Beschlussvorlage - B/17/3932-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Stadterneuerungskonzept "Sozialer Zusammenhalt Oberhausen Brückenschlag"hier: Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes Soziale Stadt Oberhausen "Brückenschlag" durch Aufnahme des Projektes "Errichtung multifunktionale Mensa und Lernzentrum am Elsa-Brändström-Gymnasium"
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Eigenbetrieb SBO
- Bearbeitung:
- Gabriele Günther
- Verantwortung:
- A. Kußel
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Alt-Oberhausen
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Anhörung
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13.09.2023
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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14.09.2023
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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18.09.2023
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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25.09.2023
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Geplant
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Stadtplanungs- und Mobilitätsausschuss
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Kenntnisnahme
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26.10.2023
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag
- Der Rat der Stadt Oberhausen beschließt die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes „Sozialer Zusammenhalt Oberhausen Brückenschlag“ durch Aufnahme der Teilmaßnahme „Errichtung einer multifunktionalen Mensa und eines Lernzentrums am Elsa-Brändström-Gymnasium“.
- Der Rat der Stadt Oberhausen beschließt die Errichtung einer multifunktionalen Mensa und eines Lernzentrums am Elsa-Brändström-Gymnasium mit voraussichtlichen Baukosten in Höhe von rund 3.248.000 EUR zzgl. 752.000 EUR Planungskosten gem. HOAI, mithin insgesamt 4.000.000 EUR, sofern eine Förderung bewilligt wird.
- Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der SBO die erforderlichen Unterlagen für einen Antrag zur Aufnahme im Stadtteilprojekt Brückenschlag zusammenzustellen und der Bezirksregierung Düsseldorf zur Anerkennung und Bewilligung vorzulegen.
Konsequenzen
Bezug
Drucksache-Nr.: B/16/2190-01
„Integriertes Handlungskonzept Soziale Stadt Oberhausen – Brückenschlag (Oberhausen-Innenstadt/Lirich); hier: Beschluss zur Festlegung eines Programmgebietes „Soziale Stadt“ sowie Beschluss über das integrierte Handlungskonzept“
Konsequenzen
a) Finanzielle
keine [ ]
ja [ X ]
Mittel zur Durchführung stehen unter der Finanzstelle 330003010400002 (Elsa-Brändström-Gymnasium) bei der Finanzposition 785101 (Hochbaumaßnahmen Ing.-Leist.) in 2023 in Höhe von 50.000 EUR zur Verfügung. Für die Folgejahre wurden Mittel vorerst wie folgt angemeldet:
Finanzposition | 2024 | 2025 | 2026 |
785100 | 250.000 EUR | 1.500.000 EUR | 500.000 EUR |
785101 | 300.000 EUR | 225.000 EUR |
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Eine Anpassung der Anmeldung der Ausgabenplanung entsprechend der Kostenberechnung für die Jahre ab 2025 und die erwartete Refinanzierung in Höhe von 80 % der Baukosten ab 2024 erfolgen über die Veränderungsnachweisung.
b) Sonstige
Auswirkungen auf das Klima
ja [ X ] (siehe Anlage Klimacheck)
nein [ ] Begründung:
Sachverhalt
Begründung
Der Rat der Stadt Oberhausen hat in seiner Sitzung vom 19.12.2016 auf der Grundlage des § 171e BauGB das Integrierte Handlungskonzept Brückenschlag sowie das städtebauliche Programmgebiet „Soziale Stadt Oberhausen Brückenschlag“ als Gesamtmaßnahme für den Stadterneuerungsprozess im Stadterneuerungsgebiet Oberhausen Brückenschlag beschlossen (Drucksache Nr. B/16/2190-01). Das Handlungskonzept gilt als Leitlinie für die Stadterneuerung im Städtebaufördergebiet „Brückenschlag“. Die Aufwertung der städtebaulichen und funktionalen Situation in der Innenstadt von Alt-Oberhausen und Lirich stehen hierbei im Vordergrund, für die das Integrierte Handlungskonzept entsprechende Maßnahmen vorsieht.
Ausgangslage
Das Elsa-Brändström-Gymnasium (EBG) ist ein fünfzügig festgelegtes Ganztagsgymnasium, welches zentral im Innenstadtbereich liegt. Zwei der vier Gebäudeteile der Schule sind denkmalgeschützt. Das EBG besuchen 794 Kinder, darunter 133 ausländische Schüler*innen (Stand: Schulstatistik 2022/2023). Der Anteil von Kindern, die keine gymnasiale Empfehlung in der Grundschule erhalten haben, deren Eltern sich für eine Anmeldung dennoch am Gymnasium entschieden haben, ist am EBG in Oberhausen am höchsten. Das pädagogische Profil des Elsa-Brändström-Gymnasiums ruht auf drei Säulen: einem technisch-informatorischen Zweig, dem Offenen Unterricht nach Maria Montessori und dem kulturellen Profil als „Kulturschule Oberhausen“.
Da es sich um ein Ganztagsgymnasium handelt, ist eine Übermittagsbetreuung verpflichtend sicherzustellen. Zurzeit müssen die Kinder den Schulstandort verlassen und in einem angemieteten kleinen Lokal in der Innenstadt verpflegt werden. Die Raumgröße genügt nicht, um die Essensausgabe innerhalb von drei Schichten - gemäß der Festlegung in den Schulbauleitlinien - sicherstellen zu können.
Da das EBG als Innenstadtgymnasium nur über wenig Schulhoffläche verfügt, wurde einst eine asphaltierte Fläche überdacht. Die Aufenthaltsqualität ist hier nicht gegeben und wird von den Schüler*innen nicht angenommen. Bei Regen halten sich die Kinder in der Pausenhalle und nicht in dem außenliegenden Unterstand auf. Auch das Erscheinungsbild dieses Aufbaus von der öffentlichen Straße wird negativ aufgenommen und stört das städtebauliche Bild zwischen der umliegenden Wohnbebauung und dem denkmalgeschützten Altbau.
Geplante Maßnahme
Es ist beabsichtigt, diesen Aufbau abzubrechen und ein zweigeschossiges Gebäude zu errichten. Im Erdgeschoss, welches unterhalb des Straßenniveaus liegt, soll eine Mensa/Veranstaltungsraum errichtet werden. Der Speiseraum soll eine Größe von rund 137 qm haben. An der Längswand wird eine Projektionsmöglichkeit angebracht, um Vorträge und Veranstaltungen zu ermöglichen.
Im Obergeschoss soll ein Selbstlernzentrum mit einer Größe von rund 135 qm eingerichtet werden, mit Arbeitsplätzen und dem Zugriff auf verschiedenste Medien.
Da die Räume groß, vielseitig nutzbar und von größeren, wechselnden Personengruppen nutzbar sind, wird eine Lüftungsanlage eingebaut, um einen stetigen Luftaustausch zu gewährleisten. Die Lüftungsanlage erfüllt die Anforderungen wie zu Pandemiezeiten. Der geplante Neubau wird ein Gründach erhalten, da die notwendige Technik für die PV-Anlage hier nicht mehr untergebracht werden kann. Die Prüfung zum Aufbau einer PV-Anlage auf den Bestandsgebäuden jedoch ist bereits aufgenommen worden. Die grundsätzliche statische Möglichkeit der Dächer ist gegeben. Die Installation dieser PV-Anlagen wird getrennt zur Maßnahme über die Errichtung eines Neubaus am Elsa-Brändström-Gymnasium behandelt.
Öffnung für den Stadtteil zur Aufnahme in das Integrierte Handlungskonzept
In den Vormittagsstunden soll die Mensa für die Schüler*innen als Speiseraum für den Verzehr von warmen und kalten Speisen dienen. Gleichzeitig öffnet sich das Gymnasium dem benachbarten Hans-Böckler-Berufskolleg, deren Schüler*innen nicht nur ganztägig, sondern auch in den Abendstunden beschult werden. Die Mensa soll auch diesen jungen Erwachsenen die Möglichkeit geben, sich nachhaltig und gesund zu ernähren. Die Schulleitung des Berufskollegs unterstützt die Einrichtung einer solchen Möglichkeit.
Zudem sollen die Mensa und das Selbstlernzentrum als Multifunktionsraum dienen. Im Nachmittagsbereich sind Nutzungen als Prüfungs- und Aufenthaltsraum angedacht. In den Abendstunden soll das Gebäude für den Zeitraum 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr für Kultur- und Informationsveranstaltungen der Schule und des Stadtteils/Quartiers vorgesehen werden. Wochenends bieten sich auch Tagesveranstaltungen an.
Ähnlich dem Modell des Elterncafés, wie es in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, die Familienzentrum sind, praktiziert wird, ist dies auch für die Eltern des Viertels in diesen neu zu schaffenden Räumlichkeiten von der Schule gewünscht. Hier können durch Aktivitäten im Schulraum enge Kontakte auch zu Eltern mit Migrationshintergrund und zu Menschen, die bisher bildungsferner orientiert waren, geknüpft werden. Eine Unterstützung seitens Integrations- und Sozialarbeitern werden durch die Öffnung der Mensa generell gefördert. Wie bereits beschrieben ist der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund als auch von Kindern, die nicht unbedingt eine reine gymnasiale Empfehlung haben, am Elsa-Brändström-Gymnasium höher als an anderen Gymnasien und spiegelt die gesellschaftliche Struktur im Quartier wider. Die Eltern, die bisher weniger bildungsorientiert waren, können somit über die Schule und deren Kinder wieder näher an die gesellschaftliche Breite herangeführt werden und können hier ggfs. erstmals Unterstützungsprogramme erfahren, denen sie ansonsten ferngeblieben wären. Eltern des Viertels, die auf solche Angebote bereits in der Kindertageseinrichtung oder Grundschule eingegangen sind, verlieren nun diese Unterstützungen nicht mehr, nur weil ihre Kinder die Schule gewechselt haben. Die eingebaute Küche kann zur Verpflegung genutzt werden.
Das EBG ist „Kulturschule“ und pflegt aus diesem Grund auch viele kulturelle Veranstaltungen einerseits von den Schüler*innen andererseits für die Schüler*innen und den Besucher*innen des Stadtteils. Die Veranstaltungen können in der Mensa oder Lesungen in gemütlicher Runde im Selbstlernzentrum wie in einer Bücherei erfolgen. Kurse durch die Volkshochschule sind ebenso denkbar.
Das Integrierte Handlungskonzept sieht Maßnahmen in drei Säulen vor. Hierbei stehen die städtebaulichen, die wirtschaftlichen und die sozialen und kulturellen Entwicklungen im Vordergrund. Durch den Abriss des nicht angenommenen Betonaufbaus profitiert nicht nur die Schule, sondern auch der öffentliche Raum, da die bisherige Wand die Grenze des Schulgrundstücks zur Straße bildet. Durch die Errichtung eines architektonisch ansprechenden Gebäudes wird der öffentliche Raum und das Straßenbild aufgewertet. Das neue Gebäude fügt sich in dem Ensemble an Wohnbebauung und des denkmalgeschützten Altbaus der Schule vorteilhaft ein.
Die Öffnung der Räume zum Stadtteil mit den eingeplanten Veranstaltungen bieten vielfältige Kultur- und Bildungsangebote. Durch die Einführung familienzentrum-ähnlicher Abende wird ein Ort der Begegnung und Integration geschaffen, worüber Netzwerke zwischen den Teilnehmenden und Veranstaltern gebildet werden können. Zur Förderung der Kulturangebote bietet sich das Elsa-Brändström-Gymnasium als zertifizierte Kulturschule an, zumal hier diverse Programme im Schulkonzept enthalten sind. Räume zur Mitnahme der Öffentlichkeit fehlen, da bisher nur die nicht gänzlich barrierefreie Aula als Veranstaltungsort genutzt werden kann. Diese Verbesserungen entsprechen den Anforderungen des Integrierten Handlungskonzeptes.
Unabhängig der eigentlichen Handlungsfelder wird auch die gesundheitliche Förderung unterstützt, da die Schülerschaft sowohl des Elsa-Brändström-Gymnasiums als auch durch die Personen des Hans-Böckler-Berufskollegs durch nachhaltige und ausgewogenen Ernährung in ihrer Entwicklung unterstützt werden.
In Bezug auf den hohen bildungs- und sozialorientierten Mehrwert der Realisierung der Maßnahme im Programmgebiet „Sozialer Zusammenhalt Oberhausen“ mit Bezug auf die oben angeführten Handlungsfelder sollen Fördermittel im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt Oberhausen – Brückenschlag“ für die Errichtung der Mensa am Elsa-Brändström-Gymnasium beantragt werden. Hierfür ist eine auf diese Teilmaßnahme bezogene Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes erforderlich.
Anlagen
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(wie Dokument)
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1,6 MB
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(wie Dokument)
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377,2 kB
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