Berichtsvorlage - M/17/2708-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der Fahrplanwechsel der STOAG steht im Zeichen der Einführung weiterer Elektrobusse. Im ersten Quartal 2023 sollen 15 weitere Elektrobusse geliefert werden, die dann im Jahr 2023 sukzessive in den Linieneinsatz gehen sollen. Bei den neuen Elektrobussen handelt es sich um neu entwickelte Fahrzeuge des niederländischen Herstellers VDL, dessen Vorgängermodell bereits auf der Linie 979 verkehrt.

 

Zur Zwischenladung der Busse gehen auch die vier neuen Ladeeinrichtungen an den Haltestellen Wehrstraße (Wehrplatz), Goerdelerstraße (Kurfürstenstraße in Höhe des Pumpwerkes), Hirschkamp (Höhenweg in Höhe Lickumstraße) und Everslohstraße (Matzenbergstraße/Kirchhellener Straße) in Betrieb. Auch auf dem Betriebshof der STOAG wird Ladeinfrastruktur installiert, um die Fahrzeuge dort grundhaft zu laden.

 

Da die Elektrobusse viele Straßenabschnitte passieren, die im Lärmaktionsplan aufgeführt sind, leistet der Einsatz von Elektrobussen einen Beitrag zur Verbesserung der Lärmsituation. Die Linien 956 und 961 passieren die Schadstoffmessstellen an der Mülheimer Straße (Linie 956) und Duisburger Straße (Linie 961). Der Einsatz von Elektrobussen leistet insgesamt einen Beitrag zur Luftreinhaltung im Stadtgebiet.

 

Bei der Einführung der ersten Elektrobusse auf den Linien 962 und 966 im Oktober 2015 mussten die Fahrpläne der Linien noch auf den Einsatz der Elektrobusse zugeschnitten und die Wendezeit zum Laden an einer Endstation konzentriert werden. Dadurch konnten nur solche Linien auf Elektrobusse umgestellt werden, wo der Eingriff in den Fahrplan für den Fahrgast vertretbar war. Gleichzeitig war die Einsatzdauer der Busse trotz Zwischenladung begrenzt, da der Ladestand des Akkus trotz Zwischenladung über den Tag planmäßig absinkt.

 

Bei der Bemessung der Akkukapazitäten musste neben der reinen Linienlänge zusätzlich ein Puffer - z. B. für kleinere Umleitungen - eingeplant werden. Außerdem müssen der Betrieb von Heizung, Klimaanlage oder das Fahren bei Minusgraden mit einkalkuliert werden.

 

Mit den neuen Elektrobussen und den darin verbauten modernen und leistungsstärkeren Akkus können in Verbindung mit der Fähigkeit zur Schnellladung höhere Reichweiten bei geringeren Ladezeiten erzielt und die Elektrobusse flexibler im Liniennetz eingesetzt werden. Dadurch sind nun mehr Linien zur Umstellung auf Elektrobusse geeignet, die Eingriffe in die Fahrpläne sind deutlich geringer und die Puffer für Störungen und Umleitungen sind größer.

 

Mit der Umstellung der Linien auf Elektrobusse kann die STOAG dann bereits rund 20% ihrer Betriebsleistung elektrisch erbringen. Parallel prüft die STOAG, welche Linien im nächsten Schritt auf Elektrobusse umgestellt werden sollen.

 

Zu den Änderungen im Einzelnen:

 

Linien SB97/952:

Die Fahrpläne der Linien SB97 und 952, die am Bahnhof Sterkade verknüpft sind, bleiben unverändert. Die Zwischenladung erfolgt an der Haltestelle Everslohstraße.

 

Linie 953:

Die Linie 953 erhält einen neuen Fahrplan und lädt künftig an der Haltestelle Wehrstraße. Die gering nachgefragte Durchbindung zwischen den Linien 953 und 961 entfällt.

 

Linie 954:

Die Linie 954 erhält einen neuen Fahrplan. Die Zwischenladung erfolgt an der Haltestelle Hirschkamp. Auf der Linie 954 werden zunächst zwei der vier benötigten Fahrzeuge auf Elektrobusse umgestellt.

 

Linie 956:

Auf der Linie 956 gilt ebenfalls ein neuer Fahrplan. Die Zwischenladung erfolgt von montags bis samstags an der Haltestelle Goerdelerstraße. Am Sonntag wird die Ladeinfrastruktur an der Wehrstraße mitgenutzt, um den bestehenden Halbstundentakt zwischen Sterkrade und Oberhausen Hbf mit den Linien 956 und 966 zu erhalten.

 

Linie 961:

Die Linie 961 erhält ebenfalls einen neuen Fahrplan. Die Durchbindung zur Linie 953 an der Haltestelle Wehrstraße entfällt wegen schwacher Nachfrage, sodass die Linie 961 dort laden kann.

 

Linie NE4/NE7:

Auf den verknüpften Linien NE4/NE7 werden einige Fahrten von Elektrobussen durchgeführt.

 

 

 

Neben der Elektrobusumstellung sind auch noch weitere Maßnahmen vorgesehen:

 

Linie SB92:

Am Wochenende wird eine Frühfahrt zwischen Oberhausen Hbf und Fröbelplatz eingeführt, um die wegfallende Fahrt der Linie NE6 zu ersetzten (siehe Linie NE6).

 

Linie SB93:

Die tägliche Kurzfahrt zwischen Taunusstraße und Teutoburger Straße/Rothebuschstraße entfällt. Stattdessen beginnt die Linie NE6 bereits an der Elpenbachstraße. Der NE6 fährt dann weiter in Richtung Osterfeld, Neue Mitte und Hbf.

 

Linie 967:

Um die Frühschicht (Schichtbeginn 5:00 Uhr) zu erreichen, wird von Mo-Sa eine Frühfahrt eingerichtet, die die Endhaltestelle im Lekkerland um 4:45 Uhr erreicht. Nach Ende der Spätschicht wird gegen 23:30 Uhr eine Spätfahrt zurück nach Sterkrade eingerichtet.

 

Linie 976:

In Absprache mit der Lebenshilfe Königshardt werden weitere Einzelfahrten am Morgen und am Mittag zwischen der Endstation Falkestraße und Werkstatt Königshardt eingeführt, um zum Beispiel Teilzeitbeschäftigten eine Rückfahrt am Mittag zu ermöglichen. Eine neue Ankunft an der Lebenshilfe Königshardt erfolgt um 9:34 Uhr. Eine neue Rückfahrt wird um 12:18 Uhr angeboten.

 

Die Fahrten, die am Samstagmorgen an der Wehrstraße enden oder beginnen, werden bis zum Heifeskamp verlängert. Damit sind die dortigen Einkaufsmöglichkeiten bereits früher erreichbar.

 

Linie NE6:

Die letzte Fahrt von Sterkrade Bf am Samstag (Abfahrt um 7:57 Uhr) und Sonntag (Abfahrt um 8:57 Uhr) in Richtung Ruhrpark entfällt, da die ersten Fahrten des Tagesnetzes auf den parallel verkehrenden Linien zu dieser Zeit schon verkehren.

 

Die erste Fahrt des NE6 in Richtung Ruhrpark startet bereits an der Haltestelle Elpenbachstraße, damit die zeitlich parallele Kurzfahrt des SB93 entfallen kann.

 

Einsatzwagen:

Bei den Einsatzwagen im Schulverkehr kommt es zu Änderungen bei einzelnen Fahrten.

 

Bei den Haltestellen kommt es zu folgenden Änderungen:

Die STOAG benennt einzelne Haltestellen neu, um ortsfremden Fahrgästen eine bessere Orientierung zu bieten oder weil die namensgebenden Einrichtungen einen neuen Namen haben.

 

  • Die Haltestelle Jakob-Plum-Straße wird in Rothebuschstraße umbenannt, da die Jakob-Plum-Straße rund 350m von der Haltestelle entfernt liegt.
  • Die Haltestelle Hermannstraße wird in Drostenkampstraße umbenannt, da die Haltestelle an der Kreuzung Graßhofstraße/Drostenkampstraße liegt.
  • Die Haltestelle Rabenstraße wird in Scheiferskamp umbenannt, weil die Haltestelle direkt an der Kreuzung Holtstegstraße/Scheiferskamp liegt.
  • Die Haltestelle Babcock Werk I wird in Quartier 231 umbenannt.
  • Die Haltestelle Johannesschule heißt künftig Astrid-Lindgren-Schule.
  • Die Haltestelle Schladschule wird in Hausbergstraße umbenannt.

 

Haltestelle Alte Walz:

Zum Fahrplanwechsel im Januar 2022 hat die STOAG die Haltestelle Alte Walz auf der gleichnamigen Straße in Betrieb genommen, um insbesondere kürzere Fußwege zum Sozialrathaus anzubieten. Dazu sind zwei provisorische Bussteige angelegt worden. Während des ersten Halbjahr 2023 sollen die beiden endgültigen Bussteige gebaut und in Betrieb genommen werden. Die endgültigen Bussteige werden barrierefrei ausgebaut und an der Alten Walz direkt an der Kreuzung mit der Essener Straße errichtet. In südlicher Richtung wird die Haltestelle mit einer eigenen Signalanlage versehen und die Ausfahrt aus der Haltestelle durch eine eigene Phase ermöglicht. Damit kann die Linie 185 nach links abbiegen und die Linien 957 und 961 können sich auf der Essener Straße in Richtung Werksgasthauskreuzung auf den linken der drei Fahrstreifen in Richtung einsortieren, ohne – wie es ohne Signalanlage erforderlich gewesen wäre – im fließenden Verkehr drei Fahrstreifen zu wechseln. Die Haltestelle in südlicher Richtung dient der ÖPNV-Beschleunigung, da die Busse den Fahrgastwechsel während der Rotphase durchführen können und dann vor dem allgemeinen Kfz-Verkehr ihr Fahrsignal bekommen. Dieses Prinzip wird zum Beispiel bereits an der Haltestelle Neumarkt am Sterkrader Ring angewendet.

 

Loading...