Berichtsvorlage - M/18/1303

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Beratungsfolge

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Bezug

 

B/17/6762 - Neubau der Eisenbahnüberführung (EÜ) Osterfelder Straße mit Aufweitung des Fahrbahnquerschnittes und der Nebenanlagen und Abschluss einer Eisenbahnkreuzungs­vereinbarung

 

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Sachverhalt

 

Die Baumaßnahme an der Eisenbahnunterführung (EÜ) Osterfelder Straße wird im Februar 2027 beginnen und voraussichtlich bis Mitte 2030 andauern. Während dieser Zeit wird die Eisenbahnunterführung für den Verkehr gesperrt. Anschließend erfolgen von Mitte 2030 bis Ende 2031 der noch fehlende Straßenausbau auf der Wittekindstraße von Teutstraße bis Bottroper Straße. Der Verkehr wird entsprechend umgeleitet.

 

Aufgrund der langen Bauzeit und der damit verbundenen erheblichen Einschränkungen ist eine kontinuierliche Kommunikation über die gesamte Bauzeit hinweg ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahme.

 

Die Verwaltung arbeitet bei der Kommunikation eng mit der DB InfraGO zusammen. Ziel ist es, ein abgestimmtes und konsistentes Informationsangebot zu den jeweiligen Maßnahmen, Zuständigkeiten, Zeitplänen und Auswirkungen auf das Umfeld zu schaffen. Die Stadt über­nimmt dabei eine aktive koordinierende Rolle und stellt sicher, dass die Interessen der Bürger*innen, Anwohnenden und Gewerbetreibenden berücksichtigt werden.

 

Durch die enge Abstimmung sollen einheitliche Aussagen, klare Zuständigkeiten und eine frühzeitige Information der jeweils betroffenen Zielgruppen gewährleistet werden. Die gemeinsame Kommunikation soll das Projekt über die gesamte Bauzeit hinweg verlässlich begleiten.

 

Die Verwaltung hat zur Unterstützung bei der begleitenden Kommunikation das Büro Lots* Gesellschaft für verändernde Kommunikation mbH beauftragt.

 

Ziel und Grundhaltung der Kommunikation

 

Die Stadt Oberhausen informiert frühzeitig, transparent und verlässlich über die Baumaß­nahmen an der Osterfelder Straße. Die Kommunikation soll verständlich machen, was geplant ist, wann die einzelnen Maßnahmen beginnen, welche Einschränkungen zu erwarten sind und an wen sich Bürger*innen mit Fragen und Anliegen wenden können.

Die Stadt kommuniziert offen über die Belastungen. Lärm, Schmutz, Erschütterungen, Umwege, Wartezeiten und Einschränkungen des Verkehrs werden nicht beschönigt. Auch der Wegfall von Parkplätzen und die möglicherweise erschwerte Erreichbarkeit von Grund­stücken und Geschäften werden frühzeitig benannt. Sorgen und berechtigte Kritik werden ernst genommen; Rückmeldungen sollen in die weitere Kommunikation einfließen.

 

Gleichzeitig wird vermittelt, dass die Baumaßnahmen der Erneuerung und Zukunftssicherung der Infrastruktur dienen. Die Stadt begleitet die Vorhaben aktiv, vertritt die Interessen der Bürger*innen und setzt sich dafür ein, die Belastungen möglichst zu begrenzen. Auch dort, wo Maßnahmen nicht unmittelbar in der Hand der Stadt liegen, bleibt sie ansprechbar und begleitet die Umsetzung im Interesse der Menschen vor Ort.

 

Drei zentrale Zielgruppen

 

Die Kommunikation muss die unterschiedlichen Betroffenheiten von drei Gruppen berück­sichtigen. Erstens sind die Verkehrsteilnehmenden zu informieren, die von Umleitungen, Sperrungen, Wartezeiten und veränderten Routen betroffen sind. Sie benötigen frühzeitig verständliche Hinweise zur Verkehrsführung und zu möglichen Alternativen.

 

Zweitens richtet sich die Kommunikation an die Anwohnenden im direkten Umfeld. Für sie stehen die konkreten Auswirkungen der Bauphasen im Vordergrund: Lärm, Schmutz, Erschütterungen, Einschränkungen des Verkehrs, veränderte Zufahrten und der Wegfall von Parkplätzen. Sie brauchen verlässliche Informationen zu Bauablauf, Zeitplan, Arbeitszeiten und klaren Ansprechstellen.

 

Drittens müssen die Gewerbetreibenden im Projektumfeld gezielt erreicht werden. Für sie sind insbesondere die Erreichbarkeit ihrer Betriebe, die Verkehrsführung und die Parksitu­ation relevant. Frühzeitige Hinweise auf besonders belastende Bauphasen und ein direkter Austausch zu betrieblichen Auswirkungen und möglichen Lösungen sind daher erforderlich.

 

Zentrales Format: Infomarkt im Herbst

 

Der zentrale Baustein der ersten öffentlichen Information ist ein Infomarkt im 08.12.2026 nach den Herbstferien. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an die Anwohnenden und Gewerbetreibenden im direkten Projektumfeld. Zugleich werden die Perspektiven der Ver­kehrsteilnehmenden berücksichtigt, die von den Umleitungen betroffen sind.

 

Der Infomarkt ist als offenes Format mit mehreren Thementischen vorgesehen. Dort werden die relevanten Planungs- und Umsetzungsaspekte kompakt und verständlich dargestellt. Planende, Projektverantwortliche und Moderierende stehen als Ansprechpersonen zur Ver­fügung. Die Besucher*innen können sich eigenständig informieren, konkrete Fragen stellen und Hinweise oder Anliegen direkt vor Ort einbringen.

 

Der Infomarkt soll Orientierung schaffen, unterschiedliche Betroffenheiten sichtbar machen, konkrete Fragen klären und Vertrauen in das Projekt und seine Begleitung stärken. Das Format ist für bis zu 200 Teilnehmende ausgelegt und soll grundsätzlich in Präsenz stattfin­den. Falls erforderlich, kann eine hybride Ergänzung geprüft werden.

 

Weitere geplante Kommunikationsmaßnahmen

 

Laufende Information und Ansprechbarkeit

Die Kommunikation wird über den Infomarkt hinaus kontinuierlich fortgeführt. Vorgesehen ist eine regelmäßige Information über Baufortschritt, Bauphasen, Einschränkungen, Umleitun­gen, Zufahrten, Parkplätze und die Erreichbarkeit von Grundstücken und Geschäften. Ergänzend ist kontinuierliche Pressearbeit geplant.

 

Auch die politischen Vertretungen sollen regelmäßig informiert werden. Dies betrifft insbe­sondere die zuständigen Ausschüsse, den Rat und die relevanten Bezirke. Ab Baubeginn ist zudem ein systematisches Kontaktmanagement vorgesehen, über das Fragen, Hinweise und Anliegen der Betroffenen aufgenommen und bearbeitet werden können.

 

Die Website der DB soll als zentrale Informationsplattform dienen. Dort sollen aktuelle Mel­dungen, häufig gestellte Fragen (FAQ) und Informationsprodukte wie Flyer und Broschüren gebündelt bereitgestellt werden. Nach Baubeginn können ergänzend Baustellenbesichti­gungen und eine Aussichtsplattform angeboten werden, sofern dies organisatorisch und sicherheitstechnisch möglich ist.

 

Videotagebuch zur Baustellendokumentation

Ergänzend ist ein Videotagebuch vorgesehen, das die Baustelle über ihre gesamte Laufzeit begleitet – von den ersten Absperrungen bis zur Fertigstellung. Kurze, authentische Beiträge sollen aktuelle Umsetzungsschritte verständlich erklären und einen niedrigschwelligen Ein­blick in den Baufortschritt geben. Die Veröffentlichung erfolgt über die Website und die Social-Media-Kanäle, anlassbezogen und mindestens einmal im Monat. Die Beiträge sollen etwa 30 Sekunden bis maximal zwei Minuten lang sein.

 

Eigenes Projektlogo

Für die lang andauernde Baumaßnahme an der Osterfelder Straße soll ein eigenes Logo entwickelt werden. Der Prozess ist gerade erst angestoßen; das Logo befindet sich noch in der Entwurfsphase. Ziel ist, das Logo bis spätestens zur Bürgerveranstaltung fertigzustellen und dort erstmals präsentieren zu können. Ein eigenes Logo schafft Wiedererkennung, gibt den Informationen und Materialien ein einheitliches Erscheinungsbild und erleichtert die Orientierung über verschiedene Kommunikationskanäle hinweg.

 

 

Zusammenfassung

 

Im Zentrum der Kommunikation steht der Infomarkt am 08.12.2026. Er schafft einen direkten Zugang zu den zuständigen Expert*innen und bietet den Menschen vor Ort die Möglichkeit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und Anliegen einzubringen. Ergänzend sorgen laufen­de Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Informationen für politische Vertretungen, Kontakt­management, die DB-Website, mögliche Vor-Ort-Formate und ein regelmäßiges Videotage­buch für Transparenz während der weiteren Umsetzung.

 

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