Antragsvorlage - A/16/0771-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der SPD-Fraktion, Fraktion DIE GRÜNEN und der FDP im Rat gem. § 4 der Geschäftsordnung:Umgestaltung des Straßenbegleitgrüns
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Koalition SPD - Die Grünen - FDP
- Bearbeitung:
- Dennis Lotz
- Verantwortung:
- Wolfgang Große Brömer , Regina Wittmann , Hans-Otto Runkler
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Vorberatung
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30.04.2015
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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18.05.2015
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der OGM im gesamten Stadtgebiet Grünflächen, insbesondere Flächen im Straßenraum zu ermitteln, die sich für eine Umgestaltung z.B. mit Stauden und Kräutern eignen, die weniger Pflegeaufwand bedürfen. Beispiel hierfür sind die bereits in einem Versuch in diesem Sinne umgestalteten Flächen an der Mülheimer Straße, vor dem Hans-Böckler-Berufskolleg und an der Friedrich-Karl-Straße. Die ermittelten Flächen sind schnellstmöglich umzugestalten. Dafür sollen auch Förderprogramme genutzt und Paten und Sponsoren beworben werden, wie das mit dem NABU schon am Hans-Böckler-Berufskolleg gelungen ist.
Sachverhalt
Begründung
Grün in der Stadt lockert strenge und funktionale Architektur und Straßenbau auf, schafft Oasen fürs Auge und leistet einen Beitrag zum besseren Stadtklima. So sind es aber auch gerade diese Flächen, die sehr schnell ins Auge springen, wenn sie vermüllen und zuwuchern. Hier sind kreative Lösungen für die Gestaltung des Straßenbegleitgrüns gefragt. Eine attraktive Alternative ist die Umstellung der Gestaltung von vor allem schwer zugänglichen Grünstreifen und Verkehrsinseln mit Stauden und Kräutern. Versuche an den im Antrag aufgeführten Stellen haben ergeben, dass eine solche Gestaltung sowohl die Kosten der Pflege senkt, als auch eine optisch ansprechende Strukturierung der Straßenlandschaft darstellt. Sie sind außerdem eine Nahrungsquelle für Insekten und somit auch nützlich für die Artenvielfalt und die Vogelwelt in der Stadt.
Der nun länger als fünf Jahre laufende Versuch mit dieser Gestaltungsform an der Friedrich-Karl-Straße hat außerdem eine Pflegekostenersparnis von ca. 25% generiert. Die höheren Kosten für das Herstellen der optimalen Bodenbedingungen für solche Pflanzen amortisieren sich in einem überschaubaren Zeitraum.
Ein ergänzender Ansatzpunkt sind die Aktivitäten Oberhausener Agenda 21. Die UN hat das Jahr 2015 zum internationalen Jahr der Böden erklärt. Auf dieser Grundlage will sie sich im nächsten Jahr ausgiebig diesem Thema widmen. Die Bepflanzung mit langlebigen Stauden soll nach Möglichkeit mit Pflanzen, die zum menschlichen Verzehr geeignet sind, kombiniert werden. Wo die Gegebenheiten es ermöglichen, sollen nach dem Vorbild der Stadt Andernach (www.andernach.de; www.bodenwelten.de) auch Felder mit Gemüse entstehen oder Obstbäume den sonst üblichen Zierbäumen vorgezogen werden.
Urban-Gardening als ergänzendes Stadtgrün, das sowohl ästhetisch ansprechend ist als auch verschiedenste Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements bietet, kann eine Bereicherung des städtischen Lebens darstellen.
Die Lokale Agenda 21 wird diesem Gedanken folgend, mit Kitas und Schulen Kontakt aufnehmen, um auch hier Böden aufzuarbeiten und mit den Eltern und Kindern neu zu kultivieren.
