Berichtsvorlage - M/17/1681-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachdarstellung

 

Der Fahrplanwechsel bei der STOAG am 12.06.2022 steht im Zeichen von Angebotsverbesserungen. Dazu werden zwei neue Linien eingeführt und die Angebote besser vertaktet. Folgende Änderungen sind vorgesehen:

 

Einführung der regionalen Schnellbuslinie X42

Die Linie X42 beginnt in Dorsten bzw. am MoviePark. In Kirchhellen vereinigen sich beide Linienwege und die Busse verkehren bis Sterkrade. In Oberhausen verläuft die Linie über die Dorstener Straße und den Sterkrader Ring. Montags bis samstags wird von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr über die ÖPNV-Trasse bis Oberhausen Hbf. gefahren, um die Neue Mitte besser zu erschließen.

 

Zur Beschleunigung der Linien hält die Linie zwischen Oberhausen und Kirchhellen nur an ausgewählten Haltestellen. Neben dem Bahnhof Sterkrade, wo die Verknüpfung zum Bahnverkehr und zum innerstädtischen Busverkehr sichergestellt wird, hält die Linie X42 in Oberhausen am Hirsch-Center. Durch diese beiden Haltestellen wird die Sterkrader Innenstadt erschlossen. Als weitere Haltestelle wird an der Haltestelle Elpenbachstraße gehalten. Damit wird der Bereich Tackenberg erschlossen und eine Umsteigemöglichkeit in Richtung Königshardt (SB92) und Osterfeld (SB92/SB93) geschaffen. Auf der ÖPNV-Trasse wird an allen Haltestellen gehalten.

 

Die Linie X42 soll zwischen Sterkrade und Kirchhellen von montags bis samstags tagsüber im 30-Minuten-Takt verkehren. Ab Kirchhellen fahren die Busse stündlich bis Dorsten oder zum MoviePark. Am Abend und sonntags ist ein Stundentakt vorgesehen, wobei alle Fahrten bis Dorsten verkehren. Die Fahrzeit zwischen Sterkrade und Kirchhellen beträgt mit der Linie X42 24 Minuten. Im bestehenden Netz beträgt die kürzeste Verbindung je nach Richtung 45 bis 47 Minuten. Es sind aber auch Verbindungen mit einer Fahrzeit von rund einer Stunde möglich. Auf allen heute bestehenden Verbindungen muss – zum Teil mehrfach – umgestiegen werden.

 

Am Bahnhof Sterkrade sind Anschlüsse zu den Linien RE19 (Arnheim – Düsseldorf) und RRX5 (Wesel – Koblenz) in beiden Richtungen möglich. In Dorsten wird ebenfalls ein Anschluss zum Zugverkehr in Richtung Norden (Dorsten und Coesfeld) geboten.

 

Für Oberhausener Fahrgäste ergeben sich folgende Vorteile:

 

  •                   Einführung einer Direktverbindung in Richtung
    • Kirchhellen
    • Dorsten (mit Anschluss zum Zugverkehr in Richtung Coesfeld/Borken)
    • MoviePark

 

  •                   Weitere Fahrmöglichkeiten zwischen Tackenberg und Sterkrade und Hauptbahnhof

 

Für Pendlerinnen und Pendler aus dem Bereich Kirchhellen ergibt sich durch den Umstieg in Sterkrade eine Verbindung mit dem ÖPNV zu den Großstädten entlang der Rheinachse (Duisburg, Düsseldorf und Köln), die die Fahrzeit gegenüber dem aktuellen Fahrplan deutlich verkürzt. Außerdem wird eine Direktverbindung in die Neue Mitte angeboten.

 

Die Linie soll von den beteiligten Aufgabenträgern (Kreis Recklinghausen, Stadt Bottrop, Stadt Oberhausen) anteilig anhand der auf ihrem Gebiet entfallenden Betriebsleistung finanziert und betrieben werden. Die Betriebsleistung der Gesamtlinie beträgt 600.000 km pro Jahr, wobei bei der Stadt Oberhausen eine Betriebsleistung von 94.000 km pro Jahr entfällt.

 

Der VRR, der das Projekt der regionalen Schnellbusse verbundweit angestoßen hat, bezuschusst den Betrieb aus Mitteln des Landes NRW mit 0,50 Euro pro Kilometer. Für die Stadt Oberhausen verbleiben nach einer Kostenschätzung der STOAG damit Kosten in Höhe von 310.000 Euro pro Jahr. Die konkrete Abrechnung erfolgt über den VRR-Verbundetat. Die STOAG wird diese Mittel im Rahmen ihres Wirtschaftsplans bereitstellen. Dieser wird mit Bezug auf den Finanzierungsbeitrag der Stadt unter Berücksichtigung der Vorgaben des Haushaltsanierungsplans aufgestellt. Im Rahmen der vorliegenden Direktvergaben wird die Linie X42 durch die STOAG (im Auftrag der Stadt Oberhausen) und die Vestische Straßenbahn GmbH (im Auftrag der Stadt Bottrop und des Kreises Recklinghausen) betrieben.

 

Für die Linie X42 sollen speziell beschaffte und ausgestattete Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Bis zur Lieferung dieser Fahrzeuge werden bereits vorhandene Busse eingesetzt, um eine zügige Betriebsaufnahme zu ermöglichen.

 

An der Haltestelle Elpenbachstraße wird zunächst die Haltestellenposition auf der Nebenfahrbahn der Dorstener Straße (Linien SB93, 979) bedient. Im Rahmen der nächsten Baustufe des Haltestellenausbauprogramms soll zur Beschleunigung die Einrichtung von zwei Haltestellenpositionen auf der Hauptfahrbahn geprüft werden.

 

Zum Abstellen der Busse während der Pause im Bereich Oberhausen Hbf. wird ein sog. Pausenplatz benötigt. Dazu werden die bestehenden sechs Senkrechtstellplätze in der Schwartzstraße gegenüber dem Finanzamt genutzt. Die Parkplätze müssen dadurch entfallen.

 

Einführung der Linie 967

Mit Inbetriebnahme der neuen Gewerbestandorte im Bereich Waldteich und Weierheide hat die Nachfrage auf der Linie 957 zwischen dem Bahnhof Sterkrade und der Haltestelle Im Lekkerland deutlich zugenommen. Die STOAG setzt aktuell Verstärkerfahrten ein, um Nachfragespitzen abzudecken. Mit der Betriebsaufnahme weiterer Logistikbetriebe ist mit einem erneuten Zuwachs der Fahrgastzahlen zu rechnen.

 

Die STOAG führt zu den Schichtzeiten die Linie 967 ein, die die Linie 957 verstärkt. Die Linie 967 fährt im 30-Minuten-Takt, um Anschluss vom Zugverkehr zu ermöglichen. Sie fährt montags bis freitags in der Zeit von 5.00 Uhr bis 8.00 Uhr, von 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr und von 21.30 Uhr bis 23.00 Uhr (17 bzw. 15 Fahrten je Richtung). An Samstagen ist die Linie 967 zwischen 13.30 Uhr und 17.00 Uhr (7 Fahrten je Richtung) halbstündlich und ergänzend zum Stundentakt der Linie 957 unterwegs. Außerdem wird samstags auf der Linie 957 eine Früh- und eine Abendfahrt ergänzt. Dadurch sind die Gewerbegebiete auch samstags bereits vor 8.00 Uhr und nach 22.00 Uhr erreichbar.

 

Die STOAG wird die Fahrgastentwicklung beobachten und das Angebot auf den Linien 957 und 967 entsprechend der Nachfrage weiter optimieren.

 

Verbesserte Kommunikation der Einsatzwagenfahrten

Die STOAG setzt zu Schulbeginn und -ende auf stark nachgefragten Linienabschnitten Einsatzwagen ein. In der Frühspitze werden zusätzliche 17 Busse eingesetzt, in der Mittagsspitze fahren 15 Busse. Die Busse haben eine individuelle Liniennummer – z. B. E401 – und fahren verschiedene Schulen an. Zur besseren Übersichtlichkeit wird die Liniennummer nicht mehr für den kompletten Fahrtverlauf beibehalten. Stattdessen wird für jeden verkehrlich eigenständigen Abschnitt eine eigene Liniennummer vergeben. Für diesen Abschnitt kann dann auch eine Zielhaltestelle statt „Einsatzwagen“ angezeigt werden. Dadurch wird das Einsatzwagenangebot besser kommuniziert.

 

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