02.03.2022 - 3.1 Antrag der CDU-Fraktion gemäß § 2 der Geschäfts...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Die Vorsitzende, Frau Bongers, regt an, die Anträge TOP 3.1 und TOP 3.2 aufgrund der thematischen Zusammenhänge vereint zu behandeln. Hierzu stellt sie Einvernehmen fest.

Anschließend begrüßt sie Herrn Karrasch der Joblinge Ruhr gAG.

 

Herr Karrasch erläutert, dass in Deutschland 66 Prozent der Unternehmen den bestehenden Fachkräftemangel beklagen. Derzeit sind 430.000 Jugendliche arbeitslos oder in Übergangssystemen, wie z.B. in schulischen oder geförderten Maßnahmen.

Er stellt die Arbeit der Joblinge Ruhr gAG, die vor 13 Jahren gegründet wurde, anhand einer Powerpoint Präsentation vor.

Die Powerpoint Präsentation ist der Niederschrift beigefügt.

 

Herr Büschken -Bürgermitglied (Bgm.)- bedankt sich für den sehr interessanten Vortrag. Er sieht Parallelen zur Arbeitsagentur, jedoch werden den Jugendlichen durch die Joblinge Ruhr gAG Perspektiven vermittelt.

 

Herr Stadtverordneter (Stv.) Broß fragt nach, welche Erfahrungen an den Standorten der Joblinge Ruhr gAG in Essen und Gelsenkirchen mit den dortigen Jobcentern und den Politischen Gremien gemacht wurden und ob Vorbehalte gegenüber der Joblinge Ruhr gAG bestehen.

 

Herr Telli (Bgm.) erläutert, dass in Oberhausen die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit auch durch freie Träger, wie die AWO, ZAQ, die Kurbel und weitere stattfindet und fragt nach, was die Arbeit der Joblinge Ruhr gAG von der Arbeit der freien Träger unterscheidet. In Oberhausen sind derzeit noch 720 Jugendliche von Arbeitslosigkeit betroffen, 218 Jugendliche werden von der Agentur für Arbeit und 200 durch das Jobcenter betreut. Den Ausführungen zufolge ist die Zielgruppe lediglich Jugendliche mit Abschluss, sodass mit der Joblinge Ruhr gAG eine zusätzliche Möglichkeit für die Jugendlichen geschaffen würde.

 

Herr Stv. Blanke teilt mit, dass Oberhausen durch die Trägerstruktur gut aufgestellt ist und fragt nach, ob die Joblinge Ruhr gAG in Essen und Gelsenkirchen mit den dort vorhandenen Trägern zusammenarbeitet.

 

Herr Karrasch erläutert, dass die Joblinge Ruhr gAG die Möglichkeit bietet, jedem Jugendlichen einen Mentor zur Seite zu stellen. Diese Möglichkeit wird durch das ehrenamtliche Engagement der Mentoren geschaffen. Zu der Trägerstruktur in Essen und Gelsenkirchen bestehen wenig Berührungspunkte, jedoch besteht eine enge vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Jobcentern.

 

Auf die Frage von Herrn Koch (Bgm.), wie die Jugendlichen übermittelt werden, teilt Herr Karrasch mit, dass die Jugendlichen durch das Jobcenter gemeldet werden. Eine Einladung von 80 Jugendlichen nehmen ca. 45 Jugendliche wahr. Nach der Vorstellung des Projekts und des Angebots, an einer Projektarbeit zur Aufnahmequalifizierung teilzunehmen, verbleiben noch ca. 25 Jugendliche, die zur Teilnahme erscheinen. Von diesen Jugendlichen werden schließlich 20 Jugendliche ausgesucht, die an der Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen können.

 

Herr Beier (Zentrum für Ausbildung und Qualifikation ZAQ) priorisiert die bereits bestehenden Übergangssysteme, da dort keine Jugendlichen zurückgelassen werden.

Zum Thema Mentoring erläutert er, dass dies bereits seit 10 Jahren zum Standard in den Übergangssystemen gehört.

 

Herr Gerritzen (Der Paritätische) ist ebenfalls der Ansicht, dass in dem Projekt der Joblinge Ruhr gAG zu viele Jugendliche zurückgelassen werden und dass in Oberhausen ausreichende Strukturen vorhanden sind.

 

Herr Telli (Bgm.) erläutert, dass durch die bereits vorhandenen Strukturen alle Jugendlichen die Möglichkeit haben, einen entsprechenden Ausbildungsplatz zu finden. Jedoch hält er die Joblinge Ruhr gAG als ein zusätzliches Angebot für Oberhausen für interessant und würde diese bei der Wirtschaftsförderung ansiedeln.

 

Herr Stv. Broß kann sich ein zusätzliches Angebot durch die Joblinge Ruhr gAG vorstellen, da in Oberhausen die Jugendarbeitslosigkeit signifikant höher ist als in manch anderen Kommunen.

 

Herr Stv. Blanke schätzt die Arbeit der vorhandenen Träger sowie des Jobcenters und der Arbeitsagentur, die gemeinsam versuchen, alle Jugendlichen in Arbeit zu bringen, während sich die Joblinge Ruhr gAG lediglich um einen geringen Teil der Jugendlichen kümmert.

 

Herr Karrasch bietet an, dass von Seiten der Politik Gespräche mit den Kommunen Essen und Gelsenkirchen geführt werden können, um deren Erfahrungen bewerten zu können.

 

Herr Büschken (Bgm.) würde gerne seine Zustimmung zu dem Antrag geben, wenn die Joblinge Ruhr gAG keine Auswahl bei den Jugendlichen treffen würde.

 

Die Vorsitzende, Frau Bongers, fragt nach den Kosten, die durch die Unterstützung durch die Joblinge Ruhr gAG entstehen, was Herr Karrasch dahingehend beantwortet, dass pro Jugendlichen mit einem Betrag von fünf- bis sechstausend Euro zu rechnen ist, wovon 1/3 durch die Joblinge Ruhr gAG getragen wird.

 

Frau Mumm (Bgm.) fragt nach, ob auch Jugendliche, die über keinen Schulabschluss verfügen, in das Programm aufgenommen werden.

 

Herr Karrasch teilt mit, dass zur Zielgruppe Jugendliche mit einem Schulabschluss der 9. bis 13. Klasse zählen.

 

Herr Telli (Bgm.) bedankt sich für den Überblick, den sich das politische Gremium heute verschaffen konnte, und möchte die Zeit bis zur Ratssitzung nutzen, um noch Abstimmungsgespräche führen zu können. Daher schlägt er vor, den Antrag ohne Votum vorzuberaten.

 

Herr Stv. Broß stimmt dem Vorschlag zu, da er bis zur Ratssitzung Kontakt zu den Städten Essen und Gelsenkirchen aufnehmen möchte.

 

Frau Schnettler (Bgm.) äußert sich positiv über das Projekt, ist aber mit einer Vorberatung ohne Votum einverstanden.

 

Die Vorsitzende, Frau Bongers, dankt Herrn Karrasch für seine Ausführungen.

 

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Beschluss

Anschließend berät der Sozialausschuss die Drucksache A/17/1550-01 ohne Votum vor.

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Anlagen

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