Berichtsvorlage - M/16/0663-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der John-Lennon-Platz liegt zentral im Marienviertel in Alt-Oberhausen. Er befindet sich zwischen Tannenbergstraße, Sedanstraße und Annabergstraße und wird von altem Baumbestand eingerahmt. Der östliche Teil war mit dem Haus der Jugend bebaut. Der durch eine Baumreihe davon getrennte westliche Teil wurde als Sportplatz genutzt. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen sowie baulicher Mängel wurde das Haus der Jugend geschlossen und im Jahr 2013/14 abgerissen werden. Die Nutzung des angrenzenden Sportplatzes wurde auf der Grundlage des Sportentwicklungsberichts im 2013 eingestellt.

 

Insbesondere die Schließung des Haus der Jugend und der darauffolgende Abriss löste eine intensive öffentliche Diskussion zur Zukunft des Platzes aus.

 

Vor diesem Hintergrund hat der Rat der Stadt Oberhausen am 30.09.2013 einen Beschluss bezüglich der weiteren Entwicklung des Hauses der Jugend und der angrenzenden Flächen gefasst.

 

In diesem Beschluss wurde ausgeführt, dass auch nach der Würdigung eines von der Bürgerinitiative „Wir sind Oberhausen“ beauftragten Zweitgutachtens das zuständige Fachamt (Landschaftsverband Rheinland, Amt für Denkmalpflege) das Haus der Jugend als nicht denkmalwürdig eingestuft hat. Die Verwaltung wurde aufgefordert, den Abriss des Gebäudes des Hauses der Jugend zu beauftragen.

 

Gleichzeitig beschloss der Rat der Stadt, dass auf der Fläche des John-Lennon-Platzes 2.000 qm als Ausgleichsfläche für die Baumaßnahme Straßburger Straße / Seilerstraße einzuplanen sind und dass darüber hinaus 50 % der Gesamtfläche für eine Bebauung, die sich in das Quartier zwingend einbinden muss, zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Quartier muss eine adäquate Spiel- und Freizeitfläche umgesetzt werden (siehe auch Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom 13.03.2013). Dabei ist der Baumbestand weitestgehend zu erhalten. Dieser Planungsansatz ist für die Entwicklung des Geländes mit potenziellen Investoren zwingend zu berücksichtigen. Die Verwaltung wurde außerdem beauftragt, in einem kurzfristig zu beginnenden Prozess mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort möglichst einvernehmliche Gestaltungsperspektiven zu erarbeiten und dem Rat der Stadt vorzulegen.

 

Die Verwaltung hat im Rahmen einer breit angelegten Bürgerbeteiligung die Wünsche und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen. Dazu wurden zwei aufeinander aufbauende Planungswerkstätten am 15.02.2014 und am 10.05.2014 durchgeführt. Diese wurden von ca. 145 Bürgerinnen und Bürgern besucht.

 

Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens wurden dokumentiert und den Beteiligten über das Internet zugänglich gemacht. Die in der Anlage beigefügten „Eckpunkte der zukünftigen Entwicklung auf Basis der Ergebnisse des Beteiligungsprozesses“ wurden von der Verwaltung auf der Basis der Ergebnisse dieses Planungsprozesses entwickelt.

 

Hierbei wurde zum einen auch der geplante Ausbau des angrenzenden Kindergartens beachtet. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen einen Teil der notwendigen Flächen (Außenanlagen, Spielflächen und Gebäude insgesamt ca. 1.000m²) im Bereich des ehemaligen Sportplatzes anzulegen. Zum anderen sollen gemäß Ratsbeschluss ca. 2.000m² Kompensationsfläche im Bereich des ehemaligen Sportplatzes angelegt werden um die mit der Bebauung der Theile-Fläche verbundenen Eingriffe zu kompensieren.

 

Aufgrund der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und unter Berücksichtigung der vorhandenen Planungsgrundlagen lassen sich zwei zentrale Themen für die Entwicklung des John-Lennon Platzes ableiten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Bürgerinnen und Bürger in einem kontinuierlichen Prozess in die Planung und Umsetzung einbezogen werden möchten.

 

•Eine Bebauung von 50% der Fläche soll sich nach den Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger auf den Bereich des ehemaligen Haus der Jugend konzentrieren, es ist eine 3 bis 4 geschossige an die Umgebung angepasste Baustruktur zu entwickeln. Die Baumbestände sind möglichst zu erhalten (siehe Anlage, Abbildung Seite 13).

 

•Die verbleibende Freifläche soll von den Bürgerinnen und Bürgern in Abstimmung mit der Stadt Oberhausen selbst genutzt und gestaltet werden können. Die Kompensationsmaßnahmen und die Spielflächen werden gestalterisch in die Freifläche integriert.

 

 

Weiteres Vorgehen

 

Zur Steuerung der städtebaulichen Entwicklung im Bereich des John-Lennon-Platzes ist es erforderlich ein Bebauungsplan-Verfahren durchzuführen. Ein entsprechender Aufstellungsbeschluss wird von der Verwaltung für die nächste Sitzungsfolge erarbeitet.

 

Die notwendige Erweiterung des Kindergartens befindet sich derzeit in Planung und soll zeitnah umgesetzt werden.

 

 

 

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Anlagen

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