Antragsvorlage - A/17/2526-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

 

Der Rat der Stadt Oberhausen beauftragt die Verwaltung, die Etablierung einer kommunalen Ausbildungsfirma zu prüfen, um auf den für die Zukunft prognostizierten Personalbedarf mit einer Erhöhung der Ausbildungsquote reagieren zu können.

 

 

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Sachverhalt

Begründung

 

 

Trotz einer Erhöhung der Einstellungszahlen für das Ausbildungsjahr 2023 gegenüber den Soll-Zahlen für das Jahr 2022 werden die zukünftigen Personalbedarfe im nichttechnischen Verwaltungsdienst der Stadt Oberhausen nur zu rund 60 Prozent gedeckt werden können. Wie in vielen anderen Kommunen auch verhindern räumliche und personelle Hürden ein größeres Angebot an Ausbildungsplätzen. Auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und den Folgen für den Arbeitsmarkt ergibt sich Handlungsbedarf. 

 

In Essen wurde 2017 die erste kommunale „Ausbildungsfirma“ als Teil der praktischen Ausbildung in der Verwaltung gegründet. Zunächst als Übungsfirma gestartet, werden heute im sogenannten „InOffice“ zu 100 Prozent Realaufgaben aus verschiedenen Fachbereichen durch 30 Auszubildende übernommen. Dies reicht von der Unterstützung des Jobcenters über Hotline-Services bis hin zum direkten Publikumskontakt bei Kundenterminen, von Kitaplatz-Vormerkungen im Online-Elternportal Little Bird bis zum Essener Ferienangebot „Ferienspatz“.

Die Ausbildungsfirma gliedert sich als eigenständiges Praxismodul in den Verlauf der Ausbildung von derzeit vier Berufsgruppen ein. Die Auszubildenden werden dabei von lediglich drei Ausbildern betreut. Möglich ist dies durch moderne Arbeitswelten und kollaboratives Arbeiten. Gegenüber dem reinen Praxiseinsatz in den jeweiligen Fachbereichen zeigen die Erfahrungen des „InOffice“ in Essen zudem deutlich erkennbare Vorteile wie die Stärkung der sozialen Kompetenzen durch selbstständiges Arbeiten oder gegenseitige Lerneffekte der verschiedenen Berufsgruppen, die im „InOffice“ aufeinandertreffen. 

 

Dieses Konzept wurde mittlerweile von mehreren Städten auf ihre jeweiligen Verhältnisse angepasst übernommen, neben Essen gibt es Ausbildungsfirmen zum Beispiel in Dortmund und Gelsenkirchen. Oberhausen sollte das Potenzial, mehr qualitativ hochwertige Ausbildungsplätze anbieten zu können, erkennen und nutzen.

 

 

 

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