Beschlussvorlage - B/17/4251-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt beschließt den Kauf und die Errichtung von Raumzellenanlagen zur Bereitstellung zum Schuljahr 2024/2025

 

  1. am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium für 4 Klassenräume;

 

  1. am Bertha-von-Suttner-Gymnasium für 4 Klassenräume;

 

  1. an der Gesamtschule Weierheide, Egelsfurthstraße, für 2 Klassenräume;

 

  1. an der Fasia-Jansen-Gesamtschule, Schwartzstraße, für 4 Klassenräume und

 

  1. an der Marienschule für 2 Klassenräume

 

Die Kosten werden über die Veränderungsnachweisung im Rahmen des Haushaltsanmeldeverfahrens für das Haushaltsjahr 2024 wie folgt angemeldet:

 

Finanzstelle

Bezeichnung

Finanzposition

Bezeichnung

Betrag in EUR

330003010100515

Marienschule

783100

Auszahlungen Erwerb bewegl. Sachanlagen über 800E

440.000,00

330003010100515

Marienschule

785100

Auszahlungen f. Hochbaumaßnahmen

275.300,00

330003010400000

Bertha-von-Suttner-Gymnasium

783100

Auszahlungen Erwerb bewegl. Sachanlagen über 800E

704.000,00

330003010400000

Bertha-von-Suttner-Gymnasium

785100

Auszahlungen f. Hochbaumaßnahmen

277.500,00

330003010400140

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

783100

Auszahlungen Erwerb bewegl. Sachanlagen über 800E

698.500,00

330003010400140

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

785100

Auszahlungen f. Hochbaumaßnahmen

266.500,00

330003010600008

Gesamtschule Weierheide Egelsfurthstr.

783100

Auszahlungen Erwerb bewegl. Sachanlagen über 800E

462.000,00

330003010600008

Gesamtschule Weierheide Egelsfurthstr.

785100

Auszahlungen f. Hochbaumaßnahmen

228.000,00

330003010600006

Fasia-Jansen-Gesamtschule

783100

Auszahlungen Erwerb bewegl. Sachanlagen über 800E

698.500,00

330003010600006

Fasia-Jansen-Gesamtschule

785100

Auszahlungen f. Hochbaumaßnahmen

268.700,00

Gesamtkosten

 

 

 

4.319.000,00

 

Die Gesamtkosten betragen mithin 4.319.000 EUR.

 

 

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Konsequenzen

Bezug

 

 

Drucksache-Nr.: M/17/3927-01

„SEP Grundschulentwicklung – Bericht 2023“

 

Drucksache-Nr.: M/17/4131-01

„Sachstand Schüler:innenzahlentwicklung für den Bereich Sekundarstufe I – Perspektiven schulorganisatorischer Maßnahmen“

 

Drucksache-Nr.: B/17/4071-01

„Errichtung eines Erweiterungsneubaus am Bertha-von-Suttner-Gymnasium“

 

 

Konsequenzen

 

a)   Finanzielle

 

 keine [   ]

 

 ja [ X ]

 

b)   Sonstige

 

Auswirkungen auf das Klima

 

 ja [ X ] (siehe Anlage Klimacheck)

 

 nein [  ] Begründung:

 

 

 

 

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Sachverhalt

Begründung

 

Ausgangslage

In den Sachberichten der Fachverwaltung mit der Drucksache-Nr. M/17/3927-01 und Drucksache-Nr.: M/17/4131-01 wurden die Bedarfe an Mehrklassen an verschiedenen Schulstandorten dargestellt.

 

In den vergangenen Jahren waren alle genannten Faktoren von großen Unsicherheiten und enormen Schwankungen geprägt. So ist beispielsweise die Anzahl der Geburten in Oberhausen insgesamt gestiegen, es gibt weiterhin starken fluchtbedingten Zuzug, das Gymnasium wird wieder verstärkt angewählt, weniger Schülerinnen und Schüler, die noch in Oberhausen eine Grundschule besuchten, gehen auf eine weiterführende Schule in einer Nachbarkommune über, da auch dort Schulplatzknappheit besteht. Hinzukommen noch Schülerinnen und Schüler aus Förderschulen, die zukünftig inklusiv im Regelschulsystem unterrichtet werden möchten und sich dort anmelden werden.

 

Die angesprochenen Prozesse wurden vielfach beschrieben, die wachsende Anzahl an Schülerinnen und Schüler ist kein neues Phänomen mehr. Im Grundschulwesen macht sich die Entwicklung unmittelbar bemerkbar, im Bereich der weiterführenden Schulen wächst der Druck mit zeitlicher Verzögerung, ist aber angesichts deutlich geringerer gesamtstädtischer Schulplatzkapazitäten ungleich stärker ausgeprägt.

 

Mit der vorzeitigen Errichtung der neuen Gesamtschule am Standort des ehemaligen Niederrheinkollegs wurde bereits eine wichtige Maßnahme konkretisiert.

 

Um den kurzfristigen Schulraumbedarf zum Schuljahr 2024/2025 zu decken, ist die Errichtung von Raumzellenanlagen alternativlos. Die SBO wurde mit der Kostenermittlung beauftragt. Für alle Standorte konnte ein erstes Angebot für Raumzellen eingeholt werden, um auf diese Weise den möglichen Finanzbedarf zu ermitteln. Eine gesicherte Aussage zu den Kosten kann erst nach dem anstehenden Ausschreibungsverfahren getroffen werden, sobald dieses nach der Submission Anfang 2024 abgeschlossen ist.

 

Für die Baukosten konnten bislang lediglich Kostenschätzungen erstellt werden. Abweichungen aufgrund noch fehlender Detailkenntnisse von bis zu 30% sind in diesem Stadium der Planung ein üblicher Rahmen. Die ersten Ergebnisse der Baugrunduntersuchungen haben inhomogene Böden aufgezeigt, weshalb die eingeplanten Fundamentierungs- und Erschließungskosten höher als bei den bisherigen Maßnahmen zur Aufstellung von Raumzellenanlagen liegen.

 

Die Standorte der Raumzellenanlagen sind mit den jeweiligen Schulleitungen abgestimmt worden.

 

 

Marienschule

Wurden im Rahmen des Bildungsplans 2016-2020 noch intensiv Maßnahmen diskutiert, die zu einer Reduzierung von Schulplatzkapazitäten geführt haben (Auflösung der Osterfelder-Heide-Schule), sieht die demografisch bedingte Sachlage heute ganz anders aus. Im vergangenen Anmeldeverfahren zur Einschulung wurden über 2.100 Kinder eingeschult, im Schuljahr 2015/2016 waren es noch knapp über 1.600 Einschülerinnen und Einschüler. Der Druck auf die Schulstandorte infolge der zunehmenden Schülerinnen und Schülerzahlen zeigt sich konsistent im gesamten Stadtgebiet, wobei die Bedarfe für zusätzlichen Schulraum kleinräumig differieren.

 

Auch das aktuelle Anmeldeverfahren zeigt auf, dass zur Mitversorgung der Innenstadt und des Marienviertels-Ost im Wege der Mehrklassenbildung durch mobile Raumeinheiten an der Marienschule zusätzlich benötigter Schulraum geschaffen werden muss.

 

Aus diesem Grund sollen 2 Klassenräume in eingeschossiger Bauweise als Raumzellenanlage aufgestellt werden. Die Fundamentierung wird so ausgeführt, dass eine zukünftige Aufstockungsmöglichkeit gegeben ist. Die Aufstellung erfolgt an der Grenze zur Mülheimer Straße, um auf diese Weise zusätzlich einen Lärm- und Sichtschutz zu generieren.

 

Für eine langfristige Lösung zur Verbesserung der Raumsituation im Innenstadtbereich wird einerseits an der Adolf-Feld-Schule ein Anbau bis Frühjahr 2024 erstellt. Andererseits erfolgt zudem eine Prüfung über eine Zügigkeitserhöhung der Brüder-Grimm-Schule.

 

 

Weiterführende Schulen

Das Oberhausener Schulsystem wurde neben den bekannten Problemen des Schulplatzmangels sowie der problematischen Versorgung schulformwechselnder Schüler:innen im Verlauf der Sekundarstufe I vor weitere, nicht vorherzusehende Herausforderungen gestellt. Zuvorderst sind hier die Pandemie mitsamt ihren Nachwirkungen sowie der fortlaufende, durch die Kriegshandlungen in der Ukraine sowie weitere weltpolitische Ereignisse und Entwicklungen (insbesondere im Nahen Osten, Afghanistan und Afrika) noch weiter verstärkte Zuzug zu nennen.

 

Der Vergleich mit der festgelegten Schulplatzkapazität von 1.730 je Jgst. in der Sek I verdeutlicht den steigenden Schulplatzbedarf in den kommenden Jahren. Die beschlossenen Maßnahmen (Bau einer neuen 6-zügigen Gesamtschule in Alt-Oberhausen und Erweiterung der Gesamtschule Weierheide um 2 Züge) werden nicht im benötigten Zeitrahmen (die Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung sah vor: zum Schuljahr 24/25 Erweiterung Gesamtschule Weierheide; Schuljahr 25/26 aktive Nutzung neue Gesamtschule) umgesetzt werden, wodurch sich die angespannte Lage nochmal verschärft.

 

Mit Blick auf die Schulplätze im Bereich der Sekundarstufe muss aber konstatiert werden, dass weitere Maßnahmen notwendig werden, um mittel- und langfristig eine angemessene Versorgung gewährleisten zu können.

 

An den Gesamtschulen und Gymnasien sollen mobile Raumeinheiten zum Zweck der kurzfristigen Mehrklassenbildung installiert werden.

 

Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Unter der Drucksache-Nr.: B/17/4071-01 hat der Rat am 13.11.2023 beschlossen, einen Erweiterungsbau zu errichten. Im Zuge dessen werden das Bistro, die Haupt-WC-Anlage und ein Musikraum abgebrochen. Ein Ersatz wird aufzustellen sein. Neben der Mehrklassenbildung sind diese Räume zu ersetzen. Aus diesem Grund sollen in Absprache mit der Fachverwaltung 4 Räume als zweigeschossige Raumzellenanlage errichtet werden.

 

Die Aufstellung soll am Hauptstandort im hinteren Bereich auf der Stelle des derzeitigen Basketballspielfeldes erfolgen.

 

 

Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

Für die Mehrklassenbildung am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist die Errichtung von 2 Klassenräumen (als Raumzellenanlage) auf dem Schulhof erforderlich.

 

Im Zuge von Untersuchungen der Pavillons an der Wilhemstraße neben dem Oberstufengebäude wurde festgestellt, dass Verfärbungen der Decke keine Gefährdung verursachen, jedoch ist im Rahmen der erfolgten Deckenöffnung am tragenden Holzbalken ein holzfressender Pilz entdeckt worden. Zudem waren die Holzbalkenträger verfault und die Außenstützen stark verrostet. Trotz der aufgezeigten Mängel garantiert das Statikgutachten eine kurzzeitige weitere Nutzung. Ein Zeitraum von 6 Monaten (ab 01.11.2023) ist hier vorgegeben, ehe eine weitere Untersuchung erfolgen muss, um eine weitere Standsicherheit zu gewährleisten.

 

Stärker beeinträchtigt ist der linke Pavillon, der zuerst leergezogen werden muss.

 

Infolge dieses Ergebnisses ist der Bedarf am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium um weitere 8 Räume auf 10 Klassen gestiegen, um den Verlust der beiden Pavillons aufzufangen und die Mehrklassenbildung sicherzustellen. In einem ersten Schritt sind 4 Räume als zweigeschossige Raumzellenanlage mit einem innenliegenden Treppenhaus auf dem Schulhof aufzustellen. Mehr sind an dieser Stelle nicht mehr möglich. Die Kostenschätzung und ein Kaufangebot liegen bereits vor. Aufgrund der äußersten Dringlichkeit soll eine Direktvergabe für die Raumzellenanlage auf dem Schulhof vorgenommen werden.

 

Sobald die neuen Räume in Betrieb genommen werden können, sollen die beiden abgängigen Pavillons abgebrochen werden. Da zu diesem Zeitpunkt der Abiturjahrgang die Schule verlässt, werden weitere Räume frei, um den Verlust für die Schule zu mindern. Nach dem Abbruch sollen umgehend weitere 6 Klassenräume als Raumzellenanlage aufgebaut werden. Eine Nutzung der vorhandenen Fundamente zur Kostensenkung ist dann zu prüfen. Eine separate Vorlage wird in 2024 vorgelegt.

 

Die Planung eines Erweiterungsbaus wird derzeit fortgeführt. Diese ist aber erst in der Anfangsphase, weshalb dieser erst mittelfristig eine langfristige Lösung wird.

 

 

Gesamtschule Weierheide

Am Hauptstandort der Gesamtschule Weierheide sollen für die Mehrklassenbildung 2 Klassenräume als 2-geschossige Raumzellenanlage mit einer Außentreppe errichtet werden. Die sich in Planung befindliche Baumaßnahme zur Erweiterung der Zügigkeit wird von der Raumzellenanlage nicht beeinträchtigt.

 

 

Fasia-Jansen-Gesamtschule

Am Hauptstandort der Fasia-Jansen-Gesamtschule sollen für die Mehrklassenbildung 4 Klassenräume als 2 geschossige Raumzellenanlage mit innenliegendem Treppenhaus errichtet werden.

 

 

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