Beschlussvorlage - B/16/1055-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Weiterentwicklung Stadion Niederrhein
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Sport
- Bearbeitung:
- Sigrid Kramp
- Verantwortung:
- H.-B. Reuschenbach
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Finanz- und Personalausschuss
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Vorberatung
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31.08.2015
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Erledigt
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Sportausschuss
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Vorberatung
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03.09.2015
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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14.09.2015
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt beschließt,
a)die Modernisierung des Stadions Niederrhein durch die Errichtung einer überdachten Stehtribüne in der Emscherkurve mit einem Fassungsvermögen für 3.110 Zuschauerstehplätze (erweiterbar auf 4.110 Zuschauerstehplätze) - siehe Begründung, Variante 2 -.
b)die außerplanmäßige Mittelbereitstellung im Produktbereich 08, Sportförderung, im HH-Jahr 2015 wie folgt:
Invest.-MaßnahmeBezeichnungFinanzpositionBezeichnungBetrag
250008010300740Stadion NR785110Anlage im Bau
Hochbau OGM 2.700.440,00 €
250008010300740Stadion NR785120Anlage im Bau
Hochbau Ing.-OGM295.160,00 €
Deckungsvorschlag:
Erhöhung des negativen Saldos aus Investitionstätigkeiten. Die verbindliche Gesamtkreditvorgabe der Bezirksregierung wird eingehalten.
Sachverhalt
Begründung
Das Stadion Niederrhein wurde im Jahr 1926 fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben. Seitdem ist es Oberhausens größte Sportstätte und gleichzeitig Heimspielstätte des Traditionsvereins SC Rot-Weiß Oberhausen, der hier in den vergangenen Jahrzehnten viele sportliche Höhepunkte feiern konnte. Im kommenden Jahr wird das Stadion Niederrhein 90 Jahre alt.
Durchgeführte Erhaltungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in den vergangenen zwei Jahrzehnten:
In den 1990er Jahren wurden umfangreiche Erhaltungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Stadion durchgeführt, um es in seiner Substanz zu erhalten und es gleichzeitig für den Spielbetrieb in den höheren Spielklassen des Deutschen Fußballbundes tauglich zu machen.
Maßnahmen der Jahre 1996 -1998:
Sanierung und Modernisierung des Tribünengebäudes
Sanierung und Modernisierung der Haupttribüne
Neubau eines Tribünendaches über der Haupttribüne
Neubau eines neuen Tribünendaches auf der Gegengeraden
Neugestaltung des Tribünenvorplatzes und des Stadionvorplatzes einschl.
Errichtung neuer Kassenanlagen
Erneuerung der Stadionparkplätze P2, a, b und c, P3 und P4
In den 2000er Jahren folgten weitere Investitionen zur Wertsteigerung und Werterhaltung des Stadions:
Im Jahr 2008 erhielt der Stadionrasen die von der Deutschen Fußballliga für die 2. Bundesliga geforderte Rasenheizung.
Nach Fertigstellung des Schulsport- und Leichtathletikzentrums „Stadion Sterkrade“ im Jahre 2011 siedelte die Sportart Leichtathletik, die jahrzehntelang im Stadion Niederrhein beheimatet war, vom Stadion Niederrhein ins Stadion Sterkrade um. Nach den parallel geführten, erfolgreichen Grundstücksverhandlungen ist die Stadt Oberhausen inzwischen Eigentümerin des Grundstücks Stadion Niederrhein, wodurch ebenfalls die Voraussetzungen für eine Umgestaltung der Sportanlage in ein modernes Stadion für den Fußballsport verbessert wurden.
Im Jahr 2014 erfolgten dringend notwendige Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die die Sicherheit für Zuschauer im Stadion aber auch die Funktionalität der Flutlichtanlage betrafen. U. a. wurden 3 Flutlichtmasten von Grund auf saniert, Toilettenanlagen, Treppenaufgänge, Fassaden etc. ebenfalls saniert bzw. erneuert. Ein Flutlichtmast musste aus Sicherheitsgründen abgetragen werden.
Zuschauerränge in den beiden Stadionkurven
Bei den beschriebenen Maßnahmen der vergangenen zwei Jahrzehnte blieben die beiden Stadionkurven in ihrer Grundform erhalten. Hier halten sich traditionell die Stehplatzbesucher des Vereins RWO (Emscherkurve) und der Gäste (Kanalkurve) auf. Instandsetzungsmaßnahmen fanden hier nicht mehr statt.
Der Zustand dieser Besucherplätze entspricht nicht mehr dem heutigen Standard eines modernen Stadions, weil die Kurvenränge für die Zuschauer kaum Komfort bieten.
An folgenden Beispielen wird dieses deutlich:
- Der Bestand der Emscherkurve im Bereich der unterhalb der Stehränge liegenden, nicht mehr benutzbaren Räume ist ohne geeignete Baumaßnahmen dauerhaft nicht gesichert. Hier werden mittelfristig Instandhaltungskosten anfallen, ohne dass sich das Gesamtangebot verbessert.
- Die Zuschauerränge befinden sich sehr weit vom Spielfeld entfernt:
Entfernung der Zuschauerstufen, mittlere Höhe, bis zum Spielfeldrand: rd. 48 m
Entfernung der Zuschauerstufen, mittlere Höhe, bis zur Spielfeldmitte: rd.100 m
Entfernung der Zuschauerstufen, mittlere Höhe, bis zum gegenüberlieg. Fußballtor:rd.150 m
- Die Zuschauer sind während der Spiele der jeweils herrschenden Witterung völlig ausgesetzt. Sturm und Regen schlagen den Zuschauern während des laufenden Spiels häufig entgegen. Geöffnete Regenschirme schränken die Sicht für die Besucher dann erheblich ein.
- Auf den unteren Stehrängen sind die Spiele von den Zuschauern kaum zu verfolgen, weil sie sich hier in etwa auf der Höhe des Spielfeldes befinden und aufgrund der weiten Entfernungen und Sichtbehinderungen durch Zaun, Banden u. a. das Spielgeschehen kaum wahrnehmen können.
- Die Versorgung der Zuschauer mit Getränken vor Spielen sowie mit Toilettenanlagen ist problematisch, weil die Zugänge dorthin nur mit viel Aufwand zu erreichen sind. Zudem befinden sich die Toilettenanlagen hier in keinem guten Zustand.
Zur aktuellen Situation der beiden Stadionkurven kann deshalb folgendes Fazit gezogen werden:
Die Zuschauerränge in den beiden Stadionkurven entsprechen nicht mehr dem Standard eines modernen Stadions. Zudem ist der Bestand der Tribüne im Bereich der ausgebauten, aber nicht mehr nutzbaren Räume unter den Rängen ohne geeignete Sicherungsmaßnahmen dauerhaft nicht gesichert.
Für den Zuschauer sind diese Plätze unattraktiv und nicht mehr zeitgemäß, weil sie vom Spielgeschehen sehr weit entfernt und zudem aufgrund einer fehlenden Überdachung völlig der Witterung ausgesetzt sind. Auch die sich unterhalb der beiden Kurven befindenden Räume, die früher als Umkleide-, Dusch- und Lagerräume genutzt wurden, befinden sich seit Jahren in einem nicht benutzbaren Zustand. Eine Instandsetzung dieser Räume ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu vertreten.
Wegen dieses beschriebenen Ist-Zustandes von Teilen des Stadions hat der Verein RWO im Vergleich zu anderen ambitionierten Vereinen höherer Spielklassen einen Standort- und Wettbewerbsnachteil.
Entwicklung im Jahr 2014
Im Zuge der im Jahre 2014 geführten Diskussion im Zusammenhang mit dem Rückbau des einsturzgefährdeten 4. Flutlichtmastes an der Lindnerstraße und des zunächst geplanten Wiederaufbaus dieses Mastes, hat der Rat der Stadt am 17.11.2014 entschieden, den Flutlichtmast nicht zu erneuern. Entscheidend hierfür war die nicht erwartete Preissteigerung beim geplanten Neubau des 4. Flutlichtmastes.
Stattdessen sollten Optionen zu einer Wertsteigerung des Stadions durch die Errichtung einer neuen, zeitgemäßen Zuschauertribüne auf der Emscherseite des Stadions durch die Verwaltung und die OGM GmbH geprüft werden. Die ausreichende Flutlichtversorgung des Stadions bei Ligaspielen muss in diesem Zusammenhang gewährleistet sein - siehe hierzu Ratsvorlage vom 17.11.2014, B/16/0364-04 -
Der Sportausschuss wurde erstmalig in seiner Sitzung am 11.09.2014 über die alternativen Überlegungen der Verwaltung informiert. Der Aufforderung des Ausschusses, in der Sitzung am 06.11.2014 weitergehende Informationen zu den angedachten Optionen zu liefern, kam die Verwaltung nach, indem sie den Sportausschuss am 06.11.2014 über Optionen zur Weiterentwicklung des Stadions in Form eines Berichtes und einer Stadionbesichtigung informierte.
Im Ausschuss wurden die aufgezeigten Optionen zur Errichtung einer neuen Zuschauertribüne in der Emscherseite des Stadions durchweg positiv bewertet, wobei die Ausschussmitglieder auf folgende Punkte hinwiesen, die es von der Verwaltung bei allen Planungen zu beachten gelte:
Der Bericht vom 06.11.2014 ist als erstes Arbeitspapier zu werten, einige Dinge sind noch offen und müssen geklärt werden.
Die Entscheidung zur Umsetzung einer der aufgezeigten Optionen sollte erst nach der Spielzeit 2014/2015 getroffen werden.
Hinweis hierzu:
Dieser Hinweis zielte auf die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung des Vereins RWO ab. Nach derzeitigem Stand ist festzustellen, dass sich der Verein in der Regionalliga West gut etabliert hat und in der abgelaufenen Saison 2014/2015 einen vorderen Tabellenplatz belegte. In der Saison 2015/2016 strebt der Verein einen Spitzenplatz in der Liga an, der ggf. den Aufstieg in die 3. Liga des DFB ermöglicht.
Auch die wirtschaftliche Situation des Vereins hat sich nach den finanziellen Turbulenzen im Herbst des vergangenen Jahres stabilisiert. Der Verein befindet sich nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden auf dem Weg zur wirtschaftlichen Gesundung: Die Alt-Schulden konnten danach im großen Umfang weiter verringert werden, die Liquidität des Vereins für die laufende Spielzeit ist gesichert.
Der Spielbetrieb des Vereins RWO soll durch einen Tribünenneubau nicht gefährdet werden.
Hinweis hierzu:
Der Spielbetrieb des Vereins RWO würde durch die Baumaßnahme nicht direkt beeinflusst. Allerdings sind für die Zeit der prognostizierten neunmonatigen Bauphase alternative Lösungen für den traditionellen Zuschauerbereich „Emscherkurve“ anzustreben und umzusetzen.
Ergebnisse der weitergehenden Prüfung:
Bis einschließlich Juli 2015 führte die Verwaltung weitere Gespräche mit Vertretern der OGM GmbH und eines für die Planung und Durchführung von Stadionbauten erfahrenen Unternehmens, mit dem Ziel, eine möglichst detaillierte Kostenberechnung für die vorgestellten Tribünenvarianten in der Emscherkurve zu erhalten.
Nach den nun vorliegenden Planungs- und Kostenberechnungen stellen sich die Kosten für den Neubau einer überdachten Stehtribüne in der Emscherkurve in den verschiedenen Varianten wie folgt dar:
Tribünenvariante 1:
a)Errichtung eines Tribünengebäudes inkl. Toilettenanlage und Versorgungseinrichtungen
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Fassungsvermögen Stehplätze:
3.110 Zuschauer
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Kosten für ein schlüssel- fertiges Gebäude inkl. MwSt.
2.275.280,00 €*¹ 232.000,00 € *² 2.507.280,00 € |
Grundfläche:81 m x 11,70 m*¹ BK Generalübernehmer
Stehplatzreihen:24*² Anteilige Ing.-Kosten für die
Höhe der 1. Stufe:1,10 m über 0 Genehmigungsplanung
Entfernung der 1. Stufe z. Spielfeld:7,50 m
Lichte Höhe des Kragdaches:11 m
b)Ergänzende Investitionen
Im Zuge dieses Tribünenneubaus ist geplant, folgende Komplementärarbeiten durchzuführen:
Ertüchtigung der Flutlichtanlage für Liga-Spiele (800 Lux):48.900,00 € brutto
Gestaltung der Verkehrsflächen auf dem zukünftigen 147.300,00 € brutto
Tribünenvorplatz, Lindnerstraße
(auf der Fläche der heutigen Emscherkurve, rd. 3.000 m²)
Einfriedung10.000,00 € brutto
Seitliche und rückwärtige Schließung der Tribüne83.300,00 € brutto
Projektsteuerung OGM GmbH50.000,00 € brutto
339.500,00€ brutto
Zusammenfassung der Investitionskosten zu a) und b)
a)Tribünengebäude, Baukosten und Ingenieurleistungen:2.507.280,0,0 € brutto
b)Ergänzende Investitionen:339.500,00 € brutto
Investitionen insgesamt:2.846.780,00 € brutto
Tribünenvariante 2:
a)Errichtung eines Tribünengebäudes inkl. Toilettenanlage und Versorgungseinrichtungen
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Fassungsvermögen Stehplätze:
3.110 Zuschauer erweiterbar auf 4.110 Stehplätze
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Kosten für ein schlüssel- fertiges Gebäude
2.381.190,00 € brutto *¹ 245.160,00 € brutto *² 2.626.350,00 € brutto |
Grundfläche:81 m x 16,50 m*¹ BK Generalübernehmer
Stehplatzreihen (Option):24 (+ 8 Option)*² Anteilige Ing.-Kosten für die
Höhe der 1. Stufe:1,10 m über 0 Genehmigungsplanung
Entfernung der 1. Stufe z. Spielfeld:7,50 m
Lichte Höhe des Kragdaches:12,47 m
b)Ergänzende Investitionen
Im Zuge dieses Tribünenneubaus ist geplant, folgende Komplementärarbeiten durchzuführen:
Ertüchtigung der Flutlichtanlage für Liga-Spiele (800 Lux):48.900,00 € brutto
Gestaltung der Verkehrsflächen auf dem zukünftigen 147.300,00 € brutto
Tribünenvorplatz, Lindnerstraße
(auf der Fläche der heutigen Emscherkurve)
Einfriedung10.000,00 € brutto
Seitliche und rückwärtige Schließung der Tribüne113.050,00 € brutto
Projektsteuerung OGM GmbH50.000,00 € brutto
369.250,00 € brutto
Zusammenfassung der Investitionskosten zu a) und b)
a)Tribünengebäude, Baukosten und Ingenieurleistungen:2.626.350,0,0 € brutto
b)Ergänzende Investitionen:369.250,00 € brutto
Investitionen insgesamt:2.995.600,00 € brutto
Grundsätzliches zu beiden Varianten:
Die tatsächlichen Kosten werden, wie üblich im Rahmen eines durchzuführenden Vergabeverfahrens ermittelt.
Vorschlag zum Tribünenneubau:
Nach den Gesprächen der vergangenen Monate, die sowohl intern als auch mit Vorstandsmitgliedern des Vereins SC Rot-Weiß Oberhausen geführt wurden, schlägt die Verwaltung vor, die Tribünenvariante 2, Fassungsvermögen 3.110 Zuschauer, erweiterbar auf 4.110 Plätze, umzusetzen. Das nach Fertigstellung dieser Tribüne im gesamten Stadion zur Verfügung stehende Zuschauerfassungsvermögen ist den Anlagen 1 und 2 dieser Vorlage zu entnehmen. Hierbei ist auch die Option eines weiteren Tribünenneubaus zu einem späteren Zeitpunkt in der „Kanalkurve“ berücksichtigt. Weitere Tribünenvarianten mit größerem Fassungsvermögen und höheren Investitionskosten wurden nicht weiter verfolgt.
Fazit:
Durch den Neubau der Tribüne in der Emscherkurve wird der Erhalt der für das Stadion, insbesondere für die Oberhausener Fußballfreunde wichtige Zuschauerbereich, dauerhaft gesichert. Bauliche Maßnahmen zur Substanzerhaltung der fast 90 Jahre alten Emscherkurve, werden in den kommenden Jahren in diesem Bereich nicht mehr erforderlich, wodurch hier Erhaltungs- und Instandsetzungsaufwendungen in erheblicher Höhe entbehrlich werden. Dadurch erweist sich diese Variante als betriebswirtschaftlich sinnvoller als nur der Bau eines vierten Flutlichtmastes und einer umfassenden Instandsetzung der jetzigen Emschertribüne. Ferner ist der Tribünenneubau ein weiterer Schritt zur Modernisierung des fast 90 Jahre alten Stadions. Die geplante Tribünenerneuerung in der Emscherkurve wird das Thema „Sicherheit für Stadionbesucher“ vorantreiben und beeinflusst das bestehende Sicherheitskonzept positiv. Durch ein separates Tribünenbauwerk mit eigenen Zu- und Abgängen findet zukünftig kein Austausch mehr zwischen den Besuchern der Tribünen „Emscherkurve“ und der beiden Geraden statt.
Die neue Zuschauertribüne in der Emscherkurve des Stadions wird das Stadion für Besucher insgesamt attraktiver machen. Dies gilt insbesondere für Zuschauer und Fans des Vereins SC Rot-Weiß Oberhausen, die traditionell in diesem Teil des Stadions stehen und ihre Mannschaft von hier aus „anfeuern“.
Zukünftig befinden sich die Zuschauer hier erheblich näher am Spielgeschehen, weil
- die unterste Stufe der Tribüne nur rd. 7,50 m vom Spielfeld entfernt ist und auch
- die Stufe in mittlerer Tribünenhöhe nur rd. 13,50 m entfernt vom Spielfeld liegt.
Durch die Nähe zum Spielfeld und durch die Lage der ersten Stufenreihe in einer Höhe von 1,10 m über 0, kann der Zuschauer zukünftig das Geschehen auf dem Spielfeld von hier aus erheblich besser verfolgen. Durch die Komplettüberdachung und die geplante seitliche und rückwärtige Schließung der Tribüne sind die Zuschauer zukünftig nicht mehr schutzlos den Widrigkeiten des Wetters ausgesetzt. Hierfür sorgt auch die seitliche und hintere Schließung der Tribüne. Sichtbehinderungen durch Pfeiler etc. wird es hier nicht geben.
Bestandteil der Planung und der ermittelten Kosten für das schlüsselfertige Projekt ist auch die Errichtung von ausreichend dimensionierten Toilettenanlagen unterhalb der geplanten Tribüne sowie die Errichtung von entsprechenden Versorgungsstationen für Getränke und Imbiss in diesem Bereich.
Durch die dargestellte Erweiterungsoption der Tribüne ist es grundsätzlich möglich, ihre Zuschauerkapazität einem erweiterten Bedarf anzupassen. Auch bei einem evtl. weiteren Tribünenneubau in der Kanalkurve in gleicher Bauart zu einem späteren Zeitpunkt könnten die Mindestanforderungen des DFB/der DFL für ein Stadion der 1. oder 2. Bundesliga erfüllt werden (15.000 Zuschauer Fassungsvermögen). Näheres hierzu siehe Anlage 1).
Sollte der Rat der Stadt am 14.09.2015 die beschriebene Maßnahme wie vorgeschlagen beschließen, kann mit der Umsetzung des Projektes zeitnah begonnen werden.
Ergänzender Hinweis zu den verschiedenen Ausbauvarianten 1) und 2):
Grundsätzlich wäre es möglich, die derzeitigen Erdwälle/Stehränge der Emscherkurve nach dem Tribünenneubau in weiten Teilen stehen zu lassen - siehe auch Sportausschussvorlage vom 06.11.2014 - Dies gilt auch für die Kunststoffflächen im Bereich der Emscherkurve
Aus städtebaulichen Gründen und um den Standort „Emscherinsel“ insgesamt positiv weiter zu entwickeln, ist es sinnvoll, sowohl die Zuschauerränge/Erdwälle als auch die Kunststoffflächen in der Emscherkurve zurückzubauen bzw. abzutragen.
Finanzierung dieser Rückbaumaßnahmen:
Nach dem Geschäftsvorfall: Konsumtive Mittel, lt. Kostenberechnung rd. 206.000,00 € brutto.
Die Umsetzung dieser Rückbaumaßnahme ist, sofern sie gewünscht ist, zwischen den Beteiligten noch zu klären.
Bei Umsetzung erfolgt eine Finanzierung dieser Aufwendungen aus dem bestehenden Budget des Immobilien-/Flächenmanagementvertrages, LVZ 1, zwischen Stadt Oberhausen und OGM GmbH.
Zukunftsvision
Sollte durch eine positive Entwicklung des Vereins SC Rot-Weiß Oberhausen, einhergehend mit einer Spielberechtigung des Vereins für eine der höheren DFB/DFL-Fußballligen, der Bedarf an zusätzlichen überdachten Zuschauertribünen bestehen, ist es grundsätzlich möglich, das Stadion Niederrhein sukzessive mit weiteren modernen Zuschauertribünen auszustatten.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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152,6 kB
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2
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(wie Dokument)
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344,1 kB
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