Berichtsvorlage - M/17/2224-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachdarstellung

 

 

Der Kurzreport Wohnen: Oberhausener Wohnungsmarktbeobachtung 2022 bietet in einem kompakten Format einen informativen Überblick über wohnungsmarktrelevante Kennzahlen in Oberhausen.

Die hier dargestellten Daten zum Wohnungsmarkt Oberhausen wurden aus den Datenbeständen des Fachbereichs Statistik und des Fachbereichs Stadtentwicklung zusammengestellt und erläutert. Der Kurzreport schließt mit der Identifizierung von Handlungsbedarfen, deren Bearbeitung, Priorisierung und Konkretisierung in einem nächsten Schritt erfolgen werden.

 

Hintergrund zur Entstehung des Kurzreports

Grundlage der vorliegenden Betrachtungen stellt die „Studie Wohnen in Oberhausen 2017“ (erarbeitet vom Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH) dar. Das Gutachten beinhaltet neben Analysen und Prognosen zum Oberhausener Wohnungsmarkt auch Handlungsbedarfe und -empfehlungen für die kommunale Wohnungspolitik. Unter anderem wird empfohlen, eine kontinuierliche Wohnungsmarktbeobachtung zu implementieren. Diese Empfehlung wurde aufgegriffen und durch den vorliegenden „Kurzreport: Wohnen“ an Hand der im Gutachten vorgestellten Kennzahlen umgesetzt.

Zur Bearbeitung bzw. Umsetzung dieser Handlungsempfehlungen sind die Etablierung und Verstetigung eines „Wohnungspolitischen Dialogs“ sowie die Aufstellung eines Masterplans Wohnen als wichtige Grundpfeiler definiert worden. Ziel ist es, sich gemeinsam mit zentralen Akteurinnen und Akteuren auf Leitlinien und Handlungsstrategien sowie räumliche Schwerpunkte und zeitliche Prioritäten zu verständigen (Ergebnis des Wohnungspolitischen Dialogs Anfang des Jahres 2020).

Der Masterplan Wohnen ist als Prozess zu verstehen, welcher verschiedene Elemente und Wirkzusammenhänge umfasst (siehe Abbildung unten). Ziel ist ein kontinuierlicher Regelkreislauf, der durch wiederholende Betrachtung und entsprechende Nachsteuerung stets den sich ändernden Bedarfen gerecht wird. Zum einen beinhaltet dieser Prozess mit dem Wohnungspolitischen Dialog und dem Netzwerk Wohnen zwei Ebenen der kommunikativen Abstimmung. Zum anderen liefern die Wohnungsmarktbeobachtung und das Wohnbauflächenmonitoring dem Wohnungspolitischen Dialog und den Netzwerk Wohnen wichtige Informationen.

Die Federführung des Prozesses liegt bei der Verwaltung der Stadt Oberhausen, welche die Organisation des Wohnungspolitischen Dialogs und des Netzwerk Wohnen beibehält und Ergebnisse der Wohnungsmarktbeobachtung und des Wohnbauflächenmonitorings einbringt.

Die Ausgestaltung der angestrebten Verstetigung des Prozesses wird im Folgenden näher ausdifferenziert.

 

Um den Prozess des Masterplans Wohnen zu starten, wurden die Handlungsempfehlungen der „Studie Wohnen in Oberhausen 2017“ als übergeordnete Zielsetzungen für den Prozess zugrunde gelegt. Diese Ziele lauten:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Oberhausener Wohnungsmarktes,
  • Bereitstellung eines quantitativ und qualitativ bedarfsgerechten Wohnungsangebotes,
  • Modernisierung und Anpassung des Bestandes,
  • bedarfsgerechter Neubau,
  • inhaltliche und räumliche Priorisierung von wohnungspolitischen Maßnahmen.

 

Netzwerk Wohnen: Zur Zielerreichung ist vor allem die Zusammenarbeit aller wichtigen Wohnungsmarktakteurinnen und -akteuren in Oberhausen erforderlich. Um eine kontinuierliche Abstimmung und einen Informationsaustausch unter den Beteiligten zu erreichen, ist ein Netzwerk Wohnen aufgebaut worden. Das Netzwerk Wohnen besteht aus Schlüsselakteurinnen und -akteuren der Oberhausener Wohnungswirtschaft (Genossenschaften, Mieterbund, Haus&Grund etc.) und tagt ein- bis zweimal im Jahr.

Handlungskonzept Wohnen: Von einem Handlungskonzept Wohnen wird erwartet, dass Leitlinien und Strategien aufgeführt sowie thematische und räumliche Handlungsempfehlungen für die Entwicklung des Oberhausener Wohnungsmarktes identifiziert werden. Als prozessumfassende „Klammer“ und handlungsleitendes Fachkonzept stellt das Handlungskonzept Wohnen einen zentralen Baustein des Masterplans Wohnen dar. Die Erstellung soll durch das Netzwerk Wohnen begleitet, mit Informationen angereichert und abgestimmt werden.

Wohnungspolitischer Dialog: Der Wohnungspolitische Dialog dient als Informations- und Beteiligungsveranstaltung für alle interessierten Akteurinnen und Akteure des Oberhausener Wohnungsmarktes und soll alle zwei bis drei Jahre durchgeführt werden. Er ist inhaltlich breiter aufgestellt als das arbeitsorientierte und konkretisierende Netzwerk Wohnen. So wird eine Berichterstattung aus dem Netzwerk Wohnen ermöglicht und Zielerreichung, Entwicklungen sowie Maßnahmenumsetzungen überprüft.

Wohnbauflächenmonitoring: Mit dem Wohnbauflächenmonitoring ist es möglich, auf der Ebene der Sozialräume die tatsächliche Bautätigkeit den prognostizierten Bedarfen gegenüberzustellen. Somit ist es möglich, zukünftige Engpässe oder Überangebote an Wohnbauflächen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig zu ergreifen. Das Wohnbauflächenmonitoring befindet sich zurzeit im Aufbau.

Wohnungsmarktbeobachtung: Die Wohnungsmarktbeobachtung ist ein wichtiges Instrument zur kleinräumigen Betrachtung wohnungsmarktrelevanter Kennzahlen wie zum Beispiel der Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung, dem Baugeschehen oder auch der Sozialstruktur. Wie bereits im Teilgutachten der „Studie Wohnen in Oberhausen 2017“ bilden die statistischen Daten der Stadtverwaltung die Grundlage der Wohnungsmarktbeobachtung. Die Betrachtung mündet in der Identifizierung von Handlungsbedarfen.

Der Kurzreport Wohnen stellt somit einen Baustein des Masterplan Prozesses dar. Die hier kurz angerissenen Handlungsbedarfe werden entsprechend der Intention des Masterplans Wohnen in einem Handlungskonzept Wohnen weiter konkretisiert.

Reduzieren

Anlagen

Loading...