Antragsvorlage - A/17/2706-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Die Verwaltung wird gebeten, eine Kreisverkehrsoffensive zu initiieren, die folgende Schwerpunkte zum Gegenstand hat:

 

  1. alle Kreisverkehre im Stadtgebiet sind mit Blick auf ihre Gestaltung kriterienorientiert zu bewerten, um sie dann in entsprechender Priorität unter Berücksichtigung von Sicherheit und Klima standortgerecht und identitätsstiftend durch Bepflanzungen und/oder Einbauten (um) zu gestalten.

Die Inanspruchnahme von Fördermitteln sowie die Kooperation mit lokal ansässigen Unternehmen und Sponsoren ist für die Gestaltung zu prüfen und anzustreben.

 

  1. zur allgemeinen Entlastung (Verkehr, Klima, Lärm) werden große Kreuzungsbereiche im Stadtgebiet hinsichtlich ihrer Eignung für Kreisverkehre geprüft, um dann ein Konzept für die bauliche und zeitliche Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu entwickeln. Die mögliche Inanspruchnahme von Fördermitteln ist zu prüfen.

 

  1. Zukünftig werden Kreisverkehre als präferierte Lösung für Kreuzungen geprüft. Wenn die Herstellung eines Kreisverkehres möglich und sinnvoll ist, wird eine Lösung mit Kreisverkehr umgesetzt.

 

Die Ergebnisse zu den einzelnen Punkten sind den Fachausschüssen zur Beratung und Beschlussfassung bis Juli 2023 vorzulegen.

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Sachverhalt

Begründung

 

Kreisverkehre führen zur Geschwindigkeitsverringerung und sichern einen gleichmäßigen Verkehrsfluss. Dies trägt nachweislich dazu bei, dass sowohl der Energieverbrauch als auch Lärm gemindert werden. Die grundsätzlich geringere Fahrgeschwindigkeit leistet zudem einen Beitrag zur Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Für Fußgänger liegt überdies ein wesentlicher Vorteiler darin, dass sie an den Zebrastreifen Vorrang haben.

 

Neben diesen wichtigen Aspekten ist eine ansprechende Gestaltung anzustreben, weil Kreisverkehre einen hohen Wahrnehmungseffekt erzielen und zentrale Punkte für die Orientierung bieten. Bisher ist ihre Gestaltung im Stadtgebiet allerdings nur an singulären Stellen (Beispiel Concordia) tatsächlich ansprechend. Dabei könnten Sie zur Identitätsstiftung beitragen und eine thematische Verbindung zum jeweiligen Standort herstellen, beispielsweise durch Kunst, Schriftzüge, Wappen etc. mit regionalen Bezügen.

 

Besonders ansprechend und ökologisch sinnvoll wäre eine pflanzliche, ressourcenschonende Gestaltung mit Bäumen, Gehölzen, Gräsern und Stauden etc. Damit könnten die Inseln zu Landmarken werden. Durch die Verwendung einzelner Bäume, kleiner Baumgruppen, oder sogar „tiny forrests“ in Kombination mit Kunst oder ähnlichen Einbauten, kann so die exponierte Stellung von Kreisverkehren gezielt zur Visitenkarte unserer Stadt werden. Hierbei sind der jeweilige Standort und der Aspekt der Ästhetik sowie der Bezug zur Umgebung natürlich ebenso zu berücksichtigen wie eine Pflanzenauswahl, die eine hohe Biodiversität aufweist.

 

So würden die bepflanzten Inseln (im Verhältnis zu klassischen Kreuzungen) auch einen Beitrag zur Flächenentsiegelung leisten. Dabei sind selbstverständlich alle notwendigen entsprechenden Sicherheitsaspekte zu beachten.

 

Bezogen auf den Pflegeaufwand ist eine kostengünstige Unterhaltung anzustreben und durch Sponsoren ggf. das Ziel zu erreichen, etwaige Unterhaltungskosten zu übertragen. Im Gegenzug könnten werbewirksame Objekte aufgestellt werden, sofern sie nicht die Sicherheit gefährden. Auch touristische Attraktionen könnten (abgestimmt) einladend beworben werden. Grundsätzlich sollte sich die Gestaltung in die Umgebung einfügen und durchaus auch baukünstlerischen Ansprüchen Rechnung tragen.

 

Es erscheint sinnvoll, wenn es gelingt, dass Kreisverkehre - auch in Oberhausen - aufgrund ihrer zentralen Stellung im Verkehrs- und Stadtbild ihre Wirkung nutzen könnten. Da sie einerseits zur Verkehrssicherheit beitragen und andererseits im genannten Sinne gestalterische Elemente im Stadtbild sind, die für eine ökologische Aufwertung sorgen, sollten sie entsprechend Berücksichtigung finden.

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