Berichtsvorlage - M/17/2595-01

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Antrag der CDU-Fraktion: „Errichtung von Wildblumenwiesen in Grün- und Parkanlagen als Beitrag zum Artenschutz“ (Drucksachen-Nr.: A/17/2022-01 vom 03.05.2022)

 

 

Sachdarstellung

 

Mit Beschluss des Antrages der CDU-Fraktion vom 03.05.2022 in der 11. Sitzung der Bezirksvertretung Osterfeld wurde die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob die Möglichkeiten zur Anlage von Blumenwiesen in ausgewählten Grünflächen bestünde, um die Biodiversität zu erhalten und zu stärken. Die Grünflächen sollten dabei um Insektenhotels ergänzt und Rindenmulch und Totholz verwendet werden. Weiterhin wurde die Verwaltung damit beauftragt zu prüfen, inwieweit Schulklassen und Kindergartengruppen bei der Anlage der Flächen eingebunden werden können und ob eine Umzäunung der Anlagen erforderlich wäre.

 

Nachfolgend werden die Prüfergebnisse aufgeführt.

 

Die Neuanlage von Blumenwiesen im Stadtteil Osterfeld wurde geprüft und teilweise umgesetzt. Nach fachlicher Beurteilung und Überprüfung der Eignung wurden bereits auf folgenden Flächen Blumenwiesen angelegt:

 

•            Hasenstraße/ Ecke Amselstraße, ca. 300 qm

•            Freitagsfeld (mittig zwischen Vestische Straße und Ziegelstraße), ca. 1.260 qm

•            Burg Vondern (Westseite, Teilbereiche an den Waldrändern), ca. 750 qm

•            Volksgarten Neuanlage (im westlichen Randbereich), ca. 70 qm

•            Schwarzwaldstraße/ Ecke Harkortstraße im Grünzug Elpenbach, ca. 360 qm

 

Das eingesetzte Saatgut wurde vom Bündnis Biene und Co. gespendet. Im Vorfeld der Einsaat musste zunächst der vorhandene Boden für das Saatgut verbessert werden, indem die Vegetationsdecke abgeschält und Sand zwecks Abmagerung des Bodens eingearbeitet wurde. Im Anschluss wurde das Saatgut eingebracht.

 

Die Umsetzung auf weiteren Flächen ist für die Folgejahre vorgesehen. Dabei ist geplant, mehr Totholz und Rindenmulch in der Nähe der Blumenwiesen einzusetzen. Damit soll das Anwachsen unerwünschter Kräuter verhindert und die freiwerdenden Nährstoffe den eingesäten Pflanzen zur Verfügung gestellt werden.

 

Die Anlage der restlichen Flächen könnte in Kooperation mit Schulklassen und Kindergartengruppen realisiert werden. Bei konkretem Umsetzungsterminen wird die Fachverwaltung daher frühzeitig Kontakt aufnehmen und die Bereitschaft zur Mitarbeit abfragen. Am Beispiel einiger bestehender Grünflächenpatenschaften im gesamten Stadtgebiet ist erkennbar, dass insbesondere bei Grundschulklassen, Kindergarten- und KiTa-Gruppen generell die Bereitschaft und das Interesse besteht, Grünflächen attraktiv anzulegen und im Rahmen von Schulprojekten zu pflegen.

 

Das Aufstellen von Hinweisschildern zum Nutzen der Bienenwiesen für die interessierte Bevölkerung, wie sie in anderen Orten bereits zu finden sind, erachtet die Verwaltung als vorteilhaft. Daher wird die Art und Möglichkeit der Beschilderung mit dem Bündnis Biene und Co. abgestimmt.

 

Aus Sicht der Fachverwaltung dienen Insektenhotels mehr einem symbolischen Charakter und werden nicht von allen Wildbienen angenommen. Eine Aufstellung wäre zwar möglich, jedoch wird darauf hingewiesen, dass Vandalismusschäden an diesen Insektenhotels nicht ausgeschlossen sind. Des Weiteren wäre im Vorfeld festzulegen, wer zukünftig für die Betreuung der Insektenhotels verantwortlich ist, da sie gereinigt, nachgefüllt und instandgesetzt werden müssen.

 

Eine feste Umzäunung der Blumenwiesen ist nach Meinung der Fachverwaltung nicht notwendig, da die Flächen durch Holzpfähle und Kokosstrick optisch eingegrenzt werden und so bereits heute hinreichend geschützt sind. Eine andersartige Umzäunung würde vielmehr die Pflege dieser Flächen erschweren und damit unnötige Zusatzkosten erzeugen.

 

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