Berichtsvorlage - M/16/1027-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

 

Die beiden zweigeschossigen miteinander verbundenen Häuser umfassen sechs Wohnungen à 82 qm und sind fast 50 Jahre alt.

 

Seit gut 2 Jahren kommt es immer wieder, insbesondere bei Starkregen, zu einer Vernässung der Keller in den beiden Gebäuden an der Elly-Heuss-Knapp-Straße 38 und 40. Dabei drückt Wasser durch die Bodenplatte und die unteren Bereiche des Mauerwerks in die dortigen Kellerräume. Verstärkt kommt es zu solchen Wassereinbrüchen in den Monaten November bis März. Das Wasser steht dann oftmals bis zu 2 cm hoch auf dem Kellerboden.

 

Um der Ursache auf den Grund zu gehen, wurden von der Betriebsleitung ein Bodengutachter sowie ein Hochbausachverständiger zu Rate gezogen. Der Bodengutachter sollte die Boden- und Bodenwasserverhältnisse sowie mögliche Zusammenhänge zwischen der vorhandenen Niederschlagswasserversickerung und den Vernässungen der Keller beurteilen.

Nach Abschluss der Untersuchungen ist von Folgendem auszugehen:

 

Die betroffenen Häuser Nr. 38 und Nr. 40 befinden sich im Bereich einer großräumigen Hanglage, die von etwa 60 m ü. NN im Südosten auf ca. 50 m ü. NN im Nordwesten abfällt. Anfang dieses Jahrhunderts wurden auf dem gesamten Gelände an der Elly-Heuss-Knapp-Straße im Zuge der sog. „Route des Regenwassers“ Versickerungsmulden angelegt und bis heute betrieben. Verbunden sind diese Versickerungsmulden über sog. Transportmulden, über die auftretendes Wasser der Geländeneigung folgend abfließen kann. Die Mulden selbst sind überwiegend so angelegt, dass sich unmittelbar anschließend in den tiefer gelegenen Geländeabschnitten keine Bebauung befindet. Von dieser Ausrichtung weichen die Mulden jedoch vor den Gebäuden 38 und 40 ab: Dort befinden sich die Versickerungsanlagen zwischen den höher gelegenen Hangabschnitten und der Wohnbebauung. Der Gutachter geht deshalb davon aus, dass sich das versickernde Muldenwasser nach Niederschlägen auf die Häuser zubewegt und zugleich ein Hindernis für den Abfluss des ohnehin hohen Schichtenwasseraufkommens darstellt, so dass es sich vor den beiden Gebäuden aufstaut. Der Bodengutachter kann nicht ausschließen, dass Vernässungen in den Kellerräumen auch dann auftreten, wenn die Mulden nicht betrieben werden.

Im Ergebnis werden zwei Alternativen aufgezeigt:

 

  1. Vollständige Abdichtung der beiden Gebäude gegen drückendes Wasser sowie Wiederherstellung der ursprünglichen Straßenentwässerung in dem betroffenen Straßenabschnitt; vollständige Ableitung des Dachflächenwassers auf das Gelände hinter den beiden Häusern sowie ggf. Einbau von Spundwänden vor den Gebäuden zum Fernhalten des ankommenden Oberflächenwassers.

 

Die Kosten für die beschriebenen Maßnahmen werden vorbehaltlich einer exakten Planungsrechnung ca. 120.000.- bis 150.000.- Euro betragen.

 

  1. Anstelle der umfangreichen und sehr kostenaufwändigen Maßnahmen wird versucht, die Wasseransammlung unmittelbar vor den beiden Häusern zu reduzieren, indem die kritisch gesehenen Mulden stillgelegt werden und das bislang dort eingeleitete Wasser hinter die beiden Häuser geleitet wird. Die damit verbundenen Kosten werden mit etwa 15.000.- Euro kalkuliert. Ob sich der erhoffte Erfolg dadurch tatsächlich einstellt, kann jedoch nicht mit Sicherheit gesagt werden.

 

Im Hinblick auf die enorme Kostendifferenz beabsichtigt die Betriebsleitung, zunächst die zweite Alternative zu realisieren.

 

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