Berichtsvorlage - M/17/2081-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Jugendportal der Stadt Oberhausen
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Kinder, Jugend und Familie
- Bearbeitung:
- Sandra Hallen
- Verantwortung:
- Dez 3 Herr Schmidt , Dez 1 Herr Tsalastras
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Kulturausschuss
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Beschlussfassung
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24.05.2022
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Kenntnisnahme
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01.06.2022
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Bereit
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Jugendparlament
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Kenntnisnahme
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Erledigt
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Schulausschuss
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Kenntnisnahme
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09.06.2022
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Sachverhalt
Sachdarstellung
Das Kulturbüro hat im Jahr 2018 im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Gesamtkonzepte für kulturelle Bildung 2018“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft einen Antrag gestellt und bewilligt bekommen (s. Drucksache Nr. M/16/4214-01). Ziel des Programms ist es, die Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen abzubauen, sowie interkulturelle Aspekte der Kulturarbeit und Bildung zu fördern. Das Konzept der Stadt Oberhausen beschreibt bereits bestehende Maßnahmen wie Kultur und Schule, Kultureinrichtungen der Stadt und stadtnaher Institutionen und Partnern in der Kulturellen Bildung. Im Rahmen des Konzepts werden auch neue Maßnahmen beschrieben, die umgesetzt werden sollen, wie die Entwicklung eines Online-Angebots für Jugendliche.
Der Fachbereich Jugendförderung hat im Jahr 2019 im Zuge einer stadtweiten Jugendbefragung festgestellt, dass viele Jugendliche bereits bestehende kulturelle Angebote und Angebote der Offenen Jugendarbeit nur eingeschränkt kennen und nutzen. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass digitale Lebenswelten in denen Jugendliche sich bewegen, bislang in der Kultur- und Jugendarbeit nur unzureichend Berücksichtigung fanden. Daher wurde im aktuellen Kinder- und Jugendförderplan festgehalten, dass die Medienarbeit im Fachbereich Jugendförderung neue digitale Kommunikationswege erschließen soll, mittels derer Jugendliche über vorhandene Angebote ausreichend informiert werden können. Zudem sollen soziale, kulturelle und medienpädagogische Angebote, insbesondere in einer beteiligungsorientierten Perspektive und mit einem Fokus auf digitale Medien neu und weiterentwickelt werden. Auch hier besteht eine Maßnahme in der Entwicklung eines Online-Angebots für Jugendliche.
Die Bereiche Kultur und Jugendförderung haben daher beschlossen, gemeinsam ein Online-Angebot in Form eines Jugendportals bzw. einer Jugendplattform zu konzipieren und umzusetzen.
Das Jugendportal soll Jugendlichen einerseits Möglichkeiten bieten, sich über kulturelle Angebote und Veranstaltungen von Jugendhäusern etc. informieren zu können. Andererseits soll das Jugendportal den beteiligten Akteuren auch Möglichkeiten bieten, eigene Inhalte zu erstellen und zu veröffentlichen.
Neben einem durchsuchbaren Veranstaltungskalender, einem Blog zu verschiedenen jugendrelevanten Themenfeldern sowie Beratungs- und Hilfeseiten, wird es eine interaktive Karte mit Akteuren der kulturellen Bildung und der Jugendarbeit geben. Zudem kann jeder Akteur eine eigene Microsite einrichten und selbstständig pflegen, auf der die wichtigsten Informationen, Orte, Termine, Angebote, Blogbeiträge, Social Media Beiträge etc. präsentiert werden. Die einzelnen Beiträge können multimedial (Text, Bild, Audio, Video, Animation, Interaktion) aufbereitet werden. Dadurch kann ein Content Netzwerk entstehen, über das verschiedene Projekt unterschiedlicher Einrichtungen an einer zentralen Stelle präsentiert werden, beispielsweise ein jugendpolitischer Podcast der VHS, Bücherbesprechungen der Bibliothek, eine Let’s Play-Videoreihe in einer Schul-AG, Spieletests im Jugendzentrum, die Entwicklung unterschiedlicher Social Media Inhalte u. v. m.
Die Jugendplattform ermöglicht so den Akteuren, Jugendlichen und Fachkräften, eine vertiefende Auseinandersetzung mit digitalen Medien und bietet vielfältige Möglichkeiten die beteiligten Personen bei der Entwicklung von Kompetenzen für die Digitale Welt zu fördern. Dazu zählt auch die Auseinandersetzung mit Social Media Plattformen, insbesondere hinsichtlich Aspekte des Datenschutzes, der informationellen Selbstbestimmung und der Medienmündigkeit.
Die Entwicklung der Jugendplattform erfolgt im Sinne der agilen Softwareentwicklung und integriert schrittweise verschiedene Stakeholder (Fachkräfte und Jugendliche), sowohl bei der Konzeption als auch bei der Umsetzung und soll damit auch die innerstädtische Vernetzung unterschiedlicher Akteure fördern. Die Plattform wird in Form einer responsiven Webseite umgesetzt (mobile-first), sodass eine Erreichbarkeit unabhängig von Endgerät und Betriebssystem ermöglicht wird. Um die Nutzungsgewohnheiten der Jugendlichen noch stärker zu berücksichtigen, ist die Weiterentwicklung zu einer personalisierbaren App (privacy-by-default) in Planung.
Für die Programmierung des Portals wurde nach einem intensiven Auswahlverfahren, eine Agentur beauftragt, die bereits ein Jugendportal erfolgreich umgesetzt hat. Die Vergabe des Auftrags zur Erstellung des Portals ist am 22.12.2021 durch Herrn Tsalastras erfolgt. Die Kosten des Auftrags belaufen sich insgesamt auf 27.707,90 EUR zzgl. 19 % MwSt.
Die Kosten des Auftrags für die Umsetzung des Portals werden von den Bereichen Kultur und Jugendförderung je hälftig getragen. Die laufenden Kosten sind im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans mit Mitteln der Jugendmedienarbeit im Bereich Jugendförderung berücksichtigt. Dies beinhaltet das Webhosting und die technische Wartung. Zudem bestehen in geringem Umfang auch Mittel das Portal auf Wunsch der Jugendlichen weiterzuentwickeln.
Die Projektkoordination haben Vertreter:innen des Bereichs 3-1-50/Offene Jugendarbeit, des Bildungsbüros und des Dezernats 1 übernommen. Zudem beteiligen sich in einer größeren Projektgruppe verschiedene Fachkräfte an der Entwicklung und Umsetzung der Plattform. Die Einbindung der Jugendlichen erfolgt über Vertreter:innen der Jugendhäuser und Kulturinstitutionen, sowie dem Jugendparlament und den Schülervertretungen durch das Bildungsbüro.
Nach einem umfangreichen Entwicklungsprozess können Jugendliche und Fachkräfte im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung Anfang Juni, einen ersten Prototypen testen und Feedback geben, das bei der Entwicklung der Plattform berücksichtigt werden soll. Die technische Entwicklung der Online-Plattform erfolgt ab Juli und soll in Form einer öffentlich nutzbaren Beta-Version Anfang Dezember fertig gestellt sein. Ab diesem Zeitpunkt kann das Erstellen von Inhalten forciert und das Portal produktiv genutzt werden. Im Laufe des weiteren Prozesses soll das Jugendportal durch die beteiligten Akteure eigenständig ausgestaltet werden. Im Kontext des kommenden Kinder- und Jugendförderplans soll das Jugendportal evaluiert und die Rahmenbedingungen für eine weitere Ausgestaltung festgelegt werden.
