Berichtsvorlage - M/16/0858-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Bericht der Volkshochschule zur Integration von Migrantinnen und Migranten für das Arbeitsjahr 2014/2015 mit Ausblick auf das kommende Arbeitsjahr 2015/2016.
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Volkshochschule
- Bearbeitung:
- Sabine Tißen
- Verantwortung:
- Kluge-Jindra
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Integrationsrat
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Kenntnisnahme
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02.06.2015
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Erledigt
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Kulturausschuss
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Beschlussfassung
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09.06.2015
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Maßnahmen für Migrantinnen und Migranten im Fachbereich „Zweiter Bildungsweg“ an der Volkshochschule Oberhausen im Arbeitsjahr 2014/2015 und weitere Planungen für das Arbeitsjahr 2015/2016
Im Arbeitsjahr 2014/2015 haben in den 13 Kursen zum nachträglichen Erwerb von Schulabschlüssen insgesamt 250 Teilnehmer/innen, davon 32 % ausländische Teilnehmer/innen verschiedener Nationalitäten an den Tages- und Abendkursen mit Migrationshintergrund teilgenommen.
Auf der Grundlage des § 6 des Weiterbildungsgesetzes von NRW bietet die VHS ein differenziertes, aufeinander aufbauendes System verschiedener Abschlüsse vom Hauptschulabschluss, dem Sekundarabschluss I – 10 A, über den Mittleren Bildungsabschluss bis zum Vorkurs zum Abitur an.
Im Fachbereich „Nachholen von Schulabschlüssen“ werden zwei Parallelangebote zum Nachholen des Hauptschulabschlusses in Tages- und Abendform durchgeführt, die von Teilnehmer/innen mit wechselnden Arbeitszeiten im Schichtsystem besucht werden können. Für beide Kursangebote findet ein Vorkurs in Deutsch, Mathematik und Englisch ebenfalls in Abend- und Tagesform statt, der im Arbeitsjahr 2014/2015 von 50 in der Regel arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen ohne Schulabschluss besucht wurde. Der Vorkurs dient zum Abbau von Defiziten, zur Sprachförderung und als Einstieg in regelmäßiges Lernen.
Die Nachfrage nach dem Erwerb des Hauptschulabschlusses ist unverändert hoch, dies ist aufgrund der konstanten Zahl von Abgänger/innen ohne Schulabschluss – in NRW und in Oberhausen ein solider Sockel von 5,4% (Studie der Caritas von 2012) - und der „Altbewerber“ nicht verwunderlich.
Der überwiegende Teil der Teilnehmer/innen hat bereits Monate bzw. Jahre in verschiedenen Maßnahmen zur Berufsvorbereitung/Werkstattjahr, Praktika oder 1-Euro-Jobs ohne erfolgreichen Einstieg in Ausbildung oder Arbeit verbracht. Etwa 1/3 der Teilnehmer/innen der Vorkurse sind Abgänger/innen der Förderschulen mit einem erhöhten Bedarf an Fördermaßnahmen.
Obwohl sich durch die demografisch bedingte Verringerung der Schulabgänger/innen aus allgemeinbildenden Schulen und der seit 2010 zu verzeichnenden Stabilisierung auf dem Ausbildungsmarkt die Marktsituation für Berufseinsteiger allmählich verbessert, kann aufgrund der verbleibenden Zahl unversorgter Bewerber und „Altbewerber“ noch nicht von einem entspannten Ausbildungsstellenmarkt gesprochen werden. Die Nachfrage nach den Hauptschulabschlusskursen und höher qualifizierten Abschlüssen ist dementsprechend hoch. Die Biografien der Teilnehmer/innen in den Kursen des Zweiten Bildungswegs bei der Volkshochschule belegen schon seit langen Jahren, dass die fehlende schulische Qualifikation den Übergang in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt nachhaltig beeinträchtigt.
Der Bedarf an Kursen zum Mittleren Schulabschluss in Tages- und Abendform ist aufgrund der gewachsenen Anforderungen in den Ausbildungs- und Arbeitsstellen und der Notwendigkeit sich auch während der beruflichen Tätigkeit fortzubilden stetig gewachsen. Die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer/innen der Tages- und Abendkurse verfügt über keine abgeschlossene Ausbildung. Vollzeitbeschäftigte Teilnehmer/innen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen sind mittlerweile die Ausnahme.
Der seit einigen Jahren mögliche Übergang in die Tageskollegs und Abendgymnasien – auch ohne berufliche Tätigkeit oder Ausbildung – hat die Möglichkeiten für die Absolventen des Zweiten Bildungsweges um das Fachabitur und damit die Chancen auf ein Studium oder höherwertige Ausbildungsgänge erweitert. Bisher machten ca. 110 Absolventinnen und Absolventen der Mittleren Schulabschluss-Kurse hiervon Gebrauch. Darüber hinaus ist die Möglichkeit ein Abitur im Zweiten Bildungsweg nachzuholen erleichtert worden, da nur noch eine zweijährige Ausbildung oder Berufstätigkeit verlangt wird und das Einstiegsalter auf 18 Jahre gesenkt wurde.
Die VHS Oberhausen bietet damit vor allem erwachsenen, berufstätigen Teilnehmer/innen, Auszubildenden, an Berufskollegs aus Altersgründen abgelehnten Bewerber/innen, Alleinerziehenden, Schul- und Ausbildungsabbrechern, Teilnehmern/innen aus betreutem Wohnen oder nicht ganztags belastbaren Teilnehmer/innen eine sinnvolle schulische Weiterbildung an.
Da die Tageskurse zur Erlangung des Mittleren Schulabschlusses – Fachoberschulreife in Kombination mit einer Berufsvorbereitung nach wie vor nicht mehr von der Arbeitsverwaltung finanziert werden, findet ein eigenes Tageskursangebot ohne Berufsvorbereitung an der Volkshochschule Oberhausen statt.
Im Sommer 2014 begannen aufgrund der großen Nachfrage nach Tages- und Abendkursen im Bereich des Mittleren Schulabschlusses - Fachoberschulreife für die etwa 70 Bewerber/innen neben einem Abendkurs zwei Kurse in der Tagesform mit unterschiedlicher Laufzeit. Ein Kurs findet als einjähriger Tageskurs statt, dem zweiten Kurs ist ein halbjähriger Vorkurs vorgeschaltet, um Defizite in den schulischen Voraussetzungen der Teilnehmer/innen abzubauen.
Alle Schulabschlusskurse werden über die von der Landesregierung zur Verfügung gestellten Mittel für die Schulabschlüsse zusätzlich gefördert.
Mit dem Gutachten des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung zur Novellierung des Weiterbildungsgesetzes des Landes von 2013 wird eine auskömmliche Förderung gefordert. Allerdings ist mit einem neuen Gesetz erst nach der im Sommer beginnenden neuen Landesstatistik der Weiterbildung zu rechnen.
Im Arbeitsjahr 2015/2016 werden insgesamt 13 Kurse im Bereich Hauptschulabschluss, Sekundarabschluss I – 10 A, Mittlerer Schulabschluss und Vorkurs zum Niederrhein-Kolleg mit insgesamt 6.424 Unterrichtsstunden angeboten; davon 1.974Unterrichtsstunden, die über Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert werden.
Für das Arbeitsjahr 2015/2016 bleibt das Angebot im Bereich des Hauptschulabschlusses unverändert. Aufgrund der zu erwartenden unverändert großen Nachfrage, den Mittleren Schulabschluss - Fachoberschulreife innerhalb nur eines Jahres nachzuholen ist, ein weiterer einjähriger Kurs geplant. Da zu erwarten ist, dass die Nachfrage so hoch wie im Vorjahr sein wird, ist analog zum letzten Arbeitsjahr noch ein weiterer Tageskurs mit einem vorgeschalteten Vorkurs geplant.
Seit dem Arbeitsjahr 2013/2014 hat die Volkshochschule Anträge auf zusätzliche Förderung im Rahmen der ESF Mittel gestellt, um das Angebot, einen Sekundarabschluss I 10 A nachzuholen, zu erhalten.
Die Verbindung einer zielgerichteten, qualifizierten Berufsorientierung mit einem höherwertigen Schulabschluss soll neben der Möglichkeit in den Ausbildungsbereich einzusteigen auch neue Bildungsoptionen für die Teilnehmer/innen eröffnen.
Beim Übergang von der Schule in die berufliche Bildung wird es darum gehen, Jugendliche mit besonderen Einstiegsproblemen zu qualifizieren und zu fördern. Im Arbeitsjahr 2015/2016 wird zunächst ein Kurs zum Sekundarabschluss I – 10 A angeboten. Der Sekundarabschluss-Kurs I 10 A wird vor allem für bildungsbenachteiligte Teilnehmer/innen angeboten, d. h. für Absolvent/innen von Förderschulen, Migrant/innen mit sprachlichen Problemen, Alleinerziehenden, Schulverweigerern und Teilnehmer/innen mit besonderem Förderbedarf. Über die Unterrichtsmodule „Sozialkompetenz / Schlüsselqualifikationen“ können die Teilnehmer/innen intensiv auch über die Lernfächer hinaus in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und im Lernprozess stabilisiert werden.
Angebote zur Integration von Migrantinnen und Migranten im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ im Arbeitsjahr 2014/2015 und Ausblick auf das Arbeitsjahr 2015/2016
Auch im Arbeitsjahr 2014/2015 wurden alle Deutschkurse bis zum Europäischen Sprachenzertifikat B 1 als Integrationskurse angeboten, d. h. sie werden nach den Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge mit 100 Unterrichtsstunden pro Kursstufe durchgeführt.
Integrationskurse der VHS Oberhausen bestehen aus folgenden Kurstypen:
Alphabetisierungs-Integrationskurse
Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf insg. bis zu 1200 Unterrichtsstunden.
Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 24
Frauen-Integrationskurse
Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf insg. 900 Unterrichtsstunden.
Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 25
Intensiv-Integrationskurse
Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf 600 Unterrichtsstunden
Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 12
Allgemeine Integrationskurse (in Vormittags- und Abendbereich)
Die Teilnehmer/innen haben Anspruch auf 600 Unterrichtsstunden
Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 35
Alle Teilnehmer/innen können unter bestimmten Umständen weitere 300 Unterrichtsstunden beantragen.
Orientierungskurse
Zusätzlich müssen alle Teilnehmer/innen einen Orientierungskurs, der über deutsche Geschichte, Kultur und Rechtsordnung informiert, mit 60 Unterrichtsstunden absolvieren. Ab April 2013 kann bei einer bestimmten Anzahl richtig beantworteter Fragen der Orientierungskurs-Abschlusstest „Leben in Deutschland“ als Nachweis der notwendigen Kenntnisse für die Einbürgerung genutzt werden. Damit entfällt das Absolvieren des obligatorischen Einbürgerungstests.
Geplante Kurse im kommenden Arbeitsjahr: 3
Für die Integrationskursteilnehmenden besteht eine Einzelplatzförderung, so dass alle Kursstufen sowohl von Integrationskursteilnehmern als auch von Teilnehmern besucht werden können, die nicht durch das Bundesamt gefördert werden (Asylbewerber, Teilnehmer, die nicht mehr gefördert werden, Aupairs usw.). Der Anteil der Integrationskursteilnehmer liegt bei ca. 95 %. Für Integrationskursteilnehmer/innen, die Leistungen nach SGB II oder nach SGB XII beziehen, sind die Kurse kostenfrei, die anderen Teilnehmer entrichten 120 EUR pro Kurs (für 100 Unterrichtsstunden) gemäß den Durchführungsbestimmungen des Bundesamtes. Berechtigt oder verpflichtet werden die Neuzuwanderer von der Ausländerbehörde, dieser Teilnehmerkreis wird auf Antrag vom Bundesamt von den Kosten befreit. Altzuwanderer werden vom Bundesamt berechtigt und von den Kosten befreit. Seit 2008 können auch die Träger der Grundsicherung zum Kursbesuch verpflichten und von der Zahlung befreien.
Für das kommende Arbeitsjahr sind insgesamt ca. 10.300 Unterrichtsstunden geplant. In den letzten Jahren haben sich die Bereiche der Sonder-Integrationskurse (Alphabetisierungs- und Frauenkurse) kontinuierlich vergrößert. Die Zunahme der Teilnehmerzahlen in diesen Bereichen entspricht dem bundesweiten Trend.
Die Teilnehmenden können im Arbeitsjahr 2015/2016 an 4 Prüfungsterminen teilnehmen. Die Zahl der Teilnehmenden an Prüfungen steigt kontinuierlich in jedem Jahr. Prüfungsformate sind weiterhin das Europäische Sprachenzertifikat B 1 (insbesondere für Einbürgerungsbewerber und für Personen, die sich nur vorübergehend in Deutschland befinden) und verbindlich für alle Integrationskursteilnehmer/innen der Deutschtest für Zuwanderer (DTZ). Neben dem Nachweis der Sprachkenntnisse auf dem Niveau B 1 wird für die Einbürgerung das Bestehen des Einbürgerungstests bzw. jetzt alternativ des Orientierungskurstests „Leben in Deutschland“ verlangt.
Einbürgerungstests
Die Volkshochschulen sind weiterhin exklusiv damit beauftragt, Einbürgerungstests für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durchzuführen. Das Bestehen des Einbürgerungstests ist eine der Voraussetzungen für die Einbürgerung. Einbürgerungstests werden wie bisher einmal im Monat bei der VHS angeboten.
Teilnehmende an Prüfungen im Arbeitsjahr 2013/2014:
Europäisches Sprachenzertifikat B 1ca. 20 Teilnehmende
Deutschtest für Zuwanderer B 1 / A2ca. 150 Teilnehmende
Orientierungskurs „Leben in Deutschland“ca. 70 Teilnehmende
Einbürgerungstest ca. 120 Teilnehmende
Das Angebot oberhalb des B 1-Niveaus – B 2 und C 1 - richtet sich an Integrationskursteilnehmer, die gerne weiterlernen wollen und insbesondere auch an Berufstätige und an Menschen, die ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen, um die Chancen für einen Berufseinstieg zu verbessern. Ergänzt wird das Programm durch Kurse, die speziell auf Prüfungen vorbereiten.
Etablierung von Integrationskursen für Eltern in Schulen und Kindertagesstätten im Rahmen des Kommunalen Integrationskonzepts
In den letzten Jahren wurden im Rahmen des kommunalen Integrationskonzepts Integrationskurse für Mütter in einer Grundschule, einem Kindergarten und dem Zentrum Altenberg durchgeführt. Durch diese Kurse sollten Frauen, die sonst nicht den Weg zur VHS finden, Gelegenheit gegeben werden, wohnortnah zu lernen. Zurzeit findet ein Kurs mit 900 Unterrichtsstunden für Frauen mit Kinderbetreuung im Zentrum Altenberg statt.
Kurse für Flüchtlinge
Für das kommende Arbeitsjahr sind spezielle Kurse für Flüchtlinge geplant, die bereits im Mai 2015 beginnen werden. Flüchtlinge werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht in Integrationskursen gefördert, da sie über keinen festen Aufenthaltsstatus verfügen.
Der interkulturelle Themenbereich wird unter der Überschrift „Zusammen leben“ konzipiert. Das „Interkulturelle“ meint, Menschen mit Migrationshintergrund und ohne in gemeinsamen Veranstaltungen zu kulturellen und politischen Themen einzuladen. Im Fokus politischer Bildung sind bei interkulturellen Veranstaltungen Diskriminierung und Gleichberechtigung, Rechte und Emanzipation, positive Differenzerfahrungen, Abbau von Stereotypen und Vorurteilen, Entwicklung von Solidarität und Freundschaft.
Stadtrundgang zur Geschichte der Migration
Bei einem zweistündigen Stadtspaziergang lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand verschiedener Stationen die Geschichte der Zuwanderung Oberhausens kennen und sehen. Von der Synagoge über Kulinarisches, vom Migrationsrat, türkischer und polnischer Zuwanderung, von Flucht und Zwangsarbeit zu einem vielkulturellen Oberhausen, spannend für einen touristischen Blick und immer wieder neu als Zuhause, als Heimatstadt.
André Wilger und das Team von der Geschichtswerkstatt Oberhausen begleiten die Gruppe und erzählen von Oberhausen und seinen Menschen.
Café Unterwegs
Das interkulturelle Frauencafé der VHS existiert seit Januar 2008 und greift Themen aus Alltag, Kultur und Politik auf. In gemütlicher Atmosphäre wird ein Thema (Mütter und Töchter, Frauen in politischen Bewegungen, Kultur um Sterben und das Jenseits, Bräuche und Traditionen etc.) anmoderiert und in großer wie in kleiner Tischrunde ausgetauscht. Kulturelle Besonderheiten und Gemeinsamkeiten werden so positiv besetzt und erlebt. Einige Frauen aus dem Café haben einen kleinen Gesprächskreis für die eigene Sprachpraxis gegründet. Das Angebot des interkulturellen Frauencafés findet in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) statt.
Zusammen leben – zusammen arbeiten – zusammen feiern
Der internationale Tag der Migranten, später der Tag der Menschenrechte bot in den letzten Jahren stets die Gelegenheit ein Kulturfest zu organisieren und unabhängig von vielen religiösen Festen einen gemeinsamen Anlass zum Feiern zu finden. Mittlerweile hat es sich als Fest des „Netzwerks Interkulturelles Lernen“ (NIL) etabliert. Neben einem kleinen Kulturprogramm gibt es vor allem Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken bei Tee und Gebäck. In diesem Jahr bildet das gemeinsame Fest im Dezember anlässlich des Tages der Menschenrechte zudem den krönenden Abschluss der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Stadtgespräch: Willkommen Nachbarn, Vicinato, Neighbours, Komsular, Vecinii, Voisins…Einwanderung in Oberhausen 2015“. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe, die von den Mitgliedern des Netzwerks Interkulturelles Lernen getragen wird und an der auch die VHS beteiligt ist, findet zwischen Juni und Dezember 2015 ein breites Angebot zum Thema Einwanderung und Willkommenskultur statt.
Eine Welt, Länderkunde
Begonnen mit 2010 bietet die VHS weiter aufklärende Veranstaltungen über Krisen- und Fluchtländer an. Im kommenden Kursjahr 2015/2016 wird es u.a. einen Vortrag zu Tansania und Ruanda geben. Darüber hinaus gibt es auch in diesem Kursjahr wieder in Kooperation mit Amnesty International Oberhausen einen regelmäßigen Gesprächskreis zum Thema „Menschenrechte – leider keine Selbstverständlichkeit“.
