Berichtsvorlage - M/17/2587-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Die Osterfelder Straße ist eine stark befahrene Straße, die nicht nur das Entrée zum „Westfield Centro“ darstellt, sondern auch von vielen Besuchern anderer Städte als Hauptstraße und Zubringer in die Oberhausener Innenstadt sowie in die entgegengesetzte Fahrtrichtung nach Osterfeld genutzt wird.

 

Um diesen repräsentativen Straßenzug hinsichtlich der Stadtbildgestaltung aufzuwerten, sollen 144 Jungbäume gepflanzt werden.

 

Im Straßenbereich der Osterfelder Straße/Essener Straße wird deshalb eine Allee mit repräsentativem Charakter entstehen.

 

Im geplanten Ausführungszeitraum von Oktober bis Dezember 2022 sollen 144 Bäume gleicher Qualität (Höhe und Stammumfang), jedoch unterschiedlicher Art gepflanzt werden. Die Verfügbarkeit von Bäumen ist aufgrund der großen Nachfrage nicht immer stabil. Aktuell kann man jedoch davon ausgehen, dass die Baumbestände in den Baumschulen zum Herbst keine Engpässe aufweisen, so dass der Abschluss der Arbeiten noch in diesem Jahr anvisiert wird. Sollten die geforderten Bäume jedoch schwer verfügbar sein, kann sich die Fertigstellung der Arbeiten in den Januar 2023 verschieben.

 

Die Bäume wurden anhand ihrer Wuchseigenschaften (maximale Wuchshöhe, Kronenausbildung, Wurzelwachstum etc.) sowie im Hinblick auf ihre Ansprüche an Boden-, Licht- und Standortbedingungen für die jeweiligen Standorte im Straßenbegleitgrün angepasst ausgewählt. Weiterhin wurden bei der Wahl die bereits vorhandenen Baumarten berücksichtigt.

 

Konkret wurden nachfolgende Bäume ausgewählt:

 

-            Liquidambar Styraciflua „Worplesdon“ – Amberbaum

-            Tilia cordata „Green Spire“ – Sommergrüne Linde mit pyramidalem Wuchs

-            Tilia tomentose „Brabant“ – Silberlinde mit kegelförmigem Wuchs

-            Tilia europaea „Pallida“ – Kaiserlinde mit geradem Stamm und schrägen, aufsteigenden Ästen

 

Bei allen der ausgewählten Bäume handelt es sich um hitzeverträgliche und insektenfreundliche Bäume. Vorbehaltlich der Verfügbarkeit dieser Baumarten sollen, so wie eingangs erwähnt, eine Verbesserung des Stadtklimas und eine optische Aufwertung für diesen Bereich erzielt werden. Im Jungbaumalter ähneln sich die unterschiedlichen Bäume noch sehr. Erst nach 15-20 Jahren kristallisiert sich die baumeigene Wuchsform heraus und bildet dann passend zum Pflanzkonzept einen stimmigen Alleecharakter.

 

Die Finanzierung der Maßnahme in Höhe von rund 190.000,00 Euro erfolgt über das Konto für Ausgleichszahlungen im Rahmen der Baumschutzsatzung.

 

Um eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen, bedingen die Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum, dass Auflagen der Straßenverkehrsbehörden zwingend einzuhalten sind. So soll die Absperrung der jeweiligen Arbeitsbereiche abschnittsweise erfolgen. Erforderliche Fahrspurverengungen und Umleitungen für Fußgänger werden durch Schilderwagen sowie durch vorgegebene Absperrmaßnahmen gesichert.

 

Zusätzlich hat das ausführende Unternehmen ein tägliches Zeitfenster für die Ausführung der Arbeiten vorgegeben bekommen. Dieses erstreckt sich auf den Zeitraum 09:00 bis 15:00 Uhr. Auf diese Weise sollen größere Rückstaus zu Stoßzeiten, aber auch Einschränkungen während des Weihnachtsmarktverkehrs vermieden werden.

 

Die einzelnen Standorte sind in der Karte „Baumpflanzungskonzept Osterfelder Straße“ (siehe Anlage) eingezeichnet.

 

Die Pflanzgruben werden an Standorten mit weniger guten Bodenverhältnissen mit einem Baumsubstrat verbessert, welches mit Humus und Dünger versehen ist, um den Bäumen dort einen optimalen Start zu ermöglichen. Zum Schutz der Bordsteine an Gehwegen und Fahrbahnen werden Wurzelschutzplatten an den Rändern der Pflanzgruben eingebaut. Die Jungbäume werden mit einem künstlichen, wiederverwendbaren Gießrand ausgestattet, der die Bewässerung in der Vegetationszeit ermöglicht.

 

Damit die Wasserversorgung nicht willkürlich unter Berücksichtigung der jeweiligen Witterung erfolgt, sollen zusätzlich Sensoren in den Wurzelraum einzelner Bäume eingebracht werden. Dies muss nach der Pflanzung erfolgen. Über diese Sensoren erhalten die Servicebetriebe Oberhausen eine exakte Angabe zum Wassergehalt des anstehenden Bodens und somit eine konkrete Planbarkeit darüber, zu welchen Zeiten die Bäume mit Wasser versorgt werden müssen.

 

Diese Innovation versorgt nicht nur die Bäume in angemessener Weise und schützt präventiv vor Trockenschäden, sondern lässt zusätzlich eine Flexibilität im Einsatz des Personals zu.

 

Es wird die Nutzung des LoRaWAN-Netzes in Kooperation mit der EVO derzeit als Alternative geprüft. Dazu wird ein Baum beispielhaft von der EVO mit Sensoren versehen. Nach Auswertung der Ergebnisse wird die weitere Vorgehensweise bestimmt.

 

Zukunftsorientiert werden in Absprache mit der EVO bei der Erstellung der Baumgruben Leerrohre mitverlegt, um den späteren Einzug neuer Leitungstrassen ohne Konflikt mit den Wurzelwerken zu vereinfachen.

 

Sollten Strom- und Beleuchtungsleitungen im Bereich der Pflanzgruben angetroffen werden, werden diese mit dem Einbau von Wurzelschutzfolie geschützt.

 

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Anlagen

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