Berichtsvorlage - M/17/2659-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Begründung / Sachdarstellung

 

 

A/17/0443-01

Antrag der SPD-Fraktion gem. § 2 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt: Schulungen für Seniorinnen und Senioren

Sachdarstellung

Unter der Corona Krise wurde deutlicher, was schon vorher von Bildungseinrichtun­gen vermutet wurde: Ältere Menschen haben eine geringere Teilhabe an digitalen Möglichkeiten. Das umfasst nicht nur Technik, sondern auch die notwendigen Kom­petenzen zum Umgang mit den vielen Möglichkeiten der Technik. In den verschie­denen Lockdowns wurde die Teilhabe von Senior*innen an Bildung, politischen Dis­kussionen, Kommunikation und Kultur so sehr eingeschränkt.

Es geht um Identität, Sicherheit, Emotionale Kompetenzen und Informationskompe­tenz, Kommunikation, Medienkompetenz, Datenkompetenz und die Fähigkeiten, sich und seine Identität im Digitalen zu verstehen und zu verfügen. Es geht nicht darum, alles zu können und alles zu tun. Aber jede/r soll die Möglichkeiten haben, die Fähigkeiten zu erwerben und selbst über das Maß digitaler Aktivität und Teilhabe bewusst und kompetent entscheiden können. Es geht um nicht mehr als eine Eman­zipation durch Bildung in der Digitalisierung. Insofern werden Bildungsangebote hierzu auch mittlerweile als Grundbildung geführt, was dem einen höheren Stellen­wert einräumt als bisherige Bildungsangebote zur Digitalisierung.

Oberhausen verfügt neben der offenen Senior*innenarbeit der freien Wohlfahrtspfle­ge, der Sozialträger*innen und Religionsgemeinschaften über ein sozialraumorien­tiertes Netz der Quartiersbüros mit verschiedenen Träger*innen. Die Erreichbarkeit der Zielgruppe und die Erfassung der Bedarfe sind darüber sehr gut gesichert. Die Quartiersbüros leisten bereits Bildung und Beratung auch zu digitalen Themen und engagieren dazu bereits Ehrenamt. Die Nachfrage steigt mit dem Angebot unmittel­bar.

Drei gemeinwohlorientierte Weiterbildungsreinrichtungen (VHS, Bildungswerk Ruhrwerkstatt, Katholische Erwachsenenbildung) haben digitale Angebote für Senior*innen im Standardprogramm und die Bibliothek verfügt an allen Standorten über freies WLAN und Endgeräte Die Kursangebote sind in der Regel sehr gut nachgefragt, aber nicht kostenfrei.

Für die digitale Grundbildung und den Zugang zu allen oben aufgeführten Kompe­tenzen sind die vorhandenen Strukturen sehr gut geeignet, aber ausbaufähig. Im Folgenden wird beschrieben, wie eine Versorgung der Zielgruppe sichergestellt wer­den kann.

Es ist festzuhalten, dass es für die Zielgruppe insgesamt in der Senior*innenarbeit ein breites Netzwerk von Anlaufmöglichkeiten und Unterstützung gibt. Das Thema Digitalisierung wurde schon von allen Beteiligten aufgenommen und befindet sich in verschiedenen Umsetzungsphasen, teils mit Projektmitteln, teils ohne. Alle setzen auf die Möglichkeiten der Schulung und Einbindung von Ehrenamt aus der Zielgrup­pe selbst und auch darüber hinaus.

Für die fachliche Seite der Schulungen zu digitalen Kompetenzen stehen gemein­wohlorientierte Weiterbildungseinrichtungen mit Fachdozent*innen und Schulungs­räumen in Oberhausen bereit. Die Einrichtungen kooperieren nicht nur in einem der Digitalprojekte miteinander, sondern auch regelmäßig darüber hinaus.

Trotzdem ist das Thema Digitalisierung im Alter noch ausbaufähig. Die vorhandenen Strukturen werden durch die geplanten Maßnahmen und Angebote und eine gute vernetzte Kommunikation mit Quartiersbüros, Weiterbildung und Senior*innenarbeit gefördert. So wird eine nachhaltige und flächendeckende Ansprache und Unterstüt­zung der Zielgruppe in digitalen Kompetenzen erreicht.

Ein Hauptfokus liegt auf der Initiierung von weiteren Gruppen und Netzwerken in den Quartieren und auf Pilotprojekten mit stadtweiter Wirkung und Vernetzung.

Erfahrungen wurden zum Beispiel im Rahmen eines Förderprojektes des Paritätischen Wohlfahrtsverbands gesammelt (2021). Es gab ein Budget für die Um­setzung von kostenfreien Angeboten, Beratungsstunden und die Anschaffung einiger Leihgeräte. Die Kooperationspartner waren die drei Weiterbildungseinrichtungen, sowie die Quartiersbüros Mitte/Styrum und Alstaden/Lirich. Im Sinne der Nachhaltig­keit wurden Interessierte als Technikpat*innen ausgebildet, die anschließend als Ehrenamtliche die Arbeit mit der Zielgruppe weiterführen. Das Deutsche Rote Kreuz als Träger des Quartiersbüros Mitte/Styrum setzt ein ähnliches Projekt mit ehrenamt­lichen Technikpat*innen um

Die soziale Vernetzung, die Struktur im Quartier und die leichte Zugänglichkeit sind die Hauptbedingungen für die Erreichung einer sinnhaften Digitalisierung der Senior*innen in Oberhausen. Dazu gehören Möglichkeiten für Menschen ohne finan­zielle Möglichkeiten und Möglichkeiten für Menschen, die aus verschiedensten Gründen nicht mobil sind oder andere Teilhabehemmnisse haben. Nur in vertrauten Strukturen und Netzen ist die digitale Teilhabe aller älteren Menschen möglich.

Über das Förderprogramm Smart City “Selbstbestimmt im Quartier” stehen 210.000,00 Euro zur Umsetzung der unten aufgeführten Module zur Verfügung. Das Projekt ist lediglich in der Strategiephase (2022) förderbar. Es besteht keine Mög­lichkeit einer Förderung durch Smart City über das erste Halbjahr 2023 hinaus.

Aus diesem Grund fokussieren die Maßnahmen auf Nachhaltigkeit durch Vernet­zung, Einbindung von Ehrenamt, Gruppengründungen in den Quartieren, Erstellung unterstützender Materialien für die Zielgruppe und Beratende und auch Pilotprojekte. Für die nachhaltige Sicherung der digitalen Bildung und Vernetzung ist Partizipation der Zielgruppe und der Einrichtungen notwendig. Daher sind nicht alle Maßnahmen exakt zu beschreiben, da sie noch mit den Menschen gemeinsam weiter geplant werden. Eine Übersicht der bis jetzt geplanten Maßnahmen ist im Anhang zu Bericht gelistet. In der Übersicht wird die Vielfalt und Reichweite der Smart-City Maßnahmen deutlich. Ohne die Projektmittel hätte keine so nachhaltige Initiative starten können.

 

 

 

 

 

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Anlagen

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