25.01.2023 - 3.1 Sachstandsbericht Masterplan Tourismus Oberhausen

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Suhr (OWT) berichtet zum Masterplan Tourismus Oberhausen. Der Masterplan sei bereits 2020 im Lenkungskreis verabschiedet worden. Der Masterplan-Prozess habe wichtige Austauschformate angeregt. Herr Suhr berichtet im Folgenden über die Ausgangslage und Entwicklung der Tourismusdestination Oberhausen.

 

Bestandteil des Masterplan-Prozesses sei unter anderem eine Standortbestimmung inkl. einer Stärken-Schwächen-Analyse, der Betrachtung der Rahmenbedingungen und die Analyse der Wettbewerbssituation gewesen. 2019 sei erstmalig die Marke von 500.000 Übernachtungen pro Jahr überschritten worden. Damit sei Oberhausen im NRW-Vergleich an der Spitze des touristischen Wachstums. 2017 seien zehn Prozent der Wertschöpfung in Oberhausen im touristischen Sektor entstanden. Angesichts der Ausgangsbedingungen der 1990er Jahre sei dies eine beachtenswerte Entwicklung.

 

Zu den Rahmenbedingungen zähle aber auch die Schließung des Musical-Standorts von Stage Entertainment, da bis dahin etwa zehn Prozent der Übernachtungen in Oberhausen auf einem Besuch der Einrichtung basierten.

 

Herr Suhr stellt die Struktur des Masterplan-Prozesses und die beteiligten Projektpartner vor. Im Ergebnis stünden konkrete, umsetzbare Maßnahmen, die in Projektblättern fixiert worden seien. Einige dieser Maßnahmen, wie beispielsweise die Ansiedlung einer weiteren großen Attraktion rund um das Centro (Topgolf), seien bereits umgesetzt.

 

Herr Suhr berichtet, dass die für den 18. März 2020 angesetzte Vorstellung des Masterplans Corona bedingt ausgefallen sei. Ein Ersatztermin konnte wiederum Pandemie bedingt nicht zeitnah realisiert werden. Dennoch sei es gleichzeitig gelungen, die Angebote der Tourismusförderung an die Bedingungen der Pandemie anzupassen.

 

Insgesamt versetze der Masterplan die Tourismusförderung in die Lage, in vielen Bereichen sprech- und handlungsfähig zu sein. Der Masterplan unterstütze auch die Bemühungen der OWT, sich am EFRE-Aufruf „Tourismus NRW“ zu beteiligen. Die Bewerbungsfrist sei ambitioniert, die OWT beteilige sich aber dennoch an dem Aufruf.

 

Herr Schindelasch fragt, ob The Mirai und Stage Entertainment am Lenkungskreis teilgenommen und nach dem Rückzug dieser Unternehmen ihre Plätze nachbesetzt worden seien. Zudem bittet Herr Schindelasch um eine Einordnung verkehrlicher Themen im Kontext Tourismus. Bezüglich des geplanten Umbaus der Uferpromade stelle sich die Frage, ob beim Um-/Ausbau auch eine Optimierung für den Radverkehr mitgeplant werde.

 

Herr Suhr berichtet, dass der Lenkungskreis mindestens einmal pro Quartal getagt habe. Die Schlussredaktion sei im Februar 2020 erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt seien The Mirai und Stage Entertainment Teil des Lenkungskreises gewesen. Der Rückzug der Unternehmen aus Oberhausen sei zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt gewesen. Eine Online-Befragung habe im Februar 2019 stattgefunden. Diese sei auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen beworben worden. Erfreulich sei die hohe Beteiligungsquote aus der Branche gewesen. Herr Suhr erläutert, dass das Themenfeld Mobilität ein Kernaspekt in der touristischen Planung sei. Sowohl die Fernverkehrsanbindung als auch die ausgeprägte Verfügbarkeit der Autobahnen seien wichtige Rahmenbedingungen für den Tourismusstandort Oberhausen. Die Steuerung des Verkehrs sei letztendlich wiederum Aufgabe der Politik. Fernradtourismus habe bis zur Corona-Pandemie eine untergeordnete Rolle gespielt. Dies habe sich in den letzten drei Jahren geändert. Auf der Südseite des Kanals, die mit dem Umbau der Uferpromenade gestaltet würde, sei aufgrund möglicher Nutzungskonflikte und der bestehenden Radverkehrsverbindung auf der Nordseite keine Führung des Radverkehrs geplant.

 

Herr Stadtverordneter Janetzki begrüßt die geplante Bewerbung im EFRE-Aufruf. Herr Stadtverordneter Janetzki fragt, inwiefern es weitere Investoren aus der Hotellerie-Branche gebe und ob die Stadt über Steuerungsmöglichkeiten der Überkapazitäten verfüge.

 

Herr Suhr berichtet, dass man seit August 2022 wieder annähernd die Übernachtungszahlen von 2019 erreiche. Dieses Niveau müsse für den wirtschaftlichen Betrieb überschritten werden, da zwischenzeitlich auch die Bettenzahl deutlich gestiegen sei. Die jüngsten Ansiedlungen seien personalextensiv und würden nicht von den Zielgruppen genutzt, die als Tagestouristen anreisen. Dem Markt helfe es aus seiner Sicht nicht, wenn diese Angebote ausgeweitet würden. Steuerungsinstrumente stünden nicht zur Verfügung.

Herr Stadtverordneter Benter bittet für künftige Berichterstattungen um eine schriftliche Vorlage.

 

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Beschluss

Der Wirtschafts- und Digitalisierungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis.

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Anlagen

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