Berichtsvorlage - M/17/5901

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Beratungsfolge

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Bezug

A/17/1220-01  Antrag der SPD-Fraktion gemäß § 2 der Geschäftsordnung des Rates: Erstellung eines Konzeptes für die Ladeinfrastruktur in Oberhausen (Ratssitzung 15.11.2021)

 

M/16/3598-01 Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Oberhausen

 

M/17/2353-01 Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur für Elektromobilität im Stadtgebiet

 

M/17/3286-01 Berichtsstand über den Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur für Elektromobilität im Stadtgebiet

 

M/17/5190 Sachstand für die Genehmigung von Elektroladesäulen im Stadtgebiet Oberhausen

 

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Sachverhalt

Unternehmen, Gäste und insbesondere die Oberhausener*innen sind auf ein modernes, leistungsfähiges, effizientes und umweltfreundliches Netz aller Transportmittel angewiesen. Elektrische Antriebe werden sich nach derzeitiger Einschätzung im kommenden Jahrzehnt sukzessive zur dominierenden Antriebsart für PKW entwickeln. Die mangelnden Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge sind jedoch bis heute ein großes Hemmnis für den Ausbau des elektrischen MIV (motorisierter Individualverkehr), denn der Markthochlauf für Elektrofahrzeuge und deren Verbreitung hängt in hohem Maße von den vorhandenen Rahmenbedingungen ab. Die Stadt Oberhausen beabsichtigt den Bürger*innen über den Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im (halb-)öffentlichen Raum entsprechende Anreize für den Umstieg auf Elektromobilität zu geben. Die zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe ist wichtig, um neben den Stickoxidemissionen auch die CO2-Emissionen zu reduzieren und somit den Klimaschutzzielen auf kommunaler wie auch auf Bundesebene näher zu kommen. Auch für den Wirtschaftsstandort Oberhausen ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur ein wichtiger Meilenstein.

 

Der Ausbau erfolgt nicht durch die Stadt Oberhausen selbst, sondern durch externe Unternehmen, wie aktuell z.B. HochTief, OnCharge/Wirelane oder die evo, welche die Ladesäulen bauen und betreiben. Die Verwaltung fungiert dabei als Genehmigungsbehörde und Koordinierungsstelle. Dabei bringt sie die unterschiedlichen fachlichen Belange, wie u.a. Verkehrssicherheit und Baumschutz zusammen, um die notwendigen Anträge zur Aufstellung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum zu prüfen. Eine Grundlage zur Verteilung der Ladesäulen bietet die Analyse des Ladesäulenstrukturkonzepts, in der auf Ebene der Verkehrszellen zukünftige Ladepunktbedarfe bis 2030 identifiziert worden sind.  Zudem erfolgt gegenüber den Anbietern eine örtliche Empfehlung bezogen auf die Verkehrszellen, in denen die prognostizierte Nachfrage noch nicht gedeckt ist. Ziel hierbei ist es, insbesondere die Bereiche mit Ladeinfrastruktur zu versorgen, in denen die Anwohner aufgrund geringen privaten Stellflächen auf öffentliche Ladeplätze angewiesen sind.

 

Ladesäulen

Zur Abstimmung weiterer Standorte wurde daher von der Stadtverwaltung Oberhausen mit verschiedenen externen Anbietern in den letzten Monaten Gespräche geführt. Mit dem Stand vom 10.10.2024 sind durch Ladesäulenbetreiber in den letzten 2,5 Jahren rund 259 Anträge gestellt worden, wovon 109 genehmigt, 44 abgelehnt und sich noch 12 in der Prüfung befinden. Weitere 94 neue Anträge werden zum Ende des Jahres in das Prüfverfahren aufgenommen. Hierbei sind gezielt Standorte ausgewählt worden, die sich im innerstädtischen Bereich befinden oder einen hohen Durchgangsverkehr aufweisen. Genauso wurden auch Standorte in den Blick genommen, die in Wohngebieten liegen und durch Mietwohnungen geprägt sind. Gerade dort verfügt nicht jeder PKW über einen privaten Stellplatz, sodass private Lademöglichkeiten zumeist nicht umgesetzt werden können. Gründe, die zu einer Ablehnung eines Antrags geführt haben, können im Baumbereich, der verbleibenden Restgehwegbreite oder eines bereits nah gelegenen genehmigten Standortes liegen. Geplant ist es, dass an den neuen Standorten Standardladesäulen installiert werden. Dabei wird es sich voraussichtlich um innovative und benutzerfreundliche AC-Ladesäulen handeln, die bis zu 22kW pro Ladepunkt liefern können. Das genaue Modell wird in der weiteren Planung festgelegt. Die Anzahl an Anträgen ist im Vergleich zum letzten Jahr leicht zurückgegangen, was nicht zuletzt mit dem Wegfall der Förderung des Bundes bei der Umsetzung von Ladeinfrastruktur zusammenhängt. 

 

Im Bereich der Danziger Straße werden seitens der EVO zusätzlich drei Schnellladesäulen mit jeweils 300 kW geplant. Der Zeitpunkt der Fertigstellung hängt hier maßgeblich von Förderung und Lieferzeit ab und ist nach aktuellem Kenntnisstand für Ende des Jahres vorgesehen.

 

Eine Übersicht über die aktuelle Standortverteilung (Stand 10.10.2024) ist in den Anhängen zu finden sowie in der Mobilitätskarte Oberhausen

(https://geoportal.oberhausen.de/mapapps/resources/apps/mobilitaet/index.html?lang=de). Zurzeit gibt es rund 114 Ladesäulen im öffentlichen und halböffentlichen Raum im gesamten Stadtgebiet.

 

 

Laternenladepunkte

Um das Projekt Laternenladen voranzutreiben, arbeitet die Stadt Oberhausen mit der EVO zusammen, um das Laden von E-Autos an Laternen zu ermöglichen. Geplant ist es, an Straßenlaternen Ladeinfrastruktur zu installieren, die jeweils zwei Ladepunkte bietet, an denen bis zu 22 kW geladen werden kann. In einem ersten Schritt sollen zunächst sechs Pilotstandorte umgesetzt werden. Zur Standortfindung wurden einerseits bereits vorhandene Ladesäulen und die noch offenen Bedarfe der prognostizierten Bedarfsanalyse als Grundlage genutzt. Andererseits sollte im Zuge der Testphase in jedem der Stadtteile Sterkrade, Osterfeld und Alt-Oberhausen gleichermaßen Standorte gefunden werden. Grundlegend war bei der Suche auch, dass das Parken nahe bei den Laternen möglich und erlaubt ist, ohne dass die Nutzung des Gehweges eingeschränkt wird sowie das Vorhandensein des entsprechenden Leitungsnetzes, um den Anschluss zu gewährleisten. So konnten in einem ersten Schritt sechs benötigte Laternenstandorte für ein Pilotprojekt identifiziert werden. Die wesentlichen technischen Anforderungen wurden bereits von der EVO und der Oberhausener Netzgesellschaft geklärt. In Abhängigkeit zur Lieferung der benötigten Hardware, des Netzanschlusses und notwendigen Ertüchtigung der Laterne ist es geplant, die Installation gestaffelt durchzuführen. Dabei sind folgende Zeiträume für die Standorte vorgesehen:

 

• Ende November/Anfang Dezember 2024:  Kloppstockstraße 19, Hochstraße 29c

• Januar 2025: Hartmannsweilerstraße 28, Hausmannsfeld 9

• Februar 2025: Weierstraße 50, Flugstraße 40

 

Nach einer erfolgreichen Pilotphase sollen weitere Standorte auf Basis des erprobten Vorgehens gesucht werden. 

 

 

Diese Ausbauoffensive aus Kombination von AC-, DC- und Laternenladeinfrastruktur sorgt insgesamt für eine Verbesserung bei der Versorgung der Bürger*Innen mit Ladesäuleninfrastruktur im öffentlichen Raum und schafft so Anreize für eine CO2-ärmere Mobilität. 

 

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Anlagen

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