Beschlussvorlage - B/17/4061-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag auf Errichtung von zwei einjährigen Bildungsgängen der BerufsfachschuleFachbereich:Technik/Naturwissenschaften im Berufsfeld: Ingenieurtechnik
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Schule
- Bearbeitung:
- Silke Allebrod
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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09.11.2023
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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13.11.2023
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt beschließt gem. § 81 Abs. 2 Schulgesetz NRW (SchulG) ab dem Schuljahr 2024/2025 die Errichtung der beiden Bildungsgänge
a) Einjährige Berufsfachschule mit beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und Erweiterter erster Schulabschluss im Fachbereich Technik/Naturwissenschaften im Berufsfeld Ingenieurtechnik nach Anlage B 1. Der Bildungsgang soll zweizügig in Vollzeitform eingerichtet werden.
b) Einjährige Berufsfachschule mit beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) im Fachbereich Technik/Naturwissenschaften im Berufsfeld Ingenieurtechnik nach Anlage B 2. Der Bildungsgang soll zweizügig in Vollzeitform eingerichtet werden.
Die Bildungsgänge sollen als Schulentwicklungsvorhaben (nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Berufskollegs, APO-BK, Anlage B, § 2 Satz 1 Nr. 1) am Hans-Sachs-Berufskolleg, Am Förderturm 5, 46049 Oberhausen, Schulnummer 191309 errichtet werden
Sachverhalt
Begründung
Seit dem Schuljahr 2023/24 läuft dieser Schulversuch im Regierungsbezirk Köln. Das Referat 313 (Berufsschule und Berufsfachschule) des Ministeriums für Schule und Bildung (MSB) befürwortet, dass sich Schulen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf an dem Schulversuch beteiligen. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat durch die Schulaufsicht infrage kommende Berufskollegs mit der Bitte um entsprechende Prüfung kontaktiert.
Inhaltlich ist der Schulversuch deswegen sinnvoll, weil in den jeweiligen Bildungsgängen B 06 (führt zum erweiterten ersten Schulabschluss) und B 07 (führt zum mittleren Schulabschluss) die drei bisherigen Berufsfelder Elektrotechnik, Bautechnik und Metalltechnik in einem neuen integrativen Berufsfeld Ingenieurtechnik zusammengefasst sind. Das schafft Synergieeffekte durch die Reduzierung von sechs Bildungsgängen auf zwei und eröffnet für die Schüler/innen (SuS) eine breitere Berufsorientierung.
Im Schulversuch Ingenieurtechnik der Anlage B werden differenzierte ingenieurtechnische Kompetenz sowie die fachlichen Grundlagen der einzelnen Schwerpunkte (Bautechnik, Elektrotechnik und Maschinenbautechnik) vermittelt. Vorrangiges Ziel ist es, dass die SuS Kompetenzen zur Lösung technischer Probleme (weiter)entwickeln. Der Schulversuch hat den Anspruch, den SuS grundlegende Prinzipien ingenieurtechnischen Denkens und Arbeitens zu vermitteln und verfolgt im besonderen Maße die Förderung des interdisziplinären Denkens und Handelns. Von daher wird mit dem Schulversuch angestrebt, in dem einjährigen Bildungsgang nicht spezielle Kenntnisse in einem Berufsfeld zu vermitteln, sondern den SuS die gesamte Bandbreite ingenieurtechnischen Handelns beizubringen, um entweder einen technischen Ausbildungsplatz zu ergreifen oder um in den technischen Bildungsgängen der APO-BK Anlage C die Fachhochschulreife anzustreben.
Ziel des Vorhabens ist es, den Jugendlichen durch die „Einjährige Berufsfachschule – Ingenieurtechnik“ eine breitere vorberufliche technische Bildung zu bieten. Diese beinhaltet grundlegende Aspekte der Berufsfelder Metall-, Elektro- und Holztechnik. In der beruflichen Orientierungsphase der Jugendlichen sind Neigungen, Vorlieben und Kenntnisse der handwerklichen Praxis noch im Aufbau. Das Ingenieurwissen gibt hier die Möglichkeit, in einem Bildungsgang vier Fachrichtungen kennenzulernen. Neue Bereiche der Ingenieurstechnik, insbesondere in der Gebäudeausrüstung, können hier in die vorberufliche Bildung eingebracht werden. Moderne digital gesteuerte Anlagen und Planungsverfahren können analog zur handwerklichen Praxis vermittelt werden. Ein zentraler Konzeptbestandteil ist die Theorie und Praxis in den Berufsfeldern Holz- und Bautechnik, Metalltechnik und Elektrotechnik im Profilfach.
Voraussetzung für das Gelingen dieses Vorhabens sind die Erfahrungen im integrativen Profilfach Ingenieurtechnik, die die Schule schon im Bildungsgang des Beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Ingenieurwissenschaften gesammelt hat. Die Schule hat bisher zwei zertifizierte Lehrkräfte mit der Facultas Ingenieurtechnik, zwei weitere sind in Ausbildung. Für die Stundentafel und die schulinternen didaktischen Planungen dient das Curriculum der Pilotschule Hans-Böckler-Berufskolleg in Köln als Grundlage.
Personal- und Raumressourcen beansprucht der Schulversuch nicht. Im Gegenteil: Es ist durch die einfachere Klassenbildung mit Synergieeffekten in diesen beiden Punkten zu rechnen.
Die regionale Abstimmung mit den Nachbarkommunen wurde bereits durchgeführt. Es wurden keine Bedenken gegen die Errichtung der Bildungsgänge geäußert.
