Berichtsvorlage - M/17/1777-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Dokumentation der Auftaktveranstaltung

 

Die nächste Phase der Schulentwicklungsplanung in Oberhausen hat im Oktober 2021 mit der „Auftaktveranstaltung Schulentwicklungsplanung 2021-2030“ ihren offiziellen Anfang genommen. An zwei Tagen (28.10. & 29.10.2021) fanden sich knapp 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus städtischer Politik, bildungsinteressierter Öffentlichkeit, Stadtverwaltung, Schulaufsicht und nicht zuletzt den pädagogischen Akteuren aus den Schulen, dem Ganztagsbereich und der Schulsozialarbeit im Heinrich-Heine-Gymnasium zum intensiven Austausch über Herausforderungen und Lösungsansätze für die Oberhausener Schulentwicklung zusammen. Zudem wurde die Auftaktveranstaltung wissenschaftlich von Prof. Dr. Nils Berkemeyer (Lehrstuhl für Schulsystementwicklungsforschung) von der Friedrich-Schiller-Universität Jena begleitet. Prof. Berkemeyer verfasste auch eine gutachterliche Stellungnahme zum Auftakt der Oberhausener Schulentwicklung, die als inhaltliche Orientierung für die zukünftigen Arbeits- und Entwicklungsprozesse dient.

 

Nach einer Begrüßung durch den Beigeordneten Jürgen Schmidt führte Klaus Gohlke als Moderator in den Ablauf der jeweils ca. dreistündigen Veranstaltungen ein. Der wissenschaftliche Impulsvortrag von Prof. Berkemeyer trug den Titel „Schulentwicklung durch moderne Schulträgerschaft? Zwischen Wirksamkeitsvisionen und solider Verwaltungsarbeit“ und enthielt einen Rückblick auf die Schulentwicklung und Schulreform in Deutschland, fokussierte auf die Beiträge von kommunalen Schulträgern und Bildungsregionen und eröffnete Perspektiven für die partizipative Erarbeitung von Leitzielen und Handlungsfeldern im weiteren Verlauf der Veranstaltung.

 

Nach einer Pause (inklusive hervorragender Bewirtung seitens der Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums) wurden dann in insgesamt sieben Themenforen Herausforderungen, Trends und Problemlösungen für die Oberhausener Schulentwicklung diskutiert und entwickelt. Folgende, in Zusammenarbeit von Schulträger, Schulaufsicht und Regionaler Bildungslandschaft, formulierten inhaltlichen Zuschnitte wurden in den Themenforen behandelt:

 

•          Digitale Schulentwicklung: (Wie) Schulen zur digitalen Wende befähigen!?

 

•          Schulraum und -ausstattung: Elemente moderner Standards und Wege der Implementation

 

•          Ziele und Messbarkeit des Schulsystemerfolgs: Ausreichend Schulplätze, Schulpflicht überwacht, „Ruhe im System“, oder doch Steigerung von Bildungsgerechtigkeit und Leistungsfähigkeit?

 

•          Schulautonomie: Was sollen Schulen selbstständig leisten können? Chancen und Grenzen im Zusammenwirken von Einzelschulen und Schulverwaltung

 

•          Dreiecksbeziehung Einzelschule-Schulträger-Schulaufsicht: Erwartungen und Rollenbilder

 

•          Multiprofessionelle Schulentwicklung: Zielperspektiven zwischen systematischer Kooperation und Nebeneinander von außerunterrichtlichen Angeboten und schulischem Lernen

 

Im Anschluss an eine kurze Kaffeepause wurden die in den Arbeitsgruppen zusammengetragenen Ergebnisse dann im Plenum öffentlich präsentiert und diskutiert. Die sehr konstruktiven und auch mit großen Innovationswillen geführten Diskussionen wurden am Ende der Veranstaltung von Prof. Berkemeyer noch einmal zusammengefasst und reflektiert. Ein wichtiger Hinweis war: Angesichts der enormen Fülle der produzierten Ideen und konkreten Ansätze wird es für den weiteren Prozess der Schulentwicklungsplanung in Oberhausen unumgänglich sein, die Aufmerksamkeit und Ressourcen zu fokussieren. Andersfalls wird ob der Komplexität des Systems Schule keine Handlungsfähigkeit sichergestellt werden können.

 

Die inhaltlichen Diskussionsergebnisse hat Prof. Berkemeyer im Detail in seiner gutachterlichen Stellungnahme zusammengetragen. In Verbindung mit allgemeinen Entwicklungserfordernissen entwarf er auf dieser Basis drei inhaltliche Handlungsfelder, in denen Oberhausen zukünftige Entwicklungsprozesse entfalten könnte. Des Weiteren wies er auf die enorme Relevanz eines zielbezogenen Prozessmanagements hin. Ohne ein solches liefe die Umsetzung der Planungen weder effizient noch demokratisch ab.

 

 

Weitere Perspektiven für die Oberhausener Schulentwicklungsplanung 2021-2030

 

Der Bereich 3-3 Schule erkennt in den von Prof. Berkemeyer genannten Handlungsfeldern wichtige Bestandteile für die Oberhausener Schulentwicklungsplanung. Dabei ist insbesondere der Hinweis zu beachten, angesichts der Aufgabenfülle und der mit den Aufgaben verbundenen Investitionsbedarfe, Fokussierungen vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund und zugunsten eines effektiven Projektmanagements erachtet es der Bereich 3-3 Schule als sinnvoll, die Schulentwicklungsplanung in Themenfeldern und hierin zu verortenden konkreten Themenbänden zu strukturieren. Eine solche Planungsarchitektur erhöht durch die klare Differenzierung in Themenbände zum einen die Beteiligungsmöglichkeiten und verschafft zum anderen auch mehr Kontrolle über den Prozessfortschritt.

 

Um einen baldigen Einstieg in die konkrete Arbeit an den Themenbänden zu ermöglichen, wird mit dieser Vorlage, anschließend an die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung sowie die Stellungnahme von Prof. Berkemeyer, eine Planungsarchitektur vorgeschlagen, die sich in drei Handlungsfelder gliedert: „Moderne Schulträgerschaft“, „Wissensmanagement“, „Teilhabechancen“. Innerhalb dieser Handlungsfelder sind Themenbände zu definieren. Im untenstehenden Schema finden sich die initialen Vorschläge des Schulträgers, die im Kontext der Regionalen Bildungslandschaft sowie der politischen Gremien weiter zu optimieren und zu ergänzen sind.

 

Abbildung 1: Architektur „Schulentwicklungsplanung 2021-2030 in Oberhausen“

 Ein Bild, das Text enthält.Automatisch generierte Beschreibung

 

In jedem Themenband sind dann konkrete Maßnahmen in fortlaufender Abstimmung mit den betreffenden Akteuren und der Politik auszuarbeiten. Für den Einstieg in die Maßnahmenumsetzung ist anschließend an die Entwicklungsphasen je Themenband die Verfügbarkeit der benötigten Ressourcen sicherzustellen, beispielsweise durch die Beantragung von Fördermitteln. Über die vollzogenen Prozesse und Maßnahmen ist im Rahmen eines themenbandspezifischen Fortschrittsmonitorings kontinuierlich anlassbezogen zu informieren. Dem Schulausschuss ist zusätzlich zum Jahresabschluss ein jährlicher Gesamtbericht „Schulentwicklungsplanung 2021-2030 in Oberhausen“ vorzulegen.

 

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Anlagen

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