Berichtsvorlage - M/17/3003-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstand Schüler:innenzahlentwicklung für den Bereich Sekundarstufe I - Perspektiven schulorganisatorischer Maßnahmen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Dezernat 3 / Familie, Schule, Integration und Sport
- Bearbeitung:
- Miriam Pirsch
- Verantwortung:
- Dr. Jordan-Ecker
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Schulausschuss
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Kenntnisnahme
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19.01.2023
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Die Schüler:innenzahlentwicklung in der Sek I wird im Rahmen der Anmeldephase (Februar 2023) wesentlich von vier Größen bestimmt:
- Anzahl der einmündenden Schüler:innen aus der Primarstufe
- Schulformwahlverhalten
- Durchlässigkeitsfaktoren (Schulformwechsel und Klassenwiederholungen)
- (fluchtbedingte) Fort- und Zuzüge
Hinzukommen Wechsel vom und in das Förderschulsystem (Inklusion) sowie interkommunale Pendelbewegungen zwischen Wohn- und Schulort.
In den vergangenen Jahren waren alle genannten Faktoren von enormer Volatilität geprägt. So ist insgesamt die Fertilität in Oberhausen gestiegen, der fluchtbedingte Zuzug bedingt ein Plus von ca. 2 Zügen je Jgst., das Gymnasium wird wieder verstärkt angewählt, weniger Schüler:innen, die noch in Oberhausen eine Grundschule besuchten, gehe auf eine weiterführende Schule in einer Nachbarkommune über, da auch dort Schulplatzknappheit besteht.
Um den Bedarf an kurzfristigen Maßnahmen einzuschätzen, sollte angesichts der skizzierten Unsicherheiten und Verschiebungen davon ausgegangen werden, dass 100% aller Grundschüler:innen einer Jgst. auch in die Jgst. 5 an einer weiterführenden Schule in Oberhausen übergehen. Die Daten aus SchILDzentral ergeben folgendes Bild:
Jgst. Grundschule SJ 22/23 | Anzahl Schüler:innen* | Übergang in Sek I |
4 | 1810 | 23/24 |
3 | 1920 | 24/25 |
2** | 2100 | 25/26 |
1 | 2010 | 26/27 |
* aufgerundet auf nächsten Zehnerschritt | ||
** Jgst. mit hohem Wiederholeraufkommen( verlängerte Schuleingangsphase) | ||
Hinzukommen noch Schüler:innen aus Förderschulen, die zukünftig inklusiv im Regelschulsystem unterrichtet werden möchten und sich dort anmelden werden. Der Vergleich mit der festgelegten Schulplatzkapazität von 1.730 je Jgst. in der Sek I verdeutlicht den steigenden Schulplatzbedarf in den kommenden Jahren. Die beschlossenen Maßnahmen (Bau einer neuen 6-zügigen Gesamtschule in Alt-Oberhausen und Erweiterung der Gesamtschule Weierheide um 2 Züge) werden voraussichtlich nicht zeitnah umgesetzt werden, sodass es alternativer Maßnahmen bedarf, um die Schulplatzversorgung sicherzustellen. Diese können sein:
- Aktivierung und Nutzung des Gebäudes des Niederrhein-Kollegs
- Mehrklassenbildung in vorhandenen Kapazitäten der jeweiligen Schule
- Mehrklassenbildung durch Nutzung von Raumkapazitäten in Berufskollegs
- Mehrklassenbildung durch Raumzellen an bestehenden Systemen
Die kapazitive Wirksamkeit der beschlossenen und möglichen Maßnahmen ist nachfolgend tabellarisch aufgeführt:
Gegenstand | Kapazität | Zeitbezug |
Maßnahme Neue Gesamtschule | 162 | 2025/26 |
Maßnahme Weierheide | 54 | 2024/25 bzw. 2023/24 |
Nutzung Niederrhein-Kolleg | 108 | 2023/24 |
Dependance Gymnasium an BK | 54 | 2023/24 |
Potential der Maßnahmen gesamt | 378 |
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Vorhandene Kapazität | 1.730 |
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Kapazität summiert | 2.108 |
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abzüglich 1 Zug Elsa-Brändström | 29 |
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Kapazität gesamt | 2.079 |
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Das Elsa-Brändström-Gymnasium ist als 5-zügiges System festgelegt, kann nach eigener Aussage aber nur Schüler:innen im Umfang von 4 Zügen aufnehmen.
Es zeigt sich, dass ggf. zusätzlich zu den beschlossenen Maßnahmen weitere Maßnahmen zu prüfen sind. Eine generelle Kapazität von mindestens 2.100 Schulplätzen je Jgst. in der Sek I sollte anvisiert werden.
Hieraus sind folgende Prüfbedarfe abzuleiten:
- Raumnutzung an Berufskollegs durch weiterführende Schulen, z.B. Gymnasien
- Frühzeitige Nutzung der Gebäude des Niederrhein-Kollegs
- Ungenutzte Raumkapazitäten in bestehenden Systemen
- Schaffung einer faktischen 5-Zügigkeit am Elsa-Brändström-Gymnasium
- Nutzung von mobilen Raumzellen an der Gesamtschule Weierheide (als vorgezogene Umsetzung einer Sechszügigkeit)
