Berichtsvorlage - M/17/4565-01

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Im Jahr 2020 wurde erstmals von der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des Landes NRW ein Schulsozialindex entwickelt (Nutzung der amtlichen Schuldaten des Schuljahres 2018/19), mit dessen Hilfe es möglich ist, die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft einer einzelnen Schule mit einem Wert abzubilden. Der Schulsozialindex kommt seit dem Schuljahr 2021/2022 zur Anwendung.

Mithilfe des Schulsozialindexes können bestimmte Ressourcen (z.B. Verteilung eines Teils der Lehrerstellen für den sogenannten Mehrbedarf) zielgenauer auf die Schulen verteilt werden und somit hoch belastete Schulen bei ihrer herausfordernden Arbeit noch besser unterstützt werden. Damit ist der Schulsozialindex ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit und ausdrücklich kein Instrument, um die an Schulen geleistete pädagogische Arbeit zu bewerten. Der Schulsozialindex identifiziert lediglich bestehende soziale Herausforderungen.

Im Jahr 2023 wurde der Schulsozialindex inhaltlich weiterentwickelt und aktualisiert (aktuelle Datenbasis: amtliche Schuldaten des Schuljahres 2022/2023) und wird ab dem Schuljahr 2024/2025 zur Anwendung kommen.
Für die Primarstufe bleibt die Zusammensetzung des Index unverändert. Lediglich die Gewichtung der Indexbestandteile wurde angepasst.
Für die weiterführenden Schulen gab es eine grundlegende Veränderung der Berechnungsgrundlage:
In der ursprünglichen Berechnungsgrundlage wurde für die Gesamtschulen und Gymnasien stets die gesamte Schülerschaft betrachtet und nicht zwischen Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen I und II unterschieden. In der neuen Indexermittlung werden bei Schulen mit gymnasialer Oberstufe künftig ausschließlich die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I für die Erstellung des Index herangezogen. Damit können in Zukunft die Schulformen mit Sekundarstufe I besser miteinander verglichen werden.

Außerdem werden die Indexwerte der Schulen künftig nicht mehr in neun gleichgroße Sozialindexstufen eingeordnet. Stattdessen werden mit der Einführung der so genannten Hybridskala 5 % der Schulen vorab der Sozialindexstufe 9 und die verbleibenden Schulen in acht gleichgroße Stufen zugeordnet. Dies führt zu einer vermehrten Zuordnung von Schulen in hohe Sozialindexstufen.

Übersicht über die Sozialindexstufen der Oberhausener Schulen (bislang und neu ab dem Schuljahr 2023/24). Aufgrund der veränderten Berechnungsgrundlage (s.o.) sind die Sozialindices der Schulen nur bedingt miteinander vergleichbar.

 

 

Schulform

Schulname

Sozialindex Neu

Sozialindex Alt

Grundschule

Schule a. d. Oranienstraße

3

2

Grundschule

Concordia

9

7

Grundschule

am Froschenteich

4

3

Grundschule

Hartmann

3

2

Grundschule

Melanchthon

4

2

Grundschule

Bismarckschule

3

3

Grundschule

Brüder-Grimm

9

7

Grundschule

Falkenstein

8

5

Grundschule

König

4

3

Grundschule

Kastell

4

2

Grundschule

Robert-Koch-Schule

5

3

Grundschule

Hirschkamp

1

1

Grundschule

Jacobischule

4

3

Grundschule

Rolandschule

5

4

Grundschule

Astrid-Lindgren-Schule

6

4

Grundschule

Steinbrinkschule

7

5

Grundschule

Erich Kästner-Schule

8

6

Grundschule

Landwehrschule

5

4

Grundschule

Adolf-Feld-Schule

9

4

Grundschule

Marienschule

4

3

Grundschule

Alsfeldschule

3

2

Grundschule

Luisen

4

2

Grundschule

Postwegschule

3

2

Grundschule

Overbergschule

7

4

Grundschule

Buschhausen

4

2

Grundschule

Ruhrschule

4

2

Grundschule

Schwarze Heide

4

2

Grundschule

Am Siedlerweg

6

4

Grundschule

Wunderschule

5

3

Realschule

Anne-Frank

9

3

Realschule

Friedrich-Ebert-Schule

4

2

Realschule

Theodor-Heuss

5

3

Gesamtschule

Osterfeld

8

4

Gesamtschule

Heinrich-Böll

4

2

Gesamtschule

Fasia-Jansen-Gesamtschule

9

3

Gesamtschule

Weierheide

4

1

Gymnasium

Bertha-von-Suttner

5

2

Gymnasium

Heinrich-Heine

6

3

Gymnasium

Elsa-Brändström

6

3

Gymnasium

Sophie-Scholl

3

2

Gymnasium

Freiherr-vom-Stein

2

1

 

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