Berichtsvorlage - M/17/3617-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Bezug

 

Antrag der CDU-Fraktion vom 08.03.2023 zur Steigerung der Aufenthaltsqualität des Grünzugs Gewerbegebiet Max-Planck-Ring, Drucksachen-Nr.: A/17/3140-01

 

 

Sachdarstellung

 

In der Sitzung der Bezirksvertretung am 08.03.2023 wurde die Verwaltung durch Antrag der CDU-Fraktion gebeten zu prüfen, inwieweit der Grünzug am Max-Planck-Ring attraktiviert werden kann, um unterschiedlichen Nutzergruppen gerecht zu werden. Hierbei sollten insbesondere die folgenden Punkte geprüft werden:

 

-            Die Sinnhaftigkeit der Einzäunung der Hundefreilauffläche.

-            Die Anzahl der Hundekotbeutelspender und Mülleimer hinsichtlich ihrer Auslastung.

-            Die Anzahl und der Komfort der Sitzmöglichkeiten im Verhältnis zur Fläche und Erreichbarkeit.

-            Die Möglichkeit der natürlichen Beschattung durch die Anpflanzung von Bäumen auf der Freifläche.

 

 

Die Prüfung hat Folgendes ergeben:

 

Sinnhaftigkeit der Einzäunung der Hundefreifläche

 

Aktuell wird auf die Hundefreifläche mittels zweier Hinweisschilder hingewiesen. Nach Ansicht der Fachabteilung ist für NutzerInnen des Grünzuges jedoch nicht aus jeder Richtung ersichtlich, welche Fläche als Hundefreifläche zu nutzen ist, so dass Hunde wahllos auf den diversen angrenzenden Grünflächen freigelassen werden. Zur Verdeutlichung der Freilauffläche sollte daher mindestens eine weitere Beschilderung am nördlichen Zugang zum Max-Planck-Ring (Zuwegung neben Fritz Berger) aufgestellt werden.

 

Die Fachabteilung hat die Sinnhaftigkeit einer Einzäunung der Fläche geprüft. Um die Fläche vollständig einzufrieden, müsste ein mindestens 300 m langer Zaun mit verschließbaren Zugangsmöglichkeiten (Toren) zur Pflege und Nutzung der Fläche aufgestellt werden. Nach Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oberhausen wird jedoch eine Einzäunung als fragwürdig erachtet, da diese nach § 14 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in das Landschaftsbild eingreifen könnte und der Genehmigung bzw. Befreiung bedürfe.

 

Weiterhin weist die Fachabteilung darauf hin, dass grundsätzlich nur diejenigen Hundefreiflächen im Stadtgebiet eingezäunt werden, die an Verkehrsflächen angrenzen und daher aus Gründen der Verkehrssicherheit eingefriedet werden müssen. Sonstige Flächen innerhalb von Grünanlagen wurden bisher aus Gründen der besonderen Charakteristik grundsätzlich nicht eingezäunt, so dass die Fachabteilung auch in diesem Fall zu einem Verzicht auf gesonderte Einzäunung der Hundefreifläche raten würde.

 

 

Anzahl der Hundekotbeutelspender und Mülleimer hinsichtlich ihrer Auslastung

 

Derzeit sind nur je ein Hundekotbeutelspender und ein Mülleimer neben der einzigen Sitzgelegenheit an der Hundefreifläche (Hauptweg vom Max-Planck-Ring) aufgestellt.

 

Eine Abfrage bei der WBO GmbH, die für die Leerung des Mülleimers und die Befüllung des Kotbeutelspenders zuständig ist, hat zudem ergeben, dass der Mülleimer einmal wöchentlich geleert wird und eine Auslastung von maximal 90% aufweist. Um einer Vollauslastung vorzubeugen, wird ein weiterer Mülleimer am südlichen Zugang des Max-Planck-Rings (Kreisverkehr Hagebaumarkt) aufgestellt.

 

Aus Sicht der Verwaltung ist ein weiterer Hundekotbeutelspender nach den bisherigen Erfahrungswerten nicht erforderlich.

 

 

Anzahl und Komfort der Sitzmöglichkeiten im Verhältnis zur Fläche und Erreichbarkeit

 

Die derzeit einzig vorhandene Sitzmöglichkeit an der Hundefreifläche wird von der Fachabteilung nach Überprüfung der Örtlichkeit als nicht ausreichend angesehen.

 

Vielmehr sollten entlang der verschiedenen Hauptwege mindestens drei weitere Sitzbänke aufgestellt werden, um den NutzerInnen ausreichend Erholungsmöglichkeiten zu bieten und die Aussichten zu genießen. Insbesondere am Weg von der Fußgängerbrücke Mülheimer Straße / Wasserturm in den Grünzug, in der Nähe des südlichen Zugangs Max-Planck-Ring (Kreisverkehr Hagebaumarkt) mit Blickrichtung Wasserturm und eine zweite Sitzbank an der Hundefreifläche werden als sinnvoll angesehen. Die Umsetzung erfolgt im IV. Quartal 2023.

 

 

Möglichkeit der natürlichen Beschattung durch die Anpflanzung von Bäumen auf der Freifläche

 

Nach Ansicht der Fachabteilung ist die Anpflanzung weiterer Bäume auf dem Gesamtgelände möglich und sinnvoll. Bei der Wahl der Standorte und der Baumarten ist das Gesamtbild des Grünzuges zu beachten. Außerdem sollte eine zu starke Verschattung der Rasenflächen vermieden werden, da andernfalls mit dem Verlust des Rasens zu rechnen ist. Daher sollten nur vereinzelte Solitärbäume nachgepflanzt werden.

 

Die SBO hat bereits mit der Nachpflanzung von Jungbäumen auf den Freiflächen des Max-Planck-Rings begonnen. Anfang Mai 2023 wurden sieben neue Baumstandorte geschaffen. Weitere sieben Bäume können im kommenden Herbst nachgepflanzt werden. Bei der Wahl der neuen Standorte konzentriert sich die Fachabteilung in erster Linie auf die vorhandene sowie die geplanten Sitzgelegenheiten entlang der Wegeverbindungen.

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Anlagen

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