Berichtsvorlage - M/16/0998-01

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Drucksache Nr. A/15/2130-01 vom 17.09.2012

 

 

Sachdarstellung

 

Die Stadt Oberhausen erhielt am 23.September 2013 den Titel „Fair-Trade-Town“ von Transfair e.V. Deutschland verliehen, da seinerzeit alle Prüfkriterien für diesen Titel erfüllt worden waren.

 

Den Titel Fair-Trade-Town kann eine ausgezeichnete Stadt für zwei Jahre tragen, dann muss der Titel durch eine Rezertifizierung erneuert werden. Oberhausen wurde am 23. Juni 2015 schriftlich von Transfair e.V. Deutschland aufgefordert, den Titel zu erneuern und nachzuweisen, ob die einschlägigen Kriterien noch erfüllt sind und welche Fortschritte im Fairen Handel in der Zwischenzeit gelungen sind.

 

Fortschritte im Fairen Handel

Oberhausen hat in den vergangenen zwei Jahren Fortschritte in der Ausbreitung und Förderung des Fairen Handels erzielen können. Das Engagement bei den Oberhausener Aktiven aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft ist nach wie vor sehr hoch. So konnte Oberhausen auf der Elsässer Straße 19 mit dem „Fairen Laden“ einen weiteren Laden begrüßen, in dem ein breites Angebot aus der Produktwelt des Fairen Handels angeboten wird.

 

Es gab 2014 Veranstaltungen mit Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Politik zum Thema Fairtrade und mit den lokalen Kooperationspartnern, z. B. LVR-Industriemuseum, Fraunhofer Umsicht, evangelischer Kirchenkreis Oberhausen und Schulen.

 

Im Januar 2015 wurde das Freiherr-vom Stein Gymnasium in Sterkrade von Fairtrade Deutschland e.V. als erste Schule in Oberhausen offiziell als Fair-Trade-School ausgezeichnet.

 

Im Rahmen der Faire Woche, die jedes Jahr bundesweit als Aktionszeitraum für den Fairen Handel von Fairtrade Deutschland veranstaltet wird, hat Oberhausen es erreicht, diesen Zeitraum mit eigenen Veranstaltungen vor Ort zu etablieren. So findet u. a. am 23. September 2015 eine Oberhausener Aktion zum Coffee-Fair-Day auf der Marktstraße statt.

 

Mittlerweile ist ein lebendiges und festes Netzwerk in Oberhausen aktiv, dass den Fair-Trade-Gedanken und die Fair-Trade-Town Oberhausen in der Stadt trägt. Auch ist die regionale Vernetzung mit den Städten Mülheim und Essen und ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch vorangetrieben worden.

 


Die Rezertifizierungskriterien verlangen:

 

  • dass der Ratsbeschluss, dass in allen Sitzungen des Rates sowie im Büro des Oberbürgermeisters zwei Produkte aus Fairem Handel konsumiert bzw. angeboten werden, noch gültig ist.
  • eine lokale Steuerungsgruppe, die den Prozess zur Fairtrade-Town begleitet, noch aktiv ist.
  • dass in lokalen Einzelhandelsbetrieben und Gastronomien mindesten zwei Produkte aus Fairem Handel angeboten werden. Nach einem Einwohnerzahlschlüssel bedeutet dies für Oberhausen 31 Einzelhandelsbetriebe und 18 Gastronomien,
  • dass in jeweils zwei Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden Fairtrade Produkte verwendet werden,
  • die öffentlichen Medien über die Aktivitäten der Fairtrade-Town berichten. (Nachweis durch Einsendung von Zeitungsartikeln und Medienberichten.)

 

Alle Kriterien, die oben aufgeführt sind, erfüllt Oberhausen. Mit Datum vom 20. Juli hat TransFair Deutschland e. V. mitgeteilt, dass Oberhausen für weitere 4 Jahre den Titel Fair-Trade-Stadt tragen darf.

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