Beschlussvorlage - B/17/1562-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Machbarkeitsstudie zur baulichen Umgestaltung der Fußgängerzone Sterkradeim Kontext der Förderung einer „Klimaresilienten Region mit internationaler Strahlkraft“
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Umwelt
- Bearbeitung:
- Annette Lavin
- Verantwortung:
- Werntgen-Orman
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Sterkrade
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Beschlussfassung
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27.01.2022
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Erledigt
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Stadtplanungs- und Mobilitätsausschuss
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Kenntnisnahme
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01.02.2022
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Kenntnisnahme
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03.02.2022
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Sachverhalt
Begründung
Mit Ratsbeschluss vom 23.03.2020 (B/16/5484-01 - Umbau des Emschersystems und Auswirkungen auf Oberhausen-Sterkrade) wurde die Verwaltung u. a. beauftragt, im Rahmen der erforderlichen Planungen eines Reinwasserkanals für den Elpenbach durch die Emschergenossenschaft für den Abschnitt in der Bahnhofstraße zu prüfen, welche Klimaanpassungsmaßnahmen im Sinne der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von Morgen“, ergänzend zum Integrierten Handlungskonzept Innenstadt Sterkrade umgesetzt werden können. Hierzu konnte mit Fördermitteln der Emschergenossenschaft eine Machbarkeitsstudie zur Integration von Klimaanpassungsmaßnahmen bei der baulichen Umgestaltung der Fußgängerzone Sterkrade in Auftrag gegeben werden. Den Zuschlag erhielt die Planungsgemeinschaft des Landschaftarchitekturbüros Hoff und Kaiser Ingenieure, welche die Machbarkeitsstudie in der Bezirksvertretung vorstellen.
Ziel der Studie war es, eine Grundlage für eine zukünftige klimaresiliente Stadtgestaltung zu bilden. Durch die Studie sollen die vorhandenen Planungsideen aufgegriffen, fortgeführt und ein qualitätsvoller Beitrag für städtebaulichen Planungen geleistet werden. Die Studie greift neben der technischen Machbarkeit auch die gestalterischen Elemente sowie Begrünung auf und dient somit als eine Grundlage für eine weitere gestalterische Aufwertung der Sterkrader Fußgängerzone.
Insgesamt wurde ein Regelwerk mit räumlicher Verortung für die verschiedenen Maßnahmen erarbeitet, auf dessen Grundlage der öffentliche Raum umgestaltet werden kann. Ein Ansatzpunkt sind dabei die anstehenden umfangreichen Umbaumaßnahmen im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft im Zusammenhang mit der rechtlich zwingenden Entflechtung des Reiners- und Elpenbaches. Verstärkt werden die hieraus resultierenden wasserwirtschaftlichen Herausforderungen im Stadtteil durch potenzielle Überflutungsereignisse in Folge von Starkregen, wie sie u. a. in den Jahren 2016 und 2017 aufgetreten sind.
Der Bau des Reinwasserkanals in der fußläufigen Bahnhofstraße bietet darüber hinaus die einzigartige Möglichkeit - neben der städtebaulichen und gestalterischen Aufwertung der Bahnhofstraße - durch wasserbauliche Maßnahmen die Sterkrader Innenstadt insgesamt attraktiver und klimaresilienter zu gestalten und damit das Erscheinungsbild und die Aufenthaltsqualität der Bahnhofstraße deutlich zu steigern. Dazu wurden in der Machbarkeitsstudie verschieden Varianten der Nutzung bzw. Sichtbarmachung des Elpenbaches mit unterschiedlichen technischen Lösungen aufgeführt.
Die jetzt vorgestellte Machbarkeitsstudie mit Maßnahmenvorschlägen zur wassersensiblen Stadtentwicklung und der Klimaanpassung soll Grundlage für die weitere Überplanung / Konkretisierung der Fußgängerzone sein.
Hierfür wird nach Beschlussfassung eine Ausschreibung durch die Stadtverwaltung erfolgen, mit dem Ziel, die notwendigen Antragsunterlagen nach Leistungsphasen 1 und 2 der HOAI 2021 für einen Städtebauförderantrag zu erarbeiten. Während dieser Planungsphasen können zudem die weiteren erforderlichen Untersuchungen bezüglich der Sichtbarmachung des Elpenbaches durchgeführt werden und eine fachliche Festlegung auf eine der in der Studie vorgeschlagenen Varianten erfolgen.
Neben den Fördermöglichkeiten aus der Städtebauförderung für die bauliche Gestaltung ist nach derzeitigem Stand die noch ausstehende Förderrichtlinie des Landes und der Emschergenossenschaft „Klimaresiliente Region mit Internationaler Strahlkraft – KRIS“ ein wichtiger Baustein, um die zahlreichen investiven Einzelmaßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu finanzieren.
Die anstehenden Maßnahmen haben prägende Wirkungen für Entwicklung, Erscheinungsbild und Image des Sterkrader Stadtteilzentrums. Entsprechend ist eine Abstimmung der Maßnahmen mit den betroffenen Bereichen, mit der Öffentlichkeit und mit den verschiedenen in der Bahnhofstraße vertretenen Akteuren besonders wichtig, da in Sterkrade zudem verschiedene Maßnahmen im Rahmen der Stadterneuerung zur Realisierung anstehen. Es muss eine frühzeitige und langfristige zeitliche Prozessabstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten und Prozessen wie z. B. Kanalbau, Stadtplanung und ‑erneuerung, Anpassung an den Klimawandel, Mobilität, Öffentlichkeit, etc. stattfinden. Das gilt insbesondere für die Beantragung von weiteren Fördermitteln und die daran anknüpfenden Vergaben bzw. Wettbewerbe zu den Planungsprozessen. Diese umfangreiche Projektsteuerung, welche innerhalb der künftigen Planungen spätestens nach der Förderzusage mit Beginn der Leistungsphase 3 der städtebaulichen Planung notwendig wird, ist nur den städtischen Organisationseinheiten übergeordnet zu leisten.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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7,9 MB
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