 2016 sind eine Klimaschutzmanagerin und ein Klimaschutzmanager in dem Fachbereich 2-2-30 / Klima- und Ressourcenschutz eingestellt worden. Die Stellen sind vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit/ ptj (Projektträger Jülich) für die Dauer des Förderzeitraumes bis Ende 2018 anteilig gefördert. Die Maßnahmen und die Aufgaben der/des Klimaschutzmanagerin/s sind in der Vorlage Nr.: B/15/2991-01 dargestellt, die am 30.09.2013 im Rat der Stadt Oberhausen behandelt wurde.
Die Teilnahme an der Kampagne ALTBAUNEU® ist ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes.
ALTBAUNEU® ist ein Pilotprojekt des Landes NRW zur Förderung der Altbausanierung in den Kommunen. Das Projekt wird im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative „Mein Haus spart“ durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW gefördert. Es wird von der EnergieAgentur.NRW koordiniert und von der Verbraucherzentrale NRW sowie dem Handwerk in NRW begleitet. Das Ziel dieses Projektes ist es, das neutrale Beratungsangebot für die energetische Altbausanierung zu verstärken und auf einer Internetplattform (Interkommunale Internetplattform ALTBAUNEU®) zu präsentieren.
Die Stadt Oberhausen hat in der Vergangenheit bereits über die Verbraucherzentrale NRW die Gebäudeeigentümer für die energetische Sanierung sensibilisiert. Im Rahmen des Energie- und Klimaschutzkonzepts stellt die Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger in Oberhausen einen zentralen Punkt dar. Als Kooperationspartner wird die Verbraucherzentrale NRW weiterhin ein Partner für die Energieberatung in Oberhausen sein. Jedoch wird diese Zusammenarbeit durch die zentral aufbereitete Internetplattform und Öffentlichkeitsarbeit intensiviert. Neben generellen Hinweisen zu Gebäudetypologien oder Praxisbeispielen werden Datenbanken implementiert, über die die örtlichen Ansprechpartner, zum Beispiel Handwerksbetriebe, Architekten, Energieberater aber auch ortsansässigen Banken abgerufen werden können.
Die interkommunale Plattform ALTBAUNEU®, an der sich derzeit die Städte Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herdecke, Münster, Köln, Recklinghausen, Remscheid, Solingen, Witten und Wuppertal sowie die Kreise Mettmann, Gütersloh, Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und Wesel beteiligen veranschaulicht, wie durch die interkommunale Kooperation wesentliche finanzielle Synergieeffekte bei Beratungen und Maßnahmenentwicklung zur Öffentlichkeitsarbeit erzielt und der Erfahrungsaustausch der Beteiligten untereinander sichergestellt werden können.
Die Vorteile für die Stadt Oberhausen durch die Teilnahme an der Kampagne sind folgende: Die Stadt profitiert durch die zentrale Koordination, Verknüpfung lokaler Akteure und Initiativen zum Thema „energetische Altbausanierung“. Bei diesem Prozess werden das lokale Handwerk, die Architekten und Ingenieure vor Ort, die ortsansässigen Banken sowie die lokale Wirtschaft, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen eingebunden und gestärkt. Das regionale Berater-Netzwerk wird aufgebaut und bekannt gemacht. Die Zielgruppen der Kampagne ALTBAUNEU® sind neben den Eigenheimbesitzern, Vermietern, Mietern und Wohnungsbaugesellschaften auch handwerkliche Betriebe, Energieberater, Architekten und Ingenieure.
Grundbaustein der Kampagne ist ein Internetportal, auf dem sich die Eigenheimbesitzer/innen informieren sowie lokale Unternehmen für das Sanierungsvorhaben gefunden werden können. Er ist unterteilt in folgende vier Bereiche:
1. Aktuelles:
Hier werden Veranstaltungen angekündigt, Neuerungen und Pressemitteilungen zu Förderungen und Regelwerken publiziert.
2. Expertensuche:
Hier finden die Eigenheimbesitzer/innen über eine Suchmaske die passenden ausführenden Betriebe, Energieberater und Architekten.
3. Förderprogramme:
Hier werden Bundes- und Landesförderungen sowie Beratungsangebote und lokale Fördermöglichkeiten strukturiert und verständlich dargestellt. Bis auf die lokalen Förderprogramme werden alle Förderungen von der EnergieAgentur.NRW aktuell gehalten.
4. Wissenswertes:
Hier erhalten die Eigenheimbesitzer/innen Wissen über Systeme und Gesetze um Aussagen von Fachleuten zu bewerten und fundierte Entscheidungen über Sanierungsmaßnahmen treffen zu können. Die EnergieAgentur.NRW betreut auch diesen Bereich.
Neben den genannten Themen wird den Besuchern der Plattform auch ein zentraler Ansprechpartner für offene Fragen genannt. Für weitere Informationsmöglichkeiten stehen ergänzend auch Links wie beispielsweise zu einem Solardachkataster oder Energieberatungsterminen der Verbraucherzentrale (siehe Beispielseite Stadt Witten) zur Verfügung.
Neben dem gemeinsamen Internetportal mit eigenem Bereich für jede Kommune oder Kreis werden zielgruppenspezifische Produkte der Öffentlichkeitsarbeit zur energetischen Altbausanierung entwickelt, aktualisiert und bereitgestellt (z.B. entleihbarer Messestand, Poster, Give-Aways sowie Informationsmaterial zu aktuellen Themen). Der Austausch der Beteiligten erfolgt in Form von drei Steuerungstreffen im Jahr.
Zusätzlich zu dem Grundbaustein besteht pro Auftragsphase die Möglichkeit, einen vorhandenen Vertiefungsbaustein wie beispielsweise „Haus-zu-Haus-Beratungen“ oder „ALTBAUNEU® ausgezeichnet“ in Anspruch zu nehmen oder einen neuen Vertiefungsbaustein zu entwickeln.
Der positive Zusatzeffekt durch die Kampagne ALTBAUNEU® liegt vor allem in der Imagebildung für die Stadt Oberhausen durch die steigende Sanierungsrate bzw. die qualitative Verbesserung der Sanierungsmaßnahmen. Trotz begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen ermöglicht die Kampagne der Stadt ein gutes Beratungs- und Informationsangebot im Bereich der energetischen Gebäudesanierung und die Bürger/innen haben eine zentrale, regionale und neutrale Informationsmöglichkeit.
Die Kampagne ist inhaltlich verknüpft mit der Maßnahme E1 (Information zur energetischen Altbausanierung in Oberhausen) des Klimaschutz- und Wärmenutzungskonzeptes und somit Bestandteil der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes.
Kosten / Finanzierung
Sachkosten:
Die Stadt Oberhausen befindet sich im Stärkungspakt der Stufe 1. Somit erhält sie einen Rabatt von 50% auf den ursprünglichen Teilnahmebeitrag in Höhe von 2.856,00 € (Brutto jährlich). Der Beitrag beträgt somit 1.428,00 € (Brutto).
Diese Kosten werden aus den bewilligten Sachkosten aus dem Klimaschutz- und Wärmenutzungskonzept gedeckt. Diese Mittel stehen unter NKF-Auftrag 220014010104 zur Verfügung.
Personalkosten:
Es entstehen keine Kosten durch zusätzliches Personal.
Die vorbereitenden und begleitenden Arbeiten werden durch die Klimaschutzmanager/in Frau Naseri und Herr Wittpahl erbracht.
Kurzfassung
Zur Unterstützung der Maßnahme E1 (Information zur energetischen Altbausanierung in Oberhausen) aus dem Klimaschutz- und Wärmenutzungskonzept ist die Teilnahme am Pilotprojekt des Landes NRW (MWEIMH) ALTBAUNEU® vorgesehen.
Das Ziel dieses Projektes ist es, das neutrale Beratungsangebot für die energetische Altbausanierung durch die Entwicklung/Aktualisierung/Bereitstellung von Produkten der Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und die Aktivitäten der Stadt Oberhausen auf einer Internetplattform (Interkommunale Internetplattform ALTBAUNEU®) zu präsentieren.
Der Teilnahmebeitrag in Höhe von 1.428,00 € (Brutto) wird durch die bewilligten Sachkosten aus dem Klimaschutz- und Wärmenutzungskonzept gedeckt.
