Berichtsvorlage - M/16/0788-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Luftqualität 2014 - Ergebnisse der Luftqualitätsmessungen des LANUV NRW in Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Umweltschutz
- Bearbeitung:
- Barbara Neu
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Umweltausschuss
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Kenntnisnahme
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30.04.2015
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Der Zustand der Luftqualität wird in Nordrhein-Westfalen vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) überwacht. Dazu unterhält das LANUV ein Netz von über 70 ortsfesten Messstationen, das insbesondere an Belastungsschwerpunkten des Verkehrs und der Industrie noch durch weitere mobile Messeinheiten unterstützt wird.
In Oberhausen befindet sich die Station zur kontinuierlichen Luftqualitätsmessung an der Mülheimer Straße auf der westlichen Seite in Höhe der Hausnummer 117. Hier werden die Konzentrationen von Stickstoffmonoxid (NO), Stickstoffdioxid (NO2) und Schwebstaub (PM10) gemessen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Höhe Hausnummer 116 befindet sich darüber hinaus ein sogenannter Passiv-Sammler (Messung von NO2).
Die Ergebnisse der Luftqualitätsmessungen werden vom LANUV nach Abschluss eines Messjahres zunächst validiert und ausgewertet. Am 01.04.2015 wurden nun die Messergebnisse für das Jahr 2014 veröffentlicht.
Für die Luftqualität an der Mülheimer Straße zeigen die Messergebnisse folgendes Bild:
Bei der Feinstaubbelastung (PM10) betrug der Jahresmittelwert 27 µg/m³, so dass der Grenzwert von 40 µg/m³ - wie auch schon in den Vorjahren - eingehalten wurde. Der Tagesmittelwert von 50 µg/m³ darf an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Eine solche Überschreitung trat an der Mülheimer Straße im Jahr 2014 an 18 Tagen auf, so dass der Grenzwert eingehalten wurde.
Insgesamt hat sich in NRW nach Einschätzung des LANUV der langfristig erkennbare Trend rückläufiger PM10-Belastungen auch im Jahr 2014 fortgesetzt. Neben dem EU-Grenzwert für den Jahresmittelwert wurde erstmals an allen 70 Messstellen in NRW auch der Tagesmittel-Grenzwert eingehalten. Im Jahr 2013 wurden noch an drei Stationen mehr als die erlaubten 35 Überschreitungen des Tagesmittelgrenzwertes registriert.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass in der Umweltzone Ruhrgebiet, die mit ihren Regelungen auf die Reduzierung der verkehrsbedingten Feinstaubimmissionen abzielt, seit dem 01.07.2014 nur noch Fahrzeuge mit grünen Plaketten fahren durften.
Die Belastung sank auch aufgrund der günstigen meteorologischen Bedingungen. Nur im März 2014 gab es über einen längeren Zeitraum in ganz Westeuropa eine Wetterlage mit geringem Luftaustausch. Innerhalb weniger Tage reichern sich dann gerade in Ballungsräumen Feinstaub und Stickstoffdioxid in der Luft an, so dass es zu erhöhten Schadstoffbelastungen kommt. Es ist nicht davon auszugehen, dass diese für die Luftqualität außergewöhnlich günstigen Wetterbedingungen in 2014 auch in den folgenden Jahren vorherrschen werden.
Auch bei der Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) stellt das LANUV insgesamt einen rückläufigen Trend fest. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Belastung im Jahr 2014 an den insgesamt 127 Messstellen nur sehr geringfügig zurückgegangen. Der Grenzwert für das Jahresmittel in Höhe von 40 µg/m³ wurde im Jahr 2014 an 58 Messstellen in NRW überschritten. Wie schon in den vergangenen Jahren traten Grenzwertüberschreitungen des Jahresmittelwertes ausschließlich an verkehrsbelasteten Standorten auf. Als Hauptverursacher der hohen NO2-Belastung ist nach Aussage des LANUV nach wie vor der Kfz-Verkehr anzusehen.
An der Mülheimer Straße betrug das NO2-Messergebnis für 2014 an der kontinuierlichen Messstation 55 µg/m³ bzw. 51 µg/m³ am Passiv-Sammler. Gegenüber dem Vorjahr wurde damit ein leichter Anstieg ermittelt (in 2013 betrug die NO2-Belastung noch 52 µg/m³ an der kontinuierlichen Messstelle bzw. 49 µg/m³ am Passiv-Sammler). Die Luftbelastung an der Mülheimer Straße liegt nach wie vor deutlich über dem Grenzwert.
Um zu veranschaulichen, wie sich die Luftqualität an der Mülheimer Straße im Zeitvergleich entwickelt hat und wie sie im regionalen Vergleich einzuschätzen ist, sind im Anhang zwei Grafiken beigefügt. Darin werden die Messergebnisse für die PM10-Belastung (Anlage 1) und die NO2-Belastung (Anlage 2) der Oberhausener und auch der Messstationen anderer Städte im Umfeld im Zeitablauf dargestellt.
Bei den Feinstaubwerten im Jahr 2014 wird deutlich, dass an der Messstation an der Mülheimer Straße dem Trend entsprechend ein starker Rückgang gegenüber dem Vorjahr ermittelt wurde.
Bei der NO2-Belastung kam es an der Mülheimer Straße zu einem leichten Anstieg der Werte. Der Grenzwert wird somit weiterhin nicht eingehalten und es besteht für die Mülheimer Straße nach wie vor dringender Handlungsbedarf. Die Tatsache, dass die Überschreitungen in ganz NRW ausschließlich an Verkehrsmessstationen auftreten, zeigt, dass insbesondere weitere Minderungsmaßnahmen im Bereich des Straßenverkehrs notwendig sind.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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(wie Dokument)
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124 kB
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