Beschlussvorlage - B/17/3291-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Ausbau der Wilhelmstraße im Bereich Gymnasialstraße bis Oskarstraße
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Mobilität
- Bearbeitung:
- Martina Schleuter
- Verantwortung:
- Mauksch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Sterkrade
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Beschlussfassung
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04.05.2023
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Konsequenzen
Bezug
Drucksache Nr. M/17/0451-01
Konsequenzen
a) Finanzielle
keine [X]
ja [ ]
b) Sonstige
Auswirkungen auf das Klima
ja [ ] (siehe Anlage Klimacheck)
nein [X] Begründung:
Die Erneuerung des Straßenabschnitts hat keine Auswirkungen auf den Verkehr und die daraus resultierenden Immissionen. Der Baumbestand bleibt erhalten. In der weiteren Planungsphase ist zu prüfen, inwieweit ökologische Verbesserungen (z. B. durch Versickerung des Oberflächenwassers) möglich sind.
Sachverhalt
Begründung
In der Sitzung der Bezirksvertretung Sterkrade vom 11.03.2021 hat die Verwaltung über die bevorstehende Variantenuntersuchung zur Straßenraum- und Umfeldgestaltung Wilhelmstraße berichtet.
Für die Wilhelmstraße ist in den Bauprogrammen der Stadt Oberhausen ein Straßenvollausbau vorgesehen. Die Maßnahme ist auch im aktuellen Straßen- und Wegekonzept der Stadt Oberhausen, das am 14.12.2020 im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Oberhausen beschlossen wurde, enthalten.
In einer transparent und interaktiv durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligung konnten sich alle interessierten und betroffenen Bürger beteiligen. Dazu gehörten Anlieger der Straße sowie Nachbarn aus dem direkten Umfeld und nicht zuletzt auch die Schüler und Lehrer des an der Wilhelmstraße beheimateten Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums (FvS-G), die in den Planungsprozess aktiv eingebunden waren, um möglichst alle Interessen und Wünsche wie z.B. Verbesserung der Aufenthaltsfunktion vor der Schule oder „Elterntaxis“ mit einzubeziehen. In einem Leistungskurs der Oberstufe des FvS-G wurden gruppenweise Planungen für eine neue Gestaltung des Verkehrsraums entwickelt und den Bürgern in einer Abendveranstaltung vorgestellt.
Insgesamt konnten alle interessierten Teilnehmer zwischen Juni 2021 und der Abschlussveranstaltung am 16.08.2022 ihre Vorschläge und Anregungen über verschiedene Beteiligungsformate und -kanäle einbringen, woraus letztlich eine konkrete und zukunftsfähige Planungsvariante entwickelt wurde.
Der öffentliche Beteiligungsprozess wurde mit einer Auftaktveranstaltung am 26.03.2021, die aufgrund der Corona-Beschränkungen nur online durchgeführt werden konnte sowie darüber hinaus in Präsensveranstaltungen in der Aula des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums mit einem Planungsworkshop am 28.10.2021 und einer Abschlussveranstaltung am 16.08.2022 ausgerichtet.
Mit Vertretern der Polizei und des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums hat die Verwaltung obendrein am 23.04.2021 einen Planungsspaziergang durchgeführt.
Es wurden folglich zwei Planungsabschnitte gebildet:
- zwischen der Einmündung Gymnasialstraße/Wilhelmstraße bis zum Einmündungsbereich der Zufahrt Stadion/Wilhelmstraße (einschl. Straßenraum vor dem Gymnasium sowie der gegenüberliegenden Baumreihe und der Senkrechtparkstände)
- von der Zufahrt Stadion/Wilhelmstraße bis zum Wilhelmplatz und der Einmündung Oskarstraße
Aus den zwei möglichen Varianten (Trennungs- und Mischungsprinzip) wurde mithilfe einer Bewertungsmatrix die Vorzugslösung festgelegt und als Vorentwurf planerisch ausgearbeitet.
Während der Abschlussveranstaltung erfolgte schließlich als Ergebnis des öffentlichen Beteiligungsverfahrens die Präsentation der Vorzugslösung:
- Ab der Einmündung Gymnasialstraße / Wilhelmstraße wird gezielt die Schulhoffläche des Gymnasiums über den Straßenraum erweitert und mit dem Gymnasialpark verbunden. Dieser Bereich wird als Mischverkehrsfläche ausgebaut und ein verkehrsberuhigter Bereich angeordnet.
Flächen für einen geordneten Bring -und Holverkehr sollen zukünftig in fußläufiger Entfernung zu den weiterführenden Schulen an der Steinbrinkstraße außerhalb des betrachteten Plangebietes zur Verfügung gestellt werden. Die konkrete Verortung und Umsetzung ist Teil weiterer Untersuchungen.
Die unregelmäßig angefahrene Schulbushaltestelle verbleibt direkt vor dem Hauptgebäude des Gymnasiums.
Zudem soll das Angebot an Radabstellanlagen erhöht werden.
Die Baumbeete werden im Vergleich zum Bestand größer dimensioniert und können aufgrund des Wegfalls der kostenlosen Senkrechtparkstände miteinander verbunden werden. Der Lehrerparkplatz bleibt erhalten und wird mit E-Ladesäulen ausgestattet.
- Im Bereich von der Schule bis zur Einmündung der Oskarstraße wird die Fahrbahn auf eine Breite von 4 m eingeengt. Vier gepflasterte Begegnungsflächen, in denen die Fahrbahnbreite auf 6 m erhöht wird, ermöglichen die zu berücksichtigenden Begegnungsfälle Pkw-Rad, Pkw-Pkw oder Pkw-Müllfahrzeug.
Zu beiden Seiten der Fahrgasse sind Längsparkstände geplant, daneben werden beidseitig Sicherheitstrennstreifen auf der Fahrbahn markiert.
Die Neuanordnung von Fahrgasse und Parkständen ermöglicht ein Verbinden der Baumbeete, was eine Vergrößerung des Wurzelraums für Bestandsbäume ermöglicht. Die beidseitigen Gehwegflächen werden erneuert.
Der Einsatz von Drainfugenpflaster im Bereich der Längsparkstände ist in Abhängigkeit der Versickerungsfähigkeit der Böden zu überprüfen, daher ist die Erstellung eines Bodengutachtens für die weitere Planung zwingend erforderlich.
- Mit der Umgestaltung des Wilhelmplatzes soll eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität erreicht werden. Der Wilhelmplatz erhält zur Wilhelmstraße hin eine Platzfläche zum Verweilen, Erholen und Begegnen, die vorhandenen Bäume bleiben erhalten.
Zentral ist ein Brunnen platziert, der in der Art eines Wasserspiels Wasser erlebbar machen soll. Darum gliedert sich eine Platzfläche mit einer wassergebundenen Decke und Sitzgelegenheiten.
Die Verkehrsflächen am Wilhelmplatz ermöglichen weiterhin eine Umfahrung für den Kfz-Verkehr. Auf der dem Polizeipräsidium abgewandten Seite sind am Fahrbahnrand PKW-Stellplätze geplant. Die Anbindung in den Volkspark bleibt erhalten.
Im weiteren Verlauf des Planungsprozesses und auch während der Bauphase wird ein Baumgutachter in die Planung und dessen Umsetzung mit einbezogen.
Aktuell wird überdies eine Evaluierung des Parkraumbewirtschaftungskonzepts durchgeführt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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4 MB
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2
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(wie Dokument)
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3,1 MB
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3
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(wie Dokument)
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3,5 MB
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4
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(wie Dokument)
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139,9 kB
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5
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(wie Dokument)
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114,4 kB
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