Berichtsvorlage - M/16/0946-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Zentrum für Medienbildung Oberhausen - Konzeption, Projekte, Schwerpunkte 2015 -
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Schule
- Bearbeitung:
- Rosemarie Predeik
- Verantwortung:
- Herr Gohlke , Frau Dr. Jordan-Ecker
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Schulausschuss
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Kenntnisnahme
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18.06.2015
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Berichtsgegenstand
Zentrum für Medienbildung Oberhausen – Konzeption, Projekte, Schwerpunkte 2015 –
Sachdarstellung
1. Medienbildung ist gemeinsame kommunale und staatliche Aufgabe
1.1 Die Rolle der kommunalen Medienzentren
1.2 Bildungspartner Medienzentrum und Schule
1.3 Die Aufgaben
1.4 Lehrmittelbereitstellung inklusive audiovisueller Medien
1.5 Medienzentren auf dem Weg zu Medienbildungsagenturen
1.6 Fazit
2. Zentrum für Medienbildung Oberhausen
2.1 Mediendistribution
2.2 Medienproduktion/Hardware
2.3 Beratung/Fortbildung
2.4 Vernetzung
3. Perspektiven
3.1 Mediendistribution
3.2 Medienproduktion/Hardware
3.3 Beratung
3.4 Vernetzung
3.5 Personal
4. Anlagen
1. Medienbildung ist gemeinsame kommunale und staatliche Aufgabe
Heranwachsende und Erwachsene kompetent zu machen für das digitale Zeitalter ist gleichermaßen eine kommunale wie eine staatliche Aufgabe. Bei der Unterstützung der Schulen wirken kommunale Schulträger, staatliche Schulaufsicht und Lehrerfortbildung unmittelbar zusammen. Gut ausgestattete und damit attraktive Schulen, kompetente Fach- und Methodenvermittlung im Unterricht und angemessen qualifizierte Schulabgänger sind auch für die heimische Wirtschaft von elementarer Bedeutung. Medienkompetenz ist für die meisten Berufsfelder längst unverzichtbar. Städte und Kreise, die in diese Kompetenz investieren, leisten einen Beitrag zu Qualitätssicherung der Bildungsstandorte und damit auch zur positiven Wirtschaftsentwicklung ihrer Gebietskörperschaften. Sie schaffen attraktive Standortbedingungen sowohl für die Ansiedlung junger, bildungsbewusster Familien als auch für die Heranbildung von Fachkräften, die die Wirtschaft im demographischen Wandel dringend benötigt.
Wie die Qualitätsentwicklung der Schulen vor Ort liegt auch das weite Feld der außerschulischen Bildung im vitalen Interesse der Kommunen. Denn das Erwerben von Medienkompetenz kann nicht auf Schule beschränkt sein, es ist ein lebenslanger, vom Vorschul- bis zum Seniorenalter reichender Bildungsprozess. Die Medienalphabetisierung von Bürgerinnen und Bürgern qualifiziert die Menschen auf einem zentralen Bildungssektor. Eine wichtige öffentliche Aufgabe ist, die digitale Ausgrenzung von sozial Benachteiligten, Personen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderung abzubauen. Neben der technischen Unterstützung sowie der Aus- und Weiterbildung der Multiplikatoren sichern dabei übergreifende Medienkonzepte für die einzelnen Bildungsphasen und Schulformen die Grundlagen für das kompetente Leben und Lernen mit Medien.
Ein wesentliches Anliegen der aktuellen Offensive für Medienkompetenz des Landes NRW ist die Verzahnung der verschiedenen schulischen und außerschulischen Bildungsebenen. Die Arbeit mit Medien in der Schule ist in besonderem Maß darauf angewiesen, dass die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche der kommunalen Schulträger und der staatlichen Schulaufsicht optimal ineinander greifen (Lehrerfortbildung, Bereitstellung von Medien für den Unterricht, Standard-IT-Lösungen u.a.).
Eine systematische Zusammenarbeit von Land und Kommunen ist Ausdruck der gemeinsamen Bildungsverantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen.
1.1 Die Rolle der kommunalen Medienzentren
Die beschriebenen Entwicklungen in der Medien- und Bildungslandschaft haben direkte Auswirkungen auf alle Aufgabenbereiche der kommunalen Medienzentren: Sie verändern die Wege und Methoden der Medienbildung und Medienbereitstellung und damit auch die Tätigkeitsprofile der Einrichtungen.
Das inzwischen weltweit zugängliche Medienangebot im Internet scheint nur auf den ersten Blick die Medienzentren überflüssig zu machen – gerade Schulen benötigen angesichts des immensen Wandels im Medienbereich kompetente ortsnahe Unterstützungssysteme, um guten Unterricht mit und über Medien gestalten zu können.
Nötiger denn je ist das Vorhandensein kostengünstiger, flächendeckender öffentlicher Zugänge zu Medien, nötiger denn je auch die synergetische Vernetzung der verschiedenen Medienbildungsaktivitäten vor Ort. Trotz beschränkter finanzieller Mittel erfüllen schon heute viele nordrheinwestfälische Medienzentren über die Aufgabe der Medienversorgung hinaus als Institutionen für Beratung und Fortbildung, als Lern- und Veranstaltungsorte und auch als Zentren der Medienkulturarbeit einen weit gefassten Bildungsauftrag. Diese Rolle als lokale Unterstützungssysteme der Medienbildung gilt es zu erhalten und zu stärken!
Im Jahr 2009 haben das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW und die drei kommunalen Spitzenverbände Städtetag NRW, Städte- und Gemeindebund NRW sowie Landkreistag NRW die gemeinsame Förderung der Zusammenarbeit von Schulen und
kommunalen Medienzentren vereinbart.
1.2 Bildungspartner Medienzentrum und Schule
„Mit ihren kommunalen Medienzentren kommen die Schulträger der gesetzlichen Verpflichtung nach, ihren Schulen Medien für das Lernen und eine entsprechende Medientechnik zur Verfügung zu stellen. In zahlreichen Kommunen in NRW nehmen die Medienzentren einen umfassenden Bildungsauftrag wahr und bieten vielfältige Mediendienstleistungen an. Dabei sind sie schon immer selbstverständliche Partner der Schulen und arbeiten eng mit dem staatlichen System der Lehrerfortbildung und der Medienberatung NRW zusammen. Wir möchten Medienzentren ermutigen, die Kooperation mit den Schulen ihres Einzugsbereiches weiter zu entwickeln und eine systematische Bildungspartnerschaft einzugehen. Schulen möchten wir dabei helfen, den Bildungspartner Medienzentrum in ihre fachlichen Lernmittelkonzepte zu integrieren und deren Potenziale für die Unterrichtsentwicklung und Aspekte individueller Förderung zu nutzen. Medienzentren, die ihre vielfältigen, oft speziell auf Lehrpläne hin produzierten Medien, ihr qualifiziertes Bildungsangebot und ihr Know-how im Bereich Medientechnik und -management auf die Anforderungen der einzelnen Schulen optimal abstimmen, leisten einen wichtigen kommunalen Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht.“ (Medienzentren und Schulen sind Bildungspartner in NRW, www.bidlungspartner.schulministerium.NRW.de)
1.3 Die Aufgaben
Kommunen, die sich den Herausforderungen der digitalen Entwicklung stellen, sehen sich einer Vielzahl von Aufgaben gegenüber. Im Bildungs- und Kulturbereich können die Medienzentren dabei verschiedene Teilaufgaben übernehmen. Eine Umfrage unter den Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein- Westfalen hat im Herbst 2011 ergeben, dass die folgenden Aufgaben jeweils von der Mehrzahl (27 oder mehr) der Kreis- und Stadtmedienzentren wahrgenommen werden:
· Medienverleih für Schulen und außerschulische Einrichtungen
· Online-Versorgung der Schulen mit Unterrichtsmedien durch EDMOND
· Verleih von Technik für Präsentationen und aktive Medienarbeit
· Beratung bei Medienkonzepten / Medienentwicklungsplanung
· Beratung und Fortbildung von Lehrkräften
· Unterstützung von Medien-Projekten in Schulen
· Unterstützung von außerschulischen Medienaktivitäten
· Vernetzung der Medienbildung (vor Ort und mit überregionalen Partnern)
Mindestens jeweils zwei Fünftel der Medienzentren sind darüber hinaus auch auf folgenden Feldern tätig:
· Beratung und Qualifizierungen im außerschulischen Bereich
· Unterstützung der Lehrerausbildung (Studienseminare)
· Ein Viertel aller Medienzentren übernimmt auch Technikservice und IT-Support für die Schulen.
1.4 Lehrmittelbereitstellung inklusive audiovisueller Medien
Nach § 79 des NRW-Schulgesetzes ist die Lehrmittelbereitstellung inklusive audiovisueller Medien ebenso wie die Zurverfügungstellung einer „am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierten Sachausstattung“ eine Pflichtaufgabe der kommunalen Schulträger. Sowohl aus urheberrechtlichen wie pädagogischen Gründen kann die Medienbereitstellung in Schulen auch künftig nicht von kostenlosen Internetangeboten wie Youtube oder MyVideo übernommen werden. Aufgabe und Chance der Kreis- und Stadtmedienzentren ist es deshalb, im Verbund mit den anderen kommunalen Medienzentren und den beiden Landesmedienzentren in NRW ein rechtlich abgesichertes und didaktisch passgenaues Angebot an Unterrichtsmedien vorzuhalten und so nicht zuletzt den einzelnen Schulen und Schulträgern Kosten zu sparen. Zielperspektive ist, einen möglichst großen Teil der Medien online bereitzustellen, soweit dies finanziell, rechtlich und technisch möglich ist.
Deshalb haben die kommunalen Medienzentren in NRW gemeinsam mit den beiden landschaftsverbandlichen Medienzentren seit 2004 mit EDMOND NRW ergänzend zu den etablierten Medienverleihen einen innovativen Online-Mediendienst aufgebaut. Mit EDMOND können Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen Filme, Audiobeiträge und mehr per Mausklick direkt herunterladen. So wurde der Weg zu innovativen, schüler- und handlungsorientierten Lernformen gebahnt. Der Ausbau und Betrieb dieses bundesweit modellhaften Onlinedienstes für Bildungsmedien ist und bleibt eine entscheidende gemeinsame Aufgabe der 53 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen.
1.5 Bedeutung der Medienzentren für die kommunale Bildungslandschaft
Medien sind inzwischen im kommunalen Bildungsbereich stark präsent und die damit verbundenen Aufgaben so vielfältig, dass zahlreiche Institutionen vor Ort mit ihnen befasst sind: Neben dem Medienzentrum auch der lokale IT-Dienstleister, das Schulverwaltungsamt, das Jugendamt, die VHS, die Bibliotheken, die Museen, das Kompetenzteam, das Bildungsbüro, die Pressestelle, das Archiv und viele andere mehr.
Eine wichtige Rolle auf dem Feld der Beratung und Qualifizierung nehmen die vom Schulministerium mit üblicherweise einer halben Stelle freigestellten lokalen Medienberater/innen ein. Sie sind ausdrücklich mit der Unterstützung der Schulträger und Medienzentren betraut und bilden gewissermaßen das lebendige Bindeglied zwischen Medienzentrum und örtlichem Kompetenzteam für Lehrerfortbildung. Über die Person des Medienberaters/der Medienberaterin kann das Medienzentrum eine wichtige Brückenfunktion zwischen kommunalem und staatlichem Unterstützungssystem von Schule übernehmen und insbesondere Schulleitungen, Schulaufsicht und das Schulverwaltungsamt in der pädagogischen und technischen Medienentwicklungsplanung und medienspezifischen Profilbildung der Schulen beraten. Das setzt voraus, dass die kommunalen Sachaufwandsträger der Medienzentren eine entsprechend adäquate Infrastruktur im lokalen Medienzentrum bereitstellen.
1.6 Fazit
Ohne funktionierende kommunale Unterstützungssysteme werden in Zukunft ein erfolgreiches Lernen mit Medien und die Förderung von Medienkompetenz nicht möglich sein. Die Weiterentwicklung der Kreis- und Stadt-Medienzentren zu modernen kommunalen Medienbildungsagenturen für alle Schulträger und alle Bildungs- und Kultureinrichtungen ist nach Einschätzung der Medienzentren NRW zu befördern. Gerade in den Kreisen brauchen kleine Schulträger für die Wahrnehmung ihrer Medienaufgaben die Hilfe der Kreise.
Viele Unterstützungsangebote müssen und können von den kreisangehörigen Gemeinden nicht einzeln vorgehalten werden: dazu zählen neben Geschäftsstellen der Regionalen Bildungsnetzwerke auch und besonders die Medienzentren. Sie weiterzuentwickeln ist eine Investition in die Zukunft, deren Finanzierung letztlich allen Kosten spart.
1)Auszüge aus dem Positionspapier der Medienzentren NRW 2012
2. Zentrum für Medienbildung Oberhausen
Die Aufgaben des kommunalen Medienzentrums können im Wesentlichen auf
4 Kernbereiche zusammengefasst werden:
1. Mediendistribution
2. Medienproduktion/Hardware
3. Beratung/Fortbildung
4. Vernetzung
2.1 Mediendistribution
Die Mediendistribution ist eine der traditionellen Aufgaben eines Medienzentrums. In diesen Bereich fallen folgende, nicht immer offensichtliche, aber sehr zeitintensive Tätigkeiten. Der erste Schritt ist die Sichtung und Bewertung didaktischer Medien, die von den Medienanbietern in der Regel dazu zur Verfügung gestellt werden. Nach der Bewertung folgt entweder die Anschaffung oder Rücksendung des Mediums. Der Medienberater und Leiter des Medienzentrums sind hier verantwortlich.
Weiterhin beschäftigt sich der Arbeitskreis EDMOND, bei dem das Oberhausener Medienzentrum
aktiv mitarbeiten, mit der Auswahl und Beschaffung der sogenannten Landeslizenzen, die landesweit von allen Medienzentren angeschafft werden und deshalb Kostenvorteile von mehr als 50% für die einzelnen Medienzentren bieten. Die Landeslizenzen werden sowohl als Online- als auch als Verleih- Medium zur Verfügung gestellt. Zusätzlich können sogenannte „Huckepack-Pakete“ angeschafft werden, die ebenfalls von den Kostenvorteilen profitieren. Oberhausen hat diese Option weitgehend genutzt.
Die angeschafften Medien gehen in den Verleih an angemeldete Lehrerinnen und Lehrer.
Der Verleih beinhaltet zum einen die Pflege der Präsenz-Datenbank wie auch die Ausgabe und Verleihverwaltung der von den Kunden in dieser Datenbank recherchierten Medien. Für diesen Aufgabenbereich ist eine Teilzeit-Hilfskraft mit 29 Wochenstunden zuständig, er wird aber auch von der Leitung und dem technischen Mitarbeiter betreut und erfordert eine ständige Anwesenheit während der Geschäftszeiten.
Der Ausleih-Präsenz-Bestand an DVDs und Medienpaketen wird so bald wie möglich in die Stadtbibliothek integriert.
Der Ausleih-Medienbestand gliedert sich in:
· Ca. 1000 16 mm Filme (werden ins Archiv ausgelagert, Hauptschule Lirich)
· Ca. 1500 VHS-Kassetten (Keller Ladenlokal Morsek)
· Ca. 250 CD-ROMs
· Ca. 350 didaktische DVDs
· und 23 Medienpakete
Das Medienzentrum ist die einzige Einrichtung der Stadt, die alle Schulen mit rechtsicheren Medien versorgt. Dies sind Medien, die mit dem Recht der Vorführung in der Öffentlichkeit erworben werden.
Weiterhin zählt zur Mediendistribution die Aufzeichnung und Distribution von Schulfernsehsendungen und regionalen Berichten über städtische Einrichtungen, z.B. Gedenkhalle/Galerie Schloss Oberhausen.
Zu diesem Zweck wurde eine DVBs Empfangsanlage mit Videoschnittplatz in full HD-Technik
eingerichtet, die dem derzeitigen Stand der Technik entspricht. Die Aufnahmen werden timergesteuert auf Festplatten aufgezeichnet und können über externe Festplatten, USB-Sticks, Media-Player und gebrannte DVDs verteilt werden.
Die Online-Distribution EDMOND, die vehement an Bedeutung gewinnt, erfolgt über den Service
EDISTO des Antares-Projects Kiel. Neben der Anschaffung der Lizenzen und dem anteiligen Tragen der Kosten für das Hosting muss das Medienzentrum verpflichtend eine Nutzer-Datenbank sowohl lokal als auch online pflegen, die den Zugriff auf die Download-Medien verwaltet und personenbezogen durchsichtig macht. Die Online-Medien können von jedem beliebigen Standort mit Internet- Zugang genutzt werden und bieten eine Menge Vorteile gegenüber klassischen Medien. Zwingend notwendig ist ein freier Web-Zugang für das Medienzentrum und eine eigene Web-Präsenz (Homepage), den Medienberater geleistet. In diesem Aufgabenfeld ist noch eine Menge Werbe- und Fortbildungsarbeit zu leisten, auf die später noch eingegangen wird.
2.2 Medienproduktion/Hardware
Zu Medienproduktion/Hardware zählen Geräte wie Camcorder, Player, Beamer, Notebooks, Verstärkeranlagen, Mischpulte, Lautsprecher u.a.. Neben der Beschaffung der Geräte ist der Verleih zu verwalten, sind die Geräte zu warten und zu lagern. Der Verleih erfolgt in erster Linie an Schulen, ist aber auch an andere Institutionen und, gegen Entgelt, an Bürger der Stadt möglich. Einweisungen und Schulungen an den Geräten fallen fast täglich an.
Das Medienzentrum bietet einen Audio/Video-Kopierservice und führt auch eigene Medienproduktionen, z.B. Dokumentationen in Stadt und Schulen, durch. Bei der schnellen Entwicklung der Technik ist natürlich eine ständige Beobachtung des Marktes unerlässlich und die Beschaffung möglichst aktueller Geräte notwendig. Für die Medienproduktion/Hardware ist die einzige Vollzeitkraft im Medienzentrum zuständig. Der Verleihkatalog und die Gebührenordnung sind auf der Homepage des Medienzentrum veröffentlicht und müssen entsprechend gepflegt und aktuell gehalten werden.
2.3 Beratung/Fortbildung
Der Medienberater/Leiter des Medienzentrum berät Schulträger, Schulleitungen, Lehrerkonferenzen, Fachkonferenzen und auch individuell Lehrerinnen und Lehrer. Er ist gesetztes Mitglied des Kompetenzteams (Lehrerfortbildung) und arbeitet eng mit der unteren Schulaufsicht zusammen. Er führt selbst Lehrerfortbildungen durch und schult die KT-Moderatoren als Multiplikatoren im Bereich Medien/neue Medien, im Umgang mit Online-Lernplattformen und der Kommunikations-Plattform WebWeaver der Medienberatung.
Das Ladenlokal „Morsek“ wird in eine Präsentations-, Beratungs- und Fortbildungsstätte umgebaut.
Die Nutzung wird in erster Linie dazu dienen, die pädagogischen Möglichkeiten moderner Medientechnik vorzuführen und diese in Beratungen und Fortbildungen einzusetzen. Der Schwerpunkt wird auf mobiler Technik liegen. Dabei muss der Bedarf der Schulen im Fokus stehen. Durch langjährige Erfahrung ist bekannt, dass es häufig kurzfristigen Bedarf an Einweisungen, Kurzfortbildungen oder Beratungen für Lehrer oder kleine Schülergruppen gibt, der hier abgedeckt werden kann. Kunden der Bibliothek, Mitarbeiter städtischer Einrichtungen und Bürger werden ebenfalls betreut.
Insbesondere ist hier das LoGiNeo Projekt der LVR-Infokom zu nennen, das in 2015 landesweit als rechtsichere Online-Speicher/Kommunikations- Plattform für Lehrer eingeführt wird.
Ein zukunftsweisendes Projekt, an dem das Oberhausener Medienzentrum beteiligt ist, ist die IPad-Initiative der Medienberatung NRW. Die Firma Apple stellt dem Medienzentrum zwei Koffer mit aktueller Hardware (u.a. 5 IPads, Apple TV, Router, Beamer und MacBookAir) für Lehrerfortbildungen zur Verfügung. Es wird der Einsatz von IPads im Unterricht thematisiert.
Online-Zugang zu allen Plattformen, eigener Webspace des Medienzentrums und die Homepage des Medienzentrum sind Grundvoraussetzungen. Aktuelle Entwicklungen zu interaktiven Whiteboards und Interaktiven Server-Lösungen als zentrale Unterrichtsmedien sind ebenfalls zu beurteilen und gegebenenfalls zu schulen. Der Kontakt zu den Schulen ist über benannte Medienansprechpartner geregelt.
2.4 Vernetzung
Das Medienzentrum ist gesetzter Bildungspartner der Schulen, neben Stadtbibliothek, Lokalradio und Museen. Das Medienzentrum arbeitet sehr eng mit dem Bildungsbüro zusammen und der Medienberater ist Mitglied im „Arbeitskreis Medien“ des Präventiven Rats der Stadt Oberhausen und nimmt am Arbeitskreis Gewaltprävention teil. Für Veranstaltungen der Partner wird Hardware und Knowhow zur Verfügung gestellt und/oder aktiv mitgearbeitet. Der Medienberater ist Mitglied in mehreren Arbeitskreisen des Landesmedienzentrums Düsseldorf und nimmt regelmäßig an Schulungen der Medienberatung und der Bezirksregierung teil. Er arbeitet mit an der MOODLE-Lernplattform der Bezirksregierung und hat bereits mehrere Online-Kurse konzipiert. Die Video-Tutorials zur EDMOND-Plattform stammen ebenfalls aus der Produktion des Medienzentrums.
Ein wichtiger Kooperationspartner sind die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, sie werden hauptsächlich mit Hardware unterstützt.
Veranstaltungen der Bibliothek werden durch das Medienzentrum unterstützt.
Die Mitarbeit des Medienzentrums beim Schulservice der Bibliothek (Schulbibliothekarische Lehrerqualifikation (Primar- und Sek I), Mediale Ausstattung der Schulen) ist in Planung.
Die Ausbildung der Bibliotheksscouts werden gemeinsam mit der Stadtbibliothek Oberhausen in einem halbjährlichen Kursprogramm ausgebildet. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Schülerinnen und Schüler des Elsa-Brändström-Gymnasiums. Die Kurse werden durch Medientechnik und Informationskompetenz-Vermittlung unterstützt.
3. Perspektiven
Wie aus den obigen Ausführungen ersichtlich, ist das Medienzentrum-Oberhausen im Rahmen der verfügbaren Personen gut aufgestellt, es gibt aber auch noch eine Menge Spielraum zur Verbesserung.
3.1 Mediendistribution
Der Verleih direkt über das Medienzentrum nimmt langsam, aber stetig ab. Die Medienausleihe verlagert sich immer mehr in Richtung Online-Verteilung. Die DVD-Ausleihe des Medienzentrums für Schulen wird so bald wie möglich in die Bibliothek übernommen (unbedingt zu beachten: Integration in das Bibliotheksverwaltungsprogramm kann möglicherweise über den Institutionsausweis erfolgen, die online-EDMOND Datenbank muss aber auf jeden Fall bedient werden).
Erste Präferenz sollte der Einkauf von EDMOND-Online Lizenzen haben. Auch die „Huckepack-Pakete“ (siehe 2.1 Mediendistribution) sind ein sehr brauchbares Angebot, trotz schlechter Finanzlage der Kommune wenigstens den Grundbedarf an didaktischen Medien zu decken.
Die Standort-Medienrecherche und Online-Recherche für EDMOND-Medien sind bereits teilweise zusammengelegt. Im Moment ist die lokale Datenbank für die Recherche und Datenpflege noch notwendig.
In Zukunft sollte diese lokale Datenbank weitgehend in die Bibliothek ausgelagert werden.
Wichtig ist eine möglichst breite Information und Schulung der Schul-Kollegien zu EDMOND, die Medienansprechpartner der Schulen müssen aktiviert und geschult werden, das Webangebot des Medienzentrum überarbeitet werden. Eine DVD mit EDMOND Unterrichtsbeispielen wurde, unter Mitwirkung des Medienberaters, vom LVR produziert und steht für Informationen und Fortbildungen zur Verfügung.
3.2 Medienproduktion/Hardware
Aktuelle Entwicklungen müssen beachtet werden, die Technik muss auf neustem Stand gehalten werden. Im Bereich Video/Audio ist das Medienzentrum relativ gut ausgestattet, bei Whiteboards und anderen Interaktiven-Lösungen gibt es Nachholbedarf. HDTV ist bereits installiert, 3D-Fernsehen ist keine ernstzunehmende Option. Die Entwicklung hier geht eindeutig weg von DVD-Playern, Blu-Ray-Playern und Notebooks zu Festplatten und mobilen Geräten wie Tablets, Mediaplayern und Smartphones. Kassettenrekorder gibt es fast nicht mehr, VHS-Videorekorder werden ebenfalls nur noch, wenn überhaupt, in sehr geringen Stückzahlen hergestellt. Da die gesamte Technologie in diesem Segment sehr schnelllebig ist, gilt es hier unbedingt ein offenes Auge zu behalten.
Der Schwerpunkt zukünftiger Anschaffungen sollte bei EDMOND-Lizenzen, der zur Distribution nötigen Peripherie und bei aktueller Hardware, z.B. mobilen Geräten, liegen.
3.3 Beratung
Die IPad Initiative wird an möglichst vielen Schulen vorgestellt und Informationsveranstaltungen/Schulungen durchgeführt.
Der Kontakt zur LVR-Infokom (LoGiNeo, rechtssicheres Online-Portal für Schulen) ist bereits hergestellt, eine Veranstaltung in Oberhausen mit interessierten Partnern geplant.
Das Medienzentrum übernimmt die Beratung zu eBook-Readern und mobilen Endgeräten für die Bibliothek.
3.4 Vernetzung
Die Zusammenarbeit mit der Bibliothek und allen vernetzten Partnern muss intensiviert werden.
3.5 Personal
Der Medienberater/Leiter des Medienzentrums ist Landesbeamter und von der Gesamtschule Osterfeld über die Bezirksregierung mit 12 Wochenstunden abgeordnet, wovon 10 Stunden für die Medienberatung und Mitarbeit im Kompetenzteam entfallen. Das entspricht insgesamt ca. 21 Zeitstunden, die er nach Möglichkeit im Medienzentrum verbringt. Die einzige volle Stelle besetzt der technische Mitarbeiter. Er ist für die Geräte-Ausleihe, Beratung und Medienproduktion zuständig und wird in Zukunft das Ladenlokal besetzen. Die ¾ Teilzeit-Stelle der Schreibhilfskraft fällt Ende des Jahres weg, so dass noch etwa 1,5 Stellen für das Medienzentrum verbleiben. Das ist im Vergleich zu anderen
Medienzentren relativ wenig, Mülheim hat z.B. 6-8 Mitarbeiter und einen städtischen Leiter mit voller Stelle und einen Medienberater.
Anlage/n
Liste der Projekte des Medienzentrums
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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