Berichtsvorlage - M/16/0714-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Beteiligung der Stadt Oberhausen am Projekt "ACTOPOLIS-ein transnationales Labor"
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Dezernat 1 / Finanzen und Kultur
- Bearbeitung:
- Isabella Schraven
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Kulturausschuss
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Beschlussfassung
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24.03.2015
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Das Projekt ACTOPOLIS wird von den Goethe-Instituten in Südosteuropa (unter Federführung des Goethe-Instituts Athen) und den Urbanen Künsten Ruhr mit Aktivisten, Stadtplanern, Architekten, lokalen Kuratoren, Künstlern und Experten durchgeführt.
Verantwortlich sind Angelika Fitz (freie Kuratorin), Juliane Stegner (Goethe-Institut Athen) und Katja Aßmann (Urbane Künste Ruhr).
Die Urbanen Künste Ruhr haben Oberhausen als deutschen Projektstandort ausgewählt und die Stadt Oberhausen als Projektpartner angefragt.
Projektbeschreibung
„Wer vor 25 Jahren geglaubt hat – nach dem Mauerfall -, jetzt beginne sozusagen der unaufhaltsame Siegeszug der liberalen Demokratie – und einige haben damals sogar von Ende der Geschichte fantasiert -, der hat sich offenbar gewaltig geirrt…Die Welt bewegt sich in einer Suchbewegung nach neuer Ordnung…“ Frank-Walter Steinmeier
Ausschlaggebend für die fortschreitenden Umwälzungen, die aus dem Zusammenbruch des Kommunismus und dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ herrühren, sind noch nicht hinreichend erfasst und bedürfen einer intensiven öffentlichen Auseinandersetzung.
Dabei stehen die Fragen „Wem gehört die Stadt?“ „Wessen Stimme verschafft sich Gehör?“ „Wessen Absichten und Interessen nehmen den Raum ein?“ sowie das Thema „Zivilgesellschaft“ zunehmend im Fokus der Zusammenarbeit der Goethe-Institute mit ihren lokalen Partnern.
In einem gemeinsamen transnational vernetzten Produktionslabor sollen deshalb im Projekt ACTOPOLIS gesellschaftlich relevante Aspekte von Urbanität herausgearbeitet, aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht, miteinander verglichen und auf ihre Relevanz und Wirkkraft geprüft werden.
ACTOPOLIS richtet sich an einen neuen Typus von kulturellen Akteuren, die Kunst im urbanen Raum als kollektive Praxis verstehen. Über den reinen Dokumentationscharakter vieler anderer Plattformen hinaus wird modellhaft eine echte und darum auch quer zum Gewohnten verlaufende Zusammenarbeit zwischen den Kulturschaffenden aus den verschiedenen Ländern, zwischen Künstlern und Communities, zwischen künstlerischer Praxis und Urbanismus etabliert, die über das Projektende hinaus weiterwirkt.
Bei allen Unterschieden in den südosteuropäischen Zentren, ist allen eine „Suchbewegung nach neuer Ordnung“ (Steinmeier) gemeinsam. Diese Gemeinsamkeit macht das Thema einer transnationalen Bearbeitung zugänglich. Deshalb versammelt das Projekt Akteure aus sieben Ländern Südosteuropas und Deutschland in einem Produktionslabor, in dem die gesellschaftlich relevanten Aspekte von Urbanität herausgearbeitet, aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht, miteinander verglichen auf ihre Relevanz, Wirkkraft und Sichtbarkeit geprüft werden.
Geplante Maßnahmen/Zeitplan
Das Projekt gliedert sich in vier Phasen, die sich über einen Gesamtzeitraum von drei Jahren (2015 – 2017) erstrecken:
- Phase Frühjahr 2015 - Vorlauf
Bestimmung von lokalen Kuratoren aus dem Bereich Kunst (Bildende Kunst über Theater und Tanz, Film bis Musik) und Urbanismus durch die lokalen Goethe-Institute, gemeinsame Auswahl von lokalen Künstlern und Aktivisten, Entwicklung von lokalen Projektideen entlang von gemeinsamen Kriterien.
Die Auswahl der zu beteiligenden, lokalen Projekte und Partner durch eine bereichs-übergreifende Beiratsjury vom 16. – 18.03.2015 in Bukarest.
- Phase Herbst 2015 - ACTOPOLIS Labor im Ruhrgebiet
Transnationales Workshop-Treffen aller beteiligten Akteure (Künstler, Kuratoren, Urbanisten) in Oberhausen (voraussichtlich am 25. – 29.09.2015). Austausch von Ideen, Strategien unter Einbindung der Akteure aus „informelle Stadt“; lokale Umsetzung von „informelle Stadt“ in Athen und im Ruhrgebiet
- Phase 2016 - lokale ACTOPOLIS „Festivals“
Umsetzung der Aktivitäten in den einzelnen Städten; Surplace Stipendien der Akteure aus den beteiligten Ländern. Vertiefung der Ergebnisse von „informelle Stadt“ im Rahmen von ACTOPOLIS-Begleitung durch Journalistenreisen.
Dadurch sollen Aktivitäten für eine breite Öffentlichkeit vor Ort sichtbar und erlebbar gemacht werden. Wissenstransfer soll durch Surplace Stipendien ermöglicht werden. Alle Aktivitäten werden für die Phase 4 dokumentiert und vergleichbar dargestellt.
- Phase - ACTOPOLIS 2017 Wanderausstellung
Zusammenschau aller Aktivitäten aus allen Städten; Abschlussveranstaltung mit Ausstellung, öffentlicher Konferenz und Workshops in Oberhausen. Wandern der Ausstellung und diskursiver Formate. In dieser Phase soll ein Zugang für ein breites Publikum geschaffen werden, der Basis und Ausgangpunkt für den Austausch und den Wissenstransfer ist. Dadurch soll ein zivilgesellschaftlicher Brückenschlag in eine geopolitisch konfliktreiche Region erreicht werden.
Beteiligung der Stadt Oberhausen
Die Stadt Oberhausen nimmt als Projektpartner an dem Projekt ACTOPOLIS teil und unterstützt die Urbanen Künste Ruhr bei der Organisation und Durchführung des Projekts. Eine finanzielle Beteiligung der Stadt ist dabei nicht erforderlich.
Die Stadt Oberhausen ist daran interessiert, dass sich möglichst viele Akteure aus Oberhausen an dem Projekt beteiligen und dadurch konkrete Projekte sowie Impulse und Kontakte entstehen, von denen der Standort Oberhausen profitieren kann.
