Beschlussvorlage - B/17/3942-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt beschließt die Einrichtung von 2 x 0,5 Stellen Museumpädagogik zum 01.10.2023.

 

 

Deckungsvorschlag:

 

Die für das Haushaltsjahr 2023 zusätzlich anfallenden Personalkosten (angenommen wird eine Besetzung ab 10/2023) in Höhe von 18.925,- EUR werden durch die anteilig reduzierten Mietaufwendungen und die eingesparten Honorarkosten gedeckt.

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Konsequenzen

Bezug

 

VV Beschluss vom 15.08.2023

 

 

Konsequenzen

 

a) Finanzielle

 

    keine  [ ]

 

    ja   [X]

 

Die jährlichen Gesamtkosten einer Stelle ergeben sich bei einem Nicht-Büroarbeitsplatz aus den klassischen Personalkosten und den Sachkosten (10 % der der Personalkosten + 3.450 Euro bei informationstechnischer Unterstützung). Da die Sachkosten aus dem Fördertopf bezahlt werden, kann in der Berechnung darauf verzichtet werden. Die verwendeten Werte sind Orientierungswerte der KGSt. (Bericht 11/2022):

 

0,5 Stelle EG 10 TVöD tg A 11 LBesG:

 

Tarifbeschäftigte/r = 37.850,- EUR Personalkosten

Beamter/in = 45.400,- EUR Personalkosten.

 

Kompensation:

 

Einsparung der Honorarkosten in Höhe von 43.000 €/Jahr sowie Reduzierung des geplanten Mietaufwandes (Sachkonto 542210)

 

Jährl. Personalausgaben

75.700,- EUR

Einsparung Honorarkosten

43.000,- EUR

Sachkonto 542210 (Aufwand für Miete)

32.700,- EUR

 

b) Sonstige

 

    Auswirkungen auf das Klima

 

    ja    [ ] (siehe Anlage Klimacheck)

 

    nein   [X] Begründung:

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Sachverhalt

Begründung

 

Zur Aufwertung der Innenstadt Alt-Oberhausen wurde durch das Dezernat 1/Finanzen, Kultur das Projekt Creative City entwickelt. Im Rahmen dieses Projektes wird die Verlagerung der Artothek aus dem Schloss Oberhausen ins Europahaus in der Stadtmitte sowie damit verbunden die Entwicklung eines Künstlertreffs an diesem neuen Standort angestrebt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die aktuelle Ausrichtung der Artothek, die bisher nur einmal monatlich von 16 – 20 Uhr geöffnet war und ausschließlich Kunst verliehen hat. Der Verwaltungsvorstand hat in seiner Sitzung am 21.03.2023 den Auftrag formuliert, die Verlagerung und die damit verbundenen erforderlichen Handlungsschritte voranzutreiben.

Die Anmietung der Räumlichkeiten im Europahaus ist erfolgt, die Miete wird über das Förderprogramm bis 2025 bezuschusst. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut wird zurzeit ein neues Betriebskonzept in einer Arbeitsgruppe mit den betroffenen Fachleuten entwickelt.

 

Personalstruktur / Ressourcenplanung

 

Der Bereich 0-8 Kunst beschäftigt seit mehr als 25 Jahren zwei Pädagoginnen mit diversen, häufig parallel laufenden Honorarverträgen zwecks Konzeption und praktischer Durchführung der museumspädagogischen Bildungsarbeit des Hauses, die Honorarkosten belaufen sich auf 43.000 €/Jahr. Beide Damen leisten herausragende Arbeit, binden zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schulklassen und diverse andere Zielgruppen (Behinderte, Demenzkranke, Eltern der Malschüler*innen, Artotheknutzer*innen) an die LUDWIGGALERIE und sind Teil eines breiten Netzwerkes an Pädagogen*innen und Multiplikatoren*innen. Die durch sie realisierte regelmäßige Teilnahme an dem Bundesprojekt „Museum macht stark!“ ist äußerst erfolgreich und erfährt große überregionale Beachtung.

 

Einrichtung 2 x 0,5 Stellen Museumspädagogik

 

Die strategische Leitung und inhaltliche Ausrichtung des Künstlertreffs soll von den beiden Honorarkräften wahrgenommen werden, beide Museumspädagoginnen sollen ihren Arbeitsplatz in den neuen Räumlichkeiten finden. Hierzu sollen 2 Teilzeitstellen eingerichtet werden:

 

Zu den Aufgabenschwerpunkten gehören:

  • Artothek

Künstlerische, organisatorische und strategische Leitung,

Einwerbung neuer Leihgaben, Kundenberatung,

Konzeption, Organisation und Durchführung des Betriebes sowie öffentlichkeitswirksamer Sonderveranstaltungen.

 

  • Künstlertreff

Künstlerische, organisatorische und strategische Leitung,

Aufbau einer künstlerischen Community am neuen Standort,

Betreuung und Anleitung der Mitarbeitenden und Künstlern*innen,

Konzeption, Organisation und Durchführung des Betriebs sowie öffentlichkeitswirksamer Sonderveranstaltungen.

 

  • Museumspädagogik/Vermittlungsarbeit

Definition von Bildungsinhalten in Übereinstimmung mit dem Leitbild der LUDWIGGALERIE,

Entwicklung von zielgruppenorientierten Bildungsangeboten und deren Evaluation,

Durchführung der konzipierten Angebote bzw. Begleitung der externen Pädagogen,

Konzeption und Durchführung von Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für Lehrpersonal, Erzieher*innen und Mitarbeiter*innen im Offenen Ganztag,

Umsetzung eines ‚Classroom-Management‘ für den museumspädagogischen Raum

Verwaltung des Materialdepots, Teilnahme an überregionalen Bildungsprogrammen (Bundesprogramm „Museum macht stark!“) mit - bisher immer - ausgezeichnetem Abschluss.

 

  • Öffentlichkeitsarbeit

Textproduktion für den Hauptflyer, Redaktion des Informationsträgers für die ausstellungsbegleitenden Führungen, Textproduktion für die Medien-CD und die Webversion,

Redaktion von Texten Dritter,

Akquise neuer Zielgruppen und Multiplikatoren.

 

  • Verwaltungs- und Finanzangelegenheiten

Einwerbung von Drittmitteln,

Teilnahme an Wettbewerben,

Erstellung von themenbezogenen Berichtstexten für politische Gremien,

Erstellung von Verwendungsnachweisen,

Programmentwicklung Sonderveranstaltungen der LUDWIGGALERIE (Schlaflos, Kulturtage, Extraschicht, …).

 

Bis zur Eröffnung des Künstlertreffs sind beide Museumspädagoginnen bereits engmaschig in die Konzeption einbezogen.

 

Der Stellenwert wird vorbehaltlich der Bewertungskommission mit EG 10 TVöD tg. A 11 LBesG festgesetzt.

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