Berichtsvorlage - M/17/2978-01

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Bezug

 

Antrag der CDU-Fraktion: „Errichtung von Wildblumenwiesen in Parkanlagen als Beitrag zum Artenschutz“ (Drucksachen-Nr.: A/17/1791-01 vom 09.03.2022)

 

 

Sachdarstellung

 

Mit Beschluss des Antrages der CDU-Fraktion vom 09.03.2023 in der 10. Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen wurde die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob die Möglichkeiten zur Anlage von Blumenwiesen in ausgewählten Parkanlagen bestünde, um die Biodiversität zu erhalten und zu stärken. Die Grünflächen sollten dabei um Insektenhotels ergänzt und Rindenmulch und Totholz verwendet werden. Weiterhin wurde die Verwaltung damit beauftragt zu prüfen, inwieweit Schulklassen und Kindergartengruppen bei der Anlage der Flächen eingebunden werden können und ob eine Umzäunung der Anlagen erforderlich wäre.

 

Nachfolgend werden die Prüfergebnisse aufgeführt.

 

Nach ökologischer Notwendigkeit und Eignung der Flächen können auf folgenden Flächen Blumenwiesen angelegt werden:

 

•            Königshütter Park, ca. 106 m2

•            Altenbergpark, ca. 117 m2

•            Puerto Morazan Park entlang ehemaliger Rolandbahn, ca. 288 m2

•            Ruhrpark, ca. 1.244 m2

 

Der vorhandene Boden wird im Vorfeld der Einsaat für das Saatgut verbessert, in dem die Vegetationsdecke abgeschält und Sand zwecks Abmagerung des Bodens eingearbeitet wird.

 

Die Umsetzung weiterer Maßnahmen, wie im Brücktorpark oder Kaisergarten, werden auf die Folgejahre verteilt. Dabei ist geplant, mehr Totholz und Rindenmulch in der Nähe der Blumenwiesen einzusetzen. Damit soll das Anwachsen unerwünschter Kräuter verhindert und die freiwerdenden Nährstoffe den eingesäten Pflanzen zur Verfügung gestellt werden.

 

Die Anlage der Flächen könnte in Kooperation mit Schulklassen und Kindergartengruppen realisiert werden. Bei konkretem Umsetzungsterminen wird die Fachverwaltung daher frühzeitig Kontakt aufnehmen und die Bereitschaft zur Mitarbeit abfragen.

 

Das Aufstellen von Hinweisschildern zum Nutzen der Bienenwiesen für die interessierte Bevölkerung, wird in diesem Fall als vorteilhaft erachtet. Daher wird die Art und Möglichkeit der Beschilderung mit dem Bündnis Biene und Co. abgestimmt.

 

Aus Sicht der Fachverwaltung dienen Insektenhotels mehr einem symbolischen Charakter und werden nicht von allen Wildbienen angenommen. Eine Aufstellung wäre zwar möglich, jedoch wird darauf hingewiesen, dass Vandalismusschäden an diesen Insektenhotels nicht ausgeschlossen sind. Des Weiteren wäre im Vorfeld festzulegen, wer zukünftig für die Betreuung der Insektenhotels verantwortlich ist, da sie gereinigt, nachgefüllt und instandgesetzt werden müssen.

 

Eine feste Umzäunung der Blumenwiesen ist nach Meinung der Fachverwaltung nicht notwendig, da die Flächen durch Holzpfähle und Kokosstrick optisch eingegrenzt werden und so bereits heute hinreichend geschützt sind. Eine andersartige Umzäunung würde vielmehr die Pflege dieser Flächen erschweren und damit unnötige Zusatzkosten erzeugen.

 

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