Berichtsvorlage - M/17/2125-01

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Sachdarstellung

 

 

Sachdarstellung

Mit der Drucksachennummer M/17/0699-01 wurde dem Kulturausschuss in seiner 4. Sitzung am 08.06.2021 das Digitalisierungskonzept für Oberhausener Kultureinrichtungen vorgestellt. Im Folgenden werden die wesentlichen Fortschritte in der Umsetzung der Strategie dargestellt.

 

Glasfaserausbau Kultureinrichtungen

Der Stand des Glasfaserausbaus für Schulen, Verwaltung und Kultureinrichtungen ist in separater Vorlage unter Drucksache B/17/1807-01beschrieben.

 

WLAN Ausbau Kultureinrichtungen

Das WLAN am Standort Bert-Brecht-Bildungszentrum wurde technisch überarbeitet und die Ausleuchtung des Gebäudes erweitert. Für weitere für das BBB erforderliche Anwendungen sind höhere Bandbreiten erforderlich, die erst mit der Anbindung ans Glasfasernetz möglich werden.

 

Im Rahmen der Ausgliederung der Kolleginnen und Kollegen der Stadtteilbibliothek Osterfeld zur Kirchstraße wurde an diesem Standort WLAN in Betrieb genommen. Ergänzend zu der ursprünglichen Anforderung, soll ein weiterer Teil des Standortes mit WLAN ausgestattet werden. Dies befindet sich aktuell in der Prüfung. Ein Vor-Ort-Termin zur Ermittlung der notwendigen Komponenten für den Standort der Stadtteilbibliothek Schmachtendorf ist bereits erfolgt. Eine Beauftragung der Arbeiten erfolgt kurzfristig.

 

Die LUDWIGGGALERIE Schloss Oberhausen soll an das städtische Breitbandnetz angebunden werden. Eine ausführende Firma hat bereits im Sommer 2021 im Rahmen der Sanierungsarbeiten die Glasfaserkabel verlegt. Serverschränke und Hotspots wurden ebenfalls im Rahmen der Sanierungsarbeiten errichtet.

Die Ertüchtigung des WLAN im Schloss Oberhausen sind in Arbeit und befinden sich im Zeitplan, die Nutzung der erneuerten Netzwerkverkabelung wird hierbei aus Mitteln des Wifi 4 EU Förderprogrammes finanziert.

 

Das Kulturbüro ist mit einer mobilen WLAN Lösung ausgestattet worden.

 

Die Musikschule Oberhausen verfügt über einen öffentlichen WLAN Zugang, wie in der Vorlage M/17/0699-01 beschrieben. Dieser ist für die aktuellen Anforderungen ausreichend.

 

Kulturarbeitsplatz und Insellösung

 

Die Einrichtung eines Kulturarbeitsplatzes und die Einführung von Insellösungen ist Voraussetzung für die Arbeits- und Zukunftsfähigkeit der Kultureinrichtungen der Stadt. Sie sollen die Möglichkeit eröffnen notwendige Kommunikationsplattformen, Bildungs- und Präsentationsformate nutzen zu können und digitale Kunstproduktionen zu ermöglichen. Nur so kann den Menschen in Oberhausen ein Zeitgemäßes Angebot gemacht werden.

 

Aktuell werden erste technische Voraussetzungen geschaffen, um die weitere notwendige Nutzungen zu ermöglichen und Kulturarbeitsplatz und Insellösung umsetzen zu können.

 

Im Rahmen des Glasfaserausbaues werden die Sicherheitsstrukturen als Voraussetzung ertüchtigt, um den Kulturarbeitsplatz umsetzen zu können. Einzelne Aspekte wurden allerdings bereits als Pilotierung begonnen. So wurde zur Nutzung von WeTransfer durch den IT-Betrieb geprüft, inwiefern man den Kulturbereichen unterstützend über das bereits bereitgestellt und nutzbare Angebot zur Nutzung der UCloud (Austauschplattform für verschiedene Dokumente) auch den Datenaustausch über die Plattform WeTransfer anbieten kann. Aufgrund von datenschutzrechtlichen und sicherheitstechnischen Bedenken ist eine Umsetzung bisher nicht möglich.

Durch Änderungen in der allgemeinen Nutzerzugriffsverwaltung ist es möglich, einen Zugriff mit Balance zwischen Datenschutz und Sicherheit abzubilden. Daher wurde den Bereichen 0-3, 0-6 und 0-8 Anfang März 2022 im Rahmen eines Pilotprojektes ein entsprechender Warenkorbartikel zur Verfügung gestellt, welcher im Self Service Portal buchbar ist.

Um die Nutzung zu optimieren, wurden die Bereiche gebeten, den Artikel umfänglich zu testen. Neben ersten positiven Rückmeldungen, dass damit der Datenaustausch möglich gemacht werden konnte, gibt es auch deutliche Hinweise, dass die Einschränkungen des aktuellen Angebotes optimales und effizientes Arbeiten wesentlich behindern. Gleiches gilt für die Nutzung von Internetseiten zur Recherche und die Nutzungen von verschiedenen Videokonferenzsystemen, was die Wichtigkeit der Erstellung des Kulturarbeitsplatzes nochmals unterstreicht.

 

Um die inhaltlichen Aspekte des Kulturarbeitsplatzes und der Insellösung zu erarbeiten wird noch vor der Sommerpause ein Workshop stattfinden, in dem der Bereich IT und die Kultureinrichtungen zusammen Verantwortlichkeiten festlegen, technische Lösungen vorgestellt und die Umsetzungsschritte abgestimmt werden.

 

Volkshochschule

 

Die Umstellung des Seminar- und Kursverwaltungsprogramms Kufer konnte in ein Cloudsystem umgesetzt werden. Ein notwendiges Update ist beauftragt, kann aber aufgrund von Verzögerungen erst nach Programmfertigstellung und Kursbuchroutine sowie Websiterelaunch umgesetzt werden, da sonst Daten und Arbeitsergebnisse verloren gehen. Hierdurch wird eine verbesserte Wartbarkeit und Bedienung erreicht, welche zukünftige Erweiterungen vereinfachen wird, weil sie nicht durch die städtische IT, sondern das Cloudsystem automatisiert erfolgen.

 

Über den Antrag der VHS zum EFRE REACT Förderprogramm konnte die Stadt für den zweiten Bildungsweg 215 digitale Endgeräte für Teilnehmende und Lehrkräfte beschaffen. Basierend auf den Ausschreibungen und Vergaben für die Oberhausener Schulen konnten entsprechende Convertible Laptops rasch beschafft und bereitgestellt werden. Sobald das Glasfaserkabel in Lirich liegt und WLAN vorhanden ist, können die Geräte vollumfänglich eingesetzt werden. Die Ausschreibung der Interaktiven Bildschirme, zzgl. der Option auf 5 weitere Geräte für den Standort VHS-Lirich, ist abgeschlossen und der Zuschlag wurde erteilt. Die Bildschirme wurden bereits am Hauptstandort installiert. Die Geräte für den Standort Lirich befinden sich im Zulauf. So kann ein attraktives und modernes Lernumfeld geschaffen werden.

 

Der Zugriff auf die Datenaustauschplattform UCloud (z. B. Austausch von vertraulichen und sensiblen Daten) wurde final für den festgelegten Teilnehmendenkreis eingerichtet. Im Zusammenspiel mit der Datenaustauschplattform WeTransfer (z. B. Austausch von Programmheften, Flyern, etc.) stehen nunmehr zwei Plattformen zur Verfügung, um für den Datenaustausch mit Außenstehenden gerüstet zu sein.

 

Der kostenpflichtige Zugriff auf die Video-Plattform Vimeo als Premium Zugang für Livestreaming, wurde im März 2022 eingerichtet. So besteht die Möglichkeit weitere Angebote über die Online-Plattform zu machen.

 

Ohne Insellösung fehlt für die auf die BürgerInnen bezogene IT-Infrastruktur des BBB insgesamt eine koordinierte Betreuung und Servicestruktur. Die Personalstelle, die dazu mit eingesetzt werden muss, wird der Bereich aus eigenen Planstellen zur Verfügung stellen. Eine Besetzung ist hoffentlich im Sommer möglich, um die Betreuung der IT-Landschaft im BBB gewährleisten zu können und die Koordination insbesondere bei der Hardware-Beschaffung von externer Beratung, Bereich IT und VHS zu verbessern.

 

 

Stadtbibliothek

 

Alle Beschaffungen und die damit verbundenen Bestellungen für die Einrichtung des Digitallabors (Nutzbar) konnten zu Ende des vergangenen Jahres erfolgreich beschafft werden. Somit wurde das Landesprojekt „Digital Strategie der Stadtbibliothek Oberhausen“ fristgerecht im Förderzeitraum umgesetzt. Der Verwendungsnachweis erfolgte zum 31. März 2022. Die Fördersumme des Landesprojektes aus dem Haushaltsjahr 2020 betrug 135.000 EUR.

 

Mittels eines Projektantrages der Stadtbibliothek konnten mit Mitteln aus dem EFRE REACT Förderprogramm in diesem Jahr der Austausch der Ausleih- und der Kassenautomaten und RFID-Komponenten umgesetzt werden. Der Ersatz für die stark veraltete Verbuchungstechnik wird in der Zentralbibliothek und den drei Stadtteilbibliotheken Sterkrade, Osterfeld und Schmachtendorf stattfinden. Im Projektumfang sind zwei Kassenautomaten für die Zentralbibliothek und die Bibliothek Sterkrade enthalten.  Die Fördersumme beträgt 198.000 Euro (100 % Förderung durch das Land NRW). Der Zuwendungsbescheid liegt vor. Zurzeit läuft das Vergabeverfahren.

 

Die weltweiten Lieferengpässe für PCs haben den Austausch der defekten PCs zur Recherche im Internet und Bibliothekskatalog hinausgezögert. Ende März 2022 konnten die elf PCs ausgetauscht werden und stehen seitdem allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

 

Aufgrund aktueller Sicherheitslücken musste das Online-Angebot der Bibliothek kurzzeitig zum Ende des Jahres vom Netz genommen werden. Nach Durchführung einer Tiefenanalyse und einer anschließenden Bewertung der Problematik befindet sich das Angebot aktuell wieder online. Dies hat noch einmal verdeutlicht, dass das derzeit eingesetzte digitale Betriebsmanagementsystem (BMS) der Bibliothek ebenfalls einer neuen Priorisierung zugeführt werden muss. Daher wird ein Austausch nun priorisiert vorangetrieben.

Erste Produktsichtungen hinsichtlich eines neuen Bibliotheksmanagementsystems sind im 4. Quartal 2021 erfolgt. Eine fachliche Leistungsbeschreibung wurde bereits durch den Bereich 0-3/Bert-Brecht-Bildungszentrum erstellt. Auf dieser Basis unterstützt der Bereich 4-4/IT die Ausschreibung, Auswahl und Implementierung eines neuen cloudbasierten Systems.

 

Die Schulbibliothekarische Arbeitsstelle (SBA) wird ein Bestandteil des neuen Bibliotheksmanagementsystems sein und wird entsprechend in den Prozess eingebunden. Eine eigene Strategie inkl. des Themas Digitalisierung für die SBA, die Dezernatsübergreifend erfolgt, gibt es noch nicht wird aber auf Basis des Ratsbeschlusses vom 16.05.2022 erstellt.

 

Die Inbetriebnahme des Übergangsstandortes Kirchstr. der Stadtteilbibliothek Osterfeld konnte kurzfristig realisiert werden.

 

Die Öffentlichen Münz-Kopierer in der Zentralbibliothek und allen Stadtteilbibliotheken wurden -aufgrund eines ausgelaufenem Wartungsvertrags- Ende Januar 2022 abgeholt und konnten bis heute nicht ersetzt werden. Eine kurzfristige Alternativlösung konnte bislang nicht gefunden und realisiert werden.

Gleiches gilt für den Öffentlichen Netzwerkdrucker im Bert-Brecht-Bildungszentrum der im März 2022 abgeholt wurde. Somit haben die Nutzer*innen hier keine Möglichkeit etwas auszudrucken. An einer Lösung wird aktuell gearbeitet.

 

Bis zum Sommer sollen auch die Planungsgespräche für die IT-Ausstattung der neuen Stadtbibliothek in Osterfeld gemeinsam mit der IT stattfinden.

 

 

Ludwig Galerie

 

Aufgrund der Nachlassbearbeitung Walter Kurowski und Rudolf Holtappel ergab sich ein Engpass in der Serverkapazität am Standort Schloss Oberhausen. Zur Vermeidung eines möglichen Datenverlustes und zur Optimierung der Zugriffszeiten wurden die Dateien auf ein neues Laufwerk im Technischen Rathaus verschoben und in die Backup Prozeduren eingebunden, so dass die digitalisierten Werke nachhaltig gesichert werden.

 

Das Buchen von Online-Tickets und in Coronazeiten von Zeitfenstern für einen Ausstellungsbesuch ist bisher nicht möglich. Online-Tickets werden von potentiellen Besucher*innen schneller und häufiger gebucht. Das veraltete momentane Kassensystem belastet die Museumsabläufe, außerdem sind von dem Ausfall alle Arbeitsplätze des Hauses betroffen. Ein digitales Kassensystem benötigt außerdem einen separaten Server. Es haben Begehungen stattgefunden. Eine Lösung steht aber noch aus. Darüber hinaus haben Ludwig Galerie und Theater Oberhausen geprüft, ob das Kassensystem des Theaters auch für die Ludwig Galerie und den Shop genutzt werden kann, was auch die Zahlung mit Kreditkarten ermöglichen würde. Es gibt erste positive Rückmeldungen, der Prozess ist aber noch nicht abgeschlossen.

 

In der erfolgreichen Artothek der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, in der sich Bürger*innen Kunst ausleihen können, kann die Ausleihe bisher nur in Cash oder gegen Rechnung bezahlt werden. Insbesondere zu Corona-Zeiten aber auch sonst ist die Möglichkeit für bargeldloses Bezahlen erforderlich. Die Zahl der Entleiher*innen dürfte stagnieren oder gar sinken, wenn nicht bargeldlos bezahlt werden kann. Eine Lösung wird durch die Integration in ein neues Kassensystem angestrebt.

 

 

Gedenkhalle

 

Der Standort Kaisergarten 52 findet aufgrund seiner Lage keine Berücksichtigung im Rahmen des Glasfaserausbaus (Kostenaspekte). Gerade mit Blick auf die geplanten Archivierungsarbeiten ist es jedoch erforderlich, den Standort stabil anzubinden. Daher wurden mit dem Telekommunikationsanbieter geprüft, wie die Datenleitung verbessert werden kann. Ein entsprechender neuer Router zur Erhöhung der Leitungskapazität konnte im März 2022 erfolgreich in Betrieb genommen werden, wird aber derzeit noch optimiert, um den Notwendigkeiten und Leistungsprofilen adäquat und dauerhaft zu entsprechen.

 

Mit der Leitungsertüchtigung werden die Gespräche aufgenommen, um den Archivierungsprozess in ein passendes Archivierungssystem umzusetzen.

 

 

Stadtarchiv

 

Den Projekten „Digitalisierung Lesesaal“ und „Digitalisierung Personenstand“ wurde die Prioritätsstufe 4 zugeordnet. Beide Projekte sollen noch im Laufe des Jahres 2022 realisiert werden. Im Rahmen der Projektumsetzung wurden zwei Computer-Arbeitsplätze für den Lesesaal bestellt. Entsprechende Projektgruppensitzungen finden in regelmäßigen Abständen mit der IT statt. Zurzeit werden die technischen Voraussetzungen zur Installation von ActaPro geschaffen.

 

Für die Projektplanung aller übergeordneten Projekte (eAkte, Digitales Archiv) wurde ein Jour fixe mit 4-1-10 / Organisation, Allg. Verw. Angelegenheiten, eingerichtet.

 

 

Musikschule

 

Eine neue Version der Musikschulsoftware AMADEE wurde installiert, um die bestehenden Einschränkungen im Funktionsumfang und der Art der Zurverfügungstellung zu beheben. Dies unterstützt insbesondere die Kolleginnen und Kollegen, welche aus der Teleheimarbeitsumgebung darauf zugreifen müssen. In einem gemeinsamen Termin Ende März mit dem Bereich 0-6/Musikschule, dem Bereich 4-4/IT und dem Hersteller wurden die Neuerungen vorgestellt und im Nachgang die gemeinsame Vorgehensweise festgelegt. Diese sieht vor, dass die technischen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen geklärt werden und anschließend die Umsetzung koordiniert wird. Neben einem Belastungstest der vorhandenen Hardware in Hinblick auf die neue Software Version soll auch ein Leistungstest durchgeführt werden, um eventuelle Optimierungsmöglichkeiten zu definieren. Dies ist nicht nur für die Nutzung der neuen Musikschulsoftware, sondern auch bereits jetzt für die tägliche Aufgabenerfüllung erforderlich.

 

 

Kulturbüro

 

 

Eine provisorische WLAN Lösung konnte am Standort des Kulturbüros in Betrieb genommen werden.

Im Kulturbüro wird der Bedarf eines Kulturarbeitsplatzes besonders deutlich, da hier wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist sich mit Gruppen außerhalb der Stadtverwaltung zu koordinieren, insbesondere bezogen auf folgende Sachverhalte: Bezüglich der Sozialen Medien und Messenger-Dienste ist der Zugang zu Facebook-Messenger, WhatsApp, Telegram, Signal notwendig, sowohl über die stationären PCs als auch über die mobilen Endgeräte, da ein Großteil der Kommunikation mit Kunstinteressierten und Kulturschaffenden über diese Kanäle läuft. Benötigt wird außerdem ein Zugang zu den Internetseiten icloud.com, web.de und gmail.com sowie doodle.com. Für den Transfer von Daten ist UCloud nur in der Versendung eine Alternative. Das Empfangen von Daten von verschiedenen, meist unbekannten Absender*innen ist damit nicht möglich. Die Mail-Postfächer benötigen dringend eine Erweiterung des Speichers, da diese nach vier Monaten bereits vollgelaufen sind und die Vorgänge so aktuell, dass sie nicht archiviert werden können. Die Mitarbeiterinnen des Kulturbüros arbeiten zu einem großen Teil mobil. Daher benötigen sie dringend Laptops, mit denen sie auch in der Lage sein müssen, an Videokonferenzen teilzunehmen und Zugriff auf ihre Daten auf dem Server zu haben.

Eine weitere Pilotierung des Kulturarbeitsplatzes ist aus diesen Gründen für das Kulturbüro angestrebt.

 

Kurzfilmtage

 

Die IKF bemühen sich regelmäßig um die Unterstützung der leihweisen Bereitstellung von Hard- und Software zur Vorbereitung und Durchführung des Festivals. Der im November 2021 angeforderte Bedarf konnte im Januar 2022 bereitgestellt werden. Erstmalig kommen neben 27 EDV-Einheiten nebst Standard Office Paket auch 12 Notebooks zum Einsatz.

Die Geräte können über den Einsatz in diesem Jahr hinaus genutzt werden, so dass eine zukünftige Bereitstellung effizienter abgewickelt werden kann.

 

 

Theater

 

Für einen zeitgemäßen und erfolgreichen Theaterbetrieb ist die Digitalisierung sämtlicher Prozesse und Leistungen unabdingbar. Seit der Spielzeit 20/21 nimmt die Leitung des Theaters den konsequenten Ausbau der Digitalisierung des Theaters in den Fokus, mit dem Ziel zukunftsfähig zu werden.

 

Für das Theater ist eine Anbindung an ein maximal leistungsfähiges Glasfasernetz dringend erforderlich Hierfür ist eine Anbindung an des städtische Glasfasernetz vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt über den städtischen Haushalt. Die technischen Anforderungen im Theater werden vom Theateretat finanziert.Live-Streaming-Angebote werden seit Februar 2021 technisch über Mobilfunk realisiert, für die das Theater den Anbieter mit bester Netzabdeckung am Standort Theater nutzt.

 

Die allgemeine Internet-Abdeckung für den Betrieb wurde aus dem Theateretat in den letzten 1,5 Jahren zwar verbessert, ist aber noch nicht hinreichend leistungsfähig. Die Bandbreite und das erforderliche Datenvolumen für professionelles Arbeiten erfordern einen bestmöglichen Glasfaseranschluss. V.a. produktionsbezogene Up-/Downloads von Daten (Bilddateien, Videos) müssen IT-technisch professionalisiert werden, v.a. Reduzierung von Prozesszeiten bei sehr großen Datenvolumina, Live-Streaming via Glasfaser. Die IT-Infrastruktur an den PC-Arbeitsplätzen sowie für mobiles Arbeiten ist erst in Teilbereichen konferenzfähig ausgestattet und aus dem Theateretat finanziert.

 

Die Sicherstellung ausreichender Bandbreiten bedeutet für das Theater verbesserte Produktionsmöglichkeiten, steigende Wettbewerbsfähigkeit und kann dazu beitragen Besucherpotential zu erschließen. Stabile und schnelle Internetverbindung, Streaming- bzw. hybride Angebote erhöhen die Attraktivität für externe Regisseure und Bühnenbildner*innen und sind mittlerweile an gut ausgestatteten Häusern Standard. Die Arbeitsprozesse im Bereich Ton-/Video/Digitales können verbessert und die Prozesszeiten im Datenmanagement verkürzt werden. Dies führt zu einer besseren Unterstützung der Produktionsprozesse. Für die Weiterentwicklung von Verwaltungsprozessen ist konsequent der Weg der Digitalisierung fortzusetzen.

 

 

 

 

 

 

Gasometer

 

Virtual Reality, also die Verknüpfung der realen Umgebung mit computergenerierten, interaktiven virtuellen Darstellungen, ist heute state of the art in vielen Museen und Ausstellungen weltweit. Im Gasometer Oberhausen ist der Einsatz nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich, da keine ausreichende Internetverbindung zur Verfügung steht. Somit ist z.B. die Qualität der Verknüpfung von Präsentationen mit Life-Aufnahmen aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sehr stark eingeschränkt. Auch die Übertragung von Online-Führungen ins Netz oder der Einsatz einer App für Ausstellungsführungen mit dem eigenen Mobilgerät sowie die Nutzung von zahlreichen online – Dienstleistungen für den Betrieb des Gasometers sind aktuell nicht realisierbar.

 

 

Mit der Anbindung an ein Glasfasernetz können virtuelle Rundgänge durch Ausstellungen entwickelt werden, die über die Homepage des Gasometers erreicht werden können. Livestream-Übertragung von Veranstaltungen, VR-Rundgänge mit externen Liveeinspielungen und die Integration von Livebildern in Ausstellungen werden genauso möglich wie ergänzende virtuelle Elemente zu den Ausstellungen und das Angebot vergangene Ausstellungen virtuell nachzuvollziehen.

Für Besucher*innen können dann im Kassenhaus/Infolounge neue Service-Angebote zur Verfügung gestellt werden, wie freies WLAN, über das z.B. eine App über eigene Smartphones für Führungen geladen werden können.

 

Freies WLAN im Gasometer selbst hat sich als problematisch herausgestellt, da der metallene Körper wie eine Art faradayscher Käfig wirkt, und somit eine Versorgung extrem erschwert.

 

Ohne eine leistungsfähige Glasfaserverbindung ist die Zukunftsfähigkeit der Ausstellungshalle Gasometer Oberhausen nicht sicherzustellen.

Aus diesem Grund ist der Gasometer in den Ausbauplan des städtischen Glasfasernetzes aufgenommen worden. Die notwendigen finanziellen Mittel sind in den Haushalt 2021 eingestellt worden. Zwischenzeitlich ist auch das Wegerecht der Deutschen Bahn erteilt worden. Das Tiefbauunternehmen Greten hat aktuell die Leerrohre verlegt. Ein weiteres Unternehmen soll nun noch das eigentliche Glasfaserkabel legen.

 

Büro für Interkultur

 

Das Büro für Interkultur wurde in seiner internationalen Arbeit in den Jahren 2020/21 durch das Kontaktverbot besonders hart getroffen, da Reisen auf nicht absehbare Zeit unmöglich wurden.  Als Reaktion darauf wurden alle geplanten Reisen, Begegnungen und Veranstaltungen abgesagt, aufgeschoben oder nach Möglichkeit auf ein Online-Format umgestellt. Der Kontakt und Austausch wurde mit allen internationalen Partnern per E-Mail und Videokonferenzen aufrechterhalten. Der Austausch bezog sich insbesondere auf die Pandemiesituation in den Partnerstädten und auf Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit nach der Pandemie. Einige Projekte konnten erfolgreich in einem Onlineformat durchgeführt werden. Das gilt u. a. für das im Januar 2020 gestartete dreijährige EU-Projekt “European Platform for Integrating Cities“ mit 17 Partnern aus neun Ländern. Für Oberhausen war dies das erste transnationale Projekt dieser Größenordnung und ist mit der Hoffnung verbunden, zukünftig stärker an europäischen Projekten beteiligt werden zu können, um damit zusätzliche Ressourcen und Knowhow in die Stadt zu holen.  Nicht alle Anforderungen der europäischen Partner konnten im Rahmen des städtischen Netzes erfüllt werden, sie wurden aber durch Improvisation und die Nutzung von privaten Geräten erfüllt. Dies unterstreicht den Bedarf der

Schaffung dezidierter Kulturarbeitsplätze.

 

Die internationale Jugendbegegnung MULTI musste 2020 und 2021 aufgrund des Pandemiegeschehens ebenfalls online beziehungsweise in hybrider Form stattfinden. Zudem wurden mehrere Social-Media-Kanäle in diesen Jahren durchgängig mit Angeboten bespielt. Zum Beispiel wurde den gesamten Dezember 2020 über ein Online-Winterkalender mit täglichen Kreativbeiträgen aus dem In- und Ausland hochgeladen. Für diese Aktionen hat sich das Team der MULTI zahlreicher Online-Tools und externer Websites bedient. Zudem gab es Beiträge aus dem Ausland, für die uns größere Datenmengen geschickt wurden, die weiterverarbeitet werden mussten. Dies war nur möglich, weil die Ehrenamtlichen der MULTI Up- und Downloads sowie das Einfügen externer Tools über ihre privaten Computer geleistet haben und in vielen Situationen auf Zuruf kurzfristig auf Probleme reagiert haben. Mit der Einrichtung des Kulturarbeitsplatzes und der bereits jetzt verfügbaren Datenaustauschplattform uCloud wird diese Problematik zukünftig umgangen.

Da eine Erweiterung der Möglichkeiten auf städtischen Geräten nicht möglich ist, kann dies über die geplanten individuellen Insellösungen für den Kulturbereich erreicht werden. Das ist perspektivisch von großer Bedeutung, da davon ausgegangen wird, dass in Zukunft hybride Formen der Zusammenarbeit in einer Kombination aus Online- und Präsenzveranstaltungen eine größere Bedeutung haben werden, als dies vor der Pandemie der Fall war.

Viele neu eingeführte digitale Möglichkeiten sind im Laufe der letzten Jahre zum Standard in der internationalen Arbeit geworden. Es ist notwendig, hier den Anschluss nicht zu verpassen, um an den Programmen teilnehmen und von den Ressourcen partizipieren zu können.

 

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