Beschlussvorlage - B/17/3462-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Förderprogramm „Inklusion vor Ort“Projekt „Lass mal gemeinsam machen! Inklusives Kulturleben in Oberhausen"
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Personal und Organisation
- Bearbeitung:
- Tatjana Münch
- Verantwortung:
- Herr Kawicki
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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08.05.2023
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Erledigt
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Rat der Stadt
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Beschlussfassung
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15.05.2023
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Konsequenzen
Bezug
V/17/3386-01 VV-Beschluss vom 25.04.2023
Konsequenzen
a) Finanzielle
keine [ ]
ja [X] (25.000 EUR pro Jahr Eigenanteil)
Der Betrag steht im Jahr 2023 überplanmäßig zur Verfügung gestellt und durch den gesamten Kulturhaushalt refinanziert. In den Folgejahren wird der Eigenanteil im jeweiligen Haushaltsjahr und der mittelfristigen Finanzplanung ausgewiesen und im Rahmen des gesamten Kulturhaushalt refinanziert.
b) Sonstige
Auswirkungen auf das Klima
ja [ ] (siehe Anlage Klimacheck)
nein [X]
Sachverhalt
Begründung
Oberhausener Kultur- und Kunstinstitutionen, soziokulturelle Einrichtungen und kommerzielle Kulturanbieter*innen haben sich in den letzten Jahren punktuell mit dem Thema „Inklusion“ auf unterschiedlichen Ebenen beschäftigt.
Zu einer strukturell verankerten inklusiven Öffnung oder Gestaltung der Kulturangebote ist es jedoch nie gekommen. Eher werden tendenziell spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung umgesetzt.
Bestehende Kulturangebote erreichen in ihrer Konzeptions-und Organisationsstruktur nur selten die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung und werden zudem fast nie partizipativ konzipiert.
Inklusive Angebote haben noch zu häufig Projektcharakter und finden selten Eingang in das reguläre Angebotsportfolio. Auch die Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege, die in Oberhausen breit aufgestellt sind, machen kulturelle Angebote. Auch hier ist das Phänomen zu beobachten, dass kulturelle und künstlerische Aktivitäten noch nicht immer inklusiv gedacht und geplant werden und kulturelles Arbeiten zu selten auf Augenhöhe geschieht. Kulturelles Schaffen bleibt zu oft „intern“ und wird im „Außen“ von Menschen ohne Behinderung kaum wahrgenommen.
In den Kultur- und Kunsteinrichtungen Oberhausens gibt es ein großes Bewusstsein für das Thema „Inklusion“.
Alle kommunalen Einrichtungen haben ein Diversitätskonzept. Diese Aufmerksamkeit ist allerdings geprägt von einem unterschiedlichen Verständnis in Angeboten für Menschen mit und ohne Behinderung und von einer unterschiedlich ausgeprägten Sensibilität.
In den letzten Jahren haben sich unterschiedliche Kulturinstitutionen, soziokulturelle Einrichtungen und kommerzielle Kulturanbieter*innen punktuell damit beschäftigt, ihre Räume und Angebote für Menschen, die behindert werden, zu öffnen.
Dabei wurden unterschiedliche positive und negative Erfahrungen gemacht. Die Angebote werden in der Regel merkmalsgruppenspezifisch konzipiert.
Menschen ohne Behinderung sind bei den künstlerischen Ereignissen meist sichtbar tätig, die von Menschen mit Behinderung in ihrem Tun begleitet werden.
Die Ansätze verbleiben in den einzelnen Einrichtungen. Zumeist sind sie an bestimmte engagierte Personen gebunden.
Zwischen den Organisationen gibt es bislang keinen Austausch, keine Vernetzung und keine gemeinsame Strategie. Das möchte „Lass‘ mal gemeinsam machen!“ verändern. Wir wählen die Fokussierung auf Erwachsene mit Behinderung, weil gerade ihnen kreativ-kulturell weniger angeboten wird als Kindern und Jugendlichen, und wenn fast ausschließlich im sozialen Bereich und dann meist merkmalsgruppenspezifisch.
Das möchte „Lass‘ mal gemeinsam machen!“ verändern und nutzt dafür den Ansatz des Kompetenzaufbaus im Verbund.
Bei dem Projekt geht es um die Schaffung attraktiver, inklusiver Settings als Teil des regulären Programms von Kultureinrichtungen, Veranstaltungsorten, soziokulturellen Zentren sowie Freizeit- und Bildungseinrichtungen und sozialer Einrichtungen.
Meilensteine sind:
1. Gegenseitiges Kennenlernen
2. Netzwerk bilden
3. Wissensaufbau und Austausch
4. Menschen mit Behinderung als Akteur*innen
5. Angebote und Settings inklusiv gestalten
Finanzierung:
Obwohl sich binnen kurzer Zeit ein breiter Kreis an potentiellen Netzwerkpartner*innen gebildet hat, die auch ihre Ressourcen und Erfahrungen einbringen werden, braucht das Projekt für ein strukturiertes, moderiertes und strategisches Vorgehen, um langfristig wirken zu können, zusätzliche Mittel für die Netzwerkleitung und reflektierende Begleitung.
Für den Zeitraum vom 20.04.2023 bis zum 31.03.2026 wurden mit Zuwendungsbescheid vom 13.04.2023 eine Zuwendung von insg. max. 300.000 EUR bewilligt, die sich wie folgt aufteilen:
2023 75.000 EUR
2024 100,000 EUR
2025 100.000 EUR
2026 25.000 EUR
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,9 MB
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